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Diskutiere im Thema Erfahrungsbericht Medikinet Adult Therapieversuch im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #61
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Erfahrungsbericht Medikinet Adult Therapieversuch

    Riesige Erleichterung. Kardial ist alles ok. Ich kann die Medikamente so weiter einnehmen.

    Bin ich froh...

    Gestern habe ich im Stress mal wieder die Einnahme am Mittag vergessen und erst später genommen. Das muss so auffallen. Ich wurde gleich gefragt, ob alles in Ordnung ist. Ich würde so gestresst und angespannt wirken. Ganz anders als sonst...

  2. #62
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Erfahrungsbericht Medikinet Adult Therapieversuch

    Heike schreibt:
    Liebe Swidi,eine Überdosierung würdest du merken glaub mir. (...)

    Hallo Swidi! Ja, Überdosierung merkt man. Sogar ich, die ich derzeit nur Medikinet niedriger dosiert brauche, 10 mg oder 5 mg, je nach Tagesform und -situation.

    Erstens hat jeder aus der Liste der ADHS-Symptome unterschiedliche Symptome und die noch unterschiedlich stark. So bin ich ja z.B. ein Hypie und von der Zappelfraktion, andere eben gar nicht. Deshalb brauche ich gar nichts, was mich noch zappeliger macht. Anderen, die mehr Konzentrationsprobleme haben als ich brauchen wieder da was ganz anderes als ich. Bei mir war es auch schon immer so, dass in jeder Hinsicht "kleine" Sachen große Wirkungen hatten, weil ich aus der Liste der ADHS-Symptome vor allem auch die der extremen Reizüberempfindlichkeit habe. So hauen mich manche "Kleinigkeiten" von jetzt auf gleich innerlich weg und genauso schnell helfen mir niedrige Dosierungen von Medikamenten normalerweise und entfalten eine große spürbare Wirkung.

    Und zweitens merke ich, wie Heike ja auch schon irgendwo schrieb, auf einmal die ADHS-Probleme wieder stärker, wenn ich Medikinet adult überdosiere.

    Ich rassele da nämlich immer wieder rein, weil ich noch nicht das Feintuning raus habe. Beispiel: Jetzt die Reisetage beim Urlaub waren natürlich Vollstress, also nahm ich zweimal 10 mg Medikinet adult. Wurde es ruhiger, konnte ich auf 5 mg runtergehen. Verpasste ich den Moment, gab es eine schlaflose Nacht, weil ich total zappelig wurde.

    @Heike, du schriebst ja schonmal, dass jeder sein Level hat, wieviel MPH in Form seines Medikamentes er/sie braucht. Soweit wir das jetzt gerade hier mit der Überdosierung thematisieren, mache ich auch diese Erfahrung.
    Eine andere Erfahrung mache ich aber anders als du, was Stress angeht. Du hast doch mal geschrieben hier oder in einem anderen Thema, bei dir wirkt dein MPH-Level und das ist eben nicht mal mehr, mal weniger. Das ist bei mir anders. Oder habe ich dich da falsch verstanden?

    Beispiel: Tage mit Tiefdruckwetter lösen bei mir eine depressive Verstimmung aus. Die ist vorbei,wenn das Wetter sich ändert. Das stresst mich aber total und verschlimmert meine ADHS-Symptome. Dann dosiere ich also zwar das Antidepressivum nicht Tagesform-abhängig unterschiedlich, Medikinet adult aber schon. Mit Erfolg!

    Bin mal gespannt, ob mir das auch im Falle meiner Winterdepression helfen wird. Im Winter muss ich ja oft schon auch das Antidepressivum einige Monate höher dosieren, wenn es eine richtige Depression wird und nicht "nur" Stimmungsschwankungen. Mal sehen, was dann mit dem Medikinet adult sein wird, ob ich doch mal höher als 10 mg brauche oder ob es, wie du schreibst, bei mir immer das höchste an Dosierung bleibt wie jetzt ja auch.

    LG! Maggy
    Geändert von Maggy (28.08.2014 um 16:59 Uhr)

  3. #63
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Erfahrungsbericht Medikinet Adult Therapieversuch

    Maggy schreibt:
    @Heike, du schriebst ja schonmal, dass jeder sein Level hat, wieviel MPH in Form seines Medikamentes er/sie braucht. Soweit wir das jetzt gerade hier mit der Überdosierung thematisieren, mache ich auch diese Erfahrung.
    Eine andere Erfahrung mache ich aber anders als du, was Stress angeht. Du hast doch mal geschrieben hier oder in einem anderen Thema, bei dir wirkt dein MPH-Level und das ist eben nicht mal mehr, mal weniger. Das ist bei mir anders. Oder habe ich dich da falsch verstanden?
    Ich meinte das in Bezug auf eine regelmässige Versorgung des Gehirns. Also Tage dazwischen, die ohne MPH sind, die würden mich aus der Bahn werfen. Wie z. B. viele am Wochenende, wenn sie frei haben, kein MPH nehmen wollen.

    Eine "Grundversorgung" ist für mich sehr wichtig. Aber in speziellen Einzelfällen dosiere ich auch anders. Wenn ich mich z. B. mit meinem Mann streite, merke ich eine totale Reizüberflutung bei allem, was mit ihm zu tun hat. Dann brauche ich meistens 1-2 Dosierungen am Tag mehr oder weniger zeitlichen Abstand dazwischen, z. B. statt 4 Stunden dazwischen halt nur 3 Stunden.
    Wenn ich an meiner Dosierung drehe, sind das meistens 5-10 mg +/-.


    Maggy schreibt:
    Bin mal gespannt, ob mir das auch im Falle meiner Winterdepression helfen wird. Im Winter muss ich ja oft schon auch das Antidepressivum einige Monate höher dosieren, wenn es eine richtige Depression wird und nicht "nur" Stimmungsschwankungen. Mal sehen, was dann mit dem Medikinet adult sein wird, ob ich doch mal höher als 10 mg brauche oder ob es, wie du schreibst, bei mir immer das höchste an Dosierung bleibt wie jetzt ja auch.
    Bitte unbedingt den Vitamin D (25-OH-D) per Blutabnahme bestimmen lassen, notfalls auch 25-30 Euro investieren. Winterdepris sind nix anderes als Vitamin D Mangel. Seit mein Wert um die 100 ng liegt (Norm ist 30-60 ng) kenne ich das nicht mehr.

    Ich finde es in deinem Fall, wie du das Medikinet adult mal erhöhst und mal nicht, echt schwierig. Wenn du ein unretadiertes MPH nehmen würdest, wäre das Feintuning viel viel besser.
    Mal angenommen du nimmst 10 mg Medikinet adult mehr, weil es dir morgens schlecht geht (wegen Regenwetter z. B.), dann ist das ja in dem Moment okay, wenn die erste Hälfte der Freisetzung erfolgt. Nur wenn es dir dann z. B. 2 Stunden später wieder gut geht, hast du ja immer noch an die 4-6 Stunden die höhere Dosis an MPH im Blut. Und DIE könnte dann eine Überdosierung auslösen, dass du hibbelig wirst.

    Wenn du unretadiertes MPH nehmen würdest, hättest du deine positivere Wirkung/Änderung NUR 3-4 Stunden. Weisst du, wie ich das meine?

    Insgesamt freut es mich sehr, dass du im Grossen und Ganzen mit dem Medikinet adult deutlich besser klar kommst in deinem Leben als ohne.

    lg Heike

  4. #64
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Erfahrungsbericht Medikinet Adult Therapieversuch

    Heike schreibt:
    Ich finde es in deinem Fall, wie du das Medikinet adult mal erhöhst und mal nicht, echt schwierig. Wenn du ein unretadiertes MPH nehmen würdest, wäre das Feintuning viel viel besser.
    Mal angenommen du nimmst 10 mg Medikinet adult mehr, weil es dir morgens schlecht geht (wegen Regenwetter z. B.), dann ist das ja in dem Moment okay, wenn die erste Hälfte der Freisetzung erfolgt. Nur wenn es dir dann z. B. 2 Stunden später wieder gut geht, hast du ja immer noch an die 4-6 Stunden die höhere Dosis an MPH im Blut. Und DIE könnte dann eine Überdosierung auslösen, dass du hibbelig wirst.

    Wenn du unretadiertes MPH nehmen würdest, hättest du deine positivere Wirkung/Änderung NUR 3-4 Stunden. Weisst du, wie ich das meine?

    Insgesamt freut es mich sehr, dass du im Grossen und Ganzen mit dem Medikinet adult deutlich besser klar kommst in deinem Leben als ohne.

    lg Heike
    Was mir gerade als Idee kommt - aber das muss natürlich mit dem behandelnden Arzt im Einzelfall besprochen werden:

    Retardierties MPH für den Standardtag und unretardiertes für spezielle Tage, um eben solche Überdosierungen zu vermeiden.

    Aber für mich persönlich wäre das nichts. An Stresstagen musd Ich aufpassen, dass ich die Einnahme überhaupt nicht vergesse. Je häufiger Ich einnehmen müsste desto mehr Chancen zum Vergessen.

    Oder Plan B. Dauerhaft regelmäßige Einnahme von retardiertem MPH und an Stresstagen geringe unretardierte Zusatzdosis.

  5. #65
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Erfahrungsbericht Medikinet Adult Therapieversuch

    Stimmt, Heike. Hab jetzt sofort Blutuntersuchung klar gemacht. Vielleicht ist ja bei mir jetzt schon im Sommer der Wert zu niedrig, dass es dann im Oktober so rapide in die Depression oft kippt. Mal schauen. Danke.

    Und der Tipp mit dem unretardierten Medikament ist auch eine super Idee.

    Übrigens ist auch bei mir Streit mit der nahen Familie ein großer Energiefresser mit langen Nachwirkungen. Aber das ist ja bei vielen Menschen so, ob ADHS-Chaoten oder nicht. Gestern war z.B. Auseinandersetzung mit meiner Mutter und gleich bin ich heute viel platter und konfuser und überreizter und brauche mehr Medikinet. Generell hat es sich jetzt nach ca 2 Monaten Erfahrungen mit Medikinet adult so eingespielt, dass ich an den meisten Tagen etwas einnehme, weil es einfach stabilisiert und ich kreative Chaotin selten nur die genau passenden Reize um mich habe. Auch schlafe ich ruhiger wenn ich nachmittags noch 5 mg einnehme, aber nicht zu spät.

    Das Ende der Wirkung spüre ich nicht genau, es geht sanft über in dann entweder die wirkungslosen Stunden oder neuen Bedarf.

    @Swidi, ich vergesse meine Medikamente nicht, auch bei unterschiedlicher Tagesform. Konzentrationsprobleme habe ich zwar auch, aber keine überstarken. Das kriege ich immer hin..........man soll zwar nicht den Tag vor dem Abend loben......Ich mag es aber gar nicht, wenn der Ferien-Rhythmus jetzt ein viel späterer als der Schulalltags-Rhythmus wird an manchen Tagen durch die Familie. Das ist mir zu große Unregelmäßigkeit. Sowas vertrage ich nicht. Dann muss ich mir doch den Wecker stellen und meinen bekannten Rhythmus wenigstens in etwa einhalten.
    Geändert von Maggy (29.08.2014 um 12:52 Uhr)

  6. #66
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Erfahrungsbericht Medikinet Adult Therapieversuch

    Ein weiterer Aspekt: Als Hypie habe ich es so erlebt wie auch immer in ADHS-Beschreibungen gesagt: Als Kind und Jugendliche war ich vor allem zappelig, Überreizung durch "Auf allen Hochzeiten tanzen bei gleichzeitiger Überreizung" war mehr als Antriebsschwäche mein Problem und als Erwachsene hat sich das mehr in Richtung innerer Unruhe und Überreizung, Erschöpfung und Antriebsschwäche verschoben.

    Wenn ich nun aber dennoch einen Tag habe, wo ich hyperaktiv mich überwach fühle und unter Dampf stehe, dabei aber trotzdem konfus bin, dann beruhigt mich das Medikinet adult. Also, ich nehme was Aktivierendes und werde ruhiger und dadurch gezielter aktiver. Aber zuerst stellt sich das wohltuende Gefühl des "Runterkommens" von einem zu angespannten Überwachsein ein.

    An meinen nicht Hyperaktiven Tagen, die eigentlich mittlerweile die Mehrheit darstellen, brauche ich Medikinet zur Aktivierung und da macht es mich irgendwie wacher.

    Ist doch irre, was?

  7. #67
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Erfahrungsbericht Medikinet Adult Therapieversuch

    Weil ich jetzt ein paar Tage ohne meine Familie und mit viel Stille und Lieblingsbeschäftigungen habe, kann ich ganz "feingetunt" die Wirkungen von Medikinet adult beobachten. Das ist sehr hilfreich.

    Wenn ich die Reizüberflutung gering halten kann und vor allem Dinge tun kann, die mir innere Weite und Freude bescheren, dann brauche ich naturgemäß wenig medikamentöse Unterstützung.

    Allerdings gibts permanent von außen den starken Stressor des Herbstwetters, so dass ich schon wieder prophylaktisch meine Tageslichtlampe einsetze an dunklen Tagen.

    Mein Antidepressivum brauche ich permanent als Unterstützung, an guten, mittleren und schlechten Tagen.

    Heute morgen habe ich erst kein Medikinet adult eingenommen. Ich fühlte mich an der Überreizungsfront, meiner Hauptfront, ausgeglichen. Das Wetter setzte mir allerdings zu, ich merkte, mein Körper hat damit zu tun, das fühlte sich in Richtung depressiver Verstimmung grenzwertig an. Gleichzeitig fühlte ich mich konfus, unfokussiert, so, als ob es mich nach allen Seiten gleichzeitig verzettelt. Unkonzentriert also, zu stark war mir das. Ein bisschen so, als ob, wenn ich mir mein "Nervenkostüm" als Mantel vorstelle, da überall der Wind durch winzigkleine Löcher pfeifen würde und meine Stabilität schwächt. Was dann logischerweise durch all die Jahrzehnte der Zermürbung damit auch gleich ein dickes Gefühl der Verzweiflung und Resignation anschmeißt, nix depressiv. Dass daraus aber auf die Dauer eine Depression erwuchs, wen wunderts?

    Dann habe ich 5 mg Medikinet adult eingenommen und jetzt ist dieses "löchrige verzettelte" Gefühl weg und stattdessen "trage ich innerlich einen warmen dichten Mantel." Ich glaube, so kann ich die Wirkung am besten beschreiben. Ganz sanfte Wirkung.

    Gestern hatte ich einen Besprechungstermin einige Stunden vormittags. Da habe ich mal direkt 10 mg eingenommen wegen der starken Konzentration, die nötig war. Und das lief prima. Es reichte auch völlig aus für den ganzen Tag. Abends aß ich mit Freunden am großen Tisch und musste gar nichts mehr nachdosieren. Schlafen konnte ich auch gut. Die Wirkung war zwar natürlich nicht mehr da vom Morgen her, aber meinem Hirnstoffwechsel hat diese eine Unterstützungsdosis anscheinend gereicht.

    Mal sehen, wie es heute Abend ist.
    Geändert von Maggy ( 2.09.2014 um 11:39 Uhr)

  8. #68
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Erfahrungsbericht Medikinet Adult Therapieversuch

    Liebe Maggy,

    ich bin echt mal gespannt, wie dein Vitamin D Blutwert ausfällt. Und ich finde es ganz toll, wie du erkennst, dass sogar kleine Dosen von MPH bei dir super toll hilfreich sind und dir eine Grundbasis liefern.

    lg Heike

  9. #69
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Erfahrungsbericht Medikinet Adult Therapieversuch

    So, Blutuntersuchung hinter mir MIT Vitamin D (25-OH-D)! Montag gibts die Ergebnisse.

    Das war aber ein wahrer Kampf, obwohl ich angeboten habe, es selber zu bezahlen.

    Da wankst du in aller Früh ohne Medikamente, Frühstück und vor allem KAFFEE
    zum Doc und bist dementsprechend schlapp, konfus und wehrlos und dann kommt da so eine Vertretungsdoc her und diskutiert dich in Grund und Boden. Das wäre eine reine Modegeschichte mit dem 25-OH-D und bei diesem Wetter aktuell hätte jeder Depressionen (ich: "Und ich habe dazu noch eine chronische Depression, stellen Sie sich das mal vor....) und "Man könnte sich auch selber triggern." (ich: "Na, dann können meine EXPERTEN Ihnen ja mal erzählen, dass ich mir meine Depression nicht selber anschwatze." ) Sie: Nein, nein, sie glaubt mir schon meine Diagnose (Danke, oh danke), aber man könne sich auch da hineinsteigern. (Ach so, dachte ich nur bei mir, und dass mich, sorry, das Geschwätz der Ärztin gerade sehr triggerte und sie gerade Null angemessene Haltung meinen Erkrankungen gegenüber und der Situation ohne Medikamente in der Früh zeigt, das war aber mal gewiss!

    Vor allem wollte sie von MIR genau wissen, was alles an Bluttest sein sollte. Na, das hatte, außer dem Vitamin D, doch meine Ärztin genau in die Unterlagen geschrieben nach der letzten Blutuntersuchung. Die Akte lag ja neben uns. Stattdessen musste ich mit meiner Aufmerksamkeitsdefizit-Störung auf die Schnelle aus dem Kopf alle Bereiche erinnern, die bei mir wichtig waren, damit die auch getestet wurden. Gehts noch? Hab mir, als sie was anderes zu tun hatte, schnell mein Notizbuch genommen und alles aufgeschrieben, sonst hätte ich doch die Hälfte vergessen. Gut, dass bei mir Konzentrationsprobleme noch nicht die allerschlimmsten meiner ADHS-Probleme sind. Aber meine Überreizung stieg und stieg in der Situation. Ein Wunder, dass der Blutdruck trotzdem normal blieb, als sie ihn maß.

    Ich ihr also schon recht resignierten Tones gesagt: "Wenn ich doch eh immer wieder Eisenmangel habe, warum dann nicht einfach mal das 25-OH-D mittesten?

    Sie: "Ach ja, das stimmt natürlich!" ICH: Ich bin auch kein Hypochonder.

    Dann kam sie mir aber noch einmal flüsternd ganz nah an mein Ohr: "Aber Vitamin D hat mit Depressionen ÜBERHAUPT NICHTS zu tun."


    ACH SO!


    Ich habe hier im Forum noch nie Grund gehabt, mich über Ärzte zu beklagen und bin hoch dankbar, welche Hilfen, Unterstützungen und Verbesserungen, ja, Rettung mir die heutige Medizin gibt. Aber diese Frau war ja mal wohl noch eine vom alten Schlag "Militärarzt", wie nach dem Motto: "Was einen nicht umbringt, gibt es nicht und das macht einen nur härter."

    Wenn Diskutieren und Strukturieren nicht mein Beruf gewesen wären, dann wäre ich da unverrichteter Dinge wieder heraus gekommen ohne die notwendigen Tests. Denn selbst jemand Fittes muss dagegen erstmal sich trauen was zu sagen und das auch noch hinformuliert zu bekommen in der Schnelle ihrer Behauptungen.

    Ein meinen Diagnosen angemessenes Arztverhalten war das in keinster Weise und ich werde das in jedem Fall meiner Hausärztin mitteilen und auf notwendige Aufmerksamkeitsschulungen im KollegInnenkreis hinweisen. So gehts ja nicht.

    Als ich dann im Café´ anschließend frühstückte und meine Medikamente einnahm, da erwachten nach ca 30 Minuten erstmal meine Lebensgeister. Musste mich da vorher gegen die Doc halb "scheintot" behaupten in der Früh. Das kanns einfach nicht sein.
    Geändert von Maggy ( 5.09.2014 um 11:19 Uhr)

  10. #70
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Erfahrungsbericht Medikinet Adult Therapieversuch

    .... "bei dem Wetter hat jeder eine Depression. ..."


    Interessant..... ich dachte, beim Thema Depression, sind wenigstens die Ärzte informiert .... ......
    Dann muss da wohl auch Aufklärungsarbeit geleistet werden......


    .... unglaublich. ...
    Geändert von happypill ( 5.09.2014 um 12:17 Uhr) Grund: ausnahmsweise Dativ :D

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