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Diskutiere im Thema Unerwünschte "Nebenwirkungen/Effekte" mit Medikinet adult retard im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    Unerwünschte "Nebenwirkungen/Effekte" mit Medikinet adult retard

    Hallo zusammen,

    ich nehme seit ca. 2 Monaten Medikinet adult 20-20 und war in der ersten Zeit wirklich zufrieden mit der Wirkung .

    -Gedankenrasen / Kopfkino wurde weniger
    -Impulsivität deutlich reduziert bis komplett verschwunden
    -Konzentration wurde besser

    Im Vergleich zu Zustand,bevor ich Medikamente bzw. das Medikinet bekam ein deutlicher Fortschritt und eine gute Unterstützung.

    Allerdings bemerke ich in letzter Zeit einige unschöne Nebeneffekte und wollte mal fragen, ob jemand ähnlich erlebt oder bestätigen kann bzw. was man dagegen tun kann

    Ich fühl mich immer ein wenig "stumpf/gleichgültig" , manchmal ein wenig wie ferngesteuert oder wie ein Roboter - sehr schwierig zu beschreiben. Es kommt mir vor,als würde ich ein gleichgültiger gegenüber den meisten Dingen sein. War ich vorher sehr oft emotional aufgewühlt,wütend,aufgeregt oder überdreht ( halt die komplette Bandbreite ), so fühle ich mich momenten eher immer so um den Nullpunkt kreisend. Ich freu mich nicht wirklich gross über Dinge, noch regen mich irgendwelche Ereignisse gross auf.
    Bei der Arbeit habe ich nach wie vor Probleme Dinge anzufangen / zu Ende zu bringen - meist arbeite ich aber emotionslos vor mich hin.

    Besonders fällt es mir auf, dass ich vorher häufiger geweint habe, besonders bei Dingen,die mich sehr berührt haben ( positive wie negative ) - ist in den letzten 2 Monate genau 2 mal passiert.

    Habe auch bereits mit meinem Arzt darüber gesprochen,ob es nicht evtl. noch sinnvoll wäre, Elontril einzunehmen, was ich aber erstmal zurück gestellt habe, da ich mir nicht sicher bin, ob ich depressiv bin oder ob das von dem Medikinet kommt.

    Schonmal vielen Danke für eure Kommentare

    Nachtrag : Was mir grad noch einfällt ist,dass ich viel viel häufiger einfach ins Leere starre und quasi nichts denke - nicht lange,aber sehr oft
    Geändert von Deepmind (29.09.2014 um 19:29 Uhr)

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Unerwünschte "Nebenwirkungen/Effekte" mit Medikinet adult retard

    Hi Deepmind,

    das Gefühl, dass einem alles etwas gleichgültiger wird, kenne ich. Ich weiß auch noch nicht, was ich davon halten soll.

    Mit hilft es, so eine Art Pro-/Contraliste zu machen. Was hat sich zum Positiven verbessert, was zum Negativen?

    Überwiegt das Positive, dann kannst du evtl. die negativen Seiten der Medis in Kauf nehmen.

    Kann mir auch vorstellen, dass sich durch die Medis Denkmuster verändern. Dadurch bist du nicht mehr ständig in einem Hoch oder Tief (und das wechselnd am Tag). Du bist stabiler - nicht gleichgültig. Sehe es so: Dich kann weder Gutes noch Schlechtes überrennen (unkontrolliert, die Gefühle haben einen im Griff ohne Medis, ist bei mir zumindest so).

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Unerwünschte "Nebenwirkungen/Effekte" mit Medikinet adult retard

    Naja ich hatte auf Medikenet ADULT die gleichen Erfahrungen.

    Aber ich meine Stumpf in die leere zu schauen ist an sich nicht so schlimmt solange man dabei entspannt ist und grad Zeit hat.
    Und stumpf und gleich gültig kann positiv sein, weil ohne Medis sind bei mir Emotionen wie russisch Roulette.

    Mal geht es gut und dann kann die kleinste Sache den Weltuntergang für mich bedeuten.

    Aber geheult habe ich schon seit Jahren nicht mehr wirklich. Früher als Kind habe ich Nächtelang geheult.

    Weil ich mit meinen Umfeld nicht klar kam und es mit mir nicht.

    Hatte starke Depressionen aber Eltern wollten mich nicht zum Psychater oder Pychologen lassen, weil sie Angst hatten er redet mir ein sie wären Schuld.

    Und das mit den emotionslosen arbeiten kenne ich auch, aber wenn man Tag für Tag das gleiche wiederholt als Beispiel würde ich das als normal empfinden.

    Wenn man natürlich emotionslos ist bei Kundenberatung und beim unterrichten.....
    Das würde ich als negativ beurteilen und nicht normal....

    Am besten reden man über solche Dinge auch nochmal mit den Artzt vllt. hilf ja andere Medikation. Oder vllt sogar ein anderes Medikament...

    Und ich muss noch hinzufügen...

    Also ich selber denke das Medikenet Depressionen verstärkt und um den entgegen zu wirken hatte ich mir Antidepressiva aufschreiben lassen.
    Hat einigermaßen gewirkt bei mir bloss auf längere Zeit wurde ich immer emotionsloser. War halt alles toll heile Welt und als vor sich hin erledigt.
    War für mich irgendwie ist als würde ich mich belügen.

  4. #4
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Unerwünschte "Nebenwirkungen/Effekte" mit Medikinet adult retard

    Ich halte es für ganz natürlich, dass man sich mit beginnender Medikation plötzlich für emotionsloser etc fühlt.

    Ist doch klar. Man lebt viele viele Jahre lang mit Heulkrämpfen, mit springenden Emotionen über den Tag verteilt und und und.

    Natürlich kommt einem das sehr komisch vor. Denn das sich das auch ändert - bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger - daran denken die wenigsten.
    Ritalin und Co ist dafür bekannt, dass es bei einem die Konzentration erhöht und man besser lernen kann (u.a.).

    Und dann hat man plötzlich keine Heulkrämpfe mehr??? An die man sich doch auch irgendwie gewöhnt hat? Die doch zum eigenen Leben und Leiden doch dazu gehören? Die sind weg?? Na aber das geht doch gar nicht.....ich will mich doch nur besser konzentrieren können bei der Arbeit. Ich will doch weiter weinen können

    Das war doch bisher immer meine Strategie Frust und Schmerz abzubauen. Das war doch jahrelang mein Ritual, mich zurück zu ziehen von allem und mich meinem Selbstmitleid hinzugeben. Und das hab ich jetzt nicht mehr? Das kann ich jetzt nicht mehr so machen? Ja da wird mir doch etwas fehlen!!

    Ich wollte doch nur besser meine Arbeit verrichten können. Aber bitte liebes MPH lass mir mein Weinen.

    Das war jetzt alles ein wenig überspitzt ausgedrückt, aber so ist es. Habe selbst diese Erfahrung machen müssen. Und ja, sie ist erschreckend und macht einem auch Angst. Viele vermissen auch ihre Hyperaktivität mit Medis. Sie kennen doch ihr Leben gar nicht anders. Ist doch klar, dass man etwas vermisst.

    Selbst wenn die Leute zu einem sagen, dass man ja gar nicht mehr lustig ist wie noch vor 1 Monat, ist das ein Mordsschrecken für den jenigen. Uuuuiii jetzt mögen die Leute einen nicht mehr und nur das "blöde" MPH ist schuld.

    Und dass einem viele viele Bilder der Vergangenheit plötzlich glasklar vor Augen stehen, man dann erst kapiert, was alles im Leben schief lief......das ist die nächste Geschichte. Man wird nachdenklicher, kritischer und bekommt evtl. auch einen Eigenhass, ganz nach dem Motto "wie konnte mir das nur alles so passieren? Ich bin doch so ein Idiot! Hätte ich doch alles anders gemacht, dann wäre mein Leben heute besser" usw usw.

    Das kann dann in eine Art von Depression enden. Ist doch logisch. Bei dem ganzen Elend, dass man plötzlich sieht und das erste mal auch erkennt.

    Ich hatte deshalb vor einigen Monaten mal zu Attentin gewechselt. Da war das nicht so ausgeprägt. was das Vorhalten eines "Spiegels" betraf. Allerdings wirkte es bei mir so gut wie gar nicht auf die Konzentration. Diese benötige ich zwar nicht mehr für die Berufswelt, aber für meine Hobbies und besonders für das Autofahren. Das Autofahren war das schlimmste unter Attentin für mich, weil ich es vorher mit MPH gewohnt war. Deshalb bin ich nach 3 Monaten Attentin wieder zum MPH gewechselt. Und wegen der hohen Kosten, die ich selber tragen musste.

    Ich würde das Ganze also nicht als Nebenwirkung bezeichnen, sondern als Wirkung.

    Jede Veränderung im Leben kostet immens Kraft.

    lg Heike

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