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Diskutiere im Thema Selbsterkenntnisse und Angst vor Amphetaminsaft im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 104

    Selbsterkenntnisse und Angst vor Amphetaminsaft

    Kurz zu mir. Bin 36 Jahre und Hypoaktives ADS mit Schlafstörung, Depressionen und diversen Phobien
    wurde vor gut einem Jahr diagnostiziert, wären der Ausbildung zum Koch (die mich leicht überfordert hat)

    Verdammt viel Text geworden, wer zu faul ist alles zu lesen, das wichtigste aktuell für
    mich steht im unteren markierten Abschnitt. Glaub hat zuviel Privates für das Medikamenten Forum,
    wenn nicht, kannst ja ein Moderator verschieben.

    Bin seit Anfang des Monats arbeitslos, da ich die Prüfung nicht geschafft habe. Lag hauptsächlich an mir
    aber auch weil ich zu der Zeit auf Tavor Entzug war. Hatte das vorher 8 Wochen 2-3mg am Tag als Dauermedikation.

    Ich hab’s auch gebraucht, konnte überhaupt nicht mehr schlafen, Angst vor der Prüfung, ich wusste
    eigentlich schon, daß ich es nicht schaffe. Tavor hat auch einen gewissen Reiz für mich gehabt,
    da ich diese dauerhafte Angst schon immer loswerden wollte.

    Aber ohne Angst werde ich zum *********, weil ich das sage was ich sonst nur denke, da die
    Angst vor Konsequenzen verloren geht. Einmal hat mein Chef es geschafft mich unter Tavor
    wütend zu machen (dachte das wäre unmöglich). Richtig wütend und ich hatte grad ein Messer in der Hand und mir ist aufgefallen
    das ich kein Problem hätte ihn abzustechen. Konsequenzen egal, ich hab’s nur nicht gemacht weil ich wusste das es mir keine Befriedigung bringt.
    Danach sofort die Notbremse gezogen und auch wenn es echt schlimm war, ich hatte kein Problem mit dem Entzug weil ich es wollte.

    Mit dem Rauchen könnte ich aktuell nicht aufhören, auch wenn der körperliche
    Entzug vom Tavor 1000x schlimmer ist als vom Nikotin. Ich will rauchen, macht mir Spaß.
    Vor 6 Jahren konnte ich auch sofort aufhören, da hat es keinen Spaß mehr gemacht bei
    2-3 Schachteln am Tag. Schmeckten nicht mehr und jeden Abend einen tauben linken Arm
    wegen Durchblutungsstörungen.

    Grade hab ich wieder ein Depressive Phase, denke der Amphetaminsaft und das grübeln
    wegen ihm hat es ausgelöst. Ich hab schon oft diese Phasen gehabt, aber es macht mir kaum was
    aus, ich weiß jetzt auch warum und wieso Antidepressiva bei mir nicht anschlagen.

    Der Normalzustand und Depressionen sind sich bei mir zu ähnlich. Das einzige was sich ändert
    sind das ich meine Neugier und Lust verliere. Ich konnte auch nie verstehen das einige so
    große Probleme mit Depressionen haben.

    Das kann ich erst seit dem Amphetaminsaft nachvollziehen. Bei mir wird anscheinend
    so wenig Dopamin produziert, das ich praktisch nie Glück empfunden habe. Wenn dann
    nur so kurz und schwach das ich dadurch die Lust an allem Verloren habe, weil es mir
    zu mühsam war und die Belohnung zu gering. Besonders bei Dingen die ich nicht kann.

    Bestes Beispiel Freunde. Die letzten die ich hatte waren von der Schule, danach
    ist jeder seine Wege gegangen und ich hab mir keine neuen gesucht.
    Ich kann kein Smalltalk halten, es macht mir keinen Spaß, es gibt mir nix und bei
    Fremden kommt noch die ständige Angst hinzu. Ich hab Angst mit Leuten
    zu reden, weil ich es nicht kann. Ein Teufelskreis ;-)

    Ich habe es dann gelassen, mit 21 dann überhaupt keine Freunde mehr. Paar
    Bekannte durch die Arbeit noch. Aber bin auch auf Einladung nie mal mit
    in die Disco oder Kneipe. Die haben dann auch immer schnell aufgegeben
    beim Versuch sich anzufreunden. Die meisten Kollegen halten mich für
    gefühlskalt und emotionslos.

    Das kann ich auch nachvollziehen. Wenn eine Kellnerin weinend in die Küche
    kommt, weil ein Gast abgehauen ist. Die tut mir so leid, aber ich könnte sie
    nie umarmen und trösten obwohl ich es in dem Moment gerne tun würde.

    Bei mir hat sich durch die Jahre von Frust und Angst so ein dicker Panzer
    entwickelt, dass mir sowas fast egal geworden ist. Meine Mutter hatte immer
    wieder gedroht sich zu scheiden, bevor mein Vater starb und auch sich umzubringen.

    Das hat mir so eine Angst als Kind gemacht, das ich Tagelang nicht schlafen konnte.
    Bei mir ist die Angst so stark ausgeprägt gewesen, das ich als Schutzmechanissmus
    in einigen Dingen keine Angst oder andere Emotionen mehr zugelassen habe.

    Ich glaube das war auch gut so, wenn man das nicht kann oder macht, zerbricht
    man an sowas. Das Problem ist, ich würd diese Schutzmechanissmen gerne loswerden.
    Als meine Mutter tatsächlich vor ein paar Jahren einen Abschiedsbrief mit Selbstmorddrohung
    dagelassen hat und abgehauen ist, hat mich das kein Stück berührt. Aber ich weiß im inneren
    wie falsch das ist, aber nicht wie ich das wieder ändern kann.


    Ich hab noch nie eine Befriedigung durch Arbeit oder gute Noten gehabt. Genauso beim
    Sport, das ist nur Quälerei für mich ohne Belohnung. Das einzige was mir über Jahre
    so ein Gefühl verschafft hat, waren Computer/Videospiele. Das hat aber vor 3 Jahren
    auch aufgehört, hatte auch keine Zeit dafür.

    Erkenntnis, so funktioniere ich:

    1) Ich kann mich nur bei Dingen konzertieren die mir Spaß machen und Interessant sind

    2) Wenn ich was nicht kann und auch beim 100ten mal Versage dabei. Wird es mir egal.
    Ich will es nicht mehr machen, wenn doch kommt diese immer lauter werdende Stimme.
    Dieses Gedankenkarusell das jeder mit ADS kennt.

    Es wird immer schlimmer, wenn ich trotzdem weiter mache. Bisher hatte ich dann immer
    aufgehört. Mir der Kochlehre nicht, da der Beruf eigentlich alles hat was ich brauche.
    Spannung, man lernt ununterbrochen, es ist nie langweilig. Ich hasse Langeweile und hatte
    13 Jahre den langweiligsten Job der Welt gehabt. War aber zufrieden, da ich mich dann
    umso mehr auf das private Vergnügen gefreut habe (Videospiele). Das reichte mir damals.

    Die war am Schluss so laut das ich regelmäßig 2-3 Tage wach geblieben bin. Als die Medis
    nicht geholfen habe, hab ich da mal zu KO-Tropfen gegriffen habe. Ist nach einer Woche
    übel ausgegangen.

    Seit einem Jahr nehme ich MPH, erst Mediknet Adult dann unretadierd. Es hilft auch teilweise
    auf der Arbeit. Ich kann mich auf Arbeiten konzentrieren dich ich nicht mag und die machen
    mir auch nichts mehr aus. Auch bei Sachen die ich nicht kann, da bleibt die Stimme weg.
    Ich bekomm auch Dinge mit die sonst komplett untergehen, wie hupen vom Convectomat,
    der direkt hinter mir steht ich aber ohne zu 100% überhöre. Zufiele Reize und ich kann
    es ohne nicht Filtern, darum hasse ich es Auto zu fahren und bin auch 16 Jahren kein mehr
    gefahren. Moped geht, wegen dem Tunnelblick einigermaßen, aber mit MPH fahr ich 10x
    besser.

    Das reicht aber für den Beruf als Koch nicht. Es ist keine Leidenschaft da und die
    braucht man dafür. Außerdem macht es meine Hand/Auge Koordination nicht besser.
    Ich kann nicht malen, hab eine Krakelschrift und echte Probleme Teller schön anzurichten.

    Dann fehlt mir noch jede Kreativität, ich kann nur kopieren, mir aber nichts selbst ausdenken.
    Keine Ahnung warum, ich akzeptiere das zumindest jetzt. Dazu kommt noch ein schlechter
    Geschmacksinn. Ich kann nur sagen ob es mir schmeckt, aber ich kann nicht wie die anderen
    die einzelnen Noten bestimmen (da ist mein Chef unglaublich gut drin) und ihn hat es
    auch gefrustet das er es nicht schafft mir das beizubringen und hat den Frust auch gut an einem ausgelassen.

    Und am schlimmsten ist das Problem das ich ein extrem schlechtes Gedächtnis habe.
    Schon immer, ich bin (laut PSU vor 4 Tagen) intelligent, besonders bei abstraktem denken.
    Aber bei dem Gedächtnisstest hatte ich 4 Punkte (und die nur durch raten). Aktuell
    ist es etwas schlimmer als normal, durch den Tavor Entzug und Lyrika.

    Ich geh ins Kühlhaus und hab vergessen was ich wollte. Das passiert mir
    10x am Tag. Oder ich bekomme eine Anweisung in 3 Minuten was zu machen
    und habs bis dahin vergessen. In Memory würd mich jedes Kleinkind schlagen.

    Ich kann mir auch keine Liedertexte merken. Stairway to Heaven hab ich ungelogen 10000 mal
    gehört. Ich kann keine Zeile vom Text aufsagen, obwohl ich weis das er in meinem Kopf ist.
    Im Traum läuft das Lied ab und zu im Hintergrund 1:1, jede Note und Text richtig. Beim
    aufwachen ist das dann noch 1-2 Minuten da und dann einfach weg.

    Unter Zyprexa hatte ich für 2 Tage mal kompletten zugriff auf mein Hirm. Ich wußte
    jede Zeile von jedem Lied. Da war ich auch auf einmal kreativ, hatte Lust mich mit
    Leuten zu unterhalten (habs aber gelassen, war in der geschlossenen....)

    Der Zustand ist Verschwunden und kam nie wieder und ich trauere ihm nach
    und es wurmt mich seit 1 1/2 Jahren das kein Arzt weiß wieso das so war.
    Ich hab alle 3 Monate nach absetzten von Zyprexa mal wieder eine genommen
    in der hoffnung das kommt wieder. Nix.

    Nun zum Amphetaminsaft. Ich hab in der letzen Woche wärend meiner Lehre damit angefangen.
    Mein Therapeut wollte seit Monaten das ich den ausprobiere. Ich habs aus kostengründen nicht
    machen können, weil ich dachte der kostet +100€ (das ist aber wohl nur bei Dexamphetaminsaft der fall)

    Ritalin konnte ich nicht mehr nehmen, es vertägt sich nicht mit der Hitze im Sommer in der Küche (42-44°C warens)
    Zum Glück keine 50 wie teilweise im letzten Jahr, ohne macht mir das nix aus, mit MPH unerträglich.

    Bei der ersten Einnahme vom Saft dachte ich echt ich sterbe vor Glück. Die Arbeit hat Riesen Spaß gemacht und
    am Ende vom Tag hab ich eine Befriedigung gefühlt, die mich die Nacht hat nicht schlafen lassen. Am nächsten Tag hab
    ich wieder Ritalin genommen, weil ich damit nicht klar kam und Angst hatte wieder nicht schlafen zu können.

    Nach zwei Minuten fragt mich mein Chef warum ich den Saft nicht genommen habe. Hat er sofort bemerkt am Ende
    meinte er ich habe Angst glücklich zu sein. Hab ihn dann noch zwei mal genommen wärend der Arbeit, es war nicht mehr
    ganz so "schlimm" und es lief echt gut. Beim Gedächtnis und meinen ungeschickten Händen zwar nicht, aber mir hat
    Arbeit zum ersten mal Spaß gemacht, ich konnte mich konzentrieren und ich hätte mir in den Arsch beißen können
    das ich den nicht früher genommen habe. Da hab ich auch zum ersten mal nach Feierabend mich noch mit den Kollegen
    hingesetzt und eine Feierabend Cola getrunken (Alk+Medis lass ich seit letztem Silvester sein)

    Auch privat hab ich viel mehr Lust. Wenn ich die Wohnung aufräume hab ich wieder eine Befriedigung. Ich bin ein Schlampsack
    aber ich mag es gerne sauber. Aufräumen hass ich, aber die Belohnung ein sauberes Zimmer zu haben reich mir als Motivation
    dann aus. Damit hat das aufräumen sogar Spaß gemacht. Das Gedankenkarussel ist wärend der Saft wirkt, fast komplett weg,
    oder denkt nur positives (ganz ausschalten kann ich mein Gehirn leider nie).

    Ich hab auch probiert ab wann ich überdosiert bin. Beim Ritalin fang ich ab 25mg an zu zittern. 20 sind noch ok
    aber ich habe, bis auf Freitag/Samstag, immer nur 10mg genommen. Hat gereicht und ist billiger^^

    Beim Saft gibt dieses Zittern und das langsam aufgedreht werden nicht. 5ml alle 30 Minuten mehr
    bis 20ml wird meine Laune immer besser, bei 25ml hört die Antriebssteigernde Wirkung schlagartig auf und bei 30ml*
    war ich komplett ruig. Ich würde es als inneren Frieden bezeichnen, das Gefühl immer beschäftig sein zu müssen war weg.
    Die Stimme im Kopf komplett tot, ich hab an nichts denken müssen und wie sonst das ich alles im Kopf analysiere
    und immer wieder durchkaue.

    *Bei der Dosis ist mir klar das mein Arzt das niemals erlauben wird, auch wenn ich so jeden
    Tag gut einschlafen könnte. Vor allem weil die normale Tagesdosies wohl schnellsten die Wirkung
    verlieren würde.

    Ich hab ne Stunde nur dagesessen, mich dann hingelegt und bin sofort eingeschlafen. Ich weiß halt nicht ob
    das nur Zufall war wie beim Zyprexa oder "normal". Ich weiß ja das Amphetamin/Ritalin Leute mit ADS beruhigt.
    Hab’s aber nicht nochmal probiert und wer das ohne Zustimmung vom Arzt auch nicht tun.

    Mein Problem ist wenn der Saft aufhört zu wirken, kommt die Stimme wieder und sagt das ist nicht echt.
    Die Gefühle kommen nicht von mir sondern nur vom Saft und ohne hätte ich niemals Lust und Befriedigung
    beim Arbeiten oder beim Reden mir den Kollegen.

    Ritalin hat sich immer angefühlt wie ein Medikament. Es hilft, hat aber zu viele NW das ich es privat selten
    genommen habe und ich hab auch kein Problem gehabt es nicht mehr zu nehmen.

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Der Saft ist anders. Es hilft, mehr als MPH, aber ich weiß, das ich wenn ich mich drauf einlasse, im Gegensatz
    zum Tavor richtig Probleme haben würde es abzusetzen oder noch schlimmer das die Wirkung
    in 3 Jahren vielleicht aufhört, weil es den Rest meiner kümmerlichen Dopamin Rezeptoren gekillt hat.
    Mir machen die zwei Tage mit Zyprexa schon zu schaffen, das hat mich Wochen beschäftigt.

    Ich konnte nie nachvollziehen wie man z.b. für Fußball so eine Leidenschaft aufbringen kann.
    Das hab ich noch nie für irgendetwas gehabt und ich weiß auch das ich es von mir selbst aus
    auch niemals kann.

    Mit dem Saft würden die meisten Probleme gelöst. Ich hab immer noch Angst mit fremden zu reden
    aber das Gefühl von Befriedigung/Stolz/Spaß beim Überwinden ist so groß das die Angst nicht mehr
    dominiert.

    Ich hätte gerne ein paar Erfahrungen von Leuten die den schon länger nehmen. Besonders bei
    Hypoaktivem ADS. Bleibt die Wirkung auch nach Jahren gleich bzw. wie lange hält das bis man
    gegeben falls höher Dosieren muss. Und wie sind die Auswirkungen wenn man den irgendwann absetzt.

    Depressionen haben mir bisher kaum was ausgemacht, da mir so eine Freude damit nie weggenommen
    wurde. Stell ich mir bei einem "normalen" echt schlimm vor und kann auch nachvollziehen warum
    sich dann jemand, wie Robin Williams, dann umbringt....

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Selbsterkenntnisse und Angst vor Amphetaminsaft

    guten morgen,hab ich erstmal hier her verschoben


    ich denke,hier ist die Resonanz größer


    viele grüsse

  3. #3
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Selbsterkenntnisse und Angst vor Amphetaminsaft

    Hi eternal-blue,

    zuerst einmal ein Danke schön an dich, dass du dich so öffnest. Habe ich aber auch schon in anderen Beiträgen von dir gelesen.

    Dann direkt hinter mein Danke steht ein Kompliment an dich. Nämlich das, dass du dich so unglaublich gut erkennst und analysierst.

    Drittens finde ich deinen Text echt toll geschrieben. Klar und übersichtlich. Mit Absätzen drin. Ich konnte ihn gut und auch gerne lesen. Sehr flüssig.

    So nach den 3 Komplimenten die ich absolut ehrlich meine, jetzt meine Fragen an dich:

    Wieviel mg nimmst du denn derzeit von dem Saft?

    Ist schon mal ein MRT von deinem Kopf gemacht worden? Also kein CT, sondern ein MRT, sprich Kernspin (Röhre).

    Bei mir lag ein ganz ganz heftiger Mangel an Vitamin D und Vitamin B12 vor. Und das wohl sehr viele Jahre. Unruhezustände, Schlaflosigkeit, Depressionen, Angst etc waren Tagesordnung. Jeder Arzt wollte mir Antidepressiva geben. Hatte ich nach zwei Versuchen dann abgelehnt. Brachte mir keine Hilfe. Die beiden Vitamin Werte kontrollierte kein Arzt

    Und ich kannte mich auch nicht aus. Das hat sich vor 2 Jahren geändert. Ich erwarte nicht mehr von Ärzten, dass sie mir helfen. Es gibt nicht DIE Wunderpille, das habe ich gelernt.
    Ich habe dann in Eigenleistung die beiden Vitamin Werte bestimmen lassen (ca. 50 Euro). Und es war eine einzige Katastrophe. Mein B12 Wert war so tief, wie ihn der Arzt noch nie gesehen hatte. Und er hat die Abnahme wiederholt (auf seine Kosten), weil er es nicht glauben konnte.

    Ich möchte dir also dringend anraten, Vitamin D und Vitamin B12 untersuchen zu lassen. Magnesium(citrat) wäre auch wichtig zu nehmen und zwar 10 mg pro Kilo Körpergewicht. Magnesium Verla 300 aus der Apotheke ist Magnesium-Citrat. Das hat die höchste Bioverfügbarkeit. Alles andere an Magnesium ist raus geschmissenes Geld.

    So und zum Schluss frage ich nach deiner Schilddrüse. Ist die mal gecheckt worden? Und zwar FT4, FT3, TSH und Antikörper.

    Das wären mal auf die Schnelle die 4 Parameter, die du unbedingt testen/kontrollieren solltest. Und bitte bitte jetzt nicht die Standard-Antwort "Ich war beim Arzt, hab alles checken lassen und der sagte, alles okay".

    Nix ist okay. Jede Erkrankung, auch die der Nerven, liegt an einem Mineral, Vitamin oder Spurenelement-Mangel oder Aminosäuren.
    Der Mensch besteht aus diesen und diese Mängel gilt es zu beheben. Wenn von diesen lebenswichtigen Stoffen auch nur eins fehlt oder im Argen ist, wird der Mensch krank.

    Deine Texte hier machen mich immer ziemlich betroffen und man fühlt sich irgendwie total hilflos, weil man nicht weiss, was man dir raten kann.
    Deshalb an dich meine o. g. Vorschläge. Übernimm selbst Verantwortung für dich und verlass dich nicht nur auf Ärzte.

    Alles Gute.

    lg Heike

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 104

    AW: Selbsterkenntnisse und Angst vor Amphetaminsaft

    Heike schreibt:
    Hi eternal-blue,

    zuerst einmal ein Danke schön an dich, dass du dich so öffnest. Habe ich aber auch schon in anderen Beiträgen von dir gelesen.

    Dann direkt hinter mein Danke steht ein Kompliment an dich. Nämlich das, dass du dich so unglaublich gut erkennst und analysierst.
    War mir dem letzten Amphetaminsaft geschrieben, sonst hätte ich das nicht gemacht. Das mit dem analysieren ist auch so eine Art Zwang
    und Schutzmechanismus. Ich mach das bei mir schon ewig bei mir und allen anderen bis ich rausbekomme wie sie ticken. Bei mir konnte ich
    nicht richtig nachvollziehen wieso mir vieles so egal ist und ich so anderst ticke.


    Wieviel mg nimmst du denn derzeit von dem Saft?
    6ml morgends und 4ml mittags. Macht insgesammt 20mg Amphetaminsulfat am Tag.

    Ist schon mal ein MRT von deinem Kopf gemacht worden? Also kein CT, sondern ein MRT, sprich Kernspin (Röhre).
    Wären dem Aufenthalt in der geschlossenen wurde auch mein Kopf gescannt. Ich weiß aber nicht ob CT oder MRT.
    EEG wurde noch vom Neurologen gemacht. Alles ok.


    Bei mir lag ein ganz ganz heftiger Mangel an Vitamin D und Vitamin B12 vor. Und das wohl sehr viele Jahre. Unruhezustände, Schlaflosigkeit, Depressionen, Angst etc waren Tagesordnung. Jeder Arzt wollte mir Antidepressiva geben. Hatte ich nach zwei Versuchen dann abgelehnt. Brachte mir keine Hilfe. Die beiden Vitamin Werte kontrollierte kein Arzt

    Und ich kannte mich auch nicht aus. Das hat sich vor 2 Jahren geändert. Ich erwarte nicht mehr von Ärzten, dass sie mir helfen. Es gibt nicht DIE Wunderpille, das habe ich gelernt.
    Ich habe dann in Eigenleistung die beiden Vitamin Werte bestimmen lassen (ca. 50 Euro). Und es war eine einzige Katastrophe. Mein B12 Wert war so tief, wie ihn der Arzt noch nie gesehen hatte. Und er hat die Abnahme wiederholt (auf seine Kosten), weil er es nicht glauben konnte.

    Ich möchte dir also dringend anraten, Vitamin D und Vitamin B12 untersuchen zu lassen. Magnesium(citrat) wäre auch wichtig zu nehmen und zwar 10 mg pro Kilo Körpergewicht. Magnesium Verla 300 aus der Apotheke ist Magnesium-Citrat. Das hat die höchste Bioverfügbarkeit. Alles andere an Magnesium ist raus geschmissenes Geld.

    So und zum Schluss frage ich nach deiner Schilddrüse. Ist die mal gecheckt worden? Und zwar FT4, FT3, TSH und Antikörper.
    Also Blutwerte wurden in der Klinik vor einem Jahr kontrolliert*. Da weiß ich auch nicht wie genau die sind, es gab keine Auffälligkeiten.
    Vor MPH wurde (von meinem Hausarzt) nochmal ein großes Blutbild gemacht, um Schilddrüse ect. auszuschließen. Ich nehme seit ich MPH
    nehme fast täglich Magnesium Tabletten, da sind auch alle anderen Vitamine noch mit drinnen.

    Zwischendurch auch mal wieder, weil zwei ADs bestimmte Werte beeinflußen können.

    Das wären mal auf die Schnelle die 4 Parameter, die du unbedingt testen/kontrollieren solltest. Und bitte bitte jetzt nicht die Standard-Antwort "Ich war beim Arzt, hab alles checken lassen und der sagte, alles okay".

    Nix ist okay. Jede Erkrankung, auch die der Nerven, liegt an einem Mineral, Vitamin oder Spurenelement-Mangel oder Aminosäuren.
    Der Mensch besteht aus diesen und diese Mängel gilt es zu beheben. Wenn von diesen lebenswichtigen Stoffen auch nur eins fehlt oder im Argen ist, wird der Mensch krank.

    Deine Texte hier machen mich immer ziemlich betroffen und man fühlt sich irgendwie total hilflos, weil man nicht weiss, was man dir raten kann.
    Deshalb an dich meine o. g. Vorschläge. Übernimm selbst Verantwortung für dich und verlass dich nicht nur auf Ärzte.
    [/QUOTE]

    Ich hab auch sehr viel gelesen. Ich weiß auch das x Krankheiten (Schlaf Apnoe Syndrom, Testosteronmangel, Schildrüse....) ähnliche
    Symphome haben können, es wurde aber, alles geprüft und da hoff ich das alles richtig gemacht wurde. Ich kann meinen Neurologen
    nochmal fragen ob er sich aktuelle Blutwerte ect. anschauen kann, weil ich mir 100% sicher sein will.


    *vorher regelmäßig, alle 3 Wochen, wegen Plasmaspenden. Die rufen einen auch sofort an wenn was nicht stimmt, grade bei
    Vitamin/Mineral Mängeln und lassen einen erst wieder spenden wenn man normalwert hat. War bei mir nie der Fall, bei
    meiner Freundin schon. Darf wegen der Medis aber seit 1 1/2 Jahren nicht mehr spenden.

  5. #5
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Selbsterkenntnisse und Angst vor Amphetaminsaft

    Die Blutwerte, die ich dir genannt habe, sind KEINE Standardblutwerte, die vom Arzt automatisch abgenommen und selbstverständlich sind.

    Ich war 3 Wochen lang freiwillig in einer Psychiatrie, um fest stellen zu lassen, was mit mir nicht stimmt. Da hatte ich lediglich den Eigenverdacht auf ADHS. Das war vor 2 Jahren.
    Meine Stimmungsschwankungen und Depressionen waren vom aller feinsten.

    Das einzige, was man mir "andrehen" wollte, waren AD's und Beruhigungsmittel. Hab ich alle abgelehnt.

    Nach dem Klinikaufenthalt habe ich Vitamin B12 sowie Vitamin D auf eigene Kosten abnehmen lassen. Es stellten sich hochgradige gravierende Mängel dabei heraus. Kaum habe ich diese Speicher aufgefüllt (nicht teuer und aufwendig) waren meine Stimmungsschwankungen und Depressionen und düsteren traurigen Gedanken wie weg geblasen.

    Ich kann es nur jedem ans Herz legen, diese beiden elementar wichtigen Werte - auch auf eigene Kosten - bestimmen zu lassen (Kosten ca. 50-60 Euro zusammen).

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