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Diskutiere im Thema Gefahren hoher MPH Dosierungen im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #31
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Gefahren hoher MPH Dosierungen

    web4health schreibt:
    ADHS ist in erster Linie :

    - Störung höherer Handlungsfunktionen ("Kulturfunktionen")
    u.a durch :
    - Untererregbarkeit in bestimmten Hirnregionen
    - Reifungsverzögerung der Hirnnetzwerke bzw. der Vernetzung insgesamt
    - Reizoffenheit bei Reizfilterschwäche
    - Verminderte Bremse für Verhalten, Gefühle und Aufmerksamkeit

    und nur in einem geringen Mass dann auch noch eine Beeinflussung der Dopamin-Transporter.
    Ich finde die Aussagen von web4health sehr spekulativ. Vor allen Dingen werden hier ADHS-Symptome (Reizoffenheit, verminderte Bremse), und biochemische Vorgänge (Dopamin-Transporter) vermischt. Ist auch alles noch nicht so richtig nachgewiesen. Vielleicht werden die oben genannten Symptome teilweise durch Dopaminmangel hervorgerufen (z.B. die Reizfilterschwäche, dann kann sich das ja nicht gegenseitig ausschließen)

    Was man zur Zeit weiß oder annähernd weiß:
    - MPH blockiert Dopamintransporter in bestimmten Hirnregionen (dadurch mehr Dopamin)
    - im Alter reduziert sich die Menge der Dopamintransporter, so dass Erwachsene i.d.R. weniger MPH benötigen als Kinder
    - MPH wirkt aber auch auf Noradrenalin in (ich weiß jetzt nicht in welcher Hirnregion(Frontal?), man weiß nur nicht genau wie, aber es scheint auch einen wesentlichen positiven Effekt auf ADS-Symptome zu haben
    - bei Kindern kann man noch recht genau nach dem Körpergewicht dosieren.
    - bei Erwachsenen spielt das Körpergewicht zwar auch noch eine Rolle (wahrscheinlich braucht ein 100kg-Mann mehr als ein 200kg-Mann mit gleichem Hirn), der Einfluss ist aber vernachlässigbar, da wohl hauptsächlich die Menge der Dopamintransporter eine Rolle spielt und diese schon sehr unterschiedlich ist bei verschiedenen Menschen (es gibt auch Nonresponder)
    - 80mg sind laut BTM-Gesetzt erstmal auf einem normalen Rezept pro Tag erlaubt (2400mg pro 30 Tage), mehr ist aber auch möglich (A auf Rezept)
    - die Wirkung von Nikotin auf die Dopamintransporter ist (fast) nachgewiesen (Krause) auch bei Nichtrauchern durch Nikotinpflaster

    Zur Dosierung ist die Theorie von dem umgedrehten U (muss man sich auf dem Kopf vorstellen) interessant:
    - der obere Punkt des umgedrehten Us ist die optimale Wirkung. Von Links nach rechts gesehen ist die Dopaminmenge.
    - Die Dopaminmenge eines ADSlers befindet sich links vom Höhepunkt, die Symptome sind also Unruhe usw., die vom Stino eher oben auf dem Punkt
    - Ziel der langen Dosierungsfindung ist es, genau die Menge an MPH herauszufinden, dass der Dopaminpegel ziemlich genau oben auf der Kurve landet
    - bei einem Zuviel an MPH, geht es auf der anderen Seite nämlich wieder bergab mit den Symptomen, dann bekommt mann evtl. ähnliche Symptome, wie ohne (Unruhe)
    - ein Stino wird deshalb direkt nervös, weil er schon oben ist und es nur noch bergab gehen kann.

    Wen so etwas interessiert, kann es bei Frau Dr. Johanna Krause nachlesen "ADHS im Erwachsenenalter". Fast alle Informationen oben sind aus diesem Buch.

    Liebe Grüße

    Winston
    Geändert von Winston (25.03.2014 um 12:51 Uhr)

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Gefahren hoher MPH Dosierungen

    Nun bin ich aber mit web4health 100% einer Meinung, nämlich was die praktische Relevanz angeht.


    web4health schreibt:

    Gerade hier im Forum wird aber manchmal so getan, als ob es nur eine Frage der richtigen Medikamenentkombination (bis hin zu Beistoffen) ist, ob sich nun ADHS im Erwachsenenalter verändert oder nicht. Natürlich ist MPH hoch wirksam.
    ...
    MPH verhilft einem Patienten meistens überhaupt seine Situation wahrzunehmen. So was wie einen Plan zur Veränderung zu entwickeln.
    ...
    Wenn ich also in meinem warmen Bettchen liege und darauf warte, dass die MPH wirkt und mein Leben dann anders ist, werde ich lange warten können. Ich muss mich an die Bewältigung von Alltagsaufgaben machen. Was ich aber syndromtypisch häufig eben allein kaum schaffen werde.

    Daher sollte ADHS-Medikation mit Coaching bzw. einer Begleitung erfolgen.


    Das, denke ich, kann man Unterschreiben. Warum das nun im Detail so ist, was da vielleicht oder vielleicht auch nicht das Domamin macht - geschenkt.

    Mir wird hier im Forum auch oft viel zu viel Gewicht auf die Medikation gelegt, darüber vergessen die meisten dass die Medikation ein Pfeiler in der Behandlung ist aber eben nur einer. Ohne Medikation bricht in den seltensten Fällen die ganze Behandlung zusammen aber es knirscht halt arg im Gebälk wen der geringste zusätzliche Windstoss oder ein bisschen Schneelast (Stress) kommt, vor lauter einziehen von neuen Balken unter dem Giebel wird dass Dach aber nicht dicht. Die Medikation ist oft der eine Pfosten der das ganze stabilisiert und dann kann das Dach gedeckt werden. Aber er ist selten der alleine tragende Pfeiler, MPH ist sogar ein relativ dünner Pfeiler um im Bild zu bleiben, aber eben oft der fehlende, der alles stabilisiert und die Arbeiten ermöglicht.

    Es geht einfach besser mit der Medikation. Psychotherapie, Coaching ... was auch immer gehört immer, immer dazu - nein, das ist sogar der langfristig wichtigere Teil. Das kann man garnicht oft genug wiederholen.

    Klar dass vor allem viele die sich neu Anmelden vor allem Fragen zur Medikation, Wirkung und Dosierung haben ... aber MPH ist nur die halbe Miete! Ohne die anderen Therapien bringt MPH langfristig absolut nichts. Man muss die Wirkung nutzen.

    Das ist übrigens wieder exakt so wie bei den Kindern und Jugendlichen ... also, Ich she' keinen Unterschied
    Geändert von Wildfang (25.03.2014 um 13:08 Uhr)

  3. #33
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: Gefahren hoher MPH Dosierungen

    @Winston

    Die meisten Deiner Aussagen sind halbwahr bzw. falsch.

    Richtig ist, dass MPH ein reversibler Dopamintransporter-Hemmer ist und dass sich wohl die Menge der Dopamintransporter in der Hirnentwicklung vermindert.
    Richtig ist auch, dass das hintere Aufmerksamkeitssystem bzw. Noradrenalin auch beteiligt ist.

    Falsch ist, dass man bei Kindern nach Körpergewicht dosiert
    Grottenfalsch ist, dass ein Erwachsener das Körpergewicht irgendwas aussagt.
    Die aussagen über die Höchstmenge zum BTM-Gesetz sagen nichts über die therapeutische Sinnhaftigkeit aus.


    Die Aussagen zum umgedrehten "U" sind dann so überhaupt nicht tragbar.

    Es ist eben total vereinfacht, wenn man nun meint über die Titrationsmethode den Scheitelpunkt dieses U zu bestimmen. So funktioniert ADHS-Therapie eben nicht.

    Am Wochenende konnte man doch in Hamburg nochmal ganz gut beispielsweise auch von Fritz Jansen verdeutlicht bekommen, wo die Probleme bei ADHS liegen. Das es um Lernen bzw. Verautomatisieren gehen. Um die höheren Handlungsfunktionen.

    Worum es bei ADHS nicht geht, ist die punktgenaue Bestimmung eines Scheitelpunktes einer Gleichung, die wie ein umgedrehtes U aussieht.

    Nichts gegen das Krause-Buch. Aber irgendwie kann man das Buch auch gründlich missverstehen wollen. Gerade Frau Krause ist Psychoanalytikerin vor dem Herren und bezieht eben viel mehr Aspekte mit ein. Glücklicherweise !

  4. #34
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Gefahren hoher MPH Dosierungen

    web4health schreibt:
    Es geht mir doch gar nicht darum, MPH in Frage zu stellen.

    Es geht mir eher darum zu verdeutlichen, dass sich eben gezeigt hat, dass im Frontalhirn vergleichsweise wenig dopaminerge Bahnen liegen.
    Was bedeutet das ? Welche Symptome bewirken fehlende dopaminerge Bahnen im Frontalhirn ?

    web4health schreibt:
    Gerade hier im Forum wird aber manchmal so getan, als ob es nur eine Frage der richtigen Medikamenentkombination (bis hin zu Beistoffen) ist, ob sich nun ADHS im Erwachsenenalter verändert oder nicht.
    Habe ich größtenteils nicht so den Eindruck. Es mag den Anschein haben.
    wenn man schaut, sind hier ziemlich viele gerade erst diagnostizierte, neue Mitglieder, MPH-Beginner (wie ich), die sich über ihre ersten Erfahrungen austauschen möchten und Rat holen wollen.
    Ein großer Teil der Beiträge werden von neuen Mitgliedern verfasst.

    Bei den alten Hasen scheint die Medikation nicht mehr ganz so im Vordergrund zu stehen.

  5. #35
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Gefahren hoher MPH Dosierungen

    Muss mich doch noch mal einklinken...

    Winston schreibt:
    Ich finde die Aussagen von web4health sehr spekulativ.
    Ungeachtet der Tatsache, dass man nicht alles blind glauben soll, sondern Dinge, egal von wem sie kommen, hinterfragen und anzweifeln kann, aber ausgerechnet einem der Fachleute auf dem Gebiet der ADHS spekulative Aussagen nachzusagen ist dann doch schon recht oberflächlich, wenn ich das mal so anmerken darf.

    ADHS ist weitaus komplexer, als dass man es noch auf eine reine Störung des Stoffwechselhaushaltes herunterbrechen könnte.
    Und da gibt es inzwischen ja durchaus schon eine ziemlich fundierte, aus weltweiten sutiden hervorgehende Datenlage.
    Klar ist noch lange nicht alles erforscht, aber man ist da schon ein bisschen weiter, als dass es bei einer reinen Problematik des Dopaminhaushaltes bliebe.

    Winston schreibt:
    Vor allen Dingen werden hier ADHS-Symptome (Reizoffenheit, verminderte Bremse), und biochemische Vorgänge (Dopamin-Transporter) vermischt.
    Ds wird nicht vermischt, das gehört zusammen.
    Schaut man sich die bislang bekannten Wirkmechanismen bei ADHS-Betroffenen an, wird man erkennen, das z.B. gerade die Reizoffenheit sehr eng mit den biochemischen Vorgängen, eben der Reizübertragung in den Synapsen durch den Botenstoff Dopamin, sehr eng zusammenhängen.

    Winston schreibt:
    Vielleicht werden die oben genannten Symptome teilweise durch Dopaminmangel hervorgerufen (z.B. die Reizfilterschwäche, dann kann sich das ja nicht gegenseitig ausschließen)
    Was man mit Sicherheit weiß ist, dass es sich bei ADHS nicht um einen Dopaminmangel handelt.
    Sollten also die genannten Symptome aus einem Mangel heraus entstehen, dann hat man es nicht mit ADHS zu tun.
    Das wiederum lässt sich über eine genaue Diagnostik, und Ananmense ergründen.
    Tatsächlich zeigt eine Person, welche unter einem Mangel an Dopamin leidet, ähnliche Symptome, aber eben nur ähnlich und nicht das gesamte Symptomspektrum, welches zur ADS gehört.

    Winston schreibt:
    Was man zur Zeit weiß oder annähernd weiß:
    - MPH blockiert Dopamintransporter in bestimmten Hirnregionen (dadurch mehr Dopamin)
    Das ist nicht korrekt.
    MPH wirkt auf die DopaminRÜCKtransporter.
    Das mag nach Tintenpisserei klingen, ist aber ein ganz grundlegender Unterschied.
    Es wird durchaus die richtige Menge an Dopamin in der Synapse ausgeschüttet, die nötig ist um das Signal zu übertragen.
    Nur kommt das ausgeschüttete Dopamin nicht am andere Ende an, weil es in der Synapse zu viele der Rücktransporter gibt, welche normalserweise nach getaner Arbeit das Dopamin wieder zurückholen, eine Art permanentes Recycling.
    Sind zu viele dieser Rücktransporter vorhanden, und das ist bei ADS'lern der Fall, dann wird das Dopamin auf dem Weg zur anderen Seite des synaptischen Spaltes bereits wieder zurückgeholt, bevor es an der Gegenseite angedockt hat, was zur Folge hat, dass der impuls (und nichts anderes gibt es in unseren Gehirnen, nur impulse) nicht oder nicht in ausreichender Stärke übertragen wird.

    Da Synapsen mit ihren Aufgaben wachsen, kann es dadurch dazu kommen, dass aus einer Synapse, welche an sich einen dominanten Impuls weitergeben sollte, ein nur geringer oder gar kein Impuls weitergeleitet wird, und somit kommen viele andere Impulse, welche an dieser Stelle normalerweise unterdrückt würden, in gleicher Stärker durch, was zur Folge Hat?
    Richtig, das was wir als Reizüberflutung bezeichnen/ wahrnehmen/ empfinden.
    Denn tatsächlich ist eine Reizüberflutung eher ene reizunterflutung, eben genau an den Stellen, an denen ein Impuls dominant sein müsste, es aber nicht ist.
    Wenn 10 Leute leise reden und einer laut brüllt, hört man den lauten und versteht ihn auch.
    Wird der aber genauso leise wie die anderen, geht er im Geblubbere unter und es kommt nur auditiver matsch an.
    So in etwa kann man sich das auch bei der Impulsübertragung vorstellen ... na klar sehr vereinfacht.

    Aber all das reicht nicht aus, um das Vollbild einer ADHS zu erklären.
    Die Entwicklungsverzögerung der exekutiven Funktionen, das geringere Arbeitsgedächtnis, die in FMRT's nachgewiesenen fehlenden oder geringer arbeitenden Verbindungen zwischen dem vorderen und dem hinteren Gehirnbereichen ... all das lässt sich nicht allein aus der neuronalen Stoffwechselstörung heraus erklären.
    Und soweit ist man heute schon, dass man weiß, dass deutlich mehr Gene an ADHS beteiligt sind, als nur das eine, welches für die Bildung der Dopaminrücktransporter zuständig ist (dessen genaue Bezeichnung ich gerade vergessen habe und zu faul bin, nachzuschlagen )


    Liebe Grüße
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein (25.03.2014 um 13:54 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  6. #36
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Gefahren hoher MPH Dosierungen

    web4health schreibt:
    @Winston

    Die meisten Deiner Aussagen sind halbwahr bzw. falsch.

    Richtig ist, dass MPH ein reversibler Dopamintransporter-Hemmer ist und dass sich wohl die Menge der Dopamintransporter in der Hirnentwicklung vermindert.
    Richtig ist auch, dass das hintere Aufmerksamkeitssystem bzw. Noradrenalin auch beteiligt ist.

    Falsch ist, dass man bei Kindern nach Körpergewicht dosiert
    Grottenfalsch ist, dass ein Erwachsener das Körpergewicht irgendwas aussagt.
    Die aussagen über die Höchstmenge zum BTM-Gesetz sagen nichts über die therapeutische Sinnhaftigkeit aus.


    Die Aussagen zum umgedrehten "U" sind dann so überhaupt nicht tragbar.

    Es ist eben total vereinfacht, wenn man nun meint über die Titrationsmethode den Scheitelpunkt dieses U zu bestimmen. So funktioniert ADHS-Therapie eben nicht.

    Am Wochenende konnte man doch in Hamburg nochmal ganz gut beispielsweise auch von Fritz Jansen verdeutlicht bekommen, wo die Probleme bei ADHS liegen. Das es um Lernen bzw. Verautomatisieren gehen. Um die höheren Handlungsfunktionen.

    Worum es bei ADHS nicht geht, ist die punktgenaue Bestimmung eines Scheitelpunktes einer Gleichung, die wie ein umgedrehtes U aussieht.

    Nichts gegen das Krause-Buch. Aber irgendwie kann man das Buch auch gründlich missverstehen wollen. Gerade Frau Krause ist Psychoanalytikerin vor dem Herren und bezieht eben viel mehr Aspekte mit ein. Glücklicherweise !
    Ziemlich harter Tobak, was Du über mich behauptest:

    1. Die Aussagen zum umgedrehten U sind tragbar. Ich denke schon, dass es Ziel der Einstellung der optimalen Dosierung ist, die ADS-Symptome zu minimieren und das bei einer zu hohen Dosierung ähnlich typische ADS Symptome, wie Unruhe wieder auftreten. Nichts anderes besagt diese Theorie (siehe Krause).
    2. Ich habe nicht behauptet zu wissen wie die ADS Therapie funktioniert.
    3. Ich habe gelesen, dass die Dosierungmenge beim Kind nach dem Körpergewicht zumindest erstmal gut eingerschätzt wird (Quelle kann ich nachreichen).
    4. Es ist auch nicht grottenfalsch, dass das Körpergewicht eines Erwachsenen gar nichts aussagt (Quelle!)
    5. Ich habe nie behauptet, dass das BTM-Gesetz etwas über die Sinnhaftigkeit von Dosierungen aussagt.
    6. Ich habe das Krause-Buch weder missverstanden noch wollte ich es missverstehen
    7. Frau Krause vertritt auch die Theorie vom umgedrehten U, die Du ja für nicht tragbar hälst
    8. Ich habe auch nicht behauptet zu wissen, um was es bei ADS geht, was Du ja zu wissen scheinst.

    Menschen, die immer meinen zu müssen, um was es genau geht, sind mir sehr suspekt.

    Alles in allem wolltest Du mir ziemlich viele Dinge unterstellen. Finde ich schon ein wenig beleidigend.

    Mit freundlichem Gruß

    Winston

  7. #37
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Gefahren hoher MPH Dosierungen

    Winston schreibt:
    Bei den alten Hasen scheint die Medikation nicht mehr ganz so im Vordergrund zu stehen.
    Ja. Das ist so. Was nicht heisst dass die Medikation nicht nutzt. Aber sie muss genutzt werden.

    Ach ja, das U ist eine ganz prima Annahme für die Praxis. Aber es hat schon einen Grund warum viele sehr lange brauchen bis sie die richtige Dosis haben ... bei mir ein 3/4 Jahr. Wenn das U der Weisheit letzter Schluss wäre wäre das leichter.

    Das Körpergewicht ist ein netter Anhaltspunkt bei Kindern aber bei Erwachsenen - guck dich doch im Forum um. Da gibt es untergewichtige Hänflinge mit Hochdosis und richtig schwere Jungs die bei 5mg überdosiert sind.
    Geändert von Wildfang (25.03.2014 um 13:53 Uhr)

  8. #38
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Gefahren hoher MPH Dosierungen

    Fliegerlein schreibt:
    Ungeachtet der Tatsache, dass man nicht alles blind glauben soll, sondern Dinge, egal von wem sie kommen, hinterfragen und anzweifeln kann, aber ausgerechnet einem der Fachleute auf dem Gebiet der ADHS spekulative Aussagen nachzusagen ist dann doch schon recht oberflächlich, wenn ich das mal so anmerken darf.

    ADHS ist weitaus komplexer, als das man es noch auf eine reine Störung des Stoffwechselhaushaltes herunterbrechen könnte.
    Und da gibt es inzwischen ja durchaus schon eine ziemlich fundierte, aus weltweiten sutiden hervorgehende Datenlage.
    Klar ist noch lange nicht alles erforscht, aber man ist da schon ein bisschen weiter, als dass es bei einer reinen Problematik des Dopaminhaushaltes bliebe.


    Ds wird nicht vermischt, das gehört zusammen.
    Hallo Fliegerlein,

    ich finde es sehr interessant, was ihr in meine paar Aussagen so reininterpretiert. Ich mag mich schlecht ausgedrückt haben, aber letztendlich habe ich tatsächlich (fast) nur Johanna Krause wiedergegeben, die ich übrigens so ziemlich für die Fachfrau in Deutschland halte. Nie habe ich behauptet, dass ich ADS für eine reine Problematik des Dopaminhaushaltes halte. So etwas kann ich gar nicht wissen.

    Dass ich die Dopaminrücktransporter Dopamintransporter genannt habe verzeihe mir bitte. Ich merke, dass ich ziemlich uninformiert bin.

    Folgendes Zitat von web4health habe ich für eine Vermischung gehalten und halte es weiterhin für eine:

    "ADHS ist in erster Linie :

    - Störung höherer Handlungsfunktionen ("Kulturfunktionen")
    u.a durch :
    [...]
    - Reizoffenheit bei Reizfilterschwäche
    [...]

    und nur in einem geringen Mass dann auch noch eine Beeinflussung der Dopamin-Transporter."

    Eure Beiträge klingen ein wenig "gewollt" wissenschaftlich. Belege und Quellenangabe fände ich für einige Eurer Aussagen angebracht.

    Ich bin übrigens auch einer der Fachleute auf dem Gebiet der ADS. Ihr dürft mich aber trotzdem kritisieren, ohne dass ich es oberflächlich finde.

    Gruß Winston

  9. #39
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Gefahren hoher MPH Dosierungen

    Winston schreibt:
    Eure Beiträge klingen ein wenig "gewollt" wissenschaftlich. Belege und Quellenangabe fände ich für einige Eurer Aussagen angebracht.
    Da wird Dir die Suche im Forum sicherlich helfen können, denn das wird eine ziemlich lange Liste:
    Quellen sind da so viele ... fangen wir mal an mit Neuhaus, Winkler, Barkley, Murphy K, Murphy R., Tuckman, Spitzer (in bezug auf generelle Gehirnfunktionen), Hallowell, Fischer, Solden, Weiss, Wender, Shaw, .... oh weh ... ab jetzt müsste ich nachschlagen und da käme gewiss noch einiges mehr


    Winston schreibt:
    Ich bin übrigens auch einer der Fachleute auf dem Gebiet der ADS. Ihr dürft mich aber trotzdem kritisieren, ohne dass ich es oberflächlich finde.

    Gruß Winston
    Mal abgesehen davon, dass ich mich NICHT für ein Fachleut auf dem Gebiet der ADS halte, nicht mal im Ansatz, so darf ich dann von Dir annehmen, dass Du schon einiges an Erfahrung in der Behandlung von ADS-Patienten und dem Aufbau und der Leitung von ADHS-Stationen in Kliniken hast (und damit mene ich ausdrücklich NICHT mich).
    Wie gesagt, das soll niemanden mundtot machen oder beeindrucken, aber vielleicht einen Anlass bieten, die eigene Argumentation und das eigene Fachwissen in Relation zu setzen und zu hinterfragen.

    Ansonsten fürchte ich, ist dies der Punkt, an dem ich mich besser zurück nehme.

    Und ja, ich weiß, dass meine Texte "wissenschaftlich" klingen (wobei ich nicht verstehe, wie ein Text "klingen" kann), aber das ist meine Natur und soll nicht in irgendeiner Weise eine speziell seriöse Wirkung beabsichtigen.
    So schreibe ich einfach, ob das am ADS liegt oder am Asperger oder daran, dass ich einfach ein Klugscheisser bin oder mich eben gar nicht anders ausdrücken kann, vermag ich an dieser Stelle nicht zu sagen, das weiß ich schicht und ergreifend nicht...

    Liebe Grüße
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein (25.03.2014 um 14:44 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  10. #40
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    Gefahren hoher MPH Dosierungen

    Winston, in wie fern bist du Fachmann? Hab ich da was überlesen?

    Fliegerlein, vergiss nicht Banaschewski, Döpfner, Lehmkuhl, Skrotzky, Aust-Klaus, Simchen, Coghil, Rothenberger, Chen, Brookes, Zhou, ...


    ---
    Gesendet von meinem Telefon ... was die heute können ...
    Geändert von Wildfang (25.03.2014 um 15:01 Uhr)

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