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Diskutiere im Thema Reaktion auf Methylphenidat als Bestätigung der ADHS-Diagnose im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    aficionado

    Gast

    Reaktion auf Methylphenidat als Bestätigung der ADHS-Diagnose

    Ich habe eine Menge zum Thema Medikamente gelesen. Es scheint so zu sein, dass man auf Grund der Reaktion auf MPH vermuten kann, ob man ADHS hat oder nicht. (Natürlich gibt es Ausnahmen, Non-responder, usw. und natürlich soll man zuerst eine ADHS-Diagnose haben, dann Medikamente ausprobieren. Aber generell scheint das der Fall zu sein).

    Das ist für mich interessant, weil ich mich immer wieder frage, ob meine Diagnose stimmt oder ob ich mir ADHS einbilde und meine Probleme einen anderen Ursprung haben. Und das obwohl ich professionell diagnostiziert wurde.


    Meine Erfahrungen mit Medikinet Adult:

    Als ich anfing, Medikinet Adult zu nehmen, die ersten Wochen, spürte ich eine totale Entschleunigung und Entschärfung der Gefühle, sowohl positiver als auch negativer. Alles war so langsam, nichts war mir wichtig. Ich regte mich wegen nichts an, spürte kaum Gefühle mehr. Durch diese Ruhe konnte ich mich sehr gut konzentrieren. Ich habe es als eine typische Reaktion einer Person mit ADHS auf MPH interpretiert. Das galt für mich als Bestätigung, dass meine ADHS-Diagnose stimmte.

    Aber jetzt seit ein ein paar Monaten reagiere ich auf MPH häufig ganz anders. Mit Müdigkeit aber auch Nervosität und Fixierung auf ein Thema. Das Letztere würde ich sogar als Hyperfokus (sehr unangenehmer Hyperfokus) bezeichnen, also eher das, was nach der MPH-Einnahme Menschen erleben, die kein ADHS haben: So habe ich es zumindest gelesen. Es ist so unangenehm, dass ich manchmal nur warte bis MPH nicht mehr wirkt. (Ich überdosiere bestimmt nicht, habe meine Dosis nicht erhöht).

    Habt Ihr Gedanken dazu? Wie kann es sein, dass mein Körper jetzt auf MPH so anders reagiert?
    Geändert von aficionado (11.07.2014 um 22:22 Uhr)

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Reaktion auf Methylphenidat als Bestätigung der ADHS-Diagnose

    Ich hab
    die Erfahrung gemacht, dass ich nach einiger Zeit runterdosieren musste, weil ich mittlerweile mit der urspruenglich optimalen Dosis ueberdosiert war. Ich benoetige jetzt 5mg weniger unretardiert pro Einzeldosis

  3. #3
    aficionado

    Gast

    AW: Reaktion auf Methylphenidat als Bestätigung der ADHS-Diagnose

    Das habe ich auch probiert. Hilft nicht.

  4. #4
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Reaktion auf Methylphenidat als Bestätigung der ADHS-Diagnose

    Ich kann es auch nur so wie Trine bestätigen, dass ich nach einigen Monaten die Dosis MPH herunter dosieren musste.

    Hast du es denn mal ganz weg gelassen, z. B. am Wochenende? Wie reagierst du dann?
    Welches MPH nimmst du? Und falls du Medikinet adult nimmst, isst du regelmässig zu der Einnahme der Tabletten?
    Und noch etwas: Solltest du Medikinet adult nehmen, hab ich die Frage, ob dein Magen in Ordnung ist oder hast du evtl. mit Magenschleimhautentzündungen zu tun und nimmst gar Mittel gegen Sodbrennen?

    Hast du es mal mit einer längeren Stundenzeit zwischen den Einnahmen versucht?

    lg Heike
    Geändert von Heike (14.07.2014 um 16:23 Uhr)

  5. #5
    aficionado

    Gast

    AW: Reaktion auf Methylphenidat als Bestätigung der ADHS-Diagnose

    Heike schreibt:
    Ich kann es auch nur so wie Trine bestätigen, dass ich nach einigen Monaten die Dosis MPH herunter dosieren musste.

    Hast du es denn mal ganz weg gelassen, z. B. am Wochenende? Wie reagierst du dann?
    Welches MPH nimmst du? Und falls du Medikinet adult nimmst, isst du regelmässig zu der Einnahme der Tabletten?
    Und noch etwas: Solltest du Medikinet adult nehmen, hab ich die Frage, ob dein Magen in Ordnung ist oder hast du evtl. mit Magenschleimhautentzündungen zu tun und nimmst gar Mittel gegen Sodbrennen?

    Hast du es mal mit einer längeren Stundenzeit zwischen den Einnahmen versucht?

    lg Heike

    Ja, ich habe probiert, die Dosis zu verringern, hilft nicht. Ganz im Gegenteil würde ich sagen: Wenn ich weniger nehme ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht klappt größer als sonst.
    Ja, ich esse genug.

    Ich nehme Medikinet Adult und ja, ich habe deswegen häufig Magenprobleme, aber ich nehme keine Mittel dagegen.

    Ich lasse MPH manchmal weg weil ich mich eben nach der Einnahme so schlecht fühle. Dann ist es normal, d.h. ich habe ADHS, kann mich nicht konzentrieren, sonst alles gut.

    Manchmal klappt es sehr gut mit Medikinet Adult, in sagen wir mal 40% der Fälle, besonders in der 2. und 3. Zykluswoche. Das Problem sind die restlichen 60%, wo es nach der Einnahme schrecklich wird.

  6. #6
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Reaktion auf Methylphenidat als Bestätigung der ADHS-Diagnose

    Ich würde unbedingt versuchen ein anderes MPH zu nehmen. Von mir aus ein unretadiertes. Oder wie ich eben erfreulicherweise gelesen habe gibt es ja jetzt für Erwachsene auf Kassenrezept das Ritalin adult.

    Es gibt viele hier im Forum, die das Medikinet adult überhaupt nicht vertragen, aus diversen Gründen, die sich oft nicht erklären lassen.

    Vielleicht hast du wie ich eine unentdeckte chron. Gastritis? Dann kann das Medikinet adult nicht so wirken, wie es soll. Aufgrund des PH Wertes im Magen wird die Retardwirkung nicht so freigegeben wie es sein soll.

    Verrätst du mir, wieviel mg du nimmst? Einmal oder zweimal am Tag? Und mit welchem zeitlichen Abstand? Und bitte entschuldige, meine Frage war, ob du bei der Einnahme des Medikinet adult dazu isst, nicht ob du insgesamt genug isst. Das Essen zu der Einnahme ist sehr sehr wichtig. Sonst hast du auch deine o.g. Symptome. Den Fehler hab ich auch gemacht.

    Rauchst du? Trinkst du Kaffee? Gleichzeitig mit der Einnahme wenn ja?

    Bitte entschuldige und ich will dir nicht zu nahe treten, aber für mich sieht das so aus, als wenn du Einnahmefehler machst (unbewusst). Selbst deine Wirkung am Anfang erscheint mir nicht real und korrekt. Kaum Gefühle zu haben nach der Einnahme von MPH, sich überhaupt nicht mehr aufregen.....sorry, aber das soll nicht die Wirkung von dem Medikament sein. Dann läuft etwas schief.
    MPH soll keinen Roboter aus einem Menschen machen.

    Und insgesamt kann ich nur sagen, dass ich 6 Monate gebraucht habe, um meine individuelle Dosis zu finden. MPH wirkt, wenn du es nicht direkt merkst, ob du etwas genommen hast oder nicht. Es soll vollkommen im Hintergrund wirken, nicht an der Oberfläche. Wenn du denkst, du hast nichts genommen, dann wirkt es. Unterm Strich aber merkst du irgendwann, dass sich etwas geändert hat. Und andere werden es bemerken. Man selbst?? Selten.

    Hast du deine o.g. Symptome, dann entweder die Dosis ändern, meistens runter dosieren oder das Medikament wechseln. So soll und darf es nicht sein.

    Alles Gute.

    lg Heike

    PS: du bist unglaublich auf deinen Zyklus fixiert. Warum? Versuchst du gerade schwanger zu werden? PMS, Gefühlsschwankungen....alles schön und gut. Aber das sollte immer nur ein paar wenige Tage anhalten und aushaltbar sein. Wenn es das nicht ist, läuft auch hier etwas schief (falsche Pille oder gar keine Hormone; Stress und insgesamt miese Blutwerte)

  7. #7
    aficionado

    Gast

    AW: Reaktion auf Methylphenidat als Bestätigung der ADHS-Diagnose

    Ich bin auf den Zyklus fixiert weil bei mir die Wirkung von MPH sehr stark vom Zyklus abhängt. Ich freue mich, dass es bei Dir nicht der Fall ist.

  8. #8
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Reaktion auf Methylphenidat als Bestätigung der ADHS-Diagnose

    aficionado schreibt:
    Ich bin auf den Zyklus fixiert weil bei mir die Wirkung von MPH sehr stark vom Zyklus abhängt. Ich freue mich, dass es bei Dir nicht der Fall ist.
    Ich bin leider schon mit 38 in die Wechseljahre gekommen

    Meine ADHS-Diagnose habe ich erst mit 48 bekommen. Da ist alles etwas anders gelaufen bei mir

    Also ich würde echt das Medi wechseln. Auch wenn du es selbst bezahlen musst. Das wäre mir zu anstrengend, was du da erlebst. Das ist ja noch schlimmer als ohne Medis oder?

    Ein Versuch ist es immer wert.

    Viel viel Glück.

    lg Heike

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Reaktion auf Methylphenidat als Bestätigung der ADHS-Diagnose

    aficionado schreibt:
    Ich habe eine Menge zum Thema Medikamente gelesen. Es scheint so zu sein, dass man auf Grund der Reaktion auf MPH vermuten kann, ob man ADHS hat oder nicht. (Natürlich gibt es Ausnahmen, Non-responder, usw. und natürlich soll man zuerst eine ADHS-Diagnose haben, dann Medikamente ausprobieren. Aber generell scheint das der Fall zu sein).

    Das ist für mich interessant, weil ich mich immer wieder frage, ob meine Diagnose stimmt oder ob ich mir ADHS einbilde und meine Probleme einen anderen Ursprung haben. Und das obwohl ich professionell diagnostiziert wurde.


    Meine Erfahrungen mit Medikinet Adult:

    Als ich anfing, Medikinet Adult zu nehmen, die ersten Wochen, spürte ich eine totale Entschleunigung und Entschärfung der Gefühle, sowohl positiver als auch negativer. Alles war so langsam, nichts war mir wichtig. Ich regte mich wegen nichts an, spürte kaum Gefühle mehr. Durch diese Ruhe konnte ich mich sehr gut konzentrieren. Ich habe es als eine typische Reaktion einer Person mit ADHS auf MPH interpretiert. Das galt für mich als Bestätigung, dass meine ADHS-Diagnose stimmte.

    Aber jetzt seit ein ein paar Monaten reagiere ich auf MPH häufig ganz anders. Mit Müdigkeit aber auch Nervosität und Fixierung auf ein Thema. Das Letztere würde ich sogar als Hyperfokus (sehr unangenehmer Hyperfokus) bezeichnen, also eher das, was nach der MPH-Einnahme Menschen erleben, die kein ADHS haben: So habe ich es zumindest gelesen. Es ist so unangenehm, dass ich manchmal nur warte bis MPH nicht mehr wirkt. (Ich überdosiere bestimmt nicht, habe meine Dosis nicht erhöht).

    Habt Ihr Gedanken dazu? Wie kann es sein, dass mein Körper jetzt auf MPH so anders reagiert?

    Hallo aficiando,

    vieles von dem was du schreibst kommt mir bekannt vor. Habe ähnliches erlebt. Die Zweifel in alle Richtungen (Dosis, ADS ja nein,...). Auch diesen fiesen hyperfokus kenne ich, die immer schlechter werdende Wirkung.

    Auch ein Jahr nach Absetzen jeglicher ADS-Medis komme ich auf keinen "grünen Zweig".

    Beim Endokrinologen fielen dann Hormonprobleme ins Auge. Ich vermute, dass ich die zum Einen schon länger habe, und zum Anderen, dass die Medis unter dieser Prämisse nicht die gewünschte Wirkung haben können.

    Vielleicht ist dies ja ein Ansatzpunkt für dich? Beim Endo Sexualhormone, Schildrüsenhormone und die Nebennieren (wichtig im Zusammenspiel mit SD-Hormonen) checken lassen?

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