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Diskutiere im Thema Kleine Einheit Strattera (7 Tabletten) sinnvoll? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 118

    AW: Kleine Einheit Strattera (7 Tabletten) sinnvoll?

    creatrice schreibt:
    Ist das ironisch oder ernst gemeint?
    Ich finde es bei Strattera so unglaublich schwer, die richtige Dosis zu finden, da eine Dosiserhöhung bei mir oft in den ersten Tagen eine Art Benommenheit und Müdigkeit verursacht. Woher weiss man wann es "überdosiert" ist, bzw. wann die richtige Dosis erreicht ist?
    Muss man immer erst abwarten ob die NW abklingen?
    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass er das ernst gemeint hat. Ich kann absolut nachvollziehen was er sagt, bei mir war es genau so. Die Nebenwirkungen sind ein Zeichen dafür dass es doch immerhin eine Wirkung gibt.

    Dass du die erste Woche so Nebenwirkungsschübe hast nach der Dosiserhöhung hatte ich auch jedes mal, bei jeder Steigerung war es heftiger und leicht länger der Fall. Bei mir war das Problem aber eher weniger die Müdigkeit. Diese hatte ich von Anfang an als sich bei 40mg der Spiegel nach 2 Wochen langsam eingependelt hat.
    Ich hatte vor allem ein Problem mit starker Übelkeit, starken Kopfschmerzen, erhöhtem Harndrang und mit der von dir beschriebenen Benommenheit. Die von mir aus gesehen "milderen" Nebenwirkungen waren da eben die Müdigkeit und Mundtrockenheit.
    Ich muss auch sagen dass die Müdigkeit die einzige Nebenwirkung ist, die bei mir zumindest mit der Zeit nicht verschwunden ist.

    Wichtig ist da eben einfach Geduld zu haben, und die Wirkung erst nach jeweils einem Monat nach Dosissteigerung zu bewerten. Vorher sind die Nebenwirkungen einfach so stark dass man die Wirkung nicht einschätzen kann.

    Wegen der Überdosierung: in der Literatur wird berichtet dass Überdosierungserscheinungen in der Praxis in dem Sinne nicht beobachtet worden sind, selbst bei Dosen jenseits von gut und böse (teilweise sogar über 400mg!). Dies ist aber auf keinen Fall ein Grund Dosen zu nehmen über der Beipackzettelvorschrift! Die Nebenwirkungen werden aber mit der Dosis stärker und irgendwann sind sie dann so stark dass es auf Dauer nicht aushaltbar ist.

    Ich würde dir raten wenn du untolerierbare Nebenwirkungen länger als 2 Wochen seit der letztes Dosissteigerung hast, das deinem Arzt mitzuteilen. Meiner Erfahrung nach war selbst die längste Zeit bis die Nebenwirkungen verschwunden waren nie länger als 2 Wochen.

    laurasstern schreibt:
    Blizzard:
    Das sind 40mg Kapseln.
    Warum ich das verschrieben bekommen habe, liegt nur daran, dass MHP unters BTMG-Gesetz fällt und der Arzt sich nicht traute, da die offizielle Diagnose des Therapeuthen fehlt. Hier ist es so, der Therapeut stellt die Diagnose und mit der geht man zum Arzt, der es dann verschreibt.
    Dass es so läuft wußte ich nicht, da ich jahrelang ganz gut ohne Medikamente lebte und jetzt erst damit anfangen möchte (Als Kind wurde die Diagnose ADS gestellt, ist aber 25 her und es gibt keine Unterlagen mehr bzw. würden sie eh nichts mehr bringen).

    Jedenfalls hatte ich gestern meinen Arzttermin und der hat mir als "Kompromiss" eben Strattera verschrieben, weil MHP nicht ohne offizielle Diagnose geht bzw. er nicht will, sich nicht traut - sowas eben).
    Also es gibt KEINEN medizinischen Grund für Strattera.

    Wie ist das mit Amphetamin? Bekommt man das einfacher? Evtl. über den Hausarzt, der mit ADS gar nichts zu tun hat??
    Okay? Das finde ich merkwürdig... Waren deine Symptome so akut belastend, dass er den Bedarf sah so voreilig mit einer Pharmakotherapie zu beginnen?

    Wie die anderen rate ich dir zu warten bis du die Diagnose hast. Die Diagnose käme auf jeden Fall schneller als bis du mit Strattera eingestellt wärst und dann wieder auf MPH oder Amphetamin umzusteigen wäre mühsam.

    Wegen deinem Post mit den 300€... Das ist noch relativ wenig im Vergleich zum Preis von Strattera in der Schweiz zumindest kostet jede Dosiseinheit pro Kapsel! umgerechnet 3.77€. Und da es ja nur Dosierungsformen bis 60mg gibt, sind es ab einer Dosis von über 60mg schon 2 Kapseln die man einnehmen muss, dann ist man schon bei 7.54€ pro Tag. Aufs Jahr gerechnet sind das dann gewaltige 2750€... Eine Diagnose für 300€ und geringe Folgekosten für MPH und Amphetamin rentieren sich im Vergleich zu Strattera schon nach wenigen Monaten...
    EDIT: Habe gerade gesehen dass in Deutschland Strattera sogar 5.32€ pro Kapsel kostet... Gut, dafür seid ihr mit Dosierungen pro Kapsel bis 100mg verwöhnt, in der Schweiz müsste man für 100mg 1x 60mg und 1x 40mg nehmen... Das kommt dann schlussendlich mit den von mir erwähnten 7.54€ pro Tag trotzdem teurer.

    Wegen deiner Frage bezüglich Amphetamin: Amphetamin zu bekommen ist in europäischen Ländern leider ziemlich schwierig bis unmöglich, da es lange kein zugelassenes Medikament gab (gibt es z. B. heute noch in der Schweiz nicht). Daher kennen sich die meisten Psychiater oder Hausärzte sich damit nicht aus und verschreiben es dann nicht, weil sie sich wie gesagt nicht auskennen oder wegen des Stigmas. Daher ist es eher schwierig es verschrieben zu bekommen.

    Ich rate dir auch sonst mit MPH anzufangen, hätte es bei mir gewirkt wäre ich gerne dabei geblieben.
    Du hast erstens viel weniger Bürokratiearbeit von wegen ob die Krankenkasse das Medikament übernimmt oder nicht und du sparst dir die Suche nach jemandem der es verschreiben will und sich auskennt.
    Zweitens ist MPH viel einfacher einzudosieren, da die Halbwertszeit im Blut kürzer ist, beim Amphetamin kann es durch die lange Halbwertszeit schnell zu Überdosierungen kommen, die therapeutische Breite ist nicht sehr gross. MPH verzeiht da etwas mehr.

    aficionado schreibt:
    Ich nehme Strattera jetzt seit einer Woche, spüre nur Nebenwirkungen und zwar eine starke Müdigkeit.
    Wie gesagt... Durchhalten, das geht wieder weg! Und wenn selbst nach 2 Wochen nicht, sicher dem Arzt melden, wenn es für dich untolerierbar ist!

    web4health schreibt:
    Die Grundidee ist, dass man
    1 Woche 18 mg
    1 Woche 25 mg
    dann ggf. 1 Woche 40 mg ausprobiert und dann z.B. auf 60 bzw. 2 mal 40 wechselt

    Es ist also ein "Starterpack", das man aber eigentlich in einem Gesamtpaket bekommt. Nur eine Woche ist in etwa so sinnvoll wie zur Verhütung eine Woche die Pille zu bekommen und die restlichen Tabletten nicht mit auszuteilen...
    Der Aussage im 2. Absatz kann ich beipflichten.
    Es macht für mich auch überhaupt keinen Sinn, vor allem da nach einer Woche (selbst bei einem bestehenden Spiegel) gerade mal die Nebenwirkungen aufhören zu verschwinden.
    Ich wünschte mir eher es würde grössere Packungen geben, alle 14 Tage eine neue Packung holen zu müssen ist mühsam...
    Geändert von Blizzard (27.03.2014 um 22:01 Uhr)

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