Seite 1 von 3 123 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 26

Diskutiere im Thema Ablehnung Methylphenidat durch Krankenkasse, jetzt Widerspruch - aber wie? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    Ablehnung Methylphenidat durch Krankenkasse, jetzt Widerspruch - aber wie?

    Huhu,

    ich habe heute Antwort von meiner Krankenkasse bekommen, die - wie nicht anders zu erwarten - die Kostenuebernahme fuer Methylphenidat ablehnt. Hier zunaechst der Wortlaut des Schreibens:

    Sie moechten, dass wir die Kosten fuer das Medikament Methylphenidat uebernehmen. Dieses Arzneimittel ist jedoch fuer die Behandlung von ADHS nicht zugelassen und wird daher nur in besonderen Ausnahmefaellen auf Kassenrezept verordnet.

    Aufgrund einer Entscheidung des Bundessozialgerichts (BSG) ist dies bei Vorliegen einer schwerwiegenden, die Lebensqualitaet auf Dauer beeintraechtigenden Erkrankung moeglich, fuer die es keine andere Therapie gibt, die ueber die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden kann. Ausserdem muessen Forschungsergebnisse vorliegen, die erwarten lassen, dass die Einnahme des Arzneimittels zu einem Behandlungserfolg fuehrt.

    Die Angaben Ihres Arztes haben wir an den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) weitergeleitet.

    DIe dort taetigen Aerztinnen und Aerzte unterstuetzen uns mit ihrem medizinischen Fachwissen und beraten uns in der Frage, ob ein Arzneimittel im Einzelfall ausserhalb der zugelassenen Indikation auf ein Kassenrezept verordnet werden kann.

    Der MDK hat festgestellt, dass es fuer Sie eine alternative Therapiemoeglichkeit, die vertraglich erbracht und mit der TK abgerechnet werden kann, gibt. Der MDK empfiehlt Psychotherapie beziehungsweise Verhaltenstherapie und bei entsprechender Indikation durch zugelassene Medikamente (Antidepressiva?). Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem behandelnden Arzt. Die Kosten fuer Methylphenidat duerfen wir deshalb leider nicht uebernehmen.
    Soso, MPH ist also fuer die Behandlung von ADHS nicht zugelassen? Auch nicht bei Kindern?

    Und vielen Dank fuer den Hinweis mit der Psychotherapie, die mache ich schon seit ueber 10 Jahren fast regelmaessig, aber erst durch die Diagnose ADS und die Einnahme von MPH erscheint mir die Psychotherapie fast ueberfluessig. Lustig auch, dass meine Krankenkasse - die ja die Psychotherapie schon seit vielen Jahren immer wieder bezahlt - das offenbar selbst nicht weiss Das muss die doch schon viele tausend Euro gekostet haben. Die stationaeren Therapien mal nicht mit eingerechnet. Im Vergleich dazu kostet MPH fast nichts.

    Anyway, ich lege natuerlich Widerspruch ein (auch wenn es vermutlich zu nichts fuehrt), wuerde aber gerne wissen, ob es da bestimmte Dinge gibt, die ich unbedingt im Widerspruch erwaehnen sollte.

    Ich bin mir (fast) sicher, dass es da mal was im Forum zu gab, aber ich finds grad nicht.

    lg,
    der Kuerbis

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: Ablehnung MPH durch Krankenkasse, jetzt Widerspruch - aber wie?

    Sollte es wen interessieren, hier ist mein heute verfasster Widerspruch, der morgen an meine Krankenkasse rausgehen wird:

    Sehr geehrter Herr Xxxxxx,

    vielen Dank fuer Ihre Antwort auf den von der Uni-Klinik Xxxxxx gestellten Antrag auf Kostenuebernahme meiner Methylphenidat (MPH) Medikation.

    Es ist bekannt, wenn auch nicht nachvollziehbar, dass die Behandlung von Erwachsenen mit ADS (ADHS1) in Deutschland nicht ohne weiteres von den Krankenkassen uebernommen wird. Dabei ist es mittlerweile erwiesen, dass sich ADS mit dem Uebergang ins Erwachsenenalter nicht unbedingt auswaechst. Insbesondere bei nicht erfolgter Diagnose und dadurch nicht erfolgter Behandlung im Kindes- und Jugendalter. Der signifikante Anteil an erwachsenen - von ADS betroffenen - Patienten ist nicht von der Hand zu weisen.

    Sie schreiben, dass sich der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit meinem Fall auseinandergesetzt hat. Das freut mich zu hoeren. Was ich dann lesen musste, hat mich im ersten Moment zum Lachen gebracht. Der MDK empfiehlt Psychotherapie bzw. Verhaltenstherapie?

    Kurz zur Erinnerung (und ich komme nach wie vor nicht aus dem Staunen heraus, dass Ihnen bzw. dem MDK dieses Detail entgangen ist): Ich bin seit fast vierzehn Jahren, mehr oder weniger regelmaessig, in psychotherapeutischer Behandlung. In diesen vierzehn (14!) Jahren habe ich ein halbes Dutzend Therapeuten “verschlissen”, mich zudem zweimal in stationaere therapeutische Behandlung begeben. Alles nur mit wenig bzw. mittelbarem Erfolg, denn warum bin ich immer noch bzw. wieder in Therapie? Was das an Kosten verursacht haben muss, koennen Sie sicherlich besser rekapitulieren als ich. Bei solchen Summen wird mir aber sicher schwindelig. Ihnen nicht?

    Und der MDK empfiehlt allen Ernstes weitere Psychotherapie? Lange nicht mehr so gelacht, vielen Dank.

    Das einzig Gute, was die Psychotherapien der letzten 14 Jahre gebracht haben, war eine Aufarbeitung des sexuellen Traumas. Danke schoen, das belastet mich schon lange nicht mehr genug um meinen Alltag und mein Leben im hier und jetzt zu beeintraechtigen. Aber immerhin sind mir einige Zusammenhaenge klarer geworden. Dafuer hat es jedoch deutlich weniger als 14 Jahre gebraucht.

    Meine Probleme, die mich im privaten wie beruflichen Alltag zum Teil deutlich einschraenkten, blieben jedoch. Und da ich fuer mich als Ursache keine andere Erklaerung als das erlittene sexuelle Trauma bzw. die dadurch erworbene Posttraumatische Belastungsstoerung (PTBS) hatte, ging ich aus diesem Grund - mal wieder - zu einem Psychotherapeuten.

    Mein jetziger Therapeut kam dann im Fruehjahr / Sommer 2009 auf die Idee, ADS als moegliche Ursache meiner (trotz all der Therapien immer noch bestehenden und mich im privaten wie beruflichen Alltag zum Teil deutlich beeintraechtigenden) Probleme auszuschliessen. So wollten wir versuchen, dem Kern bzw. der eigentlichen Ursache meiner Probleme naeher zu kommen.

    Wer haette gedacht, dass damit bereits der Kern gefunden war? Nach ausfuehrlicher (und ich meine wirklich ausfuehrlicher!) Diagnostik in der ADS Ambulanz der Uni-Klink Xxxxxxx, die sich ueber gute drei Monate hinzog, bekam ich dort die eindeutige Diagnose ADHS. Dazu, ebenfalls nach langsamer Eindosierung, das Medikament bzw. den Wirkstoff MPH. Mit drei bis vier Einzeldosen von je 10mg unretardiertem MPH ueber den Tag verteilt, komme ich wunderbar zurecht.

    Mein Leben hat sich seitdem sehr zum Positiven veraendert. Die anfaengliche Euphorie ueber die Veraenderungen ist verflogen, und ich kann mit etwas Abstand und nuechtern betrachtet sagen, dass die regelmaessige Einnahme von MPH die Notwendigkeit einer Psychotherapie aus meiner Sicht in Frage stellt.

    ArbeitskollegInnen und Klienten, Familie und Freunde, ebenso mein Therapeut, nehmen deutliche und positive Veraenderungen wahr, auf die ich auch angesprochen werde. Wenngleich ich auch merke, dass die Symptome des ADS durch die Einnahme von MPH nicht komplett ausgeloescht sind, so sind sie doch auf ein ertraegliches Minimum reduziert.

    Ich kann mir abschliessend nicht verkneifen, noch einen betriebswirtschaftlichen Kommentar zu machen und darauf hinzuweisen, dass eine 100er Packung MPH von Hexal ca. € 37,- kostet. Aber das wissen Sie vermutlich. Damit komme ich, je nach Bedarf und bei taeglicher Einnahme, ca. drei Wochen aus. Eine einzige Stunde Psychotherapie kostet bereits mehr als das Doppelte. Der Erfolg der Psychotherapie ist - zumindest in meinem Fall - marginal, und meine Probleme hat sie in den letzten 14 Jahren auch nicht beseitigen koennen.

    Ich kenne die gesetzlichen Bestimmungen nicht, doch wuensche ich mir sehr, dass Sie aufgrund meines fristgerecht eingelegten Widerspruchs Ihren bisherigen Bescheid ueberdenken. Daher moechte ich Sie bitten, im Rahmen einer Einzelfallentscheidung ueber mein Anliegen zu beraten.

    Eine fachliche Stellungnahme meines behandelnden Psychotherapeuten lege ich diesem Schreiben bei.

    Mit freundlichen Grüßen und der verbleibenden Hoffnung auf eine positive Entscheidung,

    Xxxxxxxxxxx

  3. #3
    :-)

    Gast

    Ausrufezeichen AW: Ablehnung MPH durch Krankenkasse, jetzt Widerspruch - aber wie?

    Hallo Pumpkin (Kürbis !)

    Vielleicht hilf dieses Schreiben aus dem Bundesministerium für Gesundheit weiter welches ich vor ein paar Tagen erhalten habe.


    Sehr geehrter Herr XXXXXXXX,

    vielen Dank für Ihre e-mail vom 26. Dezember 2009 zur Erstattungsfähigkeit von Medikamenten mit dem Wirkstoff Methylphenidat durch die gesetzliche Krankenversicherung für Erwachsene.

    Ein seit Jahren aktuelles und bislang ungelöstes Versorgungsproblem liegt in der Verordnung von Stimulanzien für erwachsene Menschen mit ADHS. Wegen bislang fehlender Zulassung dieser Arzneimittel für Erwachsene kann sie gegenwärtig nur als sogenannte „Off-label-Verschreibung" erfolgen und muss daher von den Krankenkassen nicht erstattet werden. Dies stellt die Patientinnen und Patienten mit Vollendung ihres 18. Lebensjahres sowie die behandelnden Ärztinnen und Ärzte vor große Probleme. Die rechtliche Situation für die verschreibenden Ärztinnen und Ärzte ist unsicher. Die Verschreibung erfolgt bei erwachsenen Patienten in deren alleiniger Verantwortung, die pharmazeutischen Firmen können bei (den glücklicherweise extrem seltenen) Komplikationen haftungsrechtlich nicht mitbelangt werden.

    Eine Grundvoraussetzung für die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist die arzneimittelrechtliche Zulassung eines Arzneimittels. Durch die Zulassung wird die Wirksamkeit, die Unbedenklichkeit und die Qualität des Arzneimittels belegt. Sie ist sozusagen die Mindestqualitätsanforderung der GKV an ein Arzneimittel. Patienten haben einen Anspruch auf ein erwiesenermaßen sicheres Arzneimittel, dessen Wirkung in einem angemessenen Verhältnis zu den Nebenwirkungen steht. Es ist daher im Sinne der Sicherheit der Patienten zu fordern, dass alle Arzneimittel, die zur Anwendung kommen, ausreichend geprüft und sicher sind. Bislang ist in Deutschland kein Arzneimittel mit dem Wirkstoff Methylphenidat für die Behandlung von Erwachsenen zugelassen.

    Hinsichtlich der Erstattungsfähigkeit bei „off-label-use" gilt die ständige Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG). Danach ist die Kostentragungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich auf Arzneimittel im Rahmen der zugelassenen Anwendungsgebiete beschränkt (siehe zuletzt BSG Urt. v. 26. September 2006, Az.: B 1 KR 1/06 Rz. 15). Ausnahmen bestehen nach einem weiteren Urteil des BSG (BSG Urt. v. 19. März 2002, Az.: B 1 KR 37/00 R) unter folgenden Voraussetzungen:

    Es muss sich um die Behandlung einer schwerwiegenden Erkrankung handeln,
    es darf keine andere Therapie verfügbar sein,
    es muss aufgrund der Datenlage die begründete Aussicht bestehen, dass mit dem betreffenden Präparat ein Behandlungserfolg erzielt werden kann.
    Die Entscheidung über den Leistungsanspruch bei einzelnen Patientinnen und Patienten ist daher eine Einzelfallentscheidung, die aufgrund eines Kostenübernahmeantrages des Versicherten durch die Krankenkasse herbeigeführt wird. Hier gelten für die Leistungsentscheidung der Krankenkassen verallgemeinerungsfähige Voraussetzungen - insbesondere zur Feststellung, ob eine Anwendung dem Stand der medizinischen Erkenntnis entspricht.
    Anträge auf eine entsprechende Erweiterung der Zulassung obliegen alleine den pharmazeutischen Unternehmen. Das Bundesministerium für Gesundheit ist nicht befugt, in den geordneten Prozess der Arzneimittelzulassung einzugreifen. Erst wenn der Nachweis über die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit bei der Anwendung von Methylphenidat im Erwachsenenalter erbracht wurde, kann die Zulassungsbehörde in einem geregelten Verfahren die Zulassung der entsprechenden Arzneimittel erweitern.

    Ansonsten gilt zur Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Folgendes:

    Versicherte der GKV haben Anspruch auf eine ausreichende, bedarfsgerechte, dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Wissenschaft entsprechende medizinische Versorgung. Die Versorgung muss zweckmäßig sein, darf das Maß des Notwendigen nicht überschreiten und muss wirtschaftlich erbracht werden. Die Vertragsärzte sind im Rahmen ihres Sicherstellungsauftrages zur Erbringung dieser Leistungen verpflichtet.

    Der Gemeinsame Bundesausschuss, ein paritätisch besetztes Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung, entscheidet darüber, welche Diagnose- und Therapieverfahren den genannten Anforderungen genügen. Die Vergütung der auf diese Weise anerkannten Diagnose- und Therapieverfahren wird im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) festgelegt, und zwar durch den sogenannten Bewertungsausschuss, der ebenfalls gemeinsam von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen gebildet wird und paritätisch besetzt ist.

    Der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Er bestimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für etwa 70 Millionen Versicherte. Der G-BA legt fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der GKV übernommen werden. Rechtsgrundlage für die Arbeit des G-BA ist das Fünfte Buch des Sozialgesetzbuches (SGB V).

    Den gesundheitspolitischen Rahmen der medizinischen Versorgung in Deutschland gibt das Parlament durch Gesetze vor. Aufgabe des G-BA ist es, innerhalb dieses Rahmens einheitliche Vorgaben für die konkrete Umsetzung in der Praxis zu beschließen. Die von ihm beschlossenen Richtlinien haben den Charakter untergesetzlicher Normen und sind für alle Akteure der GKV bindend.

    Bei seinen Entscheidungen berücksichtigt der G-BA den aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnisse und untersucht den diagnostischen oder therapeutischen Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit einer Leistung aus dem Pflichtkatalog der Krankenkassen. Zudem hat der G-BA weitere wichtige Aufgaben im Bereich des Qualitätsmanage ments und der Qualitätssicherung in der ambulanten und stationären Versorgung.

    Der G-BA ermöglicht in seinem Internetauftritt unter Gemeinsamer Bundesausschuss die Einsichtnahme in sämt liche Richtlinien, die auch unter Bundesärztekammer abrufbar sind. Näheres zum Inhalt erfahren Sie bei den gesetzlichen Krankenkassen, die Ihnen im Rahmen ihrer Auskunfts- und Beratungspflicht gerne weiterhelfen.


    Dieses Schreiben ist im Auftrag und mit Genehmigung des Bundesministeriums für Gesundheit durch das Kommunikationscenter erstellt worden und dient Ihrer Information.

    Mit freundlichem Gruß

    XXXXXXXXXXX

    Kommunikationscenter
    Bundesministerium für Gesundheit

    P.s Übernehme keine Rechtliche Haftung für dieses Schreiben aus dem Ministerium !

    Lg :-)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 114

    AW: Ablehnung MPH durch Krankenkasse, jetzt Widerspruch - aber wie?

    Ein freundliches Hallo an alle,

    hier muss ich mich dann auch mal wieder zu Wort melden.

    Erneut sieht man anhand des Schreibens, wie weit der Stand der Dinge in Sachen ADHS in Deutschland ist, Rastersysteme, Leitlinien diverser Verbände, Stellungnahmen diverser Berufsverbände ( die oftmals ausschliesslich finanzielle Interessen verfolgen und am liebsten ihre Mitbewerber ausbooten würden ) und vieles an Zweifelhaftem mehr.

    Das Wohl des einzelnen Patienten oder Betroffenem liegt keinem ( oder besser gesagt nur sehr wenigen ) am Herzen.

    Recht herzlichen Dank an Pumpkin und auch dem Nachredner für die Mühe, steter Tropfen höhlt den Stein, der gegründete Förderverein sammelt zur Zeit Schreiben dieser Art, um nachhaltige Argumentationen verfassen zu können und die Betroffenheit einer grossen Anzahl von Menschen darzulegen, Einzelkämpfer werden es sehr schwer haben, trotzdem nochmals recht herzlichen Dank für die Mühe.

    Habe in einem anderen Thread genau diese Thematik ( u.a. ) aufgegriffen und versuche, das Forum in regelmässigen Abständen über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden zu halten.

    Bis bald

    LG

    Frank

  5. #5
    :-)

    Gast

    Lächeln AW: Ablehnung MPH durch Krankenkasse, jetzt Widerspruch - aber wie?

    Hallo Frank,

    Vielen dank für dein Schreiben, wie komme ich an diesen Förderverein bzw. Schreiben dieser Art ? Über eine PN würde ich mich

    Lg :-)

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: Ablehnung MPH durch Krankenkasse, jetzt Widerspruch - aber wie?

    Ueber die wuerd ich mich auf freuen Wenn's dem Foerderverein hilft, stell ich ihm mein Schreiben gern zur Verfuegung.

  7. #7
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: Ablehnung MPH durch Krankenkasse, jetzt Widerspruch - aber wie?

    Hi Pum
    das hast du sehr gut formuliert! Wünsche gutes Gelingen!

    Frage: Darfst du die Medis dir vom Arzt verschreiben lassen und halt selber bezahlen? Der Preis ist ja wirklich nicht die Welt.

  8. #8
    soary

    Gast

    AW: Ablehnung MPH durch Krankenkasse, jetzt Widerspruch - aber wie?

    Selenia, ja, das geht.

    Wir zahlen unsere Medis hier zum größten Teil alle selber.

    Mag sein, dass 40 Euro "nicht die Welt" sind, aber einige von uns kommen mit 40 Euro eben net hin.

    Zum anderen sind hier au net alle Großverdiener und da tun auch 40 Euro teilweise schon weh.

    schau mal, da is ne Preisliste, kannst dir ja mal anschauen, was einige von uns jeden Monat für Medis hinblättern dürfen
    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...t-ritalin.html

    Nix für ungut

    LG
    soary

  9. #9
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: Ablehnung MPH durch Krankenkasse, jetzt Widerspruch - aber wie?

    Du hast schon recht... (und ich merke immer wieder was es für Unterschiede zwischen der Schweiz und D gibt... und ich merke, wie euch der Schneid abgekauft wird mit den deutschen Gesetzen - wir Schweizer sind bedeutend freier im Geldverdienen und ausgeben)


    PS:
    Mein Sohn musste mal Medis nehmen die haben jeden Monat soviel gekostet wie ich verdient habe.. wurden aber natürlich von der KK bezahlt.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: Ablehnung MPH durch Krankenkasse, jetzt Widerspruch - aber wie?

    Jap, ich bezahle meine auch selbst. Bekomme ein Privatrezept vom Hausarzt.

    Eine 100er MPH von Hexal kostet hier €37,-. Damit komme ich, wuerde ich jeden Tag 4 x eine nehmen, ca. 3 1/2 Wochen hin. Aber wie es eben so ist, manchmal brauche ich auch 5 x am Tag eine (lange Tage halt), an manchen Tagen nehme ich auch keine, z.B. an freien Tage, wenn ich weiss, dass ich eh niemandem ueber den Weg laufe, oder mich keiner Situation aussetzen muss, die fuer mich als ADSler eher schwierig / anstrengend ist.

    Im Schnitt zahle ich daher - denk - so ca. €50,- monatlich. Da ich alleine Lebe, kann ich mir das von meinem Gehalt durchaus leisten, aber deswegen muss es nicht ok sein. Und ich sehe es auch nicht ein, dass ich diesen - wenn auch vergleichsweise geringen - Betrag selbst zahlen muss, waehrend die Kassen fuer andere Sachen, nur weil sie vom Gesetzgeber genehmigt sind, Geld quasi aus dem Fenster werfen.

    Anyway,
    Gruss vom Kuerbis

Seite 1 von 3 123 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Methylphenidat/Ritalin Kostenerstattung duch Krankenkasse
    Von Leandro im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 17.11.2010, 11:11
  2. Methylphenidat / Ritalin Kostenübernahme durch Krankenkasse
    Von knusperhexe im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 5.08.2010, 07:27
  3. wie läuft das mit der Krankenkasse?
    Von lindi1979 im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 21.08.2009, 03:28

Stichworte

Thema: Ablehnung Methylphenidat durch Krankenkasse, jetzt Widerspruch - aber wie? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum