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Diskutiere im Thema Ritalin und Kinderwunsch im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 17

    Ritalin und Kinderwunsch

    Hey!
    In letzter Zeit mache ich mich sehr oft Gedanken über "Kinder oder keine Kinder" in meinem Leben.

    Ich habe recht viel über Ritalin gelesen - aber die meisten Artikel handeln eher von "normalen" Leuten die es als Lerndroge verwenden und dann "Zombiegeschichten" schildern, etc....

    Aber hat Ritalin Auswirkungen auf die Schwangerschaft - das Kind - die körperliche oder geistige Entwicklung?
    Kann man Ritalin auch während der Schwangerschaft nehmen? *im Beipackzettel steht "ja"* - aber hat jmd Erfahrungen damit?

    In letzter Zeit werde ich, vorallem von meiner Familie, die mein Krankheitsbild kennt öfter mit Aussagen vonwegen Ritalin und Schädigungen in der Schwangerschaft konfrontiert.....

    Natürlich gibt es keine Garantie - ist mir schon klar - die gibt es ja auch ohne Ritalin nicht.

    Weiters überlege ich mir auch, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass mein Kind auch Ads bekommt und was dies für mich und für das Kind bedeuten würde.
    Einseits denke ich, ich habe es auch hinbekommen und vieles geändert und der Vorteil ist, dass ich ja jetzt dieses Krankheitsbild schon kenne (was z.B. bei meinen Eltern nicht der Fall war - wäre dem so gewesen, hätte ich mir sicher einige Anläufe erspart, mein Leben auf die Reihe zu kriegen).....

    Freue mich über Erfahrungen und Feedback

    glg

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Ritalin und Kinderwunsch

    habe gerade gesehen, dass ich meinen Beitrag im falschen Thema gepostet habe - leider weiß ich nicht wie ich ihn verschieben kann. Könnte bitte ein Admin so nett sein und ihn verschieben. Beziehungs- oder Medikamententhread. Vielen lieben Dank :-)

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Ritalin und Kinderwunsch

    Habs mal in den Medibereich verschoben..

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Ritalin und Kinderwunsch

    Also ich hab keine Erfahrung, aber wenn ich mich zu einem Kind entscheiden würde, dann würd ich es für de Zeit der Schwangerschaft absetzen. Du schreibst " ich hab es ja auch so hinbekommen", deswegen vermute ich, dass du nicht ganz so stark betroffen bist, dass es nicht auch ohne gehen würde. Wenn das so ist, dann wäre es für mich keine Frage, von Garantie oder nicht, ich würd es dann nicht nehmen.

  5. #5
    Prinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 826

    AW: Ritalin und Kinderwunsch

    Embryotox berät Ärzte zum Thema Medikamente und Schwangerschaft und Stillzeit.

    Schau mal hier: https://www.embryotox.de/ritalin.html

  6. #6
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 793

    AW: Ritalin und Kinderwunsch

    Der Link zu der Embryotox Seite ist sehr gut und das Unternehmen seriös. Habe dort wärend meinen Schwangerschaften auch immer Beratung gesucht wenn es um Medikamente ging.
    An deiner Stelle würde ich dort mal anrufen zwecks persönlicher Beratung um dann richtig planen zu können.

    Zu deiner Frage wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass das Kind dann auch AD(H)S haben könnte. Also in meinen Fall haben vielleicht sogar beide ADS, eine auf jeden Fall und bei der anderen wird gerade abgeklärt was mit ihr los ist. Ich selber sehe das aber nicht als Problem. Sie sind halt so wie sie sind und haben im Gegensatz zu mir den großen Vorteil, das sie bewusst damit aufwachsen und von klein auf entsprechende Therapien bekommen können. Bei mir kam erst vor wenigen Jahren der Verdacht nachdem einiges im Leben falsch gelaufen ist. Aber dank meiner Erfahrung und Wissen mit der Krankheit umzugehen kann ich sie vor vielen bewahren.
    Allerdings habe ich jetzt nach Diagnose beschlossen keine weiteren Kinder zu bekommen aufgrund der hohen Vererblichkeit in meiner Familie, denke 2 "besondere" Kinder sind genug wenn man sich intensiv und möglichst gut um sie kümmern möchte und auf mich selbst muss ich auch noch achten.

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.727

    AW: Ritalin und Kinderwunsch

    Ja, du solltest dir bewusst sein, dass euer Kind ADHS haben kann. Aber es gibt überhaupt keine Garantie für irgend etwas, ich will damit sagen, euer Kind kann ganz andere und viel schlimmere Krankheiten als ADHS haben und es ist immer noch euer Kind (das ihr lieb haben werdet wie keinen anderen Menschen). Und auch Ungeborenendiagnostik bewahrt davor nicht, denn ein sehr großer Teil aller Behinderungen ist gar nicht im Mutterleib ermittelbar oder wird später, durch Krankheiten oder Unfälle, erworben.

    Übrigens hast du deinen Mann/Freund gar nicht erwähnt. Was meint er denn zu dem Thema- wünscht er sich Kinder, und ist ihm die ADHS-Vererblichkeit bewusst?

    Es gibt Familien, die haben seltene und sehr wahrscheinlich zu vererbende Krankheiten, da gibt es echt Gründe darüber nachzudenken besser keine eigenen Kinder zu haben. Aber ADHS? Nee.

    Im Beipackzettel steht, man dürfe es während der Schwangerschaft nehmen? Kann ich mir gar nicht vorstellen, die Pharmafirmen sichern sich doch gegen jedes noch so kleine Risiko ab. Jedenfalls ist es schon besser, du setzt es während einer Schwangerschaft ab, man muss es ja nicht herausfordern. Ob du es schon absetzen solltest während du nur hoffst schwanger zu sein oder zu werden, ist jetzt Ansichtssache- das könnte ja bedeuten mehrere Jahre auf Verdacht auf das Medikament zu verzichten, auch wenn du gar nicht schwanger bist.

    Es ist schon gut, sich auf die eventuelle ADHS eures Kindes einzustellen. Cordula Neuhaus hat ein Buch über ADHS bei Kleinkindern geschrieben (was natürlich immer nur nachträglich bestätigt wird).

    Beim zweiten Kind war uns das Risiko voll bewusst, beim ersten nicht.

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.727

    AW: Ritalin und Kinderwunsch

    Ach ja: Manche (aber nicht alle!) Frauen berichten, sie hätten durch die Hormone während ihrer Schwangerschaft Methylphenidat nicht so nötig gebraucht wie sonst. Und selbst wenn doch- in dieser Phase kann jede Frau auch mehr Rücksichtnahme einfordern.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ritalin und Kinderwunsch

    Mal eine andere Perspektive:
    Es kann sein das das Kind völlig gesund ist. Es kann auch sein, das es stärker als du ADHS hat, eventuell sogar Komorbiditäten.

    Wieso Ritalin während der Schwangerschaft? Ist dein ADHS so schlimm das du ohne nicht leben kannst und das Risiko eingehen musst? Würdest du es im Extremfall auch allein versorgen können? Hast du mit der Erkrankung dein Leben so weit im Griff, das du die Verantwortung tragen kannst?

    Ich will wirklich nichts schlecht reden, aber ich sehe es bei 2 verschiedenen Bekannten, die beide sagten, hätten sie es vorher gewusst hätten sie keine Kinder bekommen. Allerdings haben beide Kinder schon in sehr jungen Jahren Komorbiditäten entwickelt. Aber man sollte das auch bedenken.

    Das Risiko mit Ritalin und Schwangerschaft würde ich nicht eingehen.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Ritalin und Kinderwunsch

    Hallo!

    Vielen Dank für eure Antworten :-) und natürlich den Link zu der Embryotox Seite

    4.Kl.konzert: Ja, du solltest dir bewusst sein, dass euer Kind ADHS haben kann. Aber es gibt überhaupt keine Garantie für irgend etwas, ich will damit sagen, euer Kind kann ganz andere und viel schlimmere Krankheiten als ADHS haben und es ist immer noch euer Kind (das ihr lieb haben werdet wie keinen anderen Menschen). Und auch Ungeborenendiagnostik bewahrt davor nicht, denn ein sehr großer Teil aller Behinderungen ist gar nicht im Mutterleib ermittelbar oder wird später, durch Krankheiten oder Unfälle, erworben.

    Übrigens hast du deinen Mann/Freund gar nicht erwähnt. Was meint er denn zu dem Thema- wünscht er sich Kinder, und ist ihm die ADHS-Vererblichkeit bewusst?

    Es gibt Familien, die haben seltene und sehr wahrscheinlich zu vererbende Krankheiten, da gibt es echt Gründe darüber nachzudenken besser keine eigenen Kinder zu haben. Aber ADHS? Nee.
    Du hast vollkommen recht - es gibt keine Garantie und es gibt auch bei weitem schlimmere Krankheiten als Adhs. Ich zweifle auch keinen Moment an der Liebe zu meinem Kind.
    Meine Gedanken beziehen sich eher auf die Probleme mit denen mein Kind in dieser Welt oder in dieser Gesellschaft konfrontiert werden würde. Unserer Leistungsgesellschaft nicht standhalten zu können und deshalb viele Enttäuschungen zu erleben.
    Die Vererblichkeit ist für meinen Freund kein Grund auf ein Kind zu verzichten - wobei er ja die Welt nicht mit meinem Augen sieht ;-)


    creatrice
    Wieso Ritalin während der Schwangerschaft? Ist dein ADHS so schlimm das du ohne nicht leben kannst und das Risiko eingehen musst? Würdest du es im Extremfall auch allein versorgen können? Hast du mit der Erkrankung dein Leben so weit im Griff, das du die Verantwortung tragen kannst?
    Ich habe absolut kein Problem damit Ritalin während einer Schwangerschaft wegzulassen - ob mein Ads schlimm oder nicht so schlimm ist - ist irgendwie relativ. Es hat mich in meinem Weiterkommen erheblich behindert - hauptsächlich im Bildungsbereich. Ich habe mich lange Jahre in Traumwelten geflüchtet. Viele Sachen begonnen und nie beendet - oder erst sehr spät *jetzt* nachgeholt. Ich habe mir jahrelang nichts zugetraut und dachte immer, wenn sich Leute mir gegenüber ungerecht *klingt so dramatisch und in Selbstmitleid versinkend ;-) - ist aber nicht so gemeint :-) * verhalten, habe ich es verdient, weil ich ja im Leben nicht soviel leiste wie diese Meschen.

    Ich hatte aber immer soziale Kontakte - Freunde die mich so möchten/mögen wie ich bin - auch bevor ich noch wusste was mit mir los ist - und auch im(in) Job(s) nie wirkliche Probleme - mal was vergessen - mal öfter nachgefragt - aber meine soziale Kompetenz war meistens so hoch, dass diese Dinge nie so ins Gewicht gefallen sind bei meinen Arbeitsgebern - ich war halt "Träumeline"............. .... ABER ich hatte immer das GEfühl nicht zu wissen wo mein Platz ist und warum ich so anders bin und FÜR MICH war das natürlich sehr schlimm! Mir ist schon klar, dass es Menschen mit Adhs gibt die aufgrund ihrer Krankheit keine sozialen Kontakte haben, keinen Job finden, Sucht - oder Geldprobleme haben - NEIN - sowas hatte/habe ich nicht - also wenn hier ein Vergleich angestellt werden würde wäre mein Ads nicht schlimm - für mich und meinen Platz im Leben war/ist es schlimm.

    Ja, ich bin überzeugt davon, dass ich mein/ein Kind auch alleine großziehen/erziehen kann.
    Ob ich mein Leben so weit im Griff habe, mit der Erkrankung ist ein schwierige Frage. *Was jetzt natürlich ein absoluter Wiederspruch zu meinem obigen Satz ist* Es geht mir jetzt sehr gut - aber Ritalin trägt seinen Teil dazu bei. Ich versuche aber tagtäglich mir Arbeitsabläufe anzugewöhnen *Rituale zu erstellen - Alltag zu schaffen.......was mir früher totale Angst gemacht hat* um Automatismus zu erlangen um alltägliche Dinge ev. einmal ganz von alleine machen zu können ohne vorher großartig darüber nachzudenken oder sie mir vorzunehmen. Vom derzeitigen Standpunkt her kann ich Verantwortung übernehmen. Ich habe im diesem Jahr wahnsinnig viel an mir gearbeitet - mich extrem mit mir auseinandergesetzt - auch sehr viel geschafft - ABER die Angst vor mir oder das Misstrauen mir selbst gegenüber ist einfach noch nicht weg - die Angst davor zurückzufallen - wieder den "roten Faden" im Leben zu verlieren.....

    Meine Gedanken gingen aber eher in die Richtung: "Wenn ich jetzt 1-3 Jahre Ritalin nehme - ohne Schwangerschaft - kann dieses Medikament zukünftige Schäden bei meinem Kind anrichten - auch wenn ich Ritalin IN der Schwangerschaft absetze?".

    Geändert von Loki2014 (31.12.2014 um 00:37 Uhr)

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