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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 30

    Angst vor Medikamenten!

    Hallo Leute, mein Termin ( 9. April ) zur Überprüfung von ADS/ADHS rückt immer näher und ich frage mich, ob ich ihn wirklich wahrnehmen sollte.

    Ich bin ein sehr kreativer Mensch - habe eine eigene mobile Handpuppenbühne (mit der ich auch Erfolg - im kleinen Rahmen - habe).

    Jedoch bin ich jetzt unschlüssig, denn man liest und hört soviel, dass ADHS/ADS Patienten immer Medikamente nehmen müssen.

    Welche Auswirkungen können die haben? Im Allgemeinen. Kann es sein, dass die mich in meiner Kreativität einschränken und ich meinen Beruf "Berufung" nicht mehr, oder nur mehr ungenügend, durchführen kann?

    lg Dragoulan

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Angst vor Medikamenten!

    Keine Sorge, keiner zwingt dich Medikamente zu nehmen. Die Nebenwirkungen sind meistens gering, bei mir soger eher positiv. Die Kreativität wird meiner Erfahrung nach nicht eingeschränkt. Ich bin immer noch kreativ habe aber dank Medis die Energie mehr zu schaffen, d.h. die kreativen Ideen umzusetzen.

    Die diagnose hilft dir dabei dich selbst und deine Macken besser zu verstehen. Ich würde den Termin auf jeden Fall wahrnehmen. Du hast doch nichts zu verlieren. Im schlimmsten Fall entscheidest du dich gegen Medikamente und alles bleibt beim alten.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Angst vor Medikamenten!

    Also gut, die werden mir also nicht aufgezwungen. Dann bin ich ja beruhigt. Nichts ist schlimmer als durch Medikamente seine Persönlichkeit zu verlieren.

    Aber wenn ich durch die Medikamente selbstsicherer usw. werde, so kann mir das nur recht sein.

    Herzlichen Dank für die Auskunft.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Angst vor Medikamenten!

    Zwingen kann dich niemand, egal um welche Medikamente es geht.

    Eine Diagnose kann dir aber den Weg zu einer Therapie eröffnen. Sprich, evtl. eine Verhaltenstherapie oder ein Coaching (wenn denn "ADHS-Macken" dir im Weg stehen).
    Ob überhaupt und wann Du evtl. doch Medis ausprobieren willst, liegt ganz bei Dir.

    PS: gib mal in der Suchfunktion "Kreativität" ein. Es gab schon einige Threads hier im Forum, in denen dieses Thema diskutiert wurde. Mein Fazit daraus war, dass es nur sehr wenige gibt, die sich durch die Medis in ihrer Kreativität eingeschränkt fühlten. Die meisten (auch ich) empfinden wie chaos spawn.

    Die Ideen sind nach wie vor da, aber man hat jetzt auch das Durchhaltevermögen um sie vollständig umzusetzen.

    Alles Gute
    loekoe

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Angst vor Medikamenten!

    Ich bin ein sehr kreativer Mensch - habe eine eigene mobile Handpuppenbühne (mit der ich auch Erfolg - im kleinen Rahmen - habe).
    Vorweg: Find ich affenstark. Kann mir gut vorstellen, dass da Dein Herz dran hängt. Dementsprechend nachvollziehbar find ich Deine Sorge.

    Welche Auswirkungen können die haben?
    Erstmal sollen sie helfen und die Symptome der ADHS lindern. Natürlich haben alle Medikamente auch ein gewisses Nebenwirkungspotential. Ob Du Nebenwirkungen haben würdest bzw. wie sich diese dann bei Dir äußern würden, kann Dir vorher keiner sagen. Bevor Dir ein Arzt aber ein Medikament verschreibt, muss er Dich über potentielle Nebenwirkungen und deren Häufigkeit aufklären.

    Ich selber hatte in der Eindosierungsphase meines Medikamentes einige etwas unangenehme, aber nicht wirklich schlimme Nebenwirkungen. Nachdem die Dosis gefunden war und sich mein Körper an das Präparat gewöhnt hat, haben sich diese aber wieder gelegt. Jetzt hab ich nur noch Mundtrockenheit als Nebenwirkung und damit kann ich leben.

    Kann es sein, dass die mich in meiner Kreativität einschränken und ich meinen Beruf "Berufung" nicht mehr, oder nur mehr ungenügend, durchführen kann?
    Zum dem Thema gabs erst kurzlich einen Thread und vorher auch schon einige. Gib einfach mal in die Erweiterte Suchfunktion das Schlagwort "Kreativität" ein und stell nebendran auf "Nur Titel durchsuchen". Dann kommt ne ganze Reihe an Diskussionen.

    Bei mir persönlich ist ein Effekt der Medikation, dass meine Gedankenwelt "aufgeräumter" ist, d.h. weniger Gedanken auf einmal in meiner Birne ablaufen. Die die ablaufen sind dafür aber umfassender und konstanter, sodass ich tatsächlich auch mal einen zu Ende führen kann.

    Jetzt stellt sich die Frage was man unter Kreativität versteht. Versteht man unter Kreativität ein wildes durcheinanderdenken, assoziative Sprunghaftigkeit und Ideeneinschuss, dann wäre ich unter meiner Medikation "weniger kreativ". Versteht man unter Kreativität das geordnete Eindenken in eine Aufgabe, kognitives Durchhaltevermögen und gezielte Ideenfindung, dann wäre ich unter meiner Medikation sogar "kreativer".

    (Ich konnte beispielsweise vor meiner Medikation nie ein Bild malen, weil ich ständig mit dem Kopf woanders war, schnell gelangweilt und frustriert, wenns nicht gleich geklappt hat. Mit Medikation habe ich jetzt begonnen zu zeichnen, hab dabei einfach nur Spaß, kann entspannen und freu mich, wenn das Bild den Anforderung der 4. Klasse Grundschule entspricht.)

    Es ist also auch sehr stark von der persönlichen Anschauung abhängig.

    Nichts ist schlimmer als durch Medikamente seine Persönlichkeit zu verlieren.
    Also meine Persönlichkeit ist noch da und hat sich in den Grundfesten auch nicht verändert.

    Vergessen: Ich sprech natürlich über Medikamente die zur Behandlung der ADHS geeignet sind. Es gibt auch Psychopharmaka die ich grundsätzlich nicht einnehmen würde bzw. nur im äußersten Notfall .)
    Geändert von Nietzsche ( 2.04.2014 um 14:56 Uhr) Grund: Was vergessen

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Angst vor Medikamenten!

    Herzlichen Dank für eure beruhigenden Antworten.

    lg dragoulan

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Angst vor Medikamenten!

    Hallo liebe Dragoulan,

    ich wollte auch noch was anmerken, also ich hatte dieselbe Angst....das villt sogar mein Glaube verändert wird, oder was würde sogar bei einem SSRI passieren einem Antidepressivum, wenn das negative abfällt weg ist.

    Aber weder beim SSRI hat es mich so verändert, noch beim Medikinet adult....im Gegenteil es hat mich viel jünger gemacht, ich fühlte mich wie 10 Jahre alt endlich mal hellwach die Gefühle waren am Anfang etwas gedämpft villt kamen aber dann schnell wieder und man spürt den Heiligen Geist....auch wieder also der Glaube bleibt erhalten. Gänsehaut bei Empfangen der Hostie bleibt erhalten und die Beziehung zu Gott bleibt.

    Das wäre ja noch schöner.....mein Bruder nimmt Neuroleptika aber sein Glaube ist ebenfalls erhalten geblieben, ebenso bleibt die Kreativität....villt erzählt man nicht so dummes Zeug daher mehr. Und alles ist Wirr, es sei denn eine Figur eine Puppe muss absichtlich wirr reden, aber ich konnte auch noch schnell reden und dann noch präziser...ich arbeite in bei der Lernberatung auch mit Kasperlepuppen bei kleinen Kindern......

    Auch Lösungen bei einer Nachhilfe vielen mir schneller ein......als bei der unter voller ADHS Symptome, natürlich kann ich das auch unter ADHS aber dann Hyperfocussiere ich ja, was Du vermutlich beim Spielen auch machst.....dann aber gibt es ja wieder die unerwünschten Blockaden...Fehler macht man ja auch noch aber eben weniger, so wie ein "Gesunder" es machen würde.

    Nur unter ADHS macht man eklatant viele blöde Fehler und das ist dann nervig dagegen zu kämpfen.

    Ich habe zB am Anfang ein spezielles Lernschema nur damit man meine Fehler nicht erkennen konnte, denn wenn die Schüler merken in den ersten Stunden das man Fehler macht, Verrechnen Rechtschreibfehler Versprecher und sie einen dann korrigieren müssen, sagen sie denn Eltern, dass ich ungeeignet wäre...ist also sehr schlecht für das Geschäft.....

    Als ich Mph nahm konnte ich fast alles und ich machte keine Fehler mein Gehirn konnte ganz schnell denken, in Bruchteil von Sekunden...das war Toll......ich war selbstsicher und hatte kein Brett mehr vor dem Kopfe.....da ich es aber jetzt absetzen musste bin ich eben wieder langsamer- ist nicht schlimm- aber man überspielt eben seine Unkenntnis...gut fürs Geschäft ist das nur, das ich dann dem Schüler es nicht alles vorkaue, sondern er auch selber mitdenken muss, und villt auch weiterhin Fehler macht, so dass die Nachhilfe länger dauern muss ....schuld ist natürlich der Schüler dann ....nicht meine Nachhilfe......

    Und es gibt viel mehr Geld

    Ich bin am Überlegen, wenn es mehr Geld bringen würde, vor so Stunden dann die Mittagsdosis zu verschieben....und dann "dösiger" vor dem Schüler zu sitzen auf das er sich mal etwas mehr anstrenge.....also die ersten Stunden würd Mph. ich nehmen dann später lass ich s ebend weg,

    Das kannst Du nach einer Zeit selber steuern....unter Absprache mit dem Psychiater....Cave:.Vorsicht nur beim Autofahren dann.....!!

    LG Timo
    Geändert von Timotheus ( 4.04.2014 um 13:48 Uhr) Grund: Rechtschreibung die leidige

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Angst vor Medikamenten!

    Apropo Autofahren - ich muss sehr viel Autofahren (kann mein Theater nicht in Öffis packen), darf man diese Medikamente einnehmen wenn man Auto fährt?

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Angst vor Medikamenten!

    Ja darf man, alle nur am Anfang beim ersten eindosieren...sollte man vorsichtig sein, das sagen Dir aber die Ärzte...ich bin Auto trotzdem gefahren und es hatte keinen Unterschied....ich machte genauso Fehler im Gegenteil unter ADHS war ich ein und bin ich ein Todesengel weil ich ja manchmal so träume und dass ich so mach einen Menschen hätte Tod fahren können auch Kinder...


    aber so ist das eben.....unter Mph habe ich gar keine Fahrfehler mehr gemacht villt an ganz schlechten Tagen, aber ich bin schnell uhrzeitgemäß und präzise gefahren.......und hellwach so was wie "übersehen" gab es ja nicht......und wenn ihr mich fragt sollte man das Autofahren ganz abschaffen und es Maschinen überlassen zB Roboter und Technik wie Dumm ist die Menschheit auch die normalos machen da so viele Fehler ......und eine Sünde ist es obendrein wegen der Umweltzerstörung .....natürlich Auto nur noch mit Strom fahren.......das wäre dann auch ADS gerecht ....Kameras elektronische übersehen nichts Menschen immer......


    LG ´Timo

    Es sei denn Du nimmst Neuroleptikum, oder Schmerzmittel....dann ist das was anderes...allerdings wirst Du ja so eingestellt, dass ein Autofahren dann wieder möglich ist...Du musst doch keine Neuroleptika und Schmerzmittel einnehmen oder ????

    Probleme machen auch zB SSRI und ein Antiallergikum wie zB Cetirizin...das kann so dämpfen, dass Du dann total Müde wirst das merkst Du aber dann und dann hälst Du aber an....und schläfst erstmal ne Runde....hast Du Allergien???So ging es mir ich bekomme jetzt statt dessen Prednisolon 5 mg na ja die Ärzte können alles (fast alles vertraue Dich ruhig der Medizin des 21 . Jahrhunderts an die sind mittlererweile ziemlich weit gekommen mit ihrem Einstellen von Medis ......regelmäßige Blutkontrollen solltest Du aber trotzdem machen, wegen Niere und Leberwerte.....

    Du kannst es ja mit komplementäre Medizin verbinden.....da müsste es genug in Österreich geben.....im Hinterzimmer der Ärzte gell
    Geändert von Timotheus ( 4.04.2014 um 14:06 Uhr)

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Angst vor Medikamenten!

    Dragoulan schreibt:
    Welche Auswirkungen können die haben? Im Allgemeinen. Kann es sein, dass die mich in meiner Kreativität einschränken und ich meinen Beruf "Berufung" nicht mehr, oder nur mehr ungenügend, durchführen kann?

    Bin ja selbst in einem kreativen Beruf, zur Zeit aber nur eigene Dinge im Atelier. Also die Medis verändern bei mir schon die Arbeit. Ich kann die vorher für mich ungeliebten Dinge, die Routine und die reine "Fleissarbeit" besser machen. Die kreativen Dinge sind.... sagen wir mal verändert. Wo ich vorher sehr stark emotional "geschwungen" bin, und daraus bei mir auch viele Ideen und durchlebte Prozesse entstanden sind, ist es heute nicht mehr ganz so extrem. Einerseits ist es wesentlich angenehmer, andererseits habe ich mich noch nicht daran gewöhnt, und kann weniger Emotionen (für meine Arbeit wichtig) so extrem fühlbar hervorholen. Aber man kann ja an Tagen wo man diese Schwingungen für neue Prozesse braucht auch die Medikation weglassen. Vllt ist es auch nur eine Gewöhnungssache...

    Vielleicht kommt ja deine Kreativität auch aus ganz anderen Ressourcen, und du hast damit dann gar kein Problem.

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