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Diskutiere im Thema Absetzten von Quentiapin (meine aktuellen Erfahrungen) im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    Absetzten von Quentiapin (meine aktuellen Erfahrungen)

    Hallöchen,

    ich habe vor Monaten Quentiapin 50mg verschrieben bekommen , aufgrund von Schlafstörungen.
    Das war noch vor dem Verdacht auf ADHS im Erwachsenenalter bei mir.

    Mittlerweile bin ich in der Diagnostik und es passt alles zusammen , so das ich mir absolut sicher bin das es zutrifft.

    Ich war vor wenigen Wochen in der Reha wegen Depressionen(rezidivierend, also wiederkehrend, chronisch).

    Dort sprach ich mit dem Arzt über ADHS und er gab mir Elontril 150mg das ich super vertrage und ich funktioniere seitdem besser.

    Aber nun zum Thema : Elontril und Quentiapin wirken gegenteilig und da ich der Meiniug bin das ich mit Therapie eh lernen muss ohne Medis besser schlafen zu können , und dafür auch ein "normales" Schlafmittel , und kein Antipsychotikum reichen sollte,setzte ich Quentiapin ab und wollte einen täglichen Bericht schreiben über Wirkung /Absetzerscheinungen.

    Ich muss dazu sagen das ich nicht an Psychosen leide!

    Idee des Threads ist Information für alle die das auch vorhaben,sowie austausch .

    LG Mnemosyne

    Ich habe bereits vor 2 Wochen angefangen von 25 mg auf 12,5 mg zu reduzieren:

    30.09: Wirre Traumzustände gehabt , am Tage eigenartige Gedankengänge (pychotisch/Zwanghaft),komisches Gefühl im Kopf nach dem Aufwachen.
    2 Tagelang starke Schmerzen am rechten Eierstock

    02.10: Es geht mir gut .Gedanken und Träume sind normal , Eierstockschmerzen sind weg (Gott sei dank sonst hätt ich zum Arzt gemusst.)

    09.10 : Ein kleines Stück weniger von 12,5 mg genommen(ich sollte mir mal einen Tablettenteiler kaufen) In der Nacht furchtbaren Alptraum gehabt das ich einfach ersticken würde .Wieder komisches Gefühl im Kopf nach dem aufwachen.Werde jedoch schneller wach was gut ist damit ich meinen Alltag besser hinbekomme.

    12.10 : Wieder ein kleines Stück weniger von 12,5 mg genommen. Werde morgen berichten (und mir mithilfe einer Miniwaage und Tablettenteiler die Dosis genau einteilen)

  2. #2
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Absetzten von Quentiapin (meine aktuellen Erfahrungen)

    Hi,

    das selbe mache ich zur Zeit mit Dominal 80, welches ich seit 2 Jahren abends zum Schlafen nehme.

    Mir gehts aber nicht ganz so gut wie dir, leider.

    Ich habe jetzt die 5. Nacht hinter mir, wo ich Dominal 80 reduziert genommen habe und zwar, indem ich eine 40-er Dominal geteilt habe plus eine ganze 40-er. Heisst, ich nehme seit 5 Tagen 60 mg Dominal zu mir, statt 80 mg.

    Ich habe alle Nächte sehr schlecht geschlafen, werde mehrmals wach in der Nacht und zum Teil für Stunden und kann dann nicht mehr einschlafen. Wenn ich dann noch mal einschlafe, dann penn ich bis mind. 11 Uhr,manchmal auch noch länger.

    Fühle mich auch benebelt und benommen. Da könnte ich genauso gut mein Dominal 80 weiter nehmen, würde aber besser schlafen. Naja ich hab ja erst 20 mg reduziert.....aber wie wird das denn noch werden, wenn ich mal auf Null bin!!!! Penn ich dann gar nicht mehr???

    Ich muss auf meine 8 Stunden Schlaf kommen, sonst ist mit mir nichts anzufangen.
    Bitte entschuldige, dass ich hier in deinem Thread schreibe, obwohl ich ja ein ganz anderes Medi nehme. Elontril 150 nehme ich aber auch zusätzlich noch Methylpheni TAD 10-15-10

    Ich wünsche dir ganz viel Glück und Gelingen in deinen weiteren Vorhaben.

    lg Heike

    PS: mich nervt dieses Dominal ganz gewaltig. Ich weiss, dass Schlafmittel auch nicht gut sind. Aber was die Abhängigkeit betrifft, muss ich sagen, dass das Dominal genauso abhängig macht.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Absetzten von Quentiapin (meine aktuellen Erfahrungen)

    hallo liebe heike und alle die das lesen,

    tut mir leid das ich solange nicht geschrieben hatte .Neue Termine VT etc.

    So Status aktuell: Ich bin Quentiapin frei !!!!!*stolz bin*

    Also vielleicht nochmal zur info : hatte die 25 mg tablett erst halbiert , danach ging es mir *komisch* siehe oben.

    Vor 3 Wochen habe ich mich dann getraut die 12,5 mg nochmal zu halbieren .

    Hatte wieder so komische Gedanken und mir war schwindelig.

    Eine Woche später habe ich sie ganz abgesetzt und hatte komischerweise kein Absetzerscheinungen mehr.

    Seit 2 Wochen Quentiapin frei.
    Dafür habe ich jetzt wieder die volle Breitseite Schlafstörungen

    Das nervt so tierisch , deshalb auch meine frage ob jemand Tipps hat oder Erfahrungen mit natürlichen Substanzen, Ritualen etc.

    Ach und liebe Heike du darfst hier gerne deine Erfahrungen mit reinschreiben wenn du absetzt .Würde mich freuen.

  4. #4
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Absetzten von Quentiapin (meine aktuellen Erfahrungen)

    Die meisten psychotrop wirkenden Medikamente können eine körperliche Gewöhnung auslösen, die ein abprubtes Absetzen (fast) unmöglich machen können. Das ist aber keine Abhängigkeit im medizinischen Sinne. Bei einer Abhängigkeit von Medikamenten spielen auch so Sachen wie ein Kontrollverlust über die Einnahme, starkes Verlangen die Substanz konsumieren zu wollen ("Suchtdruck"), intensives Beschäftigen mit der Substanz bzw. Konsum der Substanz wird zum Lebensmittelpunkt eine Rolle.

    Es würde jetzt ja auch niemand behaupten der Blutdruckhochpatient ist abhängig von seinen Blutdruck senkenden Medikamenten oder der HIV positive sei abhängig von seinen antiviralen Medikamenten, oder?

    Die langfristige Einnahme von Benzodiazepinen, Neuroleptika und vieler Antidepressiva führt zu komplexen Veränderungen im zentralen Nervensystem. Diese passieren nicht über Nacht sondern dauern im Grunde so lange an wie das Medikament eingenommen wird. Neben der körperlichen Gewöhnung haben Benzodiazepine noch ein besonderes Abhängigkeitsrisiko. Außerdem tritt hier eine körperliche Gewöhnung bereits nach sehr kurzer Zeit ein. Eine psychische Abhängigkeit kann sogar schon nach der ersten Einnahme entstehen.

    Wenn man jetzt sedierende Neuroleptika über einen längeren Zeitraum genommen hat gibt es zahlreiche Anpassungen im zentralen Nervensystem. Diese sind langsam erfolgt. Also sollte auch die entgegen gesetze Anpassung langsam erfolgen und die Dosis über einen angemessen langen Zeitraum kontinuierlich zur Vermeidung von Absetzsymptomen (nicht zu verwechseln mit Entzugssymptomen bei einem klassischen Suchtkranken, also abhängigen Menschen) reduziert werden. Das selbe gilt für die meisten Antidepressiva.

    Ich habe jetzt noch von keinem Fall gehört wo ein Patient ein intensives Verlangen nach dem Konsum von Dominal, Seroquel oder SSRi-Antidepressiva hatte.

    Ein Opiatabhängiger dagegen kann seinen Konsum aber sehr schlecht kontrollieren. Das Verlangen nach dem nächsten Kick ist groß. Selbst wenn er ausreichend Opiate zur Stillung von körperlichen Entzugssymptomen nehmen konnte, das Ziel ist ja der psychische Kick und genau darin liegt die Abhängigkeit. Also wird er sehr schnell alle Opiate konsumieren, die er zur Verfügung hat. Deswegen bekommen Substituierte ihr Substitut (Methadon, Buprenorphin) sofern sie überhaupt "Take Home" bekommen ihr Ersatzmittel für maximal 7 Tage mit. Die meisten Patienten in der Substitution müssen täglich zur Vergabe unter Sicht weil sie ihr Konsumverhalten einfach nicht kontrollieren können und sofort Missbrauch betreiben so bald sie die Gelegenheit dazu haben. Das klingt jetzt sehr negativ aber nachdem ich einige Zeit ehrenamtlich in der Suchthilfe gearbeitet habe und nun auch schon mehrere Jahre in Foren lese und schreibe die primär von Opiatabhängigen frequentiert werden muss ich sagen, dass dies wohl leider die traurige Realität ist. Natürlich gibt es auch Patienten die mit der Zeit gelernt haben ihr Konsumverhalten zu kontrollieren und der Abhängigkeit weniger stark psychisch ausgeprägt ist. Diese sind aber absolut in der Minderheit und deswegen sind hier die Gesetze eben auch so streng wie sie sind.

    Von einem Kick durch SSRi-Antidepressiva, Seroquel oder Dominal habe ich bisher noch nichts gehört. Umgangsprachlich ist das Wort Abhängigkeit schon okay aber das wirft die körperliche Gewöhnung von Psychopharmaka in den Topf mit der Abhängigkeit z.B. von Opiaten und das finde ich total unpassend.

    Es stimmt aber schon, dass eine körperliche Gewöhnung, z.B. an SSRi-Antidepressiva ein hartnäckiges Problem sein kann. Nicht umsonst gibt es eigene Foren, die sich allein mit der Thematik des Absetzens von Neuroleptika und Antidepressiva befassen.

    Bemerkenswert finde ich, dass ich bisher nie ein Problem mit dem Absetzen von Stimulanzien (Methylphenidat, (Dex)Amfetamin hatte). Methylphenidat konnte ich immer von Heute auf Morgen absetzen, obwohl ich den Stoff teils mehrere Jahre am Stück ohne längere Pause genommen hatte. Amfetamin nahm ich immerhin schon einige Monate am Stück und außer einigen Tagen ausgeprägter Müdigkeit hatte ich keine Absetzsymptome zu beklagen.

    Meine Erfahrungen mit anderen Psychopharmaka sind da leider ganz anders. Habe jetzt auch noch keinen ernst zu nehmenden Beitrag in einem ADHS-Forum gelesen wo es Probleme mit dem Absetzen von Methylphenidat und Amfetamin gegeben hätte, trotz ihrer gesetzlichen Einstufung als Betäubungsmittel.

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Absetzten von Quentiapin (meine aktuellen Erfahrungen)

    hallo Heike, wie sieht es denn mit dem Schlaf aus, wenn du mal die letzte(n) Dosis MPH weglässt?


    Also spielt das vllt auch noch mit rein? Hast du das schon mal getestet?

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 198

    AW: Absetzten von Quentiapin (meine aktuellen Erfahrungen)

    Neuroleptika heben bei mir die Wirkung von Concerta auf. Für mich eine fehlgesteuerte Behandlungsbasis bei AD(H)S.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Absetzten von Quentiapin (meine aktuellen Erfahrungen)

    Danke @Nyx für deinen Beitrag , allerdings bin ich etwas verwirrt.

    Wo habe ich bitte geschrieben das ich abhängig bin bzw behauptet?

    Da es ja in deinem Beitrag darum geht verstehe ich das nicht so ganz.

    Da ich eine medizinische Ausbildung habe und viel Hintergrundwissen ist mir klar das es bei Atypischen Neuroleptika (Quentiapin) keine Suchtwirkung erfolgen kann .

    Es ging mir darum ABSETZERSCHEINUNGEN zu dokumentieren und in welchen Schritten ich dies tue damit sich jemand der das eventuell auch vorhat , weiß was auf ihn/sie zukommt.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Absetzten von Quentiapin (meine aktuellen Erfahrungen)

    Hallo Kosmokrat ,

    mit diesen 2 Medis kenne ich mich leider nicht aus aber die gegenteilige Wirkung von Quentiapin (sedierend durch Antihistamin Wirkung) stand im gegenzug zu Elontril welches ja, eigentlich gut an den verantwortlichen Andockstellen bei ADS wirkt ( Dopaminerg und Noradrenalinerg).Also ungefähr gleiches Wirkprinzip wie bei dir .

    Hast du vor das eine Abzusetzten deswegen?


    Elomtril wirkt nun noch besser als vorher und ich habe keinen Wirkungswechsel - Schwindel mehr.

    lg

    Mnemosyne

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 198

    AW: Absetzten von Quentiapin (meine aktuellen Erfahrungen)

    Hallo Mnemosyne,

    Quetiapin ist ein Neuroleptikum. Neuroleptika stehen vorwiegend für Dopaminblockade und sind fast ausschließlich zur Behandlung von Psychosen und Manien zugelassen. Concerta ist langwirksames Methylphenidat (wie Ritalin adult, Medikinet adult u. ä.) und steigert vereinfacht gesagt den Dopaminspiegel. Beide Wirkstoffe zusammen wirken konträr, auch wenn manchmal behauptet wird, dies geschehe u. U. in unterschiedlichen Arealen. Ich halte Neuroleptika bei AD(H)S weitestgehend für ungeeignet.

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