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Diskutiere im Thema Menthhylphenidat im Straßenverkehr??? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    Menthhylphenidat im Straßenverkehr???

    Menthhylphenidat im Straßenverkehr?

    Anscheinend schlägt ja gelegentlich ein Drogentest an wenn man das Medikament nimmt.
    Die Frage wie es mit MPH im Straßenverkehr aussieht wäre eigentlich schon interessant.

    Was ist wenn mich die Polizei anhält und ein Test anschlägt? Grundsätzlich habe ich ja eine Bescheinigung des Arztes.
    Wie Sieht es aber bei einer Verkehrskontrolle aus?
    Was ist wenn ich einen Umfall habe? Wie kann ich beweisen, dass es nicht an dem Medikament liegt?
    Was sagt dann die KFZ-Versicherung dazu?

    Wenn ich mit MPH nicht fahren darf, bin ich eigentlich berufsunfähig. Dann gebe ich gleich den Rentenbescheid ein.

    Gibt es hier vielleicht Rechtsanwälte die darüber was wissen?
    Gerichtsurteile?

    Wie sieht es mit anderen Medikamenten für ADHS in dieser Beziehung aus?

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Menthhylphenidat im Straßenverkehr???

    Das Prozedere ist Folgendes:

    Der Test ist positiv. Die Polizei letet das Testergebnis an die Straßenverkehrsbehörde weiter. Die Straßenverkehrsbehörde schickt dir ein Anhörungsschreiben. Dort erklärst du, dass du MPH oder Amphetamine auf ärztliche Verordnung nach den Anweisungen deines Arztes einnimmst und entbindest den Arzt gegenüber der Straßenverkehrsbehörde von seiner Schweigepflicht. Die Straßenverkehrsbehörde schreibt dann den Arzt an. Der Arzt erteilt die gewünschte Auskunft und gut ist.

    Man darf mit Medikamenten Autofahren, sofern sie nicht die verkehrstauglichkeit beeinflussen. Das kann bei MPH zur Zeit der Einstellung sein, bis die richtige Dosis gefunden ist, Das ist aber individuell unterschiedlich. Grundsätzlich ist es wohl eher so, dass ADHSler unter MPH deutlich sicherere Verkehrsteilnehmer sind, als ohne, sofern sie eben eine medikamentös behandlungsbedürftige ADHS haben.

    Die KFZ-Versicherung ineressiert nur, wenn der Unfall wegen falsch eingenommener Medikamente geschehen ist. Hast du zum Beispiel Schlafmittel genommen und setzt dich damit ans Steuer, und verunfallst, weil du während der Fahrt einschläfst, wird die KFZ-Versicherung wohl eine Mitschuld bei dir suchen und du darfst den Schaden anschließend an die Versicherung zurückzahlen, sofern du nicht gesundheitlich so eingeschränkt warst, dass du die Folgen der Medikamenteneinnahme "Schlafmittel" nicht überblicken konntest. Aber einen Unfall wegen der Einnahme von MPH schließe ich aus.

    Das ist in etwas so, wie wenn du nen Unfall baust und vorher Ibuprofen genommen hast. Da wird keiner auf die Idee kommen, nachzuforschen, ob der Unfall wegen der Einnahme des Ibuprofens passiert ist. Und genauso ist es bei der verordneten EInnahme von MPH.

  3. #3
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Menthhylphenidat im Straßenverkehr???

    Trine schreibt:
    Der Test ist positiv. Die Polizei letet das Testergebnis an die Straßenverkehrsbehörde weiter. Die Straßenverkehrsbehörde schickt dir ein Anhörungsschreiben. Dort erklärst du, dass du MPH oder Amphetamine auf ärztliche Verordnung nach den Anweisungen deines Arztes einnimmst und entbindest den Arzt gegenüber der Straßenverkehrsbehörde von seiner Schweigepflicht. Die Straßenverkehrsbehörde schreibt dann den Arzt an. Der Arzt erteilt die gewünschte Auskunft und gut ist.
    Ich denke mir, dass man gerade dieses Prozedere abkürzen kann, indem man eine Kopie des Rezepts mitführt. Die Polizei wird wissen, dass der Amphetamin-Test auch bei Methylphenidat anschlägt.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Menthhylphenidat im Straßenverkehr???

    Steintor schreibt:
    Ich denke mir, dass man gerade dieses Prozedere abkürzen kann, indem man eine Kopie des Rezepts mitführt. Die Polizei wird wissen, dass der Amphetamin-Test auch bei Methylphenidat anschlägt.
    Da überschätzt du aber unsere Polizei ganz schön. Die haben teilweise null Ahnung. Wir wurden neulich angehalten weil der Polizist an der Ampel neben uns stand und unseren Kindersitz gesehen hat. Wir haben nämlich einen dieser neuen Reboarder (die jetzt bald auch alle alten Modelle laut Gesetz ablösen werden) - sowas hatte er noch nie gesehen und auch nicht davon gehört. Er hat dann wild am Sitz rumgerüttelt weil er sich nicht sicher war ob das Ding ne Zulassung hat und sicher genug ist. Ich dachte echt ich bin am falschen Ort...

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Menthhylphenidat im Straßenverkehr???

    Recht jungeStudie aus Schweden belegt, dass MPH die Unfallhäufigkeit bei (männlichen) ADSlern reduziert:

    ADHS - Verkehrsberuhigung dank Ritalin - Gesundheit - Süddeutsche.de

    Den Bericht gibt es auch im Spiegel, dort konnte sich die Autorin aber nicht verkneifen voranzustellen, dass ADS sehr überdiagnostiziert ist, was eigentlich nichts mit dem Thema zu tun hat (und auch nicht belegt ist).

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 271

    AW: Menthhylphenidat im Straßenverkehr???

    Drogentests sind immer freiwillig Falls die Polizei wirklich darauf besteht auf Drogen zu testen, braucht es eine richterliche Anordnung zur Blutentnahme und einen Bereitschaftsarzt der das Blut entnimmt. Und spätestens hier klärt sich dann auf welche Substanzen im Körper unterwegs sind.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

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    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Menthhylphenidat im Straßenverkehr???

    Wie verhält es sich mit einem Urin-Test? Da wird auch auf Drogen getestet.Ich dachte die Blutentnahme kommt nach einem positiven Urin-Test.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

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    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Menthhylphenidat im Straßenverkehr???

    Welcher Test ist jetzt freiwillig?

    Verweigere ich den Drogen-Urin-Test,mache ich mich doch verdächtig,oder?
    Dann wird doch erst recht auf eine Blutentnahme bestanden,oder?

    So freiwillig wird das alles gar nicht sein.Kann ich mir nicht vorstellen.
    Das perverse an der Geschichte ist doch aber,wenn es richtig sch... läuft,wird Blut abgenommen,oder?
    Also ich steh nicht so drauf,dass mit Nadeln bei mir herumgespielt wird.
    Ich verzichte hier auf mein Bier oder meinen Wein wegen Medikinet Adult und dann kann ich auch noch unter Drogenverdacht geraten.

    Das ist schon alles sehr komisch, wirklich.

  9. #9
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.692

    AW: Menthhylphenidat im Straßenverkehr???

    In der regel wird nicht auf mph getestet. Ein urintest mit den gängigen testern (z.b. mölab) testet eine menge illegalisierter Substanzen, aber kein mph. Eine Bescheinigung das das mph eine ärztliche verordnung ist reicht letztlich aus um weder eine Strafanzeige, den Führerschein entzogen, noch eine mpu verordnet zu bekommen.
    Das kann dann in etwa nochmal so eine Prozedur sein, wie sie trine beschrieben hat. Aber folgen wird das in letzter konsequenz nicht haben.


    chaosunterwegsversendung

  10. #10
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.692

    AW: Menthhylphenidat im Straßenverkehr???

    Es ist ein Medikament!

    chaosunterwegsversendung

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