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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 206

    MPH bei Depressionen und AD(H)S ohne Antidepressiva

    Hallo zusammen

    Ich bin seit kurzem in der Einstellung mit unretardiertem MPH und hatte zuvor Strattera genommen, welches mich aber narkotisch müde machte. Zuvor hatte ich 8 Wochen Elontril und es kann sein, dass ich in den letzten beiden Wochen etwas weniger depressiv war und ein wenig mehr Antrieb hatte. Denn in der ersten Woche mit Strattera wurde ich wieder depressiv, was aber in der 2. Woche wieder verschwandt (vermutlich habe ich noch eine Dysthymie aufgrund emotionaler Einsamkeit).

    Nach dem ich Strattera zwei Tage lang ausgesetzt hatte, fing ich mit 5 mg Ritalin an. Zwischen dem 5. und 7. Tag ohne Strattera, aber mit MPH, hatte ich mal alle positiven Effekte kennenkernen dürfen: Innere Ruhe, weniger Fehler durch Impulsivität, verbesserte Gedächtnisfunktionalität (Speichern, Abruf, Automatisierung) und ich war auch wieder wach und konzentriert. Ich hatte auch den Moment, wo dachte, so kann es bleiben - so ist es optimal. Da war der Stratteraspiegel wohl aber noch nicht ganz abgebaut. Ein paar Tage/Stunden später, hatte ich keine Wirkung mehr wahrgenommen.

    Dann wurde erhöht - erst auf 10 mg und dann nun auf 20 mg unretardiertes Ritalin morgens und 10 mg am Mittag/Nachmittag. Das hatte ich nun die letzen 4 Tage so. Am ersten der vier Tage hatte guten Antrieb und habe alles mögliche geschafft und hatte auch den Eindruck, dass ich konzentriert, geistig effizient und kreativ und kontrolliert gearbeitet hatte. Das waren aber alles eher körperliche Tätigkeiten. Nebenwirkungen hatte kaum/keine wirklich wahrgenommen. Doch am nächsten Tag nach der Morgeneinnahme (keine körperlichen Tätigkeiten, eher geistiger Natur vorm Rechner): Ich war ein wenig zittriger, eindeutig unruhiger innerlich und mir war schwitziger- Konzentration war nicht wirklich vorhanden. Seit dem Tag an habe ich auch ganz leichte Blähungen und Magengrummeln, bin mir aber nicht sicher, ob die schon am letzten Tag anfingen, glaube aber eher nicht, wenn, dann eher abends (an dem Abend, wo auf der Heimfahrt von einem Besuch bei Freunden war, kamen auch wieder depressive Gefühle der emotionalen Einsamkeit auf). Dachte dann an eine beginnende Erkältung, doch denke nun eher an Verdauungsprobleme durch Stress der letzten Tage: Konnte meinen Kopf nicht mehr entspannen. Die nächsten beiden Tage habe diese Symptome nicht mehr so wahrgenommen - war aber unterwegs. Am Wirkhöhepunkt hatte aber das Gefühl, dass es mir etwas flauer im Magen wurde und ich ev. ein wenig unruhiger innerlich wurde. Heute nahm ich dann morgens nur 17,5 mg: War unterwegs zu meiner Therapeutin, doch unterwegs war mir extrem flau/ängstlicher im Magen zu mute.

    Jetzt nach zwei-drei Wochen ohne Strattera fühle ich mich wieder depressiver, vor allem ab Nachmittag (meine Depressivität kommt meist in der 2. Tageshälfte und verschwindet spätestens nach Mitternacht wieder).

    Nun habe natürlich einen Stapel Fragen im Kopf:

    Habe ich mir durch psychischen und physischen Stress (ev. auch unter Beteiligung kleinerer Anteile körperlicher Überanstrengung) meine Magen- und Darmflora durcheinandergebracht und/oder bin ich überdosiert?

    Wenn ich überdosiert bin, ist das Verdauungsproblem eine Folge der Überdosierung oder zufällig hinzugekommen oder bin ich nicht überdosiert und die Reaktionen stehen im Kontext meiner gegenwärtigen Verdauungsprobleme?

    Welche Rolle spielt die wiederaufkommende Depressivität meiner emotionalen Einsamkeit hierbei?

    Vielleicht könnt ihr mir ja zu etwas mehr Klarheit verhelfen, in dem ihr mir sagt, was euch dazu so einfällt?

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Wirkung von MPH bei Depressionen und AD(H)S ohne AD

    Maulbeere ein richtiges Urteil über dich nur durch den Beitrag wäre vermessen. Besprich das in jedem Fall mit deinem Arzt.

    Warum wurde Elontril abgesetzt?

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 206

    AW: Wirkung von MPH bei Depressionen und AD(H)S ohne AD

    Hallo Swidi,

    ich möchte hier kein Urteil hören, sondern Eure Erfahrungswerte, wenn sie etwas zu meiner Problematik beitragen können. Und wenn ich eine Antwort von meinem Arzt wollen würde, hätte ich nicht hier gefragt, da er höchstwahrscheinlich nicht in diesem Forum aktiv ist

    (Elontril hatte leichte Muskel-/Gelenkschmerzen in Form von Muskelkater erzeugt und wenn überhaupt nur eine geringe Wirkung auf Depressivität und Antrieb gehabt. Und ob es meine Leitung zwischen Arbeitsgedächtnis und Langzeitgedächtnis flicken konnte, weiß ich nicht, vermutlich aber nicht.)

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: MPH bei Depressionen und AD(H)S ohne Antidepressiva

    Also meine Erfahrung ist:

    Strattera hat bei mir damals stimmungsaufhellend gewirkt. Das habe ich nämlich gemerkt nachdem ich es abgesetzt hatte. Meine Stimmung war über lange Zeit im Keller. Und dazu kommt ja auch noch diese Jahreszeit gerade...

    MPH wirkt bei mir kaum auf die Stimmung, es verstärkt sie eher noch, was ein Problem ist wenn ich schlecht drauf bin.
    MPH hat bei mir andere gute Wirkungen, die Strattera wiederum nicht so hatte.
    Bei Schlafmangel , Krankheit oder auch Magen Darm Problemen wirkt MPH bei mir so gut wie gar nicht.

    Deine Verdauungsprobleme könnten völlig losgelöst von der MPH Einnahme bestehen.Trotzdem wirken sie sich eben aus.

    Warum nimmst du kein retardiertes MPH (Ritalin Adult o.Medik.Adult), das gibt es ja auch in kleinen Dosierungen?

  5. #5
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: MPH bei Depressionen und AD(H)S ohne Antidepressiva

    Hi,

    bez deiner Beschreibung fällt mir zunächst ein "flottes Durcheinander" an Medis auf ...

    gerade Antidepressiva brauchen Zeit und das ganze überhaupt noch mehr Zeit und paralle Therapie.

    Ich habe mit MPH vor ca 2 3/4 Jahr angefangen und damit einiges der akuten ADHS-Symtome angehen können.

    Eigentlich erst dadadurch habe ich das Bewusstsein für die Depression und ihr Ausmaß bekommen.

    nach ca 1 Jahr dann mit Elontril angefangen mit einer Startdosis von 150mg. Es hat nochmal 3/4 Jahr gedauert, bis die richtige Dosierung gefunden war (450mg). Ich scheine das Elontril sehr schnell zu verstoffwechseln, darum hat es so lange gedauert, bis ich überhaupt den gewünschten Spiegel aufgebaut habe.

    Im Zusammenhang mit den Dosiserhöhungen hatte ich kurzzeitig NW besonders bezüglich der Verdauung, hat sich aber immer wieder gegeben. Ich muss auf jeden Fall morgens was essen, ehe ich die Medis nehme, sonst gibt es immer noch Bauchweh. Wenn ich mich artig an das Frühstück halte, ist alles paletti.

    Die Wirkung ist nicht jeden Tag gleich ... den Anspruch habe ich aber auch gar nicht ... niemand ist jeden Tag gleich drauf - mir kommt es darauf an, dass mein Zufriedenheitslevel im Durchschnitt langfristig auf ein "Normalmaß" angehoben wird, das bedeutet ein für mich annehmbares Level.

    LG, habit

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 206

    AW: MPH bei Depressionen und AD(H)S ohne Antidepressiva

    Hallo habitbreaker,

    wo fällt Dir ein "flottes Durcheinander" auf?

    Ich nehme ja zur Zeit nur ein Medi und ich sehe da auch kein Durcheinander, da noch nie zwei parallel genommen habe.

    Die Antidepressiva hatten ihre Zeit und die Wirkungen hatte ich ja beschrieben. Zuletzt hatte ich ja mit Strattera keine Depressionen mehr, machte mich wie gesagt nur unheimlich müde.

    Meine Befürchtung ist eher, wie oben beschrieben, dass ich nun keinen Schutz mehr gegen Depressionen habe und in der zumindest Nichtwirkungszeit von MPH diese wieder abends durchkommen.

    Eine nicht-medikamentöse Therapie würde bezüglicher meirner Art von Depressionen auch bei mir nichts bewirken. Ich kann sie nur aufheben, wenn ich mein AD(H)S in den Griff bekomme, befürchte ich. Das heißt ich brauche wohl einen Schutz vor diesen und eine richtige Einstellung der Medis bez. AD(H)S.

    Mich interessieren besonders Antworten auf die obigen Fragen.

    Wie würde sich bei einer angenommenen Laktoseintolleranz das Bisschen Laktose in den Ritalintabletten auf die Verdauung auswirken?

    Viele Grüße Maulbeere

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: MPH bei Depressionen und AD(H)S ohne Antidepressiva

    Ich weiss nicht was habit meint, aber ich finde auch den Wechsel der Medis so rasant. Oft verschwinden ja Anfangsnebenwirkungen, wie eben Magen- Darm- Probleme, müdigkeit etc erst nach mehreren Wochen. Und z.B. Hätte man bei Strattera die Gabe auch auf die Nacht legen können, wenn es dir sonst gut geholfen hat, denn bei Kindern macht man das auch so.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 206

    AW: MPH bei Depressionen und AD(H)S ohne Antidepressiva

    @creatrice: Die Idee hatte ich auch mit der Nacht, glaube aber nicht, dass es etwas gebracht hätte. MPH passt grundlegend schon ganz gut und ich glaube auch nicht, dass ich davon wirkliche Nebenwirkungen habe. Die Verdauungsprobleme gehen wohl eher von etwas unabhängigen hervor.

    Ich empfinde, dass man auf meine Fragen nicht wirklich eingeht.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: MPH bei Depressionen und AD(H)S ohne Antidepressiva

    Naja.... Deine Fragen sind Fragen die dir nur ein Arzt sicher beantworten kann. Es kann ja keiner im dich reingucken, ob du ein zusätzliches Magenproblem hast, oder ob du unter deiner Einsamkeit leidest....
    Oder ob du Depressionen hast die Medis bedürfen... Was sollten wir da antworten? Und ist es nicht auch eine indirekte Antwort, wenn man dir mitteilt, das du es vllt nicht lange genug mit Antidepressiva probiert hast um eine antidepressive Wirkung und den Weggang der Nebenwirkungen zu erreichen?
    Das wäre zumindest mein Tip in deiner Situation.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 206

    AW: MPH bei Depressionen und AD(H)S ohne Antidepressiva

    @creatrice: Ich wollte ja Erfahrungswerte von anderen hören, was natürlich nur möglich ist, wenn jemand eine ähnliche Situation kennt/kannte

    @allgemein: Es kann sein, dass ich etwas ungehalten rübergekommen bin - Entschuldigung dafür

    Ich war in einer Situation, wo ich wieder viele Zweifel hatte und die Lösung kompliziert, wenn denn möglich, ausschaute.

    Jetzt bin gerade wieder positiv gestimmt, da mir die Fragen nun beantworten konnte und möchte Euch das Ergebnis mitteilen - vielleicht hilft es ja auch jemand anderem:

    Ich hatte gestern die Mittagseinnahme mal ausgelassen und heute die 17,5 mg erst gegen 12:30 eingenommen (also zweiter Tag, wo nun 17,5 anstelle von 20 mg nehme), da vorher noch etwas zu essen kochen musste. Heute Morgen fühlte sich der Magen wieder ganz ok an. Hatte ordentlich kohlenhydrathaltig gegesen und dann das MPH eingenommen. Ich merkte wieder langsam, dass meine Fähigkeiten sich besserten (kontrollierter, weniger impulsiv, reduziertere Tippgeschwindigkeit, aber im Rythmus bleibend und weniger Fehler beim Tippen). Ich beschaute mich im Spiegel: Haltung und Aussehen waren positiv und ich strahlte Zufriedenheit aus. Mimik war super und feingetunter, dachte ich mir. Die Finger wurden wärmer und feuchter, soweit ok. Doch mit der Zeit wurde ich auch wieder zittriger und innerlich unruhiger. Auch schwitzte ich merklich unter den Achseln und ich merkte, dass mein Magen wieder nervöser wurde.

    Daraus schließe ich: Verdauungsprobleme liegen an Nervösität aufgrund einer Überdosierung. Das flaue Magengefühl führt zu mehr 'Ängstlichkeit'.

    In wie weit die Überdosierung mit der Depressivität zusammenhängt, muss ich mal schaun. Könnte am Nachmittag in die Reboundzeit gefallen sein. Abends eher nicht, doch da muss mal schaun - aber vielleicht spielen die dann auch weniger eine Rolle, wenn ich die optimale Dosis gefunden habe.

    Ab morgen werde ich dann die 15 mg versuchen. Irgendwo zwischen 10 und 15 wird das Optimum schon liegen.

    Viele Grüße Maulbeere

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