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Diskutiere im Thema Unsicherheit ob Medikament überhaupt irgendeine Wirkung zeigt im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    Unsicherheit ob Medikament überhaupt irgendeine Wirkung zeigt

    Hallo!

    Ich nehme jetzt schon seit einem Jahr Medikinet adult und weiß noch immer nicht, ob es überhaupt je irgendeine Wirkung zeigt.
    Meiner Psychotherapeutin war keine Veränderung augefallen, während es ihr bei einem anderen ADHSler sehr stark aufgefallen war.
    Eine andere Psychologin hatte gemeint, unter Medikinet adult sei ich ihr als "überaktiv" und unruhig aufgefallen, was ohne das Medikament bei der Beobachtung dann sehr viel besser gewesen sei.

    Zu Beginn hatte ich manchmal gemeint, eine Wirkung zu erkennen, allerdings seehr subtil und so unsicher, dass es allein daran gelegen haben könnte, dass ich krampfhaft versucht habe, eine Wirkung zu spüren.... Ich hatte zum Beispiel wage den Eindruck, mich mit dem Medikament im Supermarkt besser zurecht zu finden.

    Ich muss auch ehrlich gesagt sagen, dass ich beim Auslassversuch übrhaupt keinen Unterschied bemerkt habe. Mein Mann hat auch überhaupt nichts bemerkt. Ihn sehe ich aber ohnehin meist erst Abends, wenn das Medikinet adult wahrscheinlich ohnehin nicht mehr wirken kann.

    Meine Aufschieberitis jedenfalls hat das Medikinet adult nicht verringert. Das könnte ja normal sein, obwohl es wirkt... . Immerhin heißt es ja immer, das Medikament allein helfe nicht.

    Ich hätte das gern mit meiner Ärztin besprochen, doch diese war zuletzt im Urlaub und das mit der Vertretung zu besprechen ging leider nicht, soll heißen sie sagte mir gleich, sie sei dafür nicht die richtige Ansprechpartnerin...

    Zur Zeit habe ich auch keine Psychotherapie und stehe nur auf Wartelisten.
    Habt ihr Ideen, wie ich herausfinden könnte, ob das Medikinet adult nun wirkt oder nicht?

    Viele Grüße,

    Gianna.
    Geändert von Gianna (22.11.2014 um 22:21 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Unsicherheit ob Medikament überhaupt irgendeine Wirkung zeigt

    Hi,

    ich wollte dir nur sagen, dass bei mir die anderen auch nicht merken ob das Medikament wirkt oder nicht, allerdings kann ich selbst von mir behaupten das es wirkt, denn durch dieses Medikament erlebe ich meine Stimmungsschwankungen nicht in einer so extremen Form wie sonst.
    Gianna schreibt:
    Meine Aufschieberitis jedenfalls hat das Medikinet nicht verringert. Das könnte ja normal sein, obwohl es wirkt... . Immerhin heißt es ja immer, das Medikament allein helfe nicht.
    Ich kann es mir auch nicht vorstellen, dass nur durch die alleinige Aufnahme des Medikaments auf einmal die Aufschieberitis verschwindet. Ich hatte das Problem mit der Aufschieberitis noch nie, allerdings hilft mir das Medikament auch, aber löst es nicht auf einmal alle Probleme, dennoch gibt es mir eine Erleichterung.
    Gianna schreibt:
    Habt ihr Ideen, wie ich herausfinden könnte, ob das Medikinet nun wirkt oder nicht?
    Nimm es doch einfach nicht mehr und dann wirst du den Unterschied schon merken. Falls du keinen Unterschied merkst, dann brauchst du es vielleicht nicht bzw. probierst ein anderes aus ob dieses dir dann hilft.
    Wichtig ist meiner Meinung nach, dass du etwas merkst, denn schließlich musst du es ja nehmen und nicht die anderen.

    Viele Grüße

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.822

    AW: Unsicherheit ob Medikament überhaupt irgendeine Wirkung zeigt

    Ich glaube mal gelesen zu haben, das a) um so beeinträchtigender die ADHS, umso mehr ist eine Wirkung zu erkennen, und das b) Menschen mit höherem gemessenen/nicht unbedingt tatsächlichem IQ weniger davon profitieren, da sie (wenn der IQ-Test es so bestätigt) ja ihre kognitiven Fähigkeiten schon vorher besser einsetzen können. Da du ein jura-Studium geschafft hast, werden deine kognitiven Fähigkeiten bestimmt eh nicht so ganz stark beeinträchtigt gewesen sein.

    Ich glaube es kommt auch drauf an, woher die Aufschieberitis kommt. Mir hat MPH auch in dem Aspekt sehr geholfen. Unlust wird das Medikament sicher nicht wegmachen, aber es hilft Prioritäten zu erkennen und diese dann auch durchzusetzen.


    Hat sich denn nichts in deinen anderen Symptomen verbessert? Aufschieberitis wird doch nicht das einzigste sein.......

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: Unsicherheit ob Medikament überhaupt irgendeine Wirkung zeigt

    Ich bin gerade auf das Problem mit der Prokrastination so fixiert, dass mir von sonstigem gar nicht so viel auffällt.
    Es kann tatsächlich sein, dass mir das Medikinet adult in anderen Bereichen hilft und ich es nur nicht merke, weil mich das mit dem Aufschieben so runterzieht. Ich kann es einfach nicht beurteilen.

    In der Familie geht es mir viel besser als früher, ich kann aber nicht einschätzen, ob das mit dem Medikament zu tun haben könnte. Es hat sich nämlich noch viel mehr in der Familie geändert. Andere Familienmitglieder hatten gesundheitliche Probleme, die jetzt überstanden sind. Das entspannt in der Familie natürlich sehr viel.
    Auch könnte die Psychotherapie und mein "Arbeiten an mir" und nicht das Medikament dafür verantwortlich sein, dass es in der Familie jetzt besser geht.
    Ich schaffe es bislang noch nicht, herauszufinden, ob mein Medikament auch seinen Anteil daran hat oder nicht.

    Motivierend finde ich es, zu lesen, dass es offenbar auch ADHSler gibt, die KEIN massives Aufschiebeproblem haben und dass grundsätzlich die medikamentöse Behandlung schon auch helfen kann gegen das Aufschieben.

    Interessant ist natürlich die Frage: Wie finde ich heraus, woher das Aufschieben bei mir kommt und ob es etwas ist, wogegen Medikinet adult helfen könnte, oder eben auch nicht. Unter welchen Umständen könnte es denn helfen und unter welchen nicht?

    Ich muss nun dringend los.
    Viele Grüße!

    Gianna
    Geändert von Gianna (22.11.2014 um 22:22 Uhr)

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.822

    AW: Unsicherheit ob Medikament überhaupt irgendeine Wirkung zeigt

    Wenn du wieder da bist, nenn doch mal Beispiele für deine Aufschieberitis und versuche dich zu erinnern, was dich abgehalten hat, wenn du das kannst.


    Also bei mir hilft es so, das ich früher z.B. die ganzen zu erledigenden Dinge im Haushalt zwar gesehen habe, aber irgendwie gelähmt war etwas zu tun, weil ich nicht richtig wusste wo ich anfangen soll. Oder ich habe dann irgendwo angefangen und alles nur halb gemacht..... Am Ende des tages habe ich zwar viel rumgewirbelt, aber kaum was richtig zu Ende gemacht, also sah man auch nichts von meiner Arbeit.

    Heute bin ich in der Lage mir die Aufgaben in kleinere Abschnitte einzuteilen, ich sehe sozusagen nicht den gesamten Berg als einen Wust, sondern die einzelnen Fragmente..... die werden dann abgearbeitet. Natürlich kostet es mich auch immernoch Überwindung bei einem Fragment am Ball zu bleiben, und nicht mit etwas, was ich gerade sehe auszutauschen, das geht durch MPH bei mir nicht weg, da ist Disziplin und Strategie (immer erst eins zu Ende) bei mir nur hilfreich. Aber ich finde wie gesagt einen Anfang und habe einen roten Faden.


    Bist du dir ganz sicher das du ADHS hast? Du schreibst das deine DIagnose schwierig war, deine Kindheit und Jugend war unauffällig, und seit dem die äusseren Umstände sich bei dir gebessert haben, geht es dir auch besser. Auch das deine Thera dich unter medikation eher unruhig und überaktiv findet, ist ja eher nicht zu erwarten. Vllt ist es eher eine episodenhafte Erkrankung bei dir? Warst du bisher nur bei einem Arzt oder gab es auch mal eine Zweitmeinung?
    Geändert von creatrice (22.11.2014 um 19:27 Uhr)

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: Unsicherheit ob Medikament überhaupt irgendeine Wirkung zeigt

    Hallo creatrice,

    zunächst danke für Deine Antwort und all die Fragen.
    Ich fange von hinten an:
    Kindheit und Jugend waren bei mir nicht unauffällig. Vielmehr war ich schon als Baby auffällig. Ich schlief nämlich viel weniger als andere Babys und schrie immer, wenn ich hingelegt wurde bzw. wenn ich nichts interessantes zu sehen bekam. Die üblichen Methoden ein Baby zu beruhigen brachten nichts bei mir. Später war ich das schusseligste Kleinkind und Kindergartenkind, dass man sich vorstellen könnte und ein sehr neugieriges, das alles wissen und lernen wollte und niemals ohne Input sein wollte. Schon als Kindergartenkind hatte ich das, was ich heute Hyperfokus nenne. Ich konnte mich sehr lange auf irgendwas konzentrieren, und dabei nichts andres mitbekommen. Darum war ich am tag lange nicht trocken, obwohl ich nachts schon sehr früh trocken war, schon so mit einem Jahr.

    In der Schule war ich auch auffällig. Dass die Noten zunächst überdurchschnittlich gut waren heißt überhaupt nicht, dass ich unauffällig gewesen wäre. Ich kam in die Schule und konnte da schon lesen und schreiben und die Grundrechenarten, weshalb es zunächst sehr leicht für mich war. Allerdings wusste ich im Unterricht meist nicht, was da gerade lief, weil ich in Gedanken wo anders war. Desweiteren war meine Schrift schlecht und schlampig, was anfangs nicht soo sehr auffiel, weil die anderen Kinder auch noch nicht gut schreiben konnten. Das auffälligste war aber mein Sozialverhalten und die extreme Schusseligkeit. Ich galt als "zerstreuter Professor" und war Aussenseiterin. Eine Mitschülerin soll ich mitten im Unterricht geohrfeigt haben, was nicht gerade auf unauffälliges Sozialverhalten hindeutet... Auch hielt die Lehrerin mich für schlampig wegen der "Flüchtigkeitsfehler" die immer wieder auftraten, obwohl ich doch eigentlich das Geforderte gut konnte. So stand auf meinen Arbeiten immer: "Du müsstest sorgfältiger Arbeiten. Deshalb nur 1-" oder "1 Fehler. Schade. Arbeite das nächste mal sorgfältiger."
    Nicht ohne Grund landete ich so schnell bei der Schulpsychologin. Da kam allerdings nicht ADHS heraus (vielleicht weil das damals noch weniger bekannt war?) sondern eben Hochbegabung (sagt jedenfalls meine Mutter, Belege habe ich dafür nicht!) Ich erinnere mich nur noch an den IQ-Test. Ich war also sehr auffällig, man begründete das aber mit Hochbegabung, nicht mit ADHS. Wenn die gewusst hätten...

    In der Jugend war ich auch auffällig, schwänzte Schule, schaffte jeweils die Versetzung nur gerade so und das Abitur ist nicht gerade toll ausgefallen.
    Bezüglich ADHS-Diagnose so waren da mehrere Ärzte dran. Der erste machte die Diagnostik nicht zu Ende, weil ich einen Termin versemmelt hatte. Als ich einen neuen machen wollte, hatte der Arzt die ADHS-Sprechstunde schon eingestellt und es gab keinen neuen Termin mehr. Dann beim zweiten Mal ging ich ohne Diagnose hinaus. Mir wurde bescheinigt, ich hätte überhaupt nichts. Beim dritten Arzt kam heraus: ADHS. Meine jetzige Ärztin hier vor Ort hat das bestätigt.
    Inzwischen bin ich mir also recht sicher, was die Diagnose angeht.

    Nun zum nächsten Punkt:
    Beispiele für die Aufschieberitis

    Ein Beispiel sind Abrechnungen für die Kanzlei.
    Recherchen mache ich meist zeitnah, schon weil ich zu neugierig wäre, das nicht zu tun. Auch überlege ich mir in der Regel zeitnah, was ich tun will und was ich schreiben will. Aber alles, was dann nur noch mit niederschreiben, ausdrucken und abschicken zu tun hat schiebe ich auf, bis es gar nicht mehr anders geht. Tja, warum nur?
    Am ehesten hält mich eine Art Gefühl, das jetzt einfach nicht zu können ab. Es ist auch so, dass ich mich oft nicht richtig entscheiden kann, welche der vielen Aufgaben ich zuerst machen soll. Es sind immer mehrere gleichzeitig da, die anstehen. Ins Handeln komme ich nur, wenn eine Frist abzulaufen droht, die mir dann vorgibt, was gerade dringend ist.
    Außerdem habe ich auch oft einfach keinen Überblick und weiß gar nicht, was alles zu tun ist. Ich habe dann auch Angst, etwas zu vergessen und mit dem falschen anzufangen und dadurch etwas Wichtiges zu versemmeln.
    Ich würde also sagen dass Desorganistation eine wichtige Ursache der Aufschieberitis ist. Wenn ich klar habe, welche Aufgaben anstehen kann ich sie auch eher erledigen. Aber selbst wenn ich weiß, was ich tun sollte und sogar Prioritäten gesetzt habe schiebe ich oft noch auf. Ich kann mich dann oft einfach nicht aufraffen anzufangen. Wenn ich erst einmal mit etwas angefangen habe und dafür auch ausreichend Zeit da ist schaffe ich es in der Regel auch, es dann auch durchzuziehen. Aber das Anfangen ist das Problem.
    Ich kenne eine Reihe guter therapeutischer Methoden, dagegen etwas zu tun, z.B. einen Wecker auf eine bestimmte Zeit zu stellen, und mich zu verpflichten, erst einmal nur 10 Minuten an der Sache zu arbeiten. Schaffe ich das dann führt es in der Regel dazu, dass ich nach den 10 Minuten nicht wieder aufhören will. Ich kenne auch noch weitere Tricks, z.B. mit Belohnungen zu arbeiten, ein festes Ritual für die Minuten vor dem Beginnen durchzuführen und noch einiges mehr.
    Ich habe sogar ein Manual zur Therapie der Prokrastination käuflich erworben und mir die Stategien daraus angeeignet.
    Das alles hilft auch manchmal. Aber eben nur manchmal.
    Oft kann ich mich nicht einmal aufraffen, eine der Strategien anzuwenden. Dann will ich das schon, aber mache es einfach nicht. Ich weiß gar nicht warum eigentlich.
    Ich weiß dass es besser ginge, wenn immer jemand da wäre, der mich da antriebe, kontrollierte und so. So jemanden habe ich aber nicht. Es muss auch so gehen, wenn ich allein bin.

    Ganz oft hält mich auch ein Hyperfokus auf irgendetwas anders davon ab, eine Aufgabe zu erledigen. Wenn ich einfach ganz sehr mit etwas befasst bin kann ich mich einfach nicht überwinden, damit aufzuhören. Das kann alles Mögliche sein, eine Recherche, Schreiben in einem Forum, Klavierspielen, bestimmte Gedanken denken... Ich schaffe das dann oft einfach nicht, damit aufzuhören, was ich gerade mache, bevor ich damit für mich zufriedenstellend fertig bin.

    Jetzt habe ich einen viel zu langen Text geschrieben...

    Ich höre mal lieber auf.
    Vielen Dank schon jetzt fürs Lesen!

    Es grüßt,

    Gianna

  7. #7
    Ist hier zuhause

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    Forum-Beiträge: 6.822

    AW: Unsicherheit ob Medikament überhaupt irgendeine Wirkung zeigt

    Achso, das hattest du nicht erwähnt mit den Auffälligkeiten, von daher ging ich davon aus, das es keine gab. Bei mir waren die noten übrigens auch immer gut...... nur der Text dazu...


    Naja.... gegen dieses Chaos und hin und her springen, dieses mangelnde Prioritäten setzen, sollten die Medis eigentlich helfen, zwar nicht komplett aber schon merklich. Das mit dem Aufraffen ist glaube ich nicht nur ein Problem von ADHS..... Das ist wohl für jeden schwer.

    Irgendwie ist mir fast schon schwindelig geworden was du alles an Strategien versuchst. Vielleicht 1-3 auswählen, die, die am besten geklappt haben. Du verwirrst dich ja sonst bevor du überhaupt angefangen hast.

    Du nimmst MA ja nun seit 1 Jahr, wie bist du denn auf deine Dosis gekommen? Vllt ist sie einfach zu niedrig. Oder nicht das richtige Medi. Was hat denn dich und deinen Arzt dazu bewogen es seit einem Jahr dabei zu belassen? Irgendwie muss es doch gewirkt haben. Hast du es vllt vergessen, weil du dich an die verbesserten Bedingungen schon gewöhnt hast?

  8. #8
    Ist öfter hier

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    Forum-Beiträge: 234

    AW: Unsicherheit ob Medikament überhaupt irgendeine Wirkung zeigt

    Auf meine Dosis gekommen bin ich durch langsames aufdosieren mit unretardiertem Medikinet, das ich selbst bezahlt habe. Ich hatte dann immer geäußert, wenn ich irgendetwas fand, was auf eine Wirkung hindeuten könnte, z.B. als ich kram im Supermarkt fand oder als mein Mann meinte, ich sei gut Fahrrad gefahren.
    Es war wirklich nicht gerade viel, was mir da aufgefallen ist und es wäre mir niemals aufgefallen, wenn ich nicht gewusst hätte, dass da ein Medikament ist und ich nicht gaanz dolle nach einer Wirkung gesucht hätte.
    Als dann die empfohlene Höchstdosis, die wohl bei 20mg Einzeldosis liegt erreicht war sagte der Arzt, da solle ich dabei bleiben.
    Dann kam ich zu der jetzigen Ärztin, die hier vor Ort ihre Praxis hat, was mich gefreut hat. Das zahlt die Krankenkasse und ich kann mit dem Fahrrad hinfahren.
    Mit meiner jetzigen Ärztin habe ich das dann wieder reduziert auf 15 mg Einzeldosis, (das heißt 30mg Medikinet adult, denn das umfasst ja 2 Einzeldosen mit 15mg) , weil ich manchmal so komisches Herzklopfen und Zittrigkeit hatte, was nicht gut war.

    Beibehalten hat es die Ärztin sicher, weil ich erzählt habe, dass es mir privat jetzt gut geht. Ich selbst habe es bislang so beibehalten, weil ich mir immer gesagt habe, dass es sein kann, dass es wirkt und es merkt nur keiner. Auch sagte ja die Ärztin ohne weitere Psychotherapie könne es ja nicht gehen. Ich suche seither neue Psychotherapie. Die ehemalige Therapeutin sagte, sie wolle das nicht mehr weiter machen und ich solle wen suchen, der sich besser mit ADHS auskennt.
    Das ist jetzt der Stand.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.822

    AW: Unsicherheit ob Medikament überhaupt irgendeine Wirkung zeigt

    30 mg 2x am Tag oder 1x?

    Ja, eine Therapie kann schon noch mal sehr sehr viel mehr bringen. Du hattest doch eine pause gemacht, wie lange war die? Hast du wirklich gar keine Veränderung in der Pause gemerkt?

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: Unsicherheit ob Medikament überhaupt irgendeine Wirkung zeigt

    Ich nehme die 30 mg einmal am Tag und das so am frühen Vormittag. Den Morgen mit Haushalt und Sohn mache ich noch ohne Medikament, weil das auch so gut läuft. Dann sollte das Medikament ja vormittags wirken. Oft kann ich mich dann aber schon schwer aufraffen mich loszumachen in die Kanzlei und brauche zu lange dafür.
    Überhaupt mit irgendeiner Arbeit beginne ich dann wenn überhaupt meist erst irgendwann Nachmittags.
    Das Medikament nehme ich nicht nur werktags sondern immer.

    Die Pause machte ich, als es mir schlecht ging und ich massive Schuldgefühle hatte und so und dadurch schon depressiv wirkte. Die Idee bei dem Auslassversuch war, auszuprobieren, ob ohne Medikinet adult dieses depressive Denken und Fühlen wieder weggehen würde. Ich habe das Medikinet adult dann so 3 Wochen weggelassen und nichts Negatives bemerkt. Das "depressiv anmutende" ist weggegangen und nicht davon wieder gekommen, dass ich das Medikinet adult wieder genommen habe.
    Ansonsten ist mir wirklich nichts aufgefallen. Es kann allenfalls sein, dass ich ohne das Medikinet adult müder bin als mit, aber das müsste ich erst einmal genauer beobachten, vielleicht indem ich das Medikinet adult über eine gewisse Zeit nehme und dann wieder nicht nehme und dann wieder nehme oder so.
    Jetzt muss ich erst einmal abwarten, denn einen Termin bei der Ärztin bekomme ich frühestens wieder im neuen Jahr.

    Was ich meine, dass das Medikament vielleicht wirklich bewirkt ist, dass ich nicht mehr so oft müde bin. Auch hier bin ich mir aber nicht sicher.

    Ach noch etwas: Unter Medikinet adult ist mein Appetit nicht vermindert, wie es viele berichten. Ich habe 10kg zugenommen unter dem Medikament, obwohl ich zuvor schon übergewichtig war.
    Geändert von Gianna (23.11.2014 um 00:29 Uhr)

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