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Diskutiere im Thema Soziales Leben nur mit Methylphenidat möglich? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 29

    Unglücklich Soziales Leben nur mit Methylphenidat möglich?

    Hallo,

    ich habe ein andauerndes Angstgefühl, vorallem wenn ich unter menschen bin. Ich bin unter menschen sehr nervös und vermeide interaktionen, auch mit menschen die ich mag. Soziale Interaktion ist für mich so anstrengend , weshalb ich schnell abblocke und andere sich abgelehnt fühlen. Ich verzweifle daran. Ich suche ja Nähe und Sympathie, aber mein kopf streikt.Wenn ich jedoch methylphenidat einnehme, ist das angstgefühl komplett weg. Ich habe zwar immer noch interaktionsprobleme, habe aber nicht das beklemmende gefühl. Das führt dazu, dass meine lebensqualität abhängig von dem medikament ist und ich ohne es völlig aufgeschmissen bin. Kennt ihr das problem und habt ihr einen weg gefunden es zu lösen?

    Freundliche Grüße

    max4

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Soziales Leben nur mit Methylphenidat möglich?

    Hallo max
    Ich kenne das was du beschreibst sehr gut und es kommt mir alles bekannt vor.
    Bei mir hängt das ganze jedoch eher noch von der Ernährung ab. Dh. ich esse momentan Brot und bin nur noch träge und habe depressionen und allein das Medikament kann daran auch nichts ändern.

    Regelmäßig gesunde Ernährung + Medikamente +MPh + attentin bei sozialen Störungen
    Wenn du einen Arzt hast der dir das verschreibt + freunde bzw. Unterstützung Denke ich mal



    Gesendet vom Bonzen-phone

  3. #3
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Soziales Leben nur mit Methylphenidat möglich?

    Max4 schreibt:
    Das führt dazu, dass meine lebensqualität abhängig von dem medikament ist und ich ohne es völlig aufgeschmissen bin. Kennt ihr das problem und habt ihr einen weg gefunden es zu lösen?
    Zunächst mal kann das Problem, soziale Kontakte zu pflegen, mehrere Ursachen haben.

    So wie du es beschreibst, würde ich es als direkten Zusammenhang mit der ADHS sehen ... im Rahmen der Therapie habe ich gelernt, dass das Verständnis für die neurobiologischen Faktoren wichtig ist, um mit seinen Symptomen auch unabhängig vom Medikament besser zurecht zu kommen.

    Das bedeutet für mich in diesem konkreten Fall: soziale Interaktion bedeutet auf jeden Fall immer eine Konfrontation mit zig Informationen ... was erzählen die Menschen, wie sehen sie aus, ihre Stimmen und Gerüche und dann noch immer die Frage, wie man selber sich jeweils verhalten soll. Dazu kommt erschwerend das Problem mit der Eigen- und Fremdwahrnehmung, das viele ADHSler kennen.

    So weiß ich also, dass ich mein Umfeld für mich neurobiologisch gut verarbeitbar gestalten muss, damit die Symptome weniger ausgeprägt sind. Das wissen um die mögliche Kontrolle über die Symptome erleichtert mir wiederum die Zeit, in der ich eventuell gerade kein Medikament genommen habe oder die Zeit, in der die Wirkung nachlässt.

    Und noch ein Gedanke:
    Die Formulierung "Lebensqualität in Abhängigkeit von dem Medikament" stellt für mich eine negative Wertung der Mediaktion dar: NATÜRLICH erfährt meine Lebensqualität einen positiven Schub durch die Medikation, DESHALB bekomme ich noch das Medikament!

    Immer wieder wird das Medikament als Knopf-zum-in-der-Gesellschaft-zu-funktionieren angesehen, aber das ist doch der entscheidende Denkfehler ... eine Brille beeinflusst ja auch schließlich entschieden positiv die Lebensqualität, kein Mensch käme auf die Idee, das in Frage zu stellen.

    Wichtig ist m.E. halt, dass man mit der Zeit lernt, dass das Medikament eine entscheidende Hilfe sein kann, selber die Kontrolle über sich zu verbessern - du darfst dich halt nicht alleine dem Medikament "ausliefern", dazu gehört einfach, dass man sich bewusst auf eine Therapie begleitend einlässt

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 104

    AW: Soziales Leben nur mit Methylphenidat möglich?

    Meine Lösung, vor gut 15 Jahren war einfach auf soziale Kontakte zu verzichten. Ist eindeutig der einfachste Weg,
    und ohne Medikation würd ich das immer noch so handhaben. Wirklich Umgang mit sozialen Kontakten hab ich nie gelernt,
    fällt mir heute extrem schwer.

    Ich halt den Kreis auch möglichst klein, mit den die mich so akzeptieren wie ich bin, bin ich auch gerne zusammen,
    und mit Medikamenten seh ich das als schaffbahre herausvorderung an, daran zu arbeiten.

    Allerdings drück ich mich auch gerne wenn die Freunde Partys geben wo viele eingeladen sind, da muß meine
    Freundin jedes mal Tage rumnörgeln damit ich hingehe. Sie versteht halt nicht warum, für mich ist das Stress pur
    und vor allem seh ich bei solchen veranstaltungen immer wieder, wie anderst ich bin.

    MPH hat da nicht soviel geholfen, DL-Amphetaminsaft schon mehr. Ist allerdings auch keine Wunderwaffe^^
    Ohne Medikation, hab ich leidert null verlangen nach sowas und spätestens nach 5 oder 6 Tagen ohne
    Medis (MPH hab ich paar mal kurzzeitig abgesetzt), brech ich dann jeden Kontakt erstmal ab.

    Bei mir helfen beide Medikamente leider nicht gegen die Angst, mich zu überwinden von mir aus neue Freundschaften zu knüpfen.
    Es muß immer erst jemand auf mich zu gehen.

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