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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    Bedarfsmedikation aber ohne Rebound

    Also, ich habe in ein paar Tagen einen Termin bei meinem ADHS-Doc. Wie meistens im Sommer hatte ich jetzt schon seit Monaten eine Einnahmepause und merke über die Jahre, je mehr ich auch begleitend auf der Verhaltensebene verbessert habe, um nicht zu überreizen, dass ich weniger Medikamente brauche oder dass ich sie anders brauche. Denn mittlerweile geht es mir im Winter, meiner Winterdeprizeit, die auch vor lauter Anstrengung immer die ADHS-Problematik verschärft, mit den Medikamenten, AD (Citalopram) und Strattera, gar nicht mehr besser als ohne. Die Nebenwirkungen sind mittlerweile stärker als die Wirkungen.

    Darum probiere und suche ich jetzt, deshalb auch wieder ein Termin beim Doc, sowohl andere Medikamente als auch eine andere Herangehensweise. Gegen die Überreizung und die Stimmungsschwankungen, die nach ein paar Monaten Einnahmepause auch im Sommer wieder zu stark wurden, nehme ich seit kurzem wie in früheren Zeiten wieder Johanniskraut hoch dosiert, das reichte mir nur jahrelang an Wirkung nicht mehr, jetzt anscheinend schon wieder und das, obwohl nicht mal die volle Wirkung entfaltet sein kann nach 2 Wochen Einnahme.

    Und nun will ich den Doc nach einem MPH-basierten Medikament fragen, das ich in Einbruchzeiten, eigentlich nur Notfallmäßig dann mal einige Tage oder max. 2 Wochen einnehmen würde. Hört sich nach unretardiert an, wenn ich hier so lese.
    Aber alle Schwankungen richten bei mir die Hölle an Überreizung aus, also, so einen Rebound könnte ich garantiert nicht vertragen. Hat wer Erfahrungen mit retardiertem MPH-Präparat als Bedarfsmedikation?

    Nicht falsch verstehen, ich werde das alles mit meinem Doc besprechen und entscheiden. Aber ich bin so jemand, die immer gerne zuvor den Diskussionsrahmen kennt, in dem sowas steht im Sinne von "nicht jedesmal das Rad neu erfinden." Vor allem hatte mir mein Doc mal ein MPH-Präparat zur Probe vor 2 Jahren gegeben und damit war ich sowas von "drauf", fühlte mich regelrecht bedröhnt, das war viel zu stark für mich, ich muss viel dezenter dosiert einsteigen als der Doc es dachte, scheint mir.

    LG! Maggy
    Geändert von Maggy (24.06.2014 um 11:18 Uhr)

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Bedarfsmedikation aber ohne Rebound

    MPH muss man eintitrieren, also durch langsame Steigerung die für einen beste Dosierung herausfinden. Einfach mal so nehmen bei Bedarf macht keinen Sinn. Und Medikamentenpause bei AD hab ich auch noch nie gehört...

    Vertraust du deinem Arzt? Oder stellst du grundsätzlich alles in Frage, was dein Doc dir rät und probierst erstmal selbser aus? Dann wird es schwierig, überhaupt eine Wirkung für dich selbst harauszufinden.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Bedarfsmedikation aber ohne Rebound

    Wie Trine schon sagte, muss MPH langsam bis zur passenden Wirkung eindosiert werden.

    Ob Du dabei überhaupt einen Rebound bekommst, kann keiner vorhersagen. Bei den Einen passiert gar nichts, bei Anderen ist es recht heftig. Auch das muss man also mehr oder weniger ausprobieren (+ die passende Ernährung und die verschiedenen Freisetzungsarten unterschiedlicher MPH-Präparate).

    Mal eben nur für ein paar Tage bis 2 Wochen nehmen, wird also zumindest in der Anfangszeit nichts. Später kann es dann dennoch passieren, dass die gleiche Dosis nicht immer gleich anschlägt. Das ist manchmal etwas knifflig.

    Besprich in Ruhe mit deinem Arzt, welches Medikament für dich am Besten geeignet wäre, ob retardiert oder unretardiert, evtl. welche begleitende Medikation usw. Und hab Geduld.

    Alles Gute
    loekoe

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Bedarfsmedikation aber ohne Rebound

    Bedarfsmedikament für welchen Fall?

    Die ADHS-Symptome hast du ja immer - mal mehr mal weniger. Aber welches ist der Fall, in dem du einen Bedarf annimmst?

    Ich hoffe, du verstehst, was ich meine.

    Schmerzmittel, nehme ich bei Schmerzen bei Bedarf beispielsweise.

    Aber mir ist gerade nicht klar, was der Bedarfsfall bei ADHS sein soll.

    Ich hoffe, ich verwirre nicht nur mit meinen Worten...

  5. #5
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Bedarfsmedikation aber ohne Rebound

    Hallo Zusammen und danke für eure Infos.

    Ich mache alle Behandlungen immer zusammen mit meinen Ärzten. Auf diese Weise habe ich lange und stabile Zeiten kennengelernt, sowohl mit den ADs als auch mit Strattera als auch mit beidem zusammen.

    Aber zusammen mit meinem Doc bzw. früher meiner Ärztin, als ich "nur" von Depressionen wusste, habe ich auch oft im Frühling/Sommer stark reduziert bis ausgeschlichen, weil ich eine dicke Winterdepression habe und ansonsten "nur" Erschöpfungsdepressionen, wenn ich das ADHS nicht vernünftig behandle.
    Antidepressiva soll man ja mindestens ein halbes Jahr lang nehmen, was ich auch immer getan habe, oft auch länger, wenn ich selbst im Sommer nicht aussetzte, je nach Befinden.

    Ich habe mithilfe von verschiedenen Therapien und Austausch und Lektüre zum Thema ADHS seit meiner Diagnose in den letzten Jahren mein Verhalten im Alltag stark stress-reduziert. So dass ich im Sommer nur leichte ADHS-Unterstützung brauche. Da ist Strattera z.B. schon zu stark und ich habe mehr Nebenwirkungen als Wirkungen. 20 mg Citalopram gegen Depressionen helfen da besser als Strattera oder eben jetzt Johanniskraut.

    Aber entweder habe ich mich an Citalopram und Strattera im Winter zu sehr gewöhnt und es ist ein Wirkungsverlust da oder es ist einfach nicht mehr das Richtige. Jedenfalls ging es mir den ganzen Winter mit den Medikamenten so schlecht wie ohne.

    Darum mein Wunsch nach Änderung.

    Als Notfall- oder Bedarfsmedikament würde ich gerne etwas haben für die besonders stressigen Tage, die es auch in meinem Leben gibt und für die Wochen im Januar/Februar, wenn es so dunkel ist, dass meine Winterdepri blüht und damit auch die Überreizung.

    Ist mir neu, dass man MPH-Medikamente immer nehmen muss. Mein Doc meinte, und hatte sie mir ja zu dem Zweck auch mal zur Probe mitgegeben, dass es Menschen mit ADHS gibt, die ständig Medikamente nehmen, andere nehmen sie gar nicht und eine dritte Gruppe nur stundenweise oder bei Bedarf, also nur in der Schule vormittags und nie in den Ferien oder so. Und mein Doc ist ein guter, ist einer der ADHS-Experten für Erwachsene in Deutschland. Ich fühle mich von Anfang an bei ihm in besten Händen.

    Ich möchte hier gerne eure Erfahrungen wissen, die Entscheidungen trifft der Doc, aber eng an meinem geschilderten Befinden natürlich.
    Geändert von Maggy (24.06.2014 um 15:34 Uhr)

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Bedarfsmedikation aber ohne Rebound

    Es gibt einige hier, die nehmen MPH nur (noch) bei Bedarf. Da ist aber immer eine vorherige lange Einstellungsphase vorausgegangen und eine gewisse Zeit der dauerhaften Medikation und Therapie.

    Ob man es bei Bedarf von Anfang an nehmen kann, würde ich den Arzt explizit fragen.

    Ich selbst brauche einen gewissen "Grundstock" an MPH, dosiere dann aber je nach Bedarf mit unretardiertem MPH nach, da ich nicht täglich so viel nehmen möchte, wie ich wohl müsste. Ich nehme genug andere Medis und bin nicht täglich arbeiten, mein Bedarf ist daher nicht zwingend gleich hoch.


    Bedarfsfälle sind bei mir z.B.: Arbeiten die Konzentration erfordern über mind. 1h, Treffen mit mehr als 1 Person, wichtige Termine bei Ämtern oder Ärzten, Organisationsdinge, die längere Zeit in Anspruch nehmen etc......


    Ich persönlich finde die Bedarfsmedikation gar nicht so schlecht, denn es erspart einem eine tägliche Dosis, die evt. nicht nötig ist. Wer MPH nicht am Wochenende nimmt, nimmt es ja dann auch nach Bedarf (Arbeit).


    Ach ja:
    Ob ein rebound da ausbleibt, ist aber eine Frage des Individuums. Das musst du echt austesten.
    Geändert von creatrice (24.06.2014 um 15:33 Uhr)

  7. #7
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Bedarfsmedikation aber ohne Rebound

    Ah ja. Dann frage ich den Doc das explizit. Danke für den Tipp.

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Bedarfsmedikation aber ohne Rebound

    Ich nehme den Amphetaminsaft auch nicht durchgängig. Wenn an den Wochenenden nichts Anstrengendes anliegt, lasse ich ihn weg. Ebenso im Urlaub. Einfach, weil es da nicht notwendig ist.

    Aber wie creatrice schon schrieb: auch bei mir ist erst eine lange Zeit der Eindosierung vergangen, bevor ich bei diesem Medikament und der Dosierung gelandet bin und dann auch die Sicherheit hatte, abzuschätzen wann ich wieviel brauche und wann eben nicht.

    Dein Arzt hat mit seinem Kommentar durchaus recht. Es kommt immer auf die Ausprägung und dem Leidensdruck an und es spricht vermutlich auch kaum etwas gegen eine bedarfsgerechte Einnahme (in Absprache mit dem Arzt).

    Es gibt aber sicherlich viele, die sehr früh eine Medikation (wegen Nebenwirkungen etc.) abbrechen, ohne überhaupt in die Nähe der gewünschten Wirkung gekommen zu sein. Deswegen sagen wir ja nur, dass das Herausfinden der optimalen Dosierung in der Anfangszeit etwas dauern kann und man die Wirkung wesentlich besser abschätzen kann, wenn man das MPH dann nicht nur mal einen Tag nimmt. Du hast ja selber bemerkt, dass Strattera nicht das Richtige ist und auch das MPH vor 2 Jahren wohl zu hoch dosiert war.

    Ich hoffe, ich konnte verständlich machen was ich meine...

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Bedarfsmedikation aber ohne Rebound

    Hallo Maggy,

    ich nehme Ritalin LA schon mehrere Jahre als "regelmäßige Bedarfsmedikation". Ich habe es anfangs täglich genommen; war einige Zeit auf meiner Idealdosis, 10 mg, und habe dann in Absprache mit Doc angefangen, es an Wochenenden, Urlaub,Feiertagen wegzulassen.

    Inzwischen nehme ich es nur an den Arbeitstagen, und auch hier lasse ich es ab und zu mal weg aus verschied.Gründen.Die Dosis ist immer gleich geblieben. Und wirkt auch verlässlich abgesehen von bestimmten Einflüssen (Hormone, Wetter etc.)

    Ich komme super damit klar, keine Probleme beim an- und absetzen, Rebound nur am selben Tag abends, den ich dann mit Sport bekämpfe.

    Mit Strattera war das so nicht möglich,von daher bin ich mit dieser Vorgehensweise ziemlich zufrieden und werde dies auch bis auf weiteres so beizubehalten. Therapie u.Coachings haben geholfen, klar, aber gegen die Symptome die mich stören, hilft bei mir nur MPH.

    Kannst ja einen Versuch starten.

    (Mit unret.komme ich übrigens nicht so gut klar, das schießt mir zu schnell hoch und danach wieder runter. Retardiert wirkt bei mir sanfter)

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Bedarfsmedikation aber ohne Rebound

    Ja,

    MPH kann man als Bedarfsmedikation nehmen, allerdings , wie voher schon erwähnt,
    wenn man eingestellt ist, d.h. min. 2 bis 3 Monate sollte man es schon täglich nehmen, nicht nur ,
    dass man eingestellt wird, sondern auch, damit man das Medikament und dessen Wirkung
    mit den normalen Auf und Ab des Biorhymtmus gut kennt, das man gut abschätzen kann,
    wie es wirkt und wo es sinnvoll ist als Bedarfsmedikament.

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