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Diskutiere im Thema Schmerzmittel & ADHS-Medikation & Citalopram - Wirkungsverlust/-minderung?? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    Schmerzmittel & ADHS-Medikation & Citalopram - Wirkungsverlust/-minderung??

    Hallo zusammen,

    war lange nicht hier, aber will jetzt wieder öfter vorbei schauen...

    Ich musste über einen langen Zeitraum (seit Frühjahr) - anfangs immer wieder, in letzter Zeit mehrmals täglich - teilweise recht starke Schmerzmittel verabreicht bekommen. Oral & intravenös. Ibu 600 mg, Tramadol 100 mg, Novaminsulfon 500mg ergänzt oft durch Flupirtin 100 mg und Ortoton (keine Ahnung welche Dosierung, da intravenös).. nicht alles zusammen, sondern nacheinander. Ursache war ein schwerer Bandscheibenvorfall in der LWS mit starker Nervenwurzelkompression und entsprechenden Begleiterscheinungen.

    Ibu 600 hat anfangs leichte Wirkung gezeigt, machte mich aber total belämmert. Ich hätte auf Arbeit vor dem PC einschlafen können, war trotz Concerta 36 mg und Methylphenidat Hexal 10 mg (je eine morgens) nicht in der Lage mich zu konzentrieren. Novaminsulfon ging anfangs in dieser Dosierung, mittlerweile erweist es sich in Bezug auf Schmerzen als vollkommen wirkungslos. Das einzige worauf es wirkt ist der Magen ... was ich von diesem Wirkstoff nicht kenne. Und Tramadol geht gar nicht. Es wirkte auf die Schmerzen maximal 4 Stunden, hatte aber weiterhin immer einen bestehenden, wenngleich auch schwächeren Schmerz... aber egal ob allein als Tablette genommen oder intravenös mit Ortoton verabreicht - ich habe mich gefühlt als wäre ich fremdgesteuert, bzw. total ausgeknockt.
    Alle Schmerzmedis wirkten nicht wirklich, so wie es sein soll... gleichzeitig aber fühlte ich die Wirkung meiner ADHS-Medis und die vom Citalopram 20 mg deutlich abgeschwächt. Konzentration null... Als würde ich nichts nehmen. Total verpeilt. Nix konnte ich mir merken. Hab selbst vergessen, mir das aufzuschreiben, was ich mir aufschreiben wollte, damit ich es nicht vergesse... Geräuschkulissen im normalen Bereich wurden unerträglich...

    Viele Möglichkeiten blieben, bzw. bleiben nicht... Setze ich die Schmerzmittel ab, kann ich mich zwar trotz Operation vergangene Woche kaum bewegen und könnt die Wände hochgehen... bin aber mental mit mir halbwegs im Einklang... Nehme ich Schmerzmittel dazu, ist der Rest für die Katz. Ich werd aggro, streitsüchtig. Steigere mich in alles rein.. Bin dann irgendwann über mich selbst erstaunt, welche bescheuerten Denkmuster ich da hatte... Von innerer Ruhe oder Konzentration in irgendeiner Form gar nicht zu sprechen. Es reicht nichtmal für ein simples, anspruchsloses Buch oder einen Film... stattdessen Kopffasching...

    Kennt das jemand von Euch??? Fühl mich grad irgendwie ratlos... Im Prinzip brauch ich beide Arten von Medis... die für's Köpfchen und die für's Kreuz, aber zusammen wollen die sich wohl mit mir und meinem Körper in keinster Weise arrangieren.

    Hülfe.. LG Schnubb...

  2. #2
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Schmerzmittel & ADHS-Medikation & Citalopram - Wirkungsverlust/-minderung??

    Puh arme Schnubbel.....erst mal Willkommen zurück und lass dich mal feste

    Was für ein Schmerzmittelcocktail.....

    Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass andere Medis die Wirkung vom MPH ganz schön verhauen können. Einen richtigen Tipp hab ich nicht für dich. Mir fiele da nur ein Wechsel auf Amphetamin ein. Vielleicht spielt dein Arzt da mit? Also dein Psychiater meine ich. Was sagt denn dein Arzt, der dir die Schmerztherapie verordnet dazu?

    Und hier wieder mein Rat an dich.....lass deinen Vitamin D Spiegel im Blut bestimmen, auch auf eigene Kosten von etwa 30 Euro. Vitamin D spielt eine so wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel und die richtige Dosis und ein hoher Blutspiegel dessen können Schmerzen dramatisch verringern. Ich selbst habe Osteoporose mit zwei Wirbelkörperbrüchen und ich weiss wovon ich spreche.

    Ebenso hohe Dosen an Magnesium(CITRAT) sind auch sehr wichtig. 10 mg/Körpergewicht. Wegen Durchfallgefahr abends vor dem Schlafengehen nehmen. Und natürlich Physiotherapie, aber das weisst du ja bestimmt.

    Wie gesagt....Vitamin D, Magnesiumcitrat und am besten noch Omega 3 dazu. Aber nicht nur 1 Gramm, sondern an die 5 Gramm. Ich hoffe das sind keine Dosisempfehlungen im üblichen Sinne, also ein Verstoss gegen die Forumsregeln. Es sind halt meine Erfahrungen mit diesen Nahrungsergänzungsmitteln und ich bin sehr gut damit gefahren. Natürlich wirken diese nicht sofort, sondern es kann Wochen dauern, bis es zu einer deutlichen Verbesserung kommt.

    Hier hilft leider nur die Zeit denke ich. Am besten lässt du es dir gut gehen, Massagen, Reha, Moorbäder etc.
    Arbeiten würde ich wenn es geht vermeiden. Oder nur reduziert. Vielleicht geht das ja in deinem Job.

    Du musst dir viel Gutes tun. Bitte keinen Stress.

    Mehr kann ich dir jetzt auch nicht raten. Aber ich kann dich sehr gut verstehen. Alles Liebe und Gute....und vor allem gute Besserung.

    Heike

  3. #3
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Schmerzmittel & ADHS-Medikation & Citalopram - Wirkungsverlust/-minderung??

    Lieben Dank Heike.

    Nein, arbeiten kann ich nicht. Normalerweise wäre ich nach der OP noch mindestens 10 Wochen krank geschrieben. Kann frühestens in 6 Wochen erst die Reha beginnen. Wie lang die Genesung dauert, ist jetzt Wurst, da mein Arbeitgeber so freundlich war, mich während meines stationären Aufenthalts (2 Tage nach der OP) zu kündigen...

    Mit den Nahrungsergänzungsmitteln könnte ich versuchen. Das wäre ein guter Ansatz. Amphetamin, hmm.. mit welchen Kosten muss man dann rechnen? Meine Neurochirurgin kennt meine Medikation, aber sicherlich nicht die Tragweite der Wirkungsweise im Moment. Dass die Medis sich so beeinflussen wurde mir jetzt erst im Krankenhaus bewusst, da ich keine Wirkung bei den Schmerzmedis spürte, bzw. nur geringe oder kurze, dafür aber mentale Reizbarkeit. Vorher habe ich mein Empfinden auf meinen Gesundheitszustand geschoben. Da ich aber keine wirkliche Wirkung auch nach der OP spüre, obwohl laut postoperativem MRT alles entfernt wurde und die Nervenschmerzen eben mit Schmerzmitteln in Griff zu bekommen sein sollten, bin ich stutzig geworden. Ist also noch ganz neu...

    LG Schnubb

  4. #4
    Huiuiui

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 1.761

    AW: Schmerzmittel & ADHS-Medikation & Citalopram - Wirkungsverlust/-minderung??

    Hallo Schnubbel

    Grundsätzlich schliesse ich mich Heike an. Was die Wechselwirkungen der verschiedenen Medikamente angeht, kann ich nicht sehr viel sagen, da ich die meisten Namen nicht kenne. Die heissen in der Schweiz häufig anders. Du schreibst auch nicht, welches Schmerzmedi du wann genommen hast und ob du verschiedene Schmerzmedis kombiniert hast.
    Eine oft hilfreiche Kombination besonders nach einer OP ist ein Opiat (z. B. Morphin, Tramadol, Fentanyl) als Grundmedikation und bei Bedarf dann ein Medikament aus der NSAR Gruppe (z. B. Novalgin, Voltaren, Ibuprofen, Dafalgan).
    Wichtig ist sicher auch, die Art der Wirkstoffeinnahme. Tabletten, Tropfen und Zäpfchen wirken relativ schnell, Wirkungseintritt nach max. 1,5 Stunden, dafür wirken sie nicht so lange (ca. 4 Stunden, Retardprodukte etwas länger) und man muss meist mehrere täglich nehmen. Eine weitere Möglichkeit wären transdermale Pflaster, da tritt die volle Wirkung zwar oft erst nach einigen Tagen ein, diese Zeit muss halt überbrückt werden, sie geben aber das Medikament kontinuierlich für 3-4 Tage über die Haut ab. Vorteil ist auch, dass man nicht so viele Tabletten schlucken muss, die dann auf den Magen schlagen und die Wirkung hält viel länger an.
    Besprich doch diese Möglichkeiten noch mit deinem Arzt.
    Wenn du das Gefühl hast, dass Wechselwirkungen mit deinen anderen Medikamenten auftreten, kann dir vielleicht deine Apotheke weiterhelfen und Empfehlungen abgeben, welche Medikamente sich vertragen. Pharmakologen kennen sich besser aus mt Wechselwirkungen als Ärzte. Natürlich dann trotzdem mit deinem Arzt besprechen.
    Ich würde auf keinen Fall die Schmerzmedikamente so kurz nach der OP absetzen, dies kann Spätfolgen haben, chronische Schmerzen, Schohnhaltungen mit Überbelastung in anderen Körperteilen, etc.
    Andere konservative Therapien wie Physio und Ergo sind auch sehr wichtig. Warme oder kalte Wickel, je nach dem, was für dich angenehmer ist, können auch helfen. Auf eine frische OP Wunde würde ich Kälte empfehlen.
    Fals alles nichts hilft, es gibt spezielle Schmerzsprechstunden.
    Was das Mph anbelangt, es könnte natürlich auch sein, dass deine Stimmungsschwankungen daher rühren, dass du jetzt schon so lange Schmerzen hast und bisher nichts geholfen hat. Es kann natürlich auch sein, dass es die Medikamente sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen.

    Noch etwas ganz anderes: Darf dein Arbeitgeber dich kündigen, während dem du krankgeschrieben bist? Ich wäre mir da nicht so sicher und würde das an deiner Stelle überprüfen.

    So, jetzt fällt mir auch nichts mehr ein. Ich wünsche dir viel Durchhaltevermögen und vor allem eine schnelle Genesung.

    Lieber Gruss
    Trübeli

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