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Diskutiere im Thema Venlafaxin - Wann lassen die Nebenwirkungen nach? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 547

    Venlafaxin - Wann lassen die Nebenwirkungen nach?

    Hallo,

    lange Zeit habe ich mir überlegt ob ich überhaupt schreiben soll. Eigentlich findet man zu diesem Thema ja schon viel hier im Forum und auch im Netz. Aber ich machs jetzt trotzdem, weil ich das einfach loswerden muss:

    Mein Psychiater hat mir am Donnerstag Venlafaxin 75mg retard verschrieben. Habe die erste Tablette am Freitag Morgen eingenommen. MPH habe ich mit 10-10-0-0 weitergenommen.

    Seitdem befinde ich mich in einem extrem unangenehmen Unruhezustand. Kann, wie man an der Uhrzeit sieht, mal wieder nicht schlafen. Einigermaßen ruhig liegen geht schon, aber einschlafen kann ich nicht. Dazu kommt mal wieder Herzklopfen, hoher Blutdruck (145/100, Puls normal) und Mundtrockenheit. Zwischendurch hatte ich ganz große Pupillen und auch etwas verschwommenes sehen. Auch sind zwischendurch wieder ganz doofe Gedanken hochgekommen, die sind aber jetzt zum Glück weg.

    Dieser Zustand ist für mich sehr unangenehm, weil sich die Symthome die eigentlich behoben werden sollten nun wieder verstärkt haben.

    Dass das durchaus vorkommen kann ist mir klar - steht ja auch in der Packungsbeilage.

    Nun ist meine Frage:

    Wie lange ist damit zu rechnen dass dieser Zustand anhält?

    Es wird davon gesprochen, dass die Nebenwirkungen sich nach kurzer Zeit geben und sich die Wirkung nach 2-4 Wochen einstellt. Auch diverse Internetforen quellen über vor Durchalteparolen.

    Leider kann ich meinen Doc nicht fragen, der ist jetzt erst mal für 2 Wochen im Urlaub. Auch hat er mir keine Anweisung zum Aufdosieren gegeben. 75 mg scheinen ja nicht grade viel zu sein.

    Habe auch gestern schon mit einer Psychiatirschen Notfallambulanz gesprochen und der meinte ich soll mir vom ärztlichen Bereitschaftsdienst erst mal die niedrigere Dosierung von 37,5 mg holen. Die gibts aber nur in der unretardierten Form und ich weiß nicht ob ich das einfch machen kann. Bei web4health habe ich auch gelesen, dass empfindliche Patienten, und dazu zähle ich mich jetzt einfach mal, von retardierten Präparaten profitieren - also hab ich scheinbar das richtige bekommen

    Trau mich kaum nachher die 2. Tablette zu nehmen, aber ich denke dass ich dieses Medikament brauche. Ich würde es so gerne packen, hab aber Angst dass ich druchdreh dabei.

    Noch eine Möglichkeit wäre am Montag zu versuchen mich zu einem anderen Psychiater zu begeben und den nochmal um Rat zu fragen.

    War jemand schn mal in einer ähnlichen Situation und kann mir Tipps geben oder mir ein bisschen Mut machen?

    Wäre um Antworten dankebar
    lg Susilein

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 299
    Hallo Susilein, ich nehme seit März Venlafaxin 37,5 retard.
    Also gibt es das doch 😊
    Im Juni wurde dann hoher Blutdruck festgestellt. Kann vom Venlafaxin und/oder MPH sei , muss aber nicht.
    Nebenwirkungen habe ich nicht bemerkt.
    Aber seit ich diese Dosis nehme geht es mir wirklich viel besser. Obwohl so niedrig!
    Vielleicht ist der Vorschlag der Ambulanz eine gute Möglichkeit und bei dir eine niedrigere Dosierung auch erstmal besser?!

    Ich drück Daumen! LG

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 547

    AW: Venlafaxin - Wann lassen die Nebenwirkungen nach?

    Hallo,

    hast du auch mit 75mg angefangen?

    Nach dem Verfassen des 1. Beitrags wrude es nur noch schlimmer.
    Wäre fast die Wände hochgegangen und heut morgen als ich den Rolladen hochgezogen hab hatte ich Angst rausspringen zu müssen.

    Ich nehm das jetzt erst mal nicht mehr!
    Das ist mir zu gefährlich.
    Vielleicht besorge ich mir echt die 37,5 mg, mal schauen.

    Jetzt komme ich grad wieder ein bisschen runter und schau dass ich was zu Essen reinbekomme damit ich wenigstens das Medikinet nehmen kann.

    lg Susi

  4. #4
    pero

    Gast

    AW: Venlafaxin - Wann lassen die Nebenwirkungen nach?

    Würde ich genauso machen. Erst mal aussetzen bis Du mit dem Arzt sprechen kannst.

    LG
    pero

  5. #5
    Pepperpence

    Gast

    AW: Venlafaxin - Wann lassen die Nebenwirkungen nach?

    @ Susilein
    Geh auf jeden Fall zu einem Arzt bevor Du es weiternimmst. Die Nebenwirkungen bei Venlafaxin sind wirklich teilweise schlimm und gehen in der Regel schnell weg ... ABER Nebenwirkungen wie extrem hoher Blutdruck und Selbstmordgedanken sind heftig und eher selten. Ich würde es auf keinen Fall ohne ärztliche Begleitung weiternehmen - schon gar nicht in der unretardierten Form.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 299

    AW: Venlafaxin - Wann lassen die Nebenwirkungen nach?

    Susilein, ich habe mit 37,5 Retard angefangen und bin immer noch dabei, weil es mir damit wirklich gut geht.
    Eine Erhöhung kommt eventuell mal in Betracht, wenn ich einen Versuch starte, das Medikinet adult wegzulassen. Das aber alles nur nach Absprache mit dem Arzt und nach dem Sommerurlaub. Vorher gehe ich kein Risiko ein.

  7. #7
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Venlafaxin - Wann lassen die Nebenwirkungen nach?

    Susilein,

    es ist doch richtig, dass du erst seit kurzem Medikinet adult nimmst oder? Wie lange nimmst du es schon?

    Gute Besserung und pass bitte auf dich auf.

    lg Heike

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Venlafaxin - Wann lassen die Nebenwirkungen nach?

    hallo susilein!

    ich hatte auch ziemlich heftige nebenwirkungen (blitze im kopf, schlaflosigkeit, trockener mund, veränderung der sehkraft...) als ich anfing Venlafaxin zu nehmen. ich habe mit 37.5mg angefangen und das war noch zu viel. ich habe dann die kapseln geöffnet und noch was rausgeschüttet. wie bei dir haben sich meine eigentlichen probleme erstmal verstärkt, bevor es nach ca. einer woche besser wurde. mein magen hat noch länger gebraucht bis er sich beruhigte (habe 7kg abgenommen) und ich wieder normal essen konnte. eine besserung meiner eigentlichen probleme bermekte ich so ca 2-3 wochen später. ab da wurde es immer besser, bis es dann wirklich gut gewirkt hat. letztendlich habe ich aber nach 1.5 jahren auf Citalopram 20mg umgestellt, weil mir Venlafaxin die kondition genommen hat. (eingriff im stoffwechsel) die war für mich aber sehr wichtig, weil ich viel sport treibe.

    warte am besten bis montag und spreche mit deinem arzt über eine reduzierung. ich finde 75mg sind viel für den anfang.

    lg tom

  9. #9
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 793

    AW: Venlafaxin - Wann lassen die Nebenwirkungen nach?

    Ich habe mit 37,5 angefangen und mir ging es Anfangs auch sehr schlecht, hatte allerdings kein Bluthochdruck aber habe nichts mehr auf die Reihe bekommen.
    Nach 4 Wochen wurde dann auf 75 erhöht und die Nebenwirkungen kamen wieder, allerdings nicht mehr so lang und nicht mehr ganz so schlimm.
    Es hat bei mir auch lange gedauert bis ich tatsächlich eine Verbesserung meines Zustandes bemerkt habe aber diese kam dann innerhalb weniger Tage.
    Seitdem fühle ich mich wieder (fast) wie ein normaler Mensch. Allerdings bleibt wohl die unangenehme Nebenwirkung Mundtrockenheit, mir hilft da aber immer mal ein Schluck Cola (Zero) zu trinken oder ein Gummibärchen zu essen.

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 547

    AW: Venlafaxin - Wann lassen die Nebenwirkungen nach?

    Hallo ihr,

    danke für eure Antworten.

    Also, das was gestern bzw. heute Nacht abgegangen ist will ich nicht nochmal erleben - bin immer noch ganz zittrig und aufgeregt. Das mit dem Kügelchen rausnehmen hab ich mir auch schon überlegt, aber ich will da nicht dran rumpfuschen. Das sind doch keine Kopfschmerztabletten...

    Ja, Heike, ich nehme Medikinet Adult seit 2,5 Wochen. Bin aber immer noch, in Rücksprache mit meinem Arzt, bei 10-10-0-0. Er meinte ich soll, während ich das AD einschleiche erst mal bei der Dosis bleiben die ich gut vertragen habe, weil ich bei der Steigerung auf 20 mg und auch bei 15mg Nebenwirkungen gespürt habe.

    Direkte Magenprobleme hatte ich nicht. Gut, gestern war mir am Vormittag ein bisschen flau, aber mir war nicht schlecht und ich musste mich auch nicht übergeben. Hatte halt nur dieses Panikgefühl in Verbindung mit Schlaflosigkeit und den Herzproblemen das sich im Laufe der Nacht so krass gesteigert hat. In der Packungsbeilage, die ich EXTRA ein bisschen nach der Einnahme gelesen habe, als es schon losging, standen unter einem Spiegelstrich bei dem Punkt "Wann sie Venlafaxin nicht mehr einnehmen sollten:" genau meine Symthome, außer die Hautrötung, die hatte ich nicht. Dann bin ich panisch geworden, was der Sache bestimmt auch nicht zuträglich war.

    Mein Arzt ist doch im Urlaub - das ist doch die Missere. Ich weiß halt jetzt nicht wen ich fragen kann. Gut, ich könnte in irgendeine Notfallamublanz gehen - gibts ja ein paar in München, aber die erzählen mir auch wieder irgendwas. Oder ich geh am Montag zum nem andren Psychiater bei uns im Ort und frag den mal, wenn er Zeit für mich hat.

    Bin halt extremst ängstlich was die ganze Angelegenheit betrifft... hab so Angst was falsches oder was dummes zu tun (schon fast neurotisch). Meine Patin hat mir einen Klinikaufenthalt ans Herz gelegt, sie meinte ich soll mal schauen ob ich nicht irgendwo unterkomme wo das ganze MPH- und AD-Zeug unter ärztlicher Aufsicht eingeleitet wird.
    Bin eh schon mit den Nerven ziemlich unten wegen meinem BurnOut und wenn dann auch noch solche krasse Sachen passieren ists ganz vorbei.

    Gegen das Medikament habe ich mich auch nicht innerlich gewehrt. Die Einnahme von MPH ist auch relativ glimpflich abgegangen, darum war ich zuversichtlich. Außerdem nennt Frau Neuy-Bartmann in ihrem Buch auch Venlafaxin als gut wirksames AD bei ADSlern. Das hat mich erst recht bestärkt dass es das richtige ist.

    Hab halt auch so viele "Berater" um mich. Meine Patin rät zur Klinik, mein Freund sagt ich brauche keine AD's sondern Ruhe, meine Mum will dass ich mit nem Psychologen spreche, mein Dad meint ich soll mich nicht so anstellen.

    lg Susilein

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