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Diskutiere im Thema Wirkung von MPH bei Krisen/depr. Phasen..?! im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 36

    Wirkung von MPH bei Krisen/depr. Phasen..?!

    Hallo liebe ADHS-Gemeine!

    Nach jetzt ~2 Jahren Diagnose und (quasi) erfolgreicher Medikation hatte ich vor kurzem (wieder) sowas wie eine Krise/depr. Phase.

    Antidepressiva oder andere Medikamente nehme ich seit der Diagnose nicht mehr. Aber es ist trotzdem ein Kampf, ich sabotier mich mit meiner Träumerei trotzdem immer wieder. Nix klappt, ich kann nix, Rückzug und alle sind wieder nur genervt (sehr freundlich vormuliert, aber auch verständlich)

    Die "dunklen Zeiten" werden zum Glück immer kürzer (eine klassische Depression ist es in keinem Fall). Dann heißt es immer Scherben aufräumen usw.. Vor allem das Chaos in meiner Planung und in der Wohnung musste ich immer erst mühsam (auch unter Medis) beseitigen, dann erst hat es langsam zum pos. "klick".
    Diesmal war es anders. Kürzer und vor alles war die Panik/Angst innerhalb von 2 Tagen weg. Schwubs. Das beschriebe Chaos in alles Abteilungen ist diesmal aber noch gar net behoben. Und ich merke es immer sehr genau, wenn ich übern Berg bin. Die Wirkung von MPH ist der Knackpunkt.

    Diesmal hab ich vor lauter Frust die Medis abgesetzt. Hauptsächlich, weil ich mich gehetzt fühlte... ich wollte nur noch im Bett liegen, schwer zu beschreiben. Vielleicht auch aus Enttäuschung, dass ich mein Leben trotz MPH immer noch nicht (ganz) im Griff habe. Längerfristig hab ich aber auch viel gelernt (das ist mir schon klar), vor allem wie Gesellschaft/Gruppen, funktionieren, irgendwie auch eine "andere" Sicht auf die Dinge.

    Dann war erstmal das gehetzte Gefühl weg, dafür kam das Chaos, viel Scham und extrem neg. Kopfkino. So eine Woche nach Einsicht meiner Dummheit & Medikation macht es "klick". Einfach so. Die Medis wirken wieder optimal und die Ruhe ist wieder da. Warum das jetzt? Auch wenn es nur depr.Phasen sind, so schnell hab ich das noch nie erlebt... ,deswegen:

    - Wirken bei euch die Medis in Kriesenzeiten manchmal auch "störend" antreibend (wenn auch grundsätzlich hilfreich)?

    - Wie ist der beschriebene schnelle Turn zu erklären?? Kennt ihr sowas? Evtl. durch die Medi-Pause?

    lg

  2. #2
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Wirkung von MPH bei Krisen/depr. Phasen..?!

    Solche Krisen-Phasen sind in der Literatur mehrfach beschrieben vgl. Beerwerth u.a.

    Das Erscheinungsbild ist sehr unterschiedlich, dabei kann es zu solchen Symptomen wie bei Dir kommen, dass man, wieder mal, ständig träumt. Bei manchen ist es aber noch schlimmer, mit starker Unruhe, Vergesslichkeit oder einfach der Unfähigkeit, sich mal wieder zu organisieren.

    Auch das Absetzen der Medis ist in solchen Zeiten keine Seltenheit, manchmal liegt es auch nur daran, dass die Medis in diesen Zeiten oft vergessen werden - obwohl sie dringend gebraucht würden.

    Dein Frust und die folgende Absetzung der Medis ist jetzt nicht ganz so selten.

    Ich meine bei Beerwerth gelesen zu haben, dass in diesen Krisenzeiten, die oft auch mit ner ziemlichen Erschöpfung einhergehen können, vor allem schlafen hilft! Da lachen die ADS-Schelme!

    Schließlich klappt das ja in diesen Zeiten oft gar nicht.

    Besonders problematisch ist natürlich, wenn man schon reichlich Baustellen aufgerissen hat und dann wieder das große Nacharbeiten bzw. Aufräumen anfängt.

    Da wäre es sicher besser, in diesen Zeiten noch ein AD einzunehmen. In keinem Fall solltest Du aber die Medis absetzen, lieber weiter dran bleiben. Falls Du Dich zu sehr angetrieben fühlst, ist es besser mit Deinem Arzt darüber zu sprechen, wie Du in solchen Zeiten vorgehen sollst.

    Zumindest hab ich das mit meinem Arzt so besprochen. Ich bin im letzten Jahr ja auch ziemlich abgestürzt, wobei es gleich mehrere Ursachen dafür gab. Mein Arzt hat mir dann klar gesagt, wenn ich solche Phasen hochgradiger Erregbarkeit habe, sollte ich das Sertralin erhöhen. Meine affektiven Reaktionen kann ich dann kaum noch in den Griff kriegen.

    Das heißt nicht, dass ich dann besonders impulsiv bin. Aber ich erschrecke einfach bei jedem Dreck und komme nicht mehr runter, auch wenn ich genau weiß, was den Schreck ausgelöst hat und dass eigentlich keine Gefahr besteht.

    Bei mir hat das jedenfalls geholfen - na ja, gegen meine Manipulierbarkeit hat es nicht geholfen, die gehört wohl zu mir!

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Wirkung von MPH bei Krisen/depr. Phasen..?!

    Hallo Waldsteinine...

    Hab grad eine Antwort geschrieben und mich verklickt... alles weg, deswegen jetzt etwas kürzer (und mit mögl. Flüchtigkeitsfehler)

    Muss gleich mal nach Beerwerth googln...hast recht, Schlafen geht dann net mehr so gut.. Und das hat bei mir viel mit der Krise zu tun. Wo du es sagt... seit dem Turn schlaf ich auch besser, oder umgekehrt??? Dieses Klick hab ich besonders morgens wahrgenomme, ganz anderes aufstehen, deutlich weniger Panik ect..

    Muss dich etwas verbessern, sehr vereinfacht läuft es bei mir so ab:

    1. Ich vertäume immer meinen "Blick auf die Realität"...so ist es, so soll es sein. Ok, let´s dream how to!
    2. Dann hab ich klare Momente, da merk ich: so soll es doch sein, ist es aber immer noch nicht: Ok, dann wieder: let´s dream again
    3.
    4.
    .
    .
    16. Ups... nix geht mehr. Weil einfach keine Zeit -> träumen geht nicht mehr: dann geht es bei mir ähnlich wie du beschrieben hattest los: "...mit starker Unruhe, Vergesslichkeit oder einfach der Unfähigkeit, sich mal wieder zu organisieren..." Die Realität schlägt durch. Krise wird mir dann "richtig" bewusst, leider zu spät. Warum? Wieder und immer wieder passiert mir das. Ich nehme doch die Medis...

    Mein Arzt weiß bescheid, ist auch einer der raren Experten für Erwachsene. Nach der Umstellung hab ich 2-3 Mal AD (von früher noch & mit Arzt abgesprochen) bei einer Krise zum Einschlafen niedrig dosiert genommen. Haben ziemlich müde gemacht. Aber sie tun mir einfach nicht gut.. haben sie auch früher nie gemacht. Aber da hatte ich die ADS Diag. noch net. In der schlimmsten Zeit waren die AD einfach ein Rettungsanker und haben auf jeden Fall ihre Berechtigung, aber in Depr. Phasen/Krisen hauen die Dinger mich um. Hatte auch mal die Sorte, die den Antrieb steigern (weiß jetzt net ob ssri oder was es da gibt) die haben mich in den Wahnsinn getrieben.

    Du schreibst auch "Aber ich erschrecke einfach bei jedem Dreck..." Genau das ist das Problem, wenn es mit dem wegträumen einfach nicht mehr geht. Aus der kleinsten Sache wird eine neue "mögliche" Gefahr konstruirt und die bestehende "durchschlagende Realität", die ja eh selbstverschuldet ungünstig ist, wird zur dann zum GAU. Und warum schon wieder??

    Was meinst du mit Manipulierbarkeit? Durch andere oder die eigene konstruirte M.?
    Geändert von Dike7 (19.09.2014 um 01:02 Uhr)

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Wirkung von MPH bei Krisen/depr. Phasen..?!

    Mit Manipulierbarkeit meine ich eher meine Unfähigkeit zur Abgrenzung - ich geh dann auf jeden Mist ein, der u.U. gar nicht mein Ding ist. Fühle mich dabei unwohl und frage mich schnell mal, wie es kommt, dass ich mich selbst wieder vergessen habe.

    Bsp. Kommt plötzlich ne Kollegin und eigentlich auch Vorgesetzte rein und verkündet, dass da und dort ne Ausstellung ist, wir können dann am ...... hingehen. Ich hätte ja rechtzeitig Dienstschluss und bla....

    In meiner Verpeiltheit sag ich dann ja, obwohl es nicht unbedingt in meine Tagesplanung passt usw. Mich nervt dann nicht der Event als solcher, sondern einfach, dass ich am Abend noch zu dieser Ausstellung fahren muss, der Bus ist knacke voll, von echter Lust kann bei mir keine Rede sein usw.

    In weniger Krisen besetzten Zeiten würde ich mir ganz schnell was einfallen lassen, warum es nicht geht, mich nicht interessiert oder oder

    Leider konnte man zu der Dame nicht einfach sagen: Vielen Dank, ich bin nicht interessiert.

    Lag an der Position, meiner eigenen Krise usw.

    Solche Leute können mich dann ganz schön einnehmen, auch wenn viele ihrer Ansichten gar nicht zu mir passen oder wir nicht zusammen passen.

    Manipulierbarkeit im Sinne von Hypnotisierbarkeit oder Unfähigkeit im richtigen Moment die eigene Persönlichkeit mal sprechen zu lassen.

    Obwohl ich eigentlich jemand bin, der durchaus klare Vorstellungen von den eigenen Werten und Idealen hat, bin ich dann viel zu schnell bereit, diese aufzugeben. Ist total bescheuert, passiert mir aber seit ein paar Jahren einfach ständig.

    Die Sache mit den Antidepressiva läuft wohl doch immer sehr ähnlich bei uns ab. Die Antriebssteigerung der Medis ist für mich auch ein Alptraum. Habe es noch so in Erinnerung, dass ich total angetrieben war und ständig gegen das eigene Frontalhirn gerannt bin, weil die Umsetzung einfach gar nicht funktionierte. Die Zahl der Fehler hat dann nur zusätzlich zugenommen, es folgte Chaos pur und war den ganzen Tag beschäftigt, ohne auch nur eine Sache hinzukriegen.

    Jetzt ist es anders. Ich bekomme Sertralin und hab es am Anfang der Arztempfehlung entsprechend eingenommen. Ich wollte es auch weglassen, er meinte aber, das bräuchte ich dringend wenn unter MPH die ganzen Kanalratten zum Vorschein kommen.

    Als dann die erste große Krise kam wies er mich drauf hin, dass ich deutlich erhöhen sollte. Weil: Das Zeug in geringeren Dosen gegen leichte bis mittlere Depris ganz gut wirkt, in höheren Dosen aber ist es vor allem geeignet, um dieses elende Gedankenkreisen zu unterbinden. Wenn Du nachliest findest Du das auch in den einschlägigen Beschreibungen, dass Sertralin oder auch Zoloft eingesetzt wird bei Symptomen, die einer posttraumatischen Belastungsstörung entsprechen.

    Mein Shrink ist der Meinung, wenn das große Jammern im Oberstübchen losgeht braucht der Mensch Hilfe. Erst ab einem gewissen Grad der Ruhe ist es möglich, sich selbst mit entsprechenden Übungen wieder in die Spur zu bringen. Das Zeug wirkt ja recht schnell und schraubt die Aufgeregtheit ganz gut runter.

    Ich hab ihm dann geschildert, dass ich eines nachts von so ner blöden SMS aufgewacht bin. Bin erschrocken, konnte aber das Geräusch einordnen. Dachte noch: Ach die blöden Dinger machen auch immer irgendwelche Geräusche. Hab mir das Handy aber gar nicht angesehen.

    Aber: Ich konnte einfach nicht mehr einschlafen! Ich hab einen derartigen Hass geschoben - vor allem auf mich selbst, weil ich das Geräusch ja kognitiv einordnen konnte, meine Affekte aber einfach nicht zur Ruhe zu bringen waren. Wohlgemerkt, das blöde Handy konnte mich nur deshalb erschrecken, weil ich auf Reisen war und im Hotel übernachtet hab. Sonst sorge ich sehr wohl dafür, dass ich nachts nicht gestört werden kann.

    Der Shrink lachte bei der Geschichte und meinte, solche Probleme ließen sich mit nem Serotoninwiederaufnahmehemmer in den Griff kriegen. War ne spannende Geschichte, ich hab das Zeugs dann bis auf die maximale Dosis erhöht und kann jetzt auch das Gedankenkreisen viel besser eingrenzen und zur Ruhe kommen.

    Bedenke: Das Starren und Träumen ist oft ein Zeichen für ein Zuviel an Gedanken, da gibt es dann nur noch die Möglichkeit, sich auszuklinken. Mit all den negativen Folgen, die dran hängen.

    Dann geht der Kreislauf los, weil dies oder das kreisen die Gedanken und weil die Gedanken kreisen, kreisen sie immer weiter und Ruhe ist nicht in das System zu kriegen. Dank Mph nehmen wir das blöde Kreisen wahr, es wird uns bewusst, aber wir können es nicht mehr abstellen.

    Dann ist die Krise erst mal gut installiert und weil die Gedanken wie irre kreisen klappt es auch nicht mit der Ankunft im Alltag bzw. in der Gegenwart. Da führt dann auch MPH nicht raus.

    Manchmal bedeutet Manipulierbarkeit auch, dass wir uns überfahren lassen. Du weißt schon, weil wir die Mitte nicht finden. Vor lauter Sorge jemanden vor den Kopf zu stoßen machen wir Dinge mit, die uns gar nicht entsprechen oder gar gefallen. Manchmal nur, weil wir angetriggert sind und schon die Angst vor Ablehnung oder was auch immer auftaucht und dann geht's ab in die Runde! Gerade diese Trigger werden uns dann leicht zum Verhängnis.

    Dabei reicht es auch mal zu sagen - ich hab keine Lust und zwar ohne Wenn und Aber! Sobald die Schleife mit der Rechtfertigung losgeht, ist auch schon Schluss mit lustig. Für mich ist das besonders schwer und leider falle ich immer wieder auf Situationen rein, die genau in dieser Schleife enden. Bin eben erpressbar und sehe auch kaum eine Möglichkeit, das jemals völlig zu ändern.

  5. #5
    Wohnt hier

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    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Wirkung von MPH bei Krisen/depr. Phasen..?!

    Da ich auch immer und immer wieder gegen Krisen ankämpfe, interessiert mich das Thema auch sehr.

    Waldsteinie schreibt:
    Solche Krisen-Phasen sind in der Literatur mehrfach beschrieben vgl. Beerwerth u.a.

    Das Erscheinungsbild ist sehr unterschiedlich, dabei kann es zu solchen Symptomen wie bei Dir kommen, dass man, wieder mal, ständig träumt. Bei manchen ist es aber noch schlimmer, mit starker Unruhe, Vergesslichkeit oder einfach der Unfähigkeit, sich mal wieder zu organisieren.

    Auch das Absetzen der Medis ist in solchen Zeiten keine Seltenheit, manchmal liegt es auch nur daran, dass die Medis in diesen Zeiten oft vergessen werden - obwohl sie dringend gebraucht würden.

    Dein Frust und die folgende Absetzung der Medis ist jetzt nicht ganz so selten.

    Ich meine bei Beerwerth gelesen zu haben, dass in diesen Krisenzeiten, die oft auch mit ner ziemlichen Erschöpfung einhergehen können, vor allem schlafen hilft! Da lachen die ADS-Schelme!

    Schließlich klappt das ja in diesen Zeiten oft gar nicht.

    Besonders problematisch ist natürlich, wenn man schon reichlich Baustellen aufgerissen hat und dann wieder das große Nacharbeiten bzw. Aufräumen anfängt.

    Da wäre es sicher besser, in diesen Zeiten noch ein AD einzunehmen. In keinem Fall solltest Du aber die Medis absetzen, lieber weiter dran bleiben. Falls Du Dich zu sehr angetrieben fühlst, ist es besser mit Deinem Arzt darüber zu sprechen, wie Du in solchen Zeiten vorgehen sollst.

    Zumindest hab ich das mit meinem Arzt so besprochen. Ich bin im letzten Jahr ja auch ziemlich abgestürzt, wobei es gleich mehrere Ursachen dafür gab. Mein Arzt hat mir dann klar gesagt, wenn ich solche Phasen hochgradiger Erregbarkeit habe, sollte ich das Sertralin erhöhen. Meine affektiven Reaktionen kann ich dann kaum noch in den Griff kriegen.

    Das heißt nicht, dass ich dann besonders impulsiv bin. Aber ich erschrecke einfach bei jedem Dreck und komme nicht mehr runter, auch wenn ich genau weiß, was den Schreck ausgelöst hat und dass eigentlich keine Gefahr besteht.

    Bei mir hat das jedenfalls geholfen - na ja, gegen meine Manipulierbarkeit hat es nicht geholfen, die gehört wohl zu mir!

    Kannst du sagen, wo man das findet? Wo wird über derartige Krisen berichtet?

  6. #6
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    Forum-Beiträge: 16

    AW: Wirkung von MPH bei Krisen/depr. Phasen..?!

    Können die Berliner mir mal einen Tipp geben bei welchem Arzt sie sind. ich suche nämlich dringend mal einen neuen ADS und
    Depr... gerne auch per PM.. Vielen DAnk..

  7. #7
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    Forum-Beiträge: 186

    AW: Wirkung von MPH bei Krisen/depr. Phasen..?!

    Mir hat mein Arzt vor ein paar Wochen auch Sertralin verschrieben. Ich glaube, ich war depressiv seit ich geboren wurde... na ja, jedenfalls gehts mir besser, als jemals und Nebenwirkungen gabs nur die ersten 2 - 3 Tage. Beißt sich auch nicht mit Medikinet. Bin viel besser gelaunt und hab vor allem mehr Antrieb und bin motivierter. Ich hab außerdem den Eindruck, dass es ein bisschen gegen meine sozialen Ängste hilft. Bin deutlich weniger unsicher... vielleicht liegts auch nur an der besseren Laune, kein Plan. Aber ich bin meinem Arzt so so so so so dankbar, dass er mir das gegeben hat!

  8. #8
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    AW: Wirkung von MPH bei Krisen/depr. Phasen..?!

    Das kenn ich sehr gut… Komisch, dass ich nicht drauf gekommen bin. War bei mir 100% genauso

    Das Problem der Manipulierbarkeit hab ich vor der ADS Diagnose… ich sag mal „bearbeitet“. Vor allem im Job, war immer der-duck-dich-Typ. Dann, wenn es mir noch einigermaßen gut ging, konnte ich nein sagen. In einer Krise, Ja.. immer ja… alle müssen mich lieb haben und ich muss nett sein… damit ich ja net auffall usw. Hast du auch mit „Angst vor Ablehnung“ treffend beschrieben.

    Jetzt kann ich es besser & entspannter mit MPH „perfektionieren“, einfacher: in meiner Persönlichkein einweben. Klingt alles sehr gestochen geschrieben… passt aber..

    Genau wie in deinem Job-Bsp. Mit MPH (dann auch konkret in Situationen Abends oder WE ohne Mediwirkung) kann ich mich schützen. Bin dann auch viel lustiger.. Wie gesagt, wirklich komisch, dass ich bei Manipulierbarkeit gar net an diese Baustelle gedacht hab. Du hast schon die Hälfte des Weges geschafft, Glückwunsch Waldsteinine! Hauptsache du hast es realisiert.

    Und eine Erkenntnis ist, dass die Menschen dich dann anders sehen & behandeln! Der eigene subjektive Blick ist dann eh „objektiver“ und sowieso dann auch realistischer. Das darf man nicht vergessen. Hin und wieder sich unter Kollegen (auch dem Chef) mal aushelfen zeugt natürlich auch von Engagement und meine ich damit auch nicht.

    Hab da schon das ein oder andere AD genommen, leider hatte meine Leber nicht so ihren Spaß dabei. Die Werte waren zwar nie gefährlich, aber doch deutlich höher als ohne AD. Ohne ADS Diag wars aber eher kontraproduktiv. Grad gegooglt, Sertralin ist ein Selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), hatte auch mal was aus dieser Gruppe. Wer wirklich mal richtig in ner Depression steckte, wird wissen, dass AD ein Segen sein können. Aber seit MPH ging es nie wieder so tief. Wenn dir das hilft freu mich das sehr! Muss ja jeder individuell abwägen. Sagtest ja auch was von Niedrigdosisbereich.

    Mein nächstes Ziel ist dieser Gedankenkreisfahrt anders zu stoppen. Sport, bei Problemen reden, dann aber auch konsquent, sehen dass es funktioniert, nächstes Mal genauso machen…
    (wäre es doch nur so einfach)

    @Ja, nee: "Ich glaube, ich war depressiv seit ich geboren wurde..." klingt etwas hart, sei mal bissel netter zu dir. Gab bestimmt auch schöne Momente, wenn auch selten, sei mal ehrlich
    Geändert von Dike7 (19.09.2014 um 23:15 Uhr)

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Wirkung von MPH bei Krisen/depr. Phasen..?!

    Swidi schreibt:
    Da ich auch immer und immer wieder gegen Krisen ankämpfe, interessiert mich das Thema auch sehr.




    Kannst du sagen, wo man das findet? Wo wird über derartige Krisen berichtet?
    Nein, kann ich dir nicht mehr sagen. Ich habe diverse Bücher zum Thema gelesen. Beerwerth kannste einfach über die Suchmaschine finden.

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