Seite 4 von 6 Erste 123456 Letzte
Zeige Ergebnis 31 bis 40 von 56

Diskutiere im Thema MPH-Einnahme täglich oder nach Bedarf? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #31
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 409

    AW: MPH-Einnahme täglich oder nach Bedarf?

    Vielleicht wirkt das Medikament bei regelmäßiger Einnahme doch länger als wir es wahrnehmen.
    Ich meine,(gefühlt)nach 5-6 Stunden geht es bei mir in den Off-Modus.Bei regelmäßiger Einnahme,empfinde ich den An-Aus Wechsel als viel weicher und zeitverzögerter.

    Ständige Auslassversuche halte ich eigentlich auch nicht für sinnvoll.Ich weiß ja selbst am besten, wie es ist ohne Medikinet Adult.Was sollte es für neue Erkenntnisse geben? Richte ich mich (persönlich) ausserdem streng nach den Empfehlungen des Herstellers,habe ich abends automatisch einen "Auslassversuch"Das empfinde ich weiterhin als nicht optimal gelöst.

    LG
    Mike

  2. #32
    Ehem. Mitglied

    Gast

    AW: MPH-Einnahme täglich oder nach Bedarf?

    Hallo,

    ich hatte in der Intensivphase meiner Behandlung Phasen, in denen ich MPH unret. unregelmäßig genommen habe.
    Es war nicht gut, weil Gefühle, Temperament, Impulsivität, Aktivität Achterbahn fuhren.

    Mittlerweile ist das nicht mehr so schlimm, wenn man hier und da was fehlt. OK, ich bin dann eben unruhiger, unaufmerksamer, aber die Extremen habe ich nicht mehr.

    Wenn ich sie aber extrem unreglemäßig nehme (mittlweile ret. + unret.), dann spinnt mein Kreislauf völlig ... der ist völlig im Keller.

    LG!

  3. #33
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: MPH-Einnahme täglich oder nach Bedarf?

    Fliegerlein schreibt:
    Unabhängig davon, dass ich da voll zustimme, so hat ich mich dieser Punkt dennoch schon von Anfang an immer wieder irritiert, weil ja kein dauerhafter Wirkstoffspiegel aufgebaut wird und abends, wenn das Medi seine Wirkung verloren hat, man dann ja doch somit jeden Tag diesem An-Aus-Wechsel ausgesetzt ist.
    Ein gutes Argument Fliegerlein doch auch aber dafür, dass wenn man es an bestimmten Tagen nicht braucht, es auch nicht nehmenn muss, den von web4 so treffend bezeichneten An-Aus- Modus hat man ja sowieso, die frage ist dann doch nur, wann man wieder einschalten muss, gleich am nächsten früh oder erst ein paar Tage später, wenn man wieder "funtionieren" muss. Mir schweben immer zwei Sätze von anderen usern im Kopft. Der eine: Am Wochenende will ich auch mal Ich-selbst sein. Und der andere: Ich mochte mein vertäunten Leben eigentlich. Mir geht es auch so, dass ich einfach nicht immer in dem angeschalteten Modus sein will. Ich habe 25 Jahre anders gelebt, empfunden und funktioniert, dass gehört zu mir und das bin ich. Deswegen gefiel mir dieser Satz "ich will auch mal ich selbst sein".
    Geändert von Wintertag (21.03.2014 um 12:43 Uhr) Grund: Mensch Wintertag gefiel schreibt man doch mit f , na nur gut, dass ich es wenigstens im Nachgang sehe, wie blöd es mit v auss

  4. #34
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: MPH-Einnahme täglich oder nach Bedarf?

    Wenn Auslassversuche ausschliesslich (?) bei Adult (?) - ich sag jetzt mal angeblich - überholt sind, warum macht man das bei Kindern dann z. Bsp. unter Concerta oder Medikinet? Okay, da geht es auch um Wachstum, Essverhalten und Eigenwahrnehmung (Auch erlernen sich nicht nur auf das Medi zu verlassen, sag ich jetzt mal so ganz profan.), aber im Prinzip ist es doch das Gleiche. Oder nicht? Ich kenne bisher zumindest kein Kind, was die Medis z. Bsp. auch über die Sommerferien nehmen soll. Das Ziel einer Medikamentation bei Kindern ist es ja zumeist, dass die Kinder so viele Verhaltensweisen lernen, dass sie später möglichst ohne Medis auskommen. Oder liege ich damit jetzt grundsätzlich falsch?

    Weiterhin würde ich denken, wenn man jeden Abend einen "Auslassversuch" macht, warum dann z. Bsp. nicht auch im Urlaub oder in Zeiten, die nicht so stressig und fordernd sind? Ich kann gut verstehen, wenn jemand stark betroffen ist oder entsprechende Ziele hat, dass es es nicht macht. Aber für jemanden, der sein eigentliches Ich vermisst oder nicht so stark betroffen ist, wo würde da der Unterschied liegen? Sorry, wenn ich die Argumentation diesbezüglich nicht so ganz nachvollziehen kann. Aber vielleicht kann mir das ja noch mal jemand erklären?

  5. #35
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: MPH-Einnahme täglich oder nach Bedarf?

    Wintertag schreibt:
    Ein gutes Argument Fliegerlein doch auch aber dafür, dass wenn man es an bestimmten Tagen nicht braucht, es auch nicht nehmenn muss, den von web4 so treffend bezeichneten An-Aus- Modus hat man ja sowieso,
    So sehe ich das auch.
    Ich kann mal wieder beide Argumente verstehen


    Wintertag schreibt:
    ... Der eine: Am Wochenende will ich auch mal Ich-selbst sein. Und der andere: Ich mochte mein vertäunten Leben eigentlich. Mir geht es auch so, dass ich einfach nicht immer in dem angeschalteten Modus sein will. Ich habe 25 Jahre anders gelebt, empfunden und funktioniert, dass gehört zu mir und das bin ich. Deswegen geviel mir dieser Satz "ich will auch mal ich selbst sein".
    So sit es auch bei mir.
    Martin schrieb ja deshalb auch, dass diejenigen, die damit schon mehr und längere Erfahrungen haben, das auch gerne tun können, denn sie haben sich da schon "eingelebt" und Strategien entwickelt etc.
    Im Bereich der der ersten Einnahmezeit macht einen das gewiss unendlich wirr.
    Da sollte man das ganz gewiss immer regelmäßig und ohne Auslasszeiten nehmen, allein um die nötigen Wege und Strategien erarbeiten zu können, mit denen man es auch mal ohne kann.

    Und zugegeben, wenn das Medi abends seine Wirkung verliert, ist man ja auch lange nicht mehr den Belastungen des Alltages ausgesetzt, daher merkt man das Off vielleicht auch gar nicht mehr so.

    Das mit dem "ich möcht auch mal ich selber sein" .... da bin ich wieder ein wenig zwiegespalten, denn ich für meine Person fühle mich immer noch wie ich selbst und ich kann mich auch immer noch verträumt zurückziehen usw..
    Aber ich mag es in der Tat auch genauso, wenn ich mal einfach nur ich bin, ohne dass die Wirkung irgendeinen Einfluss auf mich hat, auch das tut mal gut.


    HP_September schreibt:
    Vielleicht wirkt das Medikament bei regelmäßiger Einnahme doch länger als wir es wahrnehmen.
    Wie es gefühlt ist, das kann ich na klar nicht sagen, aber physikalisch ist das nicht so.
    Wenn der Wirkstoff raus ist, ist er raus.
    Das ist nicht anders als bei einer Schmerztablette: Wenn man eine Wurzelentzündung am Zahn hat, dann hat man grauslige Schmerzen.
    Solange die Tablette wirkt, sind die Schmerzen weg.
    Hört die Tablette auf zu wirken und wurde in der Zwischenzeit nichts am Zahn gemacht, sind die Symptome auch schnell wieder da ...

    Ich halte es aber für möglich, dass es sowas wie ein "Ausrollen" gibt.
    Wenn ich mit einem Auto fahre und während der Fahrt den Gang rausnehme und den Motor abstelle, dann rollt der Wagen ja noch.
    Es wird keine Energie mehr zugeführt, aber er rollt noch weiter.
    Vielleicht ist es bei dem Medi ähnlich.
    Es hat keine eigentliche Wirkung mehr, aber vielleicht ist es noch so etwas wie eine Auswirkung, dass man noch ein wenig so weiter machen kann, wie mit Medi und daher das Gefühl hat, dass es noch wirken würde.
    Keine Ahnung, das ist nichts mehr als ein Gedanke.
    ich selber würde das für mich auch nicht erkennen.

  6. #36
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: MPH-Einnahme täglich oder nach Bedarf?

    ChaosQueeny schreibt:
    Wenn Auslassversuche ausschliesslich (?) bei Adult (?) - ich sag jetzt mal angeblich - überholt sind, warum macht man das bei Kindern dann z. Bsp. unter Concerta oder Medikinet? Okay, da geht es auch um Wachstum, Essverhalten und Eigenwahrnehmung (Auch erlernen sich nicht nur auf das Medi zu verlassen, sag ich jetzt mal so ganz profan.), aber im Prinzip ist es doch das Gleiche. Oder nicht? Ich kenne bisher zumindest kein Kind, was die Medis z. Bsp. auch über die Sommerferien nehmen soll. Das Ziel einer Medikamentation bei Kindern ist es ja zumeist, dass die Kinder so viele Verhaltensweisen lernen, dass sie später möglichst ohne Medis auskommen. Oder liege ich damit jetzt grundsätzlich falsch?
    Also die Auslassversuche beziehen sich nicht auf ein bestimmtes Produkt, die wurden generell empfohlen, egal ob retardiert oder unretadiert.

    Warum man das immer noch macht?
    Weil der aktuelle Stand der Dinge wohl recht langsam zu denen durchsickert, die es eigentlich wissen sollten ....
    Das ist traurig, aber wahr.

    Schauen wir uns die Ärzteschaft an, finden wir noch immer viele, die an ADHS gar nicht glauben oder meinen, es gäbe keine ADHS oder sie haben einen völlig veralteten Wissens- / Informationsstand.
    Was nicht einmal mit vorsätzlicher Gleichgültigkeit o.ä. zu tun haben muss .... auf die prasselt dermaßen viel an neuen Erkenntnissen und Informationen ein, dass die neben ihrem normalen Praxisbetrieb bald gar kein eigenes Leben mehr haben, wenn sie da auch noch überall mithalten müssten.

    Aber auch bei Kindern machen die Auslassversuche keinen Sinn.
    Was sollen die bewirken?

    Gerade in den Ferien und an den Wochenenden müssten die Kids doch auch ihre Medi's nehmen.
    Da schaltet man seinen Kopf ja nicht ab und gerade dort findet auch eine ganze Menge an sozialer Interaktion statt.
    Warum sollte man ausgerechnet zu diesen wichtigen Zeiten, an denen man soziales Zusammensein und ganz wichtige Bestandeile des Lebens erlernt, den Kindern die Möglichkeit nehmen, das auch bewusst wahrzunehmen und überhaupt lernen zu können?
    In meinen Augen wäre das zutiefst unlogisch und kontraproduktiv.
    Wir lernen immer, nicht nur in der Schule (da vielleicht sogar am wenigsten ).
    Geändert von Fliegerlein (21.03.2014 um 12:49 Uhr)

  7. #37
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: MPH-Einnahme täglich oder nach Bedarf?

    Das wir immer lernen und nicht nur in der Schule, da hast du recht. Aber wir z. Bsp. müssen auch an der Situation trainieren und nicht nur diesen was ist wenn-Fall. Das hilft nicht wirklich weiter, da das Kind das nicht oder nur ganz schwer umsetzen kann. Direkt in der Situation ist es "leichter" dann auch die Auswirkungen zu spüren. - Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.

    Bis auf wenigen Ausnahmen brauchen wir in den Ferien nicht, weil einfach die Belastung, die in der Schule herrscht (lange stillsitzen, 6 Std. oder länger fast am Stück aufmerksam und konzentriert sein usw.), in den Ferien nicht da ist. Auch eine Belastungssituation in der Familie ist im Normalfall nicht vorhanden. Ausserhalb der Schule ist mein Kind auch so integriert, dass es zwar als lebhaft eingestuft wird, aber im Prinzip nicht so extrem (mehr ! - Hat viel Arbeit gekostet. ) aus der Rolle fällt. Wenn wir einen längeren Lerntag einplanen, dann reicht auch eine wesentlich kleinere Medikinet-Menge aus. Sonst werden so 30-60 Minuten Lernen auch ohne Medis bewältigt.

    Ist es denn jetzt erwiesen, dass z. Bsp. Concerta nicht das Wachstum hemmt? Den Hunger nimmt es auf jeden Fall und in den Ferien ohne Medis fällt das Essen definitiv üppiger aus.

  8. #38
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: MPH-Einnahme täglich oder nach Bedarf?

    [QUOTE=web4health;482598]
    Anders ausgedrückt : Es gibt auch ein Leben ohne MPH.
    Nur : Es ist weniger lebenswert....QUOTE]

    Ich habe Ihnen vorhin für den Beitrag gedankt, das Danke bezog sich darauf, dass Sie uns geantwortet haben.

    Wie das bei ADSlern nun mal so ist, grübeln und grübeln sie und so drehen sich meine Gedanken seit 2 Studnen um dieses "ist weniger lebenswert". Nun muss ich es einfach schreiben. Ich finde das eigentlich unglaublich sowas zu schreiben. Nein, ! auch das Leben eines ADSlers ohne Medikament ist nicht weniger lebenswert. Viele wissen ja gar nicht, dass sie es haben - führen sie deswegen ein weniger lebenswertes Leben ?

    Ich habe meine Leben immer als sehr lebenswert empfunden und seehr es auch heute im Rückblick noch so. Klar wir müssen mehr kämpfen und haben mehr Niederlagen als andere, aber deswegen führen wir doch genauso so ein lebenswertes Leben wie Normalos und ADSLer die Medikamente nehmen.

    Ich will es auch mal so zuspitzen: Auch ein stark geistig behinderter Mensch führt ein lebenswertes Leben bzw. ist sein Leben um nichts weniger lebenswert, als das eines Menschens der seine Krankheit nicht hat bzw. der das Glück hat, dass man seine Krankheit mit einem Medikament behandeln kann.

    "Ist weniger lebenswert" ist genauso so wie "Christen sind die besseren Menschen und wenn ein Christ und ein Nichtchrist das Gleiche tun, so ist das was der Christ tut, weil er Christ ist das bessere" - hat moch schon immer aufgeregt und deswegen regt mich auch mehr als auf, wenn jemand in Bezug auf ADS-Betroffene und Medikamente nehmen oder nicht, von lebenswerteren oder wenig lebenswerteren Leben spricht.

    Und ich möchte einfach nicht das jemand, auch wenn er ein ADS-Spezialist ist, mein Leben beurteilt, als weniger lebenswert. Ich finde es sehr lebenswert, auch wenn ich mal keine Medikamente nehmen und ja ich liebe es sogar (den schließlich leben ich es seit 25 Jahren so, nur jetzt habe ich ein Hilfsmittel, um etwas was mir wichtig ist, besser zu schaffen). Und auch Andere lieben mich, so wie ich bin.
    Geändert von Wintertag (21.03.2014 um 13:10 Uhr)

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 409

    AW: MPH-Einnahme täglich oder nach Bedarf?

    Naja, ich versuche mich halt genau zu beobachten,mache mir täglich Notizen und so weiter.

    Aber mich interessiert noch etwas anderes.Wenn ihr abends mit dem Auto fahrt,fällt euch das ohne Medikamentenwirkung nicht schwerer? Wenn ich ohne Medikinet Adult abends telefoniere und mein Gesprächspartner kommt nicht zum Punkt,dann bekomme ich die Krise.Ich mein, dann finde ich auch meinen Schlüssel im Wäschekorb und das Mineralwasser im Badezimmer wieder.Hö,was ist denn jetzt passiert? Ich hole mir dann auch schon mal Blaue Flecken,weil ich abends wieder irgendwo vorgelaufen bin.

    Auch Termine, trage ich ohne Medikation nur schwer in den Terminplaner ein und suche sie dann mit der Wirkung von Medikinet Adult vergebens.

    Ich empfinde es gar nicht als sooo angenehm ins alte Muster zurück zu fallen.Mir fällt kein einziger Vorteil ein.
    Selbst das Kreative und das Tagträumen ist unter Medikinet Adult noch vorhanden.Nur richtig geil geordnet und ich kann es besser steuern.

    Deshalb regt mich ja auch die Herstellerempfehlung (2x) so ein bischen auf.

    LG
    Mike
    Geändert von HP_September (21.03.2014 um 13:14 Uhr) Grund: Fehlerteufel

  10. #40
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: MPH-Einnahme täglich oder nach Bedarf?

    web4health schreibt:
    Anders ausgedrückt : Es gibt auch ein Leben ohne MPH.
    Nur : Es ist weniger lebenswert .......
    Ich habe Ihnen vorhin für den Beitrag gedankt, das Danke bezog sich darauf, dass Sie uns geantwortet haben.

    Wie das bei ADSlern nun mal so ist, grübeln und grübeln sie und so drehen sich meine Gedanken seit 2 Studnen um dieses "ist weniger lebenswert". Nun muss ich es einfach schreiben. Ich finde das eigentlich unglaublich sowas zu schreiben. Nein, ! auch das Leben eines ADSlers ohne Medikament ist nicht weniger lebenswert. Viele wissen ja gar nicht, dass sie es haben - führen sie deswegen ein weniger lebenswertes Leben ?

    Ich habe meine Leben immer als sehr lebenswert empfunden und seehr es auch heute im Rückblick noch so. Klar wir müssen mehr kämpfen und haben mehr Niederlagen als andere, aber deswegen führen wir doch genauso so ein lebenswertes Leben wie Normalos und ADSLer die Medikamente nehmen.

    Ich will es auch mal so zuspitzen: Auch ein stark geistig behinderter Mensch führt ein lebenswertes Leben bzw. ist sein Leben um nichts weniger lebenswert, als das eines Menschens der seine Krankheit nicht hat bzw. der das Glück hat, dass man seine Krankheit mit einem Medikament behandeln kann.

    "Ist weniger lebenswert" ist genauso so wie "Christen sind die besseren Menschen und wenn ein Christ und ein Nichtchrist das Gleiche tun, so ist das was der Christ tut, weil er Christ ist das bessere" - hat moch schon immer aufgeregt und deswegen regt mich auch mehr als auf, wenn jemand in Bezug auf ADS-Betroffene und Medikamente nehmen oder nicht, von lebenswerteren oder wenig lebenswerteren Leben spricht.

    Und ich möchte einfach nicht das jemand, auch wenn er ein ADS-Spezialist ist, mein Leben beurteilt, als weniger lebenswert. Ich finde es sehr lebenswert, auch wenn ich mal keine Medikamente nehmen und ja ich liebe es sogar (den schließlich leben ich es seit 25 Jahren so, nur jetzt habe ich ein Hilfsmittel, um etwas was mir wichtig ist, besser zu schaffen). Und auch Andere lieben mich, so wie ich bin.[/QUOTE]

Seite 4 von 6 Erste 123456 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Warum ist mir permanent übel nach der Einnahme von Medikamenten
    Von Valerio im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 10.11.2012, 17:39
  2. Medikinet: Verlust der Wirkung nach längerer Einnahme
    Von MadScientist im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 17.01.2012, 18:13
  3. Einnahme von täglich 60mg Methylphenidat von TAD-Wirkung unklar!?
    Von Engelk im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 26
    Letzter Beitrag: 1.03.2011, 11:58
  4. Nachwirkungen MPH (Methylphenidat)/Einnahme nach Bedarf
    Von Seb im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 3.08.2010, 19:30

Stichworte

Thema: MPH-Einnahme täglich oder nach Bedarf? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum