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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 139

    Methamphetamin bei ADHS

    Edit Alex: Nachfolgende 8 Beiträge hier abgetrennt und neues Thema erstellt.
    _________________________





    In den USA gibt es noch Desoxyn welches Methamphetamin als 5mg-Tabletten enthält - es ist dort für die Indikationen ADHS, Narkolepsie und krankhaftes Übergewicht zugelassen, wird aber recht selten verschrieben. In Deutschland ist Methamphetamin (der Öffentlichkeit unter dem Drogennamen "Crystal Meth" bekannt) seit März 2008 in Anlage II BtMG, also nicht mehr verschreibungsfähig - es darf nicht medizinisch verwendet werden (verboten). Ich habe im Sommer 2010 einen anstrengenden Versuch gemacht, an Desoxyn ranzukommen - im Rahmen eines Antrags um eine Ausnahmegenehmigung bei der Bundesopiumstelle - ich dachte schon fast, ich hätte damit Erfolg aber schon am nächsten Tag kam vom meinem örtlichen Apotheker die Mitteilung, dass es doch nicht möglich ist - auch wenn es weiterhin verkehrsfähig ist, darf es nicht von Privatpersonen bezogen werden. Es *gibt* die theoretische Möglichkeit in Deutschland legal an Methamphetamin ranzukommen - aber die praktische Chance, es dann auch legal verwenden zu können, geht klar gegen Null!

    Ich habe die Geschichte mit Methamphetamin bis auf Weiteres auf Eis gelegt und verwende derzeit Dextroamphetamin (Attentin) - es könnte aber sein, dass ich irgendwann wieder eine Anstrengung unternehmen werde, legal an [ ... ] Gelöscht (siehe Community-Regeln) ranzukommen. Solange diese Substanz nicht wieder auf Anlage III BtMG (also verschreibungsfähige Betäubungsmittel) zurückgestuft wird, sind die Chance sie legal beziehen zu können, sehr gering...

    Insofern könnten klinische Studien oder eine Petition erfolgversprechend sein - aber in Deutschland ist es schon schwer genug, an normales Amphetamin ranzukommen. Während in den USA Amphetamine oft die Zweite Wahl (oder oftmals sogar die Erste Wahl) darstellen, muss man in Deutschland erstmal Methylphenidat und Atomoxetin "in jeweils höchster Dosierung" erfolglos ausprobiert haben, um eine nennenswerte Chance auf Amphetamine zu haben...

    Die USA betreiben zwar eine sehr unbarmherzige Drogenpolitik, aber was die Verfügbarkeit von ADHS-Medikation angeht, sind sie weit fortgeschrittener als hier in Deutschland...

    Oxygen
    Geändert von Alex ( 4.01.2015 um 11:08 Uhr) Grund: s. Edit

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 217

    AW: Welche Amphetamine gibt's noch zur Behandlung?

    Hey, du bist also der mit dem Desoxyn.

    Ich hätte in der Liste oben Desoxyn mit aufgezählt, wenn ich nicht durch genau deinen Fall gewusst hätte, dass man da hier nicht drankommt.
    Dass man Methamphetamin aus der Anlage III rausgeholt hat, finde ich unglücklich, es ist nicht so, als wäre es sonderlich missbräuchlich verschrieben worden.

    Kommst du denn mit dem Attentin klar?
    Ich habe mich schon öfter gefragt, wie das mit dir weitergegangen ist, du bist ja quaso sowas wie ein berühmter Einzelfall. ^^

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 159

    AW: Welche Amphetamine gibt's noch zur Behandlung?

    Wo genau liegt denb bei Methamphetamin der Unterschied zum normalen Amphetamin, weil Methamphetamin nicht verschreibungsfähig ist?

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Welche Amphetamine gibt's noch zur Behandlung?

    Cartman schreibt:
    Wo genau liegt denn bei Methamphetamin der Unterschied zum normalen Amphetamin, weil Methamphetamin nicht verschreibungsfähig ist?
    Methamphetamin soll angeblich (!) viel stärker sein als normales Amphetamin - das ist ja auch der Grund, warum ich an dieser Substanz so interessiert bin. Ich weiß ja nicht, wie stark das Motivationsdefizit und die Antriebslosigkeit bei anderen ADHSlern ist, aber ich bin dieser Hinsicht definitiv ein schwerer Fall - vielleicht sogar ein sehr schwerer Fall.

    [ ... ] Gelöscht (siehe Community-Regeln)

    2.) Es sind deutlich geringere Mengen Methamphetamin nötig um die selbe Wirkung zu erzielen wie Amphetamin. D.h. 5mg Dextro-Meth entsprechen 10mg Dextro-Amp. Und weil deutlich weniger Dosis nötig ist sind auch die Nebenwirkungen weniger - eines der hervorstechendsten Merkmale von Desoxyn ist die Tatsache, dass es sehr nebenwirkungsarm ist. Fast alle ADHSler aus den USA, die auch Desoxyn ausprobieren konnten, berichten übereinstimmend, dass es viel nebenwirkungsärmer und auch "sanfter" ist als andere Amphetamin-Präparate wie Adderall oder Dexedrine, welche alle normales Amphetamin enthalten - höchstwahrscheinlich deswegen, weil es eben viel niedriger dosiert zu werden braucht. Viele der ADHSler in den USA sind empört darüber, dass ein derart gutes ADHS-Medikament so schwer zu bekommen ist - bekanntlich sind die USA eines der Länder, die die größten Crystal Meth-Probleme der Welt haben (seht ihr ja bestimmt immer wieder in den Nachrichten oder im Fernsehen) und deswegen tun sich viele der Ärzte dort schwer damit, Desoxyn zu verschreiben (die Substanz hat dort einen sehr schlechten Ruf - Suchtgefahr, Neurotoxizität usw.) und haben die selben Vorurteile wie die Ärzte in Deutschland, die uns ADHSlern "normales" Amphetamin verwehren...

    3.) Methamphetamin ist deutlich lipophiler (fettlöslicher) als Amphetamin - deswegen gelangt es schneller und in größeren Mengen ins Gehirn als Amphetamin, welches eine der möglichen Erklärungen für die stärkere Wirkung ist...

    Aber zu deiner eigentlichen Frage, lautet die offizielle Erklärung (Begründung für die 21. BtMG-Änderung):

    "Für Metamfetamin gibt es in Deutschland ebenfalls kein zugelassenes Arzneimittel mehr. Der zunehmende Mißbrauch von Metamfetamin, in der Drogenszene als Crystal-Meth bezeichnet, macht eine Umstufung des Stoffes in die Anlage II des BtMG (verkehrs-, aber nicht verschreibungsfähige Betäubungsmittel) erforderlich. Eine Umstufung in Anlage I des BtMG (nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel) ist nicht angebracht, da der Stoff als Ausgangsstoff für die Arzneimittelherstellung dient."

    Und Methamphetamin ist da nicht der Einzelfall - auch andere Betäubungsmittel wurden nur deswegen (!) in Anlage II verschoben, weil sie nicht mehr verwendet werden (schlechtes Nutzen-Risiko-Verhältnis, andere Betäubungsmittel mit der selben Wirksamkeit) oder es kein Fertigpräparat mehr gibt. Dass einzelne Patienten vielleicht doch von diesen Substanzen profitieren können, wird gar nicht berücksichtigt...

    Ich wüsste aber gerne, was Web4Health von Desoxyn hält

    Ich kapiere nicht den Zusammenhang, warum ein verstärkter Missbrauch und ein fehlendes Fertigpräparat als Argument ausreichend ist, den medizinischen Einsatz nicht mehr zu erlauben...

    Oxygen
    Geändert von Alex ( 4.01.2015 um 11:27 Uhr) Grund: s. Edit

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Welche Amphetamine gibt's noch zur Behandlung?

    Schneekind schreibt:
    Kommst du denn mit dem Attentin klar?
    Joah kann man sagen, früher habe ich von Amphetaminen NICHTS gemerkt, von Methylphenidat aber immer was - bei Attentin spüre ich mittlerweile aber definitiv was. Bei einer Einzeldosis 10mg (= 20mg Amphetamin-Racemat) merke ich nach 30 Minuten eine deutliche Stimmungsaufhellung (ich weiß nicht, als was ich das definieren soll: gute Laune? oder Vorfreude? oder Motivation? - auf jeden Fall ist es ungefähr dasselbe Gefühl, das ich auch bei Methylphenidat bekomme) die dann 30-60 Minuten anhält. Auch fällt mir auf, dass ich zumindest bei angenehmen Tätigkeiten (z.B. Computerspielen) noch engagierter und fokussierter bin als ohnehin schon (wir ADHSler haben ja keine Probleme mit dem Engagement, wenn wir motiviert sind). Und ich habe das Gefühl dass ich diesen Zustand auch länger aufrechterhalten kann, als ohne Medikation. Soviel zum Thema Motivation/Antrieb.

    Aber sonst merke ich weiterhin nicht wirklich was von der Medikation - außer körperlichen Nebenwirkungen (Mundtrockenheit, Zähneknirschen, ständiges Wasserlassen) welche typisch sind für Amphetamine. Ich habe weiterhin das Gefühl, dass ich immer noch nicht richtig begriffen habe, wie die ADHS-Medikation bei mir wirken soll. An meiner Aufmerksamkeit und Selbstorganisation hat sich (gefühlt) nichts geändert. Auch was Impulsivität angeht, konnte ich keine Veränderungen feststellen - aber gut, Impulsivität ist bei mir schon seit Langem kein ernstes Problem mehr (das war nur in Kindheit und Jugend ein ernsthaftes Problem - jetzt ist es "nur" noch ein geringes Problem). Ich habe auch das Gefühl dass ich über- oder auch unterdosiert bin, weil sich eben in den Bereichen außer Motivation/Antrieb (also: Aufmerksamkeit, Selbstorganisation, Impulsivität) gefühlt Nichts geändert hat. Möglicherweise würde das passieren, wenn ich mit der Dosis ein bisschen runtergehe...

    Vielleicht tu ich das auch - denn so gesehen, habe ich meinen "SweetSpot" noch nicht gefunden...


    Schneekind schreibt:
    Ich habe mich schon öfter gefragt, wie das mit dir weitergegangen ist, du bist ja quaso sowas wie ein berühmter Einzelfall. ^^
    Einzelfall inwiefern?

    Oxygen

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Welche Amphetamine gibt's noch zur Behandlung?

    [ ... ] Gelöscht (siehe Community-Regeln)
    Geändert von Alex ( 4.01.2015 um 10:39 Uhr) Grund: s. Edit

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Welche Amphetamine gibt's noch zur Behandlung?

    [ ... ] Gelöscht (siehe Community-Regeln)
    Geändert von Alex ( 4.01.2015 um 10:38 Uhr) Grund: s. Edit

  8. #8


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.809
    Blog-Einträge: 40

    AW: Welche Amphetamine gibt's noch zur Behandlung?

    Oxygen schreibt:
    Das hier ist jetzt nicht als Drogendiskussion oder illegale Aufforderung gemeint
    Was soll denn das bitte sonst sein, wenn keine "Drogendiskussion"?

    Methamphetamin ist in Deutschland nicht verschreibungsfähig, was wohl mehr als nachvollziehbar sein dürfte.

    Daher erübrigt sich zu diesem Stoff auch jede Diskussion in medizinischem Kontext.

    Davon abgesehen, dass die Diskussion - wie zu erwarten war - auf schnellstem Weg in Verstöße gegen die Community-Regeln abgedriftet ist.

    Entsprechend ist und bleibt hier geschlossen.




    VG,
    Alex

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