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Diskutiere im Thema mit 48 braucht man keine Medikamente mehr! im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: mit 48 braucht man keine Medikamente mehr!

    Seltsam, sinkt doch die Möglichkeit im Alter die Reize zu Filtern und die Möglichkeit die Batterie wieder aufzuladen schon bei Normalos. Da z. B. das bei AD(H)Slern aber besondere Baustellen sind, sollte man meinen, dass sich damit die Auswirkungen im Alter eher verschlimmern und damit die Ansicht: "Sie haben jetzt xy Jahre damit gelebt, also können Sie damit auch weiter leben!", mal eben aushebelt.

    Nur weil du bisher unter unermüdlichen Anstrengungen versucht hast dein Leben zu meistern, versagt er dir die Medis? Wann hättest du denn bei ihm welche bekommen? Wenn man dich im Sarg zu ihm getragen hätte, eben weil du es nicht geschafft hast? - Sorry, aber 47 Jahre Leben mit AD(H)S, da sollte man den Hut vor ziehen und das weitere Leben (Schliesslich bist du damit das, was man heute so schön als Bestager bezeichnet und hast damit noch ungefähr die Hälfte deines Lebens vor dir!) doch bitte erleichtern und einen Teil der Qual von dir nehmen, so weit das möglich ist.

    Und nur so als kleiner Hinweis, lernen tut mal eigentlich jeden Tag im Leben, denn das gehört zum Leben dazu.

    Ich wünsche dir für die Institutambulanz wirklich alles Gute und hoffentlich Ärzte die sehen, dass der Leidensdruck gross ist, wenn man sich denn für diesen Weg entscheidet. Schliesslich fragt man nicht nach Bonbons.

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: mit 48 braucht man keine Medikamente mehr!

    Hallo Sookie,

    habe mir Deinen Beitrag gerade durchgelesen und bin fast schon wütend geworden!

    Mittlerweile ist mir ja klar, dass die Zustände für Kassenpatienten immer schlimmer werden und die Ärzte sich Jahr für Jahr üblere Sachen einfallen lassen, um die durchschnittliche Behandlungszeit ja nicht zu überschreiten. So schlimm hätte ich es mir aber nicht vorgestellt!

    Einem Patienten den Leidensdruck abzusprechen ist einfach nur ekelhaft - solche Ärzte habe ich gefressen!

    Nebenbei bemerkt: Mir wird eher mehr Leidensdruck zugestanden, ich werde auch mal zum Kardiologen geschickt, der sich dann wundert warum ich zu ihm gekommen bin - mein Belastungs-EKG war 1a und es gab keinen aber auch keinen Verdacht oder Hinweis auf eine Herzerkrankung. Aber ich bin auch Privatpatientin - .

    Mit Verlaub, aber dieser Arzt kommt mir vor wie ein Küchenpsychologe. Vielleicht tröstet es Dich ein wenig, aber ich hatte eine ähnliche Psychiaterin als ich auf der Suche nach Hilfe war! Sie kam ein bisschen symphatischer rüber usw. aber ich hab irgendwann dann doch Reißaus genommen.

    Klar, jeder Mensch hat Interessen und Vorlieben - die sind aber nicht immer über den Verstand zu finden, schließlich kommst Du mit einer Störung, die vor allem im affektiven Bereich größte Probleme verursacht.

    Aussagen wie die Deines Arztes sind für mich immer ein Zeichen von Hilflosigkeit oder auch ein Symptom von "wegloben". Sprüche wie Du sie gehört hast, die kannste in jeder Zeitschrift im Wartezimmer nachlesen, diverse Frauenzeitschriften deklinieren diese Themen seit Jahrzehnten in bestimmten Abständen durch!

    Ich drücke Dir die Daumen, dass es in der Ambulanz besser wird - immerhin haben die dort ein wenig mehr Zeit zur Verfügung!

    Sei Dir sicher, ich weiß ziemlich genau wovon Du schreibst. Ich hab das alles über ein paar Jahre miterlebt und mir sind öfter die Tränen gelaufen, wenn ich mit solchen Plattitüden gemartert wurde.

    Solche Sprüche kamen meist von Auswendiglernern, die dann sogar versuchten, alle meine Interessen abzuklopfen und mich nur noch mehr gequält haben.

    Es ging sogar soweit, dass mir sogenannte Freunde empfohlen haben, zu welchen Personen ich einen intensiveren Kontakt aufnehmen solle, damit ich nicht mehr von dem Gefühl der Einsamkeit heimgesucht werde.

    Gelegentlich ist es wichtig, sich mal klar zu machen, dass es eben in dieser Welt schlechte Ärzte gibt und überhaupt jede Menge Dumpfbacken gibt!

    Ich drücke Dir die Daumen und behaupte sogar, Deinen Gemütszustand sehr gut zu verstehen!

    LG
    Waldsteinie
    Geändert von Waldsteinie (13.11.2014 um 10:05 Uhr)

  3. #13
    ellipirelli

    Gast

    AW: mit 48 braucht man keine Medikamente mehr!

    hallo, sookie- ich bin ähnlich geschockt wie die anderen.
    50 Jahre habe ich ohne Diagnose gelebt und vor mich hingekämpft, 54 ohne Medikamente.
    Die Medikamente kamen, als ich letztes Jahr "endlich" zusammengebrochen war : meine jahrzehntelangen übermenschlichen Kraftaufstrengungen, um halbwegs "normal" zu funktionieren, der ständige Kampf um "Konformität" konnten von Geist und Körper nicht mehr aufgefangen werden .

    Einfacher: das Fass war voll...

    Wenn du auch nur annähernd so ge"strickt" bist wie ich------und ich lese, das dir das Schreiben und Wut rauslassen hier gut tut--- mach eine Beschwerde über den Arzt bei der Ärztekammer deines Bundeslandes, und beim Patientenbeauftragten. Dafür gibt es sie...

    Egal, wie weit das führt------ und man sich klar machen muss, das in den meisten Fällen eine "Krähe der anderen kein Auge aushackt"--- mir hat dieser Schritt schon mehrfach (wenigstens) aus dieser endlosen Wut und dem "Ausgeliefertsein-Gefühl" geholfen...

    Ganz viel Glück "woanders".... es kann nur besser werden!
    Geändert von ellipirelli (13.11.2014 um 11:08 Uhr)

  4. #14
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: mit 48 braucht man keine Medikamente mehr!

    ellipirelli schreibt:
    50 Jahre habe ich ohne Diagnose gelebt und vor mich hingekämpft, 54 ohne Medikamente.
    Die Medikamente kamen, als ich letztes Jahr "endlich" zusammengebrochen war : meine jahrzehntelangen übermenschlichen Kraftaufstrengungen, um halbwegs "normal" zu funktionieren, der ständige Kampf um "Konformität" konnten von Geist und Körper nicht mehr aufgefangen werden .
    Das unterscheidet uns von den Kindern: die Kinder sollen durch Medikamente mehr Leistungen erbringen, um im Leben zu funktionieren, wir Erwachsene bekommen Medikamente, weil wir im Leben funktioniert haben.

    Dabei bezeichne ich all diejenigen als Kinder, die jünger als 40 sind und im Leben noch viel leisten müssen. Ab 40 hat man so viel geleistet, dass man zum ersten Mal zusammengebrochen ist. Ich habe bis 47 durchgehalten, bis ich den Ikarus machte.

  5. #15
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: mit 48 braucht man keine Medikamente mehr!

    Sookie schreibt:
    Als du noch so jung warst wie ich ist gut.
    Du bist halt noch ein junger Hüpfer!

    Ich habe die Diagnose auch erst seit einem Jahr und auch die Medikamente. Habe noch nie Methylphenidat bekommen, hatte heute darauf gehofft, etwas anderes wie Strattera verordnet zu bekommen. War heute das erste und letzte Mal bei diesem Arzt. Er wurde mir von meiner behandelnden Psychiaterin mal empfohlen, da sie sich mit ADS und die dazupassenden Medikamente
    überfordert sah.
    Leider habe ich vergessen, wie die medikatöse Therapie in Österreich erfolgt. In Deutschland beginnt man bei Erwachsenen immer mit Methylphenidat. Erst wenn das nicht hilft, bekommt man Atomoxetin, also Strattera, verschrieben.

    Ich kann mich erinnern, mich mal an einem Talk über das österreichische System beteiligt zu haben. Ist irgendwie ganz anders bei euch. Ihr müsst einen Arzt bei der Krankenkasse fragen, der dann die Medikamente verordnet. Erst dann werden sie von der Kasse bezahlt. Auch werden in Österreich Medikamente von der Kasse bezahlt, die hier für Erwachsene nicht zugelassen sind, wie Concerta. Ich rate dir, nach deiner Vorstellung im Österreich-Forum nachzufragen.

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 173

    AW: mit 48 braucht man keine Medikamente mehr!

    oh mann ärzte....

  7. #17
    cruelmoth

    Gast

    AW: mit 48 braucht man keine Medikamente mehr!

    Also da könnt ich explodieren... Dieser Arzt ist derb gesagt einfach ein hochgradiges A####.... Kompetenz gibts da wohl auch nicht !!

    Gott sei Dank gibt es auch andere Ärzte. Bitte gib nicht auf ! Du wirst einen richtig guten Arzt finden der dir medikamentös so hilft das es dir endlich gut geht !

  8. #18
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 91

    AW: mit 48 braucht man keine Medikamente mehr!

    liebe sookie,

    was für ein trottel!! du arme!

    das erinnerst mich an meinen ersten psychologen, der meinte ich solle halt weniger essen, dann bräuchte ich mich auch nicht mehr zu übergeben!!

    solche ärzte sind doch echt zum kotzen.

    such dir ganz schnell einen anderen, zum glück gibt es ja auch ganz tolle.

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: mit 48 braucht man keine Medikamente mehr!

    Wieso fällt mir da jetzt so impulsiv, wie ich bin ein: In Ihrer Gegenwart wird mir leider immer schlecht?

  10. #20
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 91

    AW: mit 48 braucht man keine Medikamente mehr!

    du hast recht!

    leider fällt mir nie was passendes ein in solchen momenten.

    ich habe mich so miserabel gefühlt!

    da rafft man sich auf mit seinem leid und wird auch noch verhöhnt.

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