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  1. #1
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 750

    ungewöhnliche erfahrung dosisfindung

    hallo, ich werde im folgenden ein kurzes feedback zu meiner dosisfindung und erfahrung hinterlassen.

    dies ist mit vorsicht zu betrachten! es ist keine anleitung und kein rat zur dosisänderung. es soll in keiner weise dazu auffordern zu handeln,
    es ist bestimmt für solche, die durch den arzt angewiesen sind eigenständig eine passende dosis zu finden,
    es ist bestimmt für solche, die vernünftig eine optimierung suchen und evt. nach vielen versuchen,
    noch immer keine ruhe gefunden haben.
    es ist lediglich ein austausch von erfahrungen und möglichkeiten.

    denn ich habe eben genau diesen auftrag erhalten, im rahmen von zunächst 60mg/d eine dosis zu finden mit der ich zurecht komme,
    zunächst versuchte ich es mit wenig, und auf zwei bis 3 dosen verteilt,

    ein paar tage war es gut, dann wieder schlecht, es zeigten sich vor allem müdigkeit gematschtheit und zum teil aufgewühltheit und andere symptome.
    es endete aber immer vor allem nachmittags in gematschtheit und kaum leistungfähiger, als vorher.
    depressionen verschwanden zum glück absolut und traten unter der medikation nicht mehr auf.

    ich versuchte es mit mehr 30-30-5 z.b. und auch hier konnte ich vormittags profitieren, nach dem mittag nicht mehr so und vor allem trat nach eins zwei wochen wieder müdigkeit, gematschtheit und klebriges denken auf und ein.
    auch das folgen von der vorlesung war eher kaum bis gar nicht besser geworden.

    ich laß im forum und stellte fest, dass sowohl die überdosierung, als auch die unterdosierung bei den meisten die selben symptome zur folge haben.

    ich versuchte es also wieder mit erheblich weniger! alles natürlich immer dokumentiert und über mehr als eine woche, damit es aussagekräftig ist.
    auch den einfluß von zyklen, da ich eine frau bin, bezog ich mit ein.
    doch es wurde nur schlimmer, selbst mit 5-5-5 und weniger zuletzt.

    ich war zunehmend fertiger und habe seit monaten nicht mal mehr sport gemacht, was absolut ungewöhnlich für mich ist!
    aber ich nahm schon änderung wahr, deswegen wollte ich trotz allem nicht aufgeben. konnte aber die situation auch schlecht einschätzen, was war nun ich, was die medikation.

    ich entschloß mich zwischendurch auch bereits zu einer 40er medikation am morgen, fand es jedoch nicht sonderlich angenehm.

    zuletzt versuchte ich, 60mg am morgen und damit komme ich nun seit einer woche richtig gut zurecht!
    warum ich diesen thread vor allem eröffne ist der fakt, dass ich glaube, die zweite dosis ist nicht nur völlig überflüßig in meinem fall, sondern hat auch gegen nachmittag eine überdosierung zur folge gehabt.
    ist und war also völlig kontaproduktiv, davon habe ich bisher noch nicht gehört, und auch von ärzten nicht.
    langsamer stoffwechsel?

    vielleicht geht es anderen auch so, und ich finde an diesem punkt ist es wichtig erfahrungen zu teilen, da es für mich die medikation endlich wirklich sinnvoll macht und mir verhilft, geregelt und ordentlich leben zu können, dies wünsche ich eben allen andern auch.

    wenn mein arzt zur zeit nicht im urlaub wäre, hätte ich es nie so versuchen müssen und hätte vermutlich nie die richtige dosis gefunden.
    da ich ja nur bis 60mg/d dosieren darf.

    es war bei mir schon immer so, dass ich am abend leistungsfähiger war, nach 18h habe ich ein bis zwei stunden gelernt, alles im zusammenhang mit sport.
    ich stelle also fest, ich bin mit 60mg am morgen ca.7h,8h und nach etwa einer stunde fit und normal.
    bin aber bis 17-18h immernoch zu konzentrierter arbeit fähig.

    und kann dann abends im bett trotz allem lesen und freue mich sehr darüber.
    schlafen geht allerdings zur zeit schwerer, da ich abends die dosis weg lasse.
    baldrian, was bei mir noch nie irgendwelche auswirkungen hatte, merke ich aber zur zeit deutlich und es hilft gerade ganz gut.

    auch das organisieren von meinem tagesablauf läuft viel besser, ist möglich,
    ich hoffe dies ist keine phase und ich werde berichten und auf dem laufenden halten.

    morgens wurde ich nie richtig wach und war im eimer, was alles richtig stressig gemacht hat, belastend stressig, überfordert, schwindel, und alles.
    wenn ich dann gegen nachmittag endlich zu mir kam, wurde es gleich so viel, dass ich erstmal durch war, ohne ende, nciht sitzen, zappeln, hüpfen, springen, wuhahaha, sport, überdreht, immer unterwegs, aber gestresst und überladen eben, positiver stress, aber wie ein naturrausch. nach 3 std sport, dann endlich etwas ruhiger, ca. zwei std. lernen möglich, dann im bett rumhampeln.
    ewig brauchen zum einschlafen.
    ausserdem bin ich der ausrastende typ, als baby schon!
    wutanfälle und zu viel kraft, meine mutter brauchte die nachbarin, um mich zu wickeln.
    um mein profil zu beschreiben.
    dazu natürlich die üblichen symptome.
    unruhe, getriebenheit, nie habe ich die sachen planen und ausführen können,
    der tag war vorbei und meine aufgeben wurden mehr. schlüssel, geldbörse, etc. weg, vergessen, verplant,
    im kreis gedreht, naja den rest spare ich mir mal aus, da es jeder kennen sollte.

    diagnostiziert ist offiziell und durch mehrfachtestung, stark ausgeprägte adhs und diz. ptbs,
    alles andere bis auf eine affektive störung ist bereits ausgeschlossen.

    es ist auch schön gegen ende des tages sein fröhliches wesen wieder zu haben, energie zu haben, aber die spitzen dennoch abblocken zu können,
    gedanken, handlungen noch richten zu können. ich fühle mich einfach gewachsener, erwachsener, ohne mich aber zu verlieren.
    es ist gut.


    wenn jmd ähnliche erfahrungen hat, oder ungewöhnliches eben, ist es denke ich von vorteil, diese unter vorsicht
    und warnung dennoch mit zu teilen.
    danke!

    lg eure zeta
    Geändert von zeta ( 1.07.2014 um 11:40 Uhr)

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