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Diskutiere im Thema Veränderungen auf lange Sicht durch MPH im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #51
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 318

    AW: Veränderungen auf lange Sicht durch MPH

    Chamaeleon schreibt:
    Hm, meine Einträge schwanken zwischen alberner Sorglosigkeit und zynischem Verdruss, also hm...sei nicht enttäuscht.^^
    Ist beides übrigens ziemlich unreif, denk ich: einmal das alberne Kind und einmal das beleidigte, störrische Kind.
    Wo ein Kind ist, ist ein Erwachsener nicht weit , Zynismus ist nicht kindlich, also geht es hier nicht um eine kindliche Reaktion. Deine Äusserung, "beides ziemlich unreif", bedeutet aus meiner Sicht, dass Du erst starke Ängste erlebst, dann zynisch wirst und am Ende Dir auch den letzten Gong gibst, in dem Du Dich als kindlich beurteilst. OK, ist auch ein Weg, sich den Rest zu geben

    Es gäbe da auch die Möglichkeit, deine "emotionale Überreagibilität" (was für ein Kotzbrocken) ernst zu nehmen, sie als Symptom zu sehen und mit ihr auch ernst umzugehen, Dich deswegen also nicht als kindlich abzuwerten aber auch nicht zu fest darauf zu reagieren, im Sinne von ich habe Angst, also ist da auch eine Gefahr. Ein unangenehmer Zustand ist es ja allemal.

    Betreff des Chaos, des unstrukturierten Lebens, sehe ich das nicht als Niederlage, ich bin was ich bin und ich habe etwas das niemand hat, mich! und ich habe eine Gabe, die ich beruflich extrem gut nutzen kann, wenn ich sie für mich arbeiten lasse, statt gegen mich. Ist doch auch was und kein Grund zu
    Chamaeleon schreibt:
    "Siehst du, man erreicht es nicht, kriegt es aber immer wieder unter die Nase gehalten"
    Ich krieg es ja auf die Reihe, aber auf meine Art und das ist auch gut so. Und das Medi hilft dabei, es tut was es soll, ich bin immer noch ich und kann mein Talent weiterhin nutzen. Natürlich geht das nicht ohne Schattenseiten, aber das sagt auch niemand und es behauptet auch niemand, mit MPH lebst Du im Paradies, oder?

    ich bin im Fall nicht enttäuscht, sehe nur wie Du hin und her schwankst und meinst, ein Medi kann das wegmachen? Dass Du Dich der Diskussion stellst, finde ich sehr gut. Ich glaube, Du bist einfach "Opfer" Deiner emotionalen Schwankungen. Das ist nicht albern, sondern ADHS


    LG
    Dompteur

  2. #52
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Veränderungen auf lange Sicht durch MPH

    Zynismus ist meiner Empfindung nach die Enttäuschung darüber, dass die Welt nicht so ist, wie ich sie gern hätte und in Folge davon eine Distanzierung zu ihr durch Spott, also Selbsterhöhung. Aber ganz eigentlich ist man tief enttäuscht. Deswegen schrieb ich "beleidigt" und brachte Zynismus mit Kindlich-Sein in Verbindung.

    Dompteur schreibt:
    sehe nur wie Du hin und her schwankst und meinst, ein Medi kann das wegmachen?
    Ich meine nicht, dass ein Medi das wegmachen kann, sondern dass dieses Medi begrenzte Wirkungen hat, die meiner Meinung nach nicht ausreichen (oder vielleicht noch nicht ausreichen?), um trotz des ADHS ein einigermaßen normales, strukturiertes Leben zu führen. Ich sehe, dass MPH positive Wirkungen hat und ich sehe, dass es mir nicht genügend "Kraft" gibt, um mit meinem ADHS zurechtzukommen...es reicht einfach nicht. Insofern hast du vielleicht doch recht und ich habe einen zu hohen Glauben an dieses Medi und muss doch 90 % der Arbeit selbst machen.

    Diesen Eindruck habe ich halt deshalb gewonnen, WEIL ich positive Effekte des MPH bemerkt habe und ebenso merke, dass trotzdem noch so viel Kompensationsarbeit da ist, dass ich überfordert bin mit dem "normalen" Leben. Vielleicht kommt ja tatsächlich bei meinem Psychologen-Besuch noch eine weitere "Besonderheit" zu Tage, die mir das Leben schwer macht - vielleicht bewerte ich aber auch ADHS-typisch einfach nur meine Probleme emotional über.

    Es gäbe da auch die Möglichkeit, deine "emotionale Überreagibilität" (was für ein Kotzbrocken) ernst zu nehmen, sie als Symptom zu sehen und mit ihr auch ernst umzugehen, Dich deswegen also nicht als kindlich abzuwerten aber auch nicht zu fest darauf zu reagieren, im Sinne von ich habe Angst, also ist da auch eine Gefahr.
    Echt ne schwere Gratwanderung, die du da vorschlägst, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das so klappen könnte.
    Bzw. weiß ich das schon lange, dass ich meine Emotionen ernst nehmen muss, aber ich finde das auch ziemlich schwer, weil sie manchmal so unscheinbar sind, ich sie nicht bemerke und sie dann plötzlich aus dem Hinterhalt angreifen. Dass man seine Gefühle nicht so gut bemerken, lesen und zuordnen kann, soll ja auch ADHS-typisch sein. Naja, muss ich noch lernen, diese Gratwanderung. Ich hab grad erst so richtig realisiert, dass die Lichtverhältnisse in diesem Zimmer mir die Konzentration erschweren...ich mein, dann wundert das ja auch nicht, wenn man irgendwann nicht mehr kann - nur weiß man nicht, wieso man nicht mehr kann und ist erstaunt. Genauso bin ich auch über Dissoziationen erstaunt, die auch ganz einfach durch zu viele Reize/Informationen entstehen können - nur hab ich dann wieder nicht gemerkt, dass es zu viel war. Das Paradoxe an der ganzen Sache ist, dass ich hypersensibel bin, aber nicht merke, ab wann es zuviel wird. Um es bemerken zu können, müsste ich wieder meine Sensibilität schulen - aber die wiederum ist ja Schuld an der Überflutung! Das hieße nämlich, ich müsste mich darin schulen, die Grenzen meiner Reizaufnahme durch Sensibilitätstraining zu entdecken.

    Ich krieg es ja auf die Reihe, aber auf meine Art und das ist auch gut so. Und das Medi hilft dabei, es tut was es soll, ich bin immer noch ich und kann mein Talent weiterhin nutzen. Natürlich geht das nicht ohne Schattenseiten, aber das sagt auch niemand und es behauptet auch niemand, mit MPH lebst Du im Paradies, oder?
    Also, ich finde, DAS hört sich erwachsen und reif an.
    Du arbeitest mit den Ressourcen/Mitteln, die du hast und bist nicht enttäuscht, wenn dir andere Mittel fehlen oder wenn es Schattenseiten gibt.
    Geändert von Chamaeleon (17.03.2014 um 22:37 Uhr)

  3. #53
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 318

    AW: Veränderungen auf lange Sicht durch MPH

    Liebe Chamäleon
    es geht hier ja nicht um ein theoretisches enttäuscht sein, sondern dass Du offensichtlich darunter leidest. Zynismus ist immer selbstabwertend und die Welt abwertend. Das wichtige daran erscheint mir, worüber Du enttäuscht bist. Wenn Du es als kindliche Reaktion betrachtest enttäuscht zu sein und sie als albern bezeichnest, dann hilft das nicht. Wenn Du zynisch bist, um Deine Frustration zu bewältigen, und Dich wiederum nicht um das Verletzt sein kümmerst hilft es auch nicht.

    Erstens hast Du ja vielleicht allen Grund verletzt oder enttäuscht zu sein, das ist ja per se kein Fehler und zeigt auch nicht unbedingt, dass Du falsche Erwartungen hast. es zeigt nur, dass Deine Erwartungen nicht erfüllt werden.

    Wenn Du Dich dann anklagst oder albern findest ist das nicht kindlich, sondern selbstabwertend, also eher selbstkritisch. Mir erscheint das so, dass Du aufgrund Deiner Erwartungen über reagierst, das kann daran liegen, dass Du Dir etwas nicht zutraust und jetzt darüber klagst, dass das MPH das nicht für Dich übernimmt. Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass Du Dich von dem MPH regulieren lassen willst. Ich bin überzeugt davon, dass Du es schaffst ein Leben nach Deinen Bedürfnissen und Vorstellungen zu leben, das kann aber kein "normales Leben" sein. Weil Du nicht "normal" bist. Wenn Du also ein normales Leben führen willst und Dir dies nicht gelingt, muss es nicht am ADHS liegen, sondern daran, dass Du ein anderes als Dein eigenes Leben führen willst, so leben wie andere, aber nicht so wie es Dir entspricht. Das kommt bei niemandem gut.

    Dass man seine Gefühle nicht so gut bemerken, lesen und zuordnen kann, soll ja auch ADHS-typisch sein. Naja, muss ich noch lernen, diese Gratwanderung. Ich hab grad erst so richtig realisiert, dass die Lichtverhältnisse in diesem Zimmer mir die Konzentration erschweren...ich mein, dann wundert das ja auch nicht, wenn man irgendwann nicht mehr kann - nur weiß man nicht, wieso man nicht mehr kann und ist erstaunt. Genauso bin ich auch über Dissoziationen erstaunt, die auch ganz einfach durch zu viele Reize/Informationen entstehen können - nur hab ich dann wieder nicht gemerkt, dass es zu viel war. Das Paradoxe an der ganzen Sache ist, dass ich hypersensibel bin, aber nicht merke, ab wann es zuviel wird.
    Diesen Abschnitt finde ich super. Allerdings finde ich den Begriff Dissoziation hier schwierig. Du redest eigentlich über einen Zustand, in dem Du Dich nicht mehr spürst, weil Du überreizt und überfordert bist. Wie wäre es, wenn Du es Dir ein bisschen einfacher machst, und einfach akzeptierst, dass sich das so anfühlt (Derealisation, Depersonalisation) und dass es keiner weiteren Analyse bedarf, sondern einer Massnahme? Wie wäre es, wenn Du Dir in diesen Momenten einfach etwas Gutes tust, anstatt Dich mit weiteren Analysen noch weiter in diesen Zustand hinein zu treiben. Du kannst diese Probleme nicht mit Denken lösen, weil sie Ausdruck eines Bedürfnisses sind, dass real befriedigt werden muss.
    Du merkst, dass es zu viel wird, wenn Du dissoziierst, spätestens dann, basta! Du musst also nicht sensibler werden um das zu merken, sondern akzeptieren, dass es sich so anfühlt . Ich denke Du wirst es mit der Zeit schon früher merken, ohne dass Du hier besondere Anstrengungen unternimmst.

    Du kämpfst mir ein bisschen zu viel darum, dass es sich nicht so anfühlt, wie es sich anfühlt.

  4. #54
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Veränderungen auf lange Sicht durch MPH

    Dompteur schreibt:
    Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass Du Dich von dem MPH regulieren lassen willst. Ich bin überzeugt davon, dass Du es schaffst ein Leben nach Deinen Bedürfnissen und Vorstellungen zu leben, das kann aber kein "normales Leben" sein. Weil Du nicht "normal" bist. Wenn Du also ein normales Leben führen willst und Dir dies nicht gelingt, muss es nicht am ADHS liegen, sondern daran, dass Du ein anderes als Dein eigenes Leben führen willst, so leben wie andere, aber nicht so wie es Dir entspricht. Das kommt bei niemandem gut.
    Ich möchte vor allen Dingen ein Leben führen, das "mir" entspricht und in dem ich nichts tun muss, das mir, meiner Persönlichkeit total widerspricht. Ich habe mich wohl ungeschickt ausgedrückt, denn ich möchte kein "normales" Leben, also ein Leben innerhalb der Norm, sondern ein MIR normales Leben. Das soll heißen, ich möchte mich nicht ständig verbiegen müssen, um zu überleben - und ich strebe ein Leben an, bei dem ich das nicht muss: kein bescheuerter Job, bei dem ich mir unpassende Aufgaben machen muss, mit bescheuerten Leuten, die meine Art nicht verstehen und keine Wohnung, in der man ständig irgendwas hört. Ich will mich da nicht reinzwängen, in so ein 0815 - Leben und mich auf Teufel komm raus so zurechtschneidern mit Hilfe von Medis, dass ich da reinpasse. Ich will da nicht rein! Ich will nicht, dass mir ein solches Leben gelingt. Ich möchte nur, dass mir überhaupt erstmal MEIN Leben gelingt, denn auch das sollte einen gewissen Rahmen haben, eben nach meinen Regeln. MEINE Normalität leben. Und ja, ich habe Angst, dass mir das nicht gelingt und ich irgendwann doch in einem Job lande, der mich fertigmacht und ich keine Menschen finde, in deren Gesellschaft ich so angenommen werde, wie ich bin.

    Es ist nur eben so schwer, wenn meine Vorstellungen vom Leben denen anderer Menschen widersprechen und man umgeben ist von Menschen, die fast jede Regung oder fast jedes Innehalten von dir als "abnormal" kommentieren, sei´s mit Worten, Blicken oder Handlungen. Jaja, ich weiß, ich armer Außenseiter, aber die Leute sagen das immer so daher "leb dein eigenes Leben" und wissen meist gar nicht (ich mein nun nicht dich), wie ermüdend es ist, wenn man wirklich ständig merkt, dass man anders ist. Ein "eigenes" Leben zu führen bedeutet nämlich auch, die doofen Kommentare der anderen aushalten zu können - und ich finde diese äußerst nervig. Ich glaube, sie nagen nicht einmal so sehr an meinem Selbstwertgefühl, sondern es ist eher der stetig auf die Stirn klatschende Tropfen - wie Wasserfolter.

    Du merkst, dass es zu viel wird, wenn Du dissoziierst, spätestens dann, basta! Du musst also nicht sensibler werden um das zu merken, sondern akzeptieren, dass es sich so anfühlt . Ich denke Du wirst es mit der Zeit schon früher merken, ohne dass Du hier besondere Anstrengungen unternimmst.
    Klingt logisch.
    Ich finde nur Derealisationen/Depersonalisationen so unangenehm und hatte gedacht, ob ich sie vielleicht mal früher erkennen könnte, damit sie gar nicht erst auftauchen. Aber vielleicht hast du Recht und ich merk es irgendwann früher.

    Du kämpfst mir ein bisschen zu viel darum, dass es sich nicht so anfühlt, wie es sich anfühlt.
    Ja, fühlt sich halt doof an.^^
    Ne, aber im ernst (haha, hätt´s fast groß geschrieben - hm, das schreibt man ja auch groß): Ich bin ein Kontrollfreak und Perfektionist und möchte gerne meine Gefühle optimieren. Das liegt wohl daran, dass ich sie nicht verstehe. Etwas einfach anzunehmen, ohne es zu verstehen - schwierig, schwierig. Kein Problem habe ich, wenn ich sie zuordnen kann: Aha, das ist Angst und nun bist du traurig, weil du dies und das nicht bekommen hast...
    Was ich nicht mag: Hä, was ist anders an meinem Gefühlshaushalt und wie heißt denn das Teil und wo kommt es her?

    Hm, so langsam wirds hier recht persönlich, wat soll´s, vielleicht erkennt sich hier ja wer wieder, dem es hilft.
    Ich bin mir nur so langsam nicht mehr sicher, auf welcher Ebene wir kommunizieren und ob wir eigentlich über dasselbe reden und in der gleichen Sprache und irgendwie....worum geht´s eigentlich?

  5. #55
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 318

    AW: Veränderungen auf lange Sicht durch MPH

    Ich arbeite Deinen Text von hinten durch:

    zur Ebene: ich glaube, so langsam reden wir auf der gleichen Ebene

    zum Gefühl: Gefühle kannst Du nicht kontrollieren sondern nur akzeptieren, auch wenn das eine Binsenweisheit ist, die ein ADSler vielleicht erst mit 50 lernt. Wenn Du willst, dass es sich nicht so doof anfühlt, dann musst Du was mit dem Gefühl machen, statt gegen das Gefühl ankämpfen (zB Interaktives Skilltraining für Borderline-Patienten. von Bohus, Martin; Wolf-Arehult, Martina (übrige) | 978-3-7945-5189-7 | Buchhaus.ch - Lüthy Balmer Stocker.) Gefühle verstehst Du erst, wenn Du sie annimmst. Hier rate ich Dir wirklich Hilfe zu suchen, aber die CD durcharbeiten kann auch ganz nützlich sein.

    Ich finde nur Derealisationen/Depersonalisationen so unangenehm
    Wer nicht , das sind hier Begleitumstände einer Reizüberflutung, und der dadurch ausgelösten Angst bei Dir. Natürlich erlebt Dein Organismus Panik, wenn Du keine Orientierung mehr hast. Stell Dir mal vor, dass passiert Dir im Dschungel und Du musst überleben, dann siehste alt aus Lösung: "Erden" und was machen, dass sich Dein Kopf lüftet und nicht weiter im Denken bleiben.

    Ich habe mich wohl ungeschickt ausgedrückt, denn ich möchte kein "normales" Leben, also ein Leben innerhalb der Norm, sondern ein MIR normales Leben.
    Der Satz ist super , das ist die Quadratur des Kreises. lass das "normal" weg, Leb Dein Leben und zu Deinem Leben gehören diese immensen Gefühle / Gefühlsstürme, so what? Die Leute sind nur bescheuert, weil Du sie für bescheuert hältst. Die meisten verstehen Dich einfach nicht, weil man ADS nicht sehen kann. Ich neige dazu, mich dann zu öffnen, wenn es mir sicher und gut erscheint und zu erklären, wie ich "funktioniere", also zu mir zu stehen. Dazu muss ich mich allerdings auch erst selber wahrnehmen. Wenn die Leute den Kopf schütteln ist das ja immer ein Signal, "ich bin zu hektisch", "ich bin chaotisch", .... dieses Signal kann ich auch dazu nutzen, um mich besser wahrzunehmen.


    umgeben ist von Menschen, die fast jede Regung oder fast jedes Innehalten von dir als "abnormal" kommentieren
    Wenn "die Leute" Dich ständig kommentieren, gehe ich davon aus, dass das nur manche Leute tun, oft die, die selbst kein Selbstwertgefühl haben. Ich bin mir sicher, mit diesen Leuten lässt sich reden. Das heisst nicht, dass Du um Respekt betteln musst, sondern ihnen klar sagen musst, dass Dich ihr ständiges Kommentieren verletzt und dass sie das bitte unterlassen sollen, es helfe Dir nicht. Wenn es Leute sind, die Dir nicht wichtig sind, tant pis, vergiss es.
    Wenn es *********** sind, ignoriere sie, strafe sie mit Ignoranz, das ist wirksam einfach und kostet Dich nichts. Die wollen nur auf Deine Kosten ihr Selbstwertgefühl aufbauen. Diese Leute kenne ich genug. Ich habe sie meistens direkt, oft vor anderen Leuten auf das angesprochen und sie gefragt, ob sie das eigentlich für ihr Selbstwertgefühl brauchen, das hat oft auch geholfen. Ich glaube das war mein Glück, dass ich auch vor der Diagnose bestimmte Verletzungen vermeiden konnte, obwohl ich auch gemobbt wurde. Ich habe immer irgendwann herausgefunden wie ich das machen muss, dass man mich in Ruhe lässt. Freunde haben ist allerdings ein anderes Thema .

  6. #56
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Veränderungen auf lange Sicht durch MPH

    @camelion, wie dein Leben nicht sein soll, dass weißt du anscheinend ganz genau, nicht "normal", nicht angepasst, keine doofen Job, der dir keinen Spaß macht und keine doofen Leute um dich herum, ich will in Ruhe gelassen werden .... aber wie das andere Leben sein soll, was du dir wünscht, dass scheint doch sehr im Nibilösen zu liegen. Ein bißchen klinkt es wie ein kleines bockiges Kind (bitte nicht falsch verstehn, damit will ich dich wirklich nicht angreifen, nur ich kenn es von mir selbst, dass man in Verzweifelung und wenn es einmem schlecht geht denkt und "schreit": nein das will ich alles nicht). Ich sehe es deswegen so, dass es besser ist den Blick und die Gedanken mehr darauf zu lenken, was man will und nicht so sehr zu verharren im Kritisieren und sich immer wieder sagen, was man nicht will, also den Blick zu richten auf: WAS WILL ICH, WIE WILL ICH LEBEN; WELCHEN JOB WÜRDE ICH GERN MACHEN usw., nur das bringt uns weiter denke ich.

  7. #57
    Kennt sich hier aus

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    Forum-Beiträge: 828

    AW: Veränderungen auf lange Sicht durch MPH

    Ich fang auch mal von hinten nach vorne an:

    Wintertag schreibt:
    Ich sehe es deswegen so, dass es besser ist den Blick und die Gedanken mehr darauf zu lenken, was man will und nicht so sehr zu verharren im Kritisieren und sich immer wieder sagen, was man nicht will, also den Blick zu richten auf: WAS WILL ICH, WIE WILL ICH LEBEN; WELCHEN JOB WÜRDE ICH GERN MACHEN usw., nur das bringt uns weiter denke ich.
    Ich weiß nicht genau was ich will, aber ich weiß, was ich nicht will. Bzw. könnt ich mir schon ein paar Sachen vorstellen, die ich wollen würde, aber die sind recht unrealistisch. Ich versuch seit 10 Jahren, herauszufinden, was ich will - ich krieg´s nicht raus. Mich erdrückt diese Vielfalt an Möglichkeiten einfach. Aber um nun nicht ganz so schwarz zu malen: Ich bin der Sache tatsächlich in den letzten 2 Jahren ein kleines Stückchen näher gekommen.


    @ Dompteur:

    EDIT: gelöscht


    Ich neige dazu, mich dann zu öffnen, wenn es mir sicher und gut erscheint und zu erklären, wie ich "funktioniere", also zu mir zu stehen. Dazu muss ich mich allerdings auch erst selber wahrnehmen. Wenn die Leute den Kopf schütteln ist das ja immer ein Signal, "ich bin zu hektisch", "ich bin chaotisch", .... dieses Signal kann ich auch dazu nutzen, um mich besser wahrzunehmen.
    Bei dir schütteln die Leute mit dem Kopf?? Das ist ja schon ein deutliches Zeichen. Bei mir gucken die nur irritiert oder plötzlich so "bemüht" (nämlich darum bemüht, die "Abnormalität" zu ignorieren und so zu tun, als sei alles ganz normal).
    Hast du kurze, einfach verständliche Erklärungen dafür, wie du "funktionierst"? Man will ja nicht jedem gleich eine ADHS-Vorlesung geben. Meist lasse ich es nämlich mit den Erklärungen, weil es entweder jenseits der Vorstellungskraft des anderen liegt oder zu komplex ist. In einigen Dingen hab ich allerdings schon kurze, einfach verständliche Erklärungen gefunden bzw. erklär manches gar nicht, sondern behaupte etwas einfach als Wesenszug von mir - zB. "ich mag lieber meine Ruhe als Musik beim arbeiten"...ist etwas, das halt mal vorkommt bei Menschen, kann als Charakterzug erklärt werden.

    Edit: gelöscht

    Ich habe immer irgendwann herausgefunden wie ich das machen muss, dass man mich in Ruhe lässt.
    Ich noch nicht.^^
    Vielleicht muss ich mir mal verständlichere Erklärungen ausdenken und die noch 1000 mal mehr wiederholen. Immoment neige ich eher dazu, einfach aus dem Weg zu gehen und mürrisch abweisend zu sein.^^ Aber das hilft nicht wirklich, im Gegenteil. Ich weiß nicht, wahrscheinlich brauchen die Leute tatsächlich erst Erkenntnisse - wieso ich so bin verstehen - bevor sie Ruhe geben. Is bei mir nicht anders - sobald ich verstanden hab, wieso ich etwas lassen soll, lass ich es, vorher nicht.^^
    Geändert von Chamaeleon (19.03.2014 um 15:30 Uhr) Grund: zu provokant oder zu persönlich

  8. #58
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Veränderungen auf lange Sicht durch MPH

    Chamaeleon schreibt:
    Ich versuch seit 10 Jahren, herauszufinden, was ich will - ich krieg´s nicht raus. Mich erdrückt diese Vielfalt an Möglichkeiten einfach. Aber um nun nicht ganz so schwarz zu malen: Ich bin der Sache tatsächlich in den letzten 2 Jahren ein kleines Stückchen näher gekommen.
    Vielleicht ist es aber auch nur so, dass du von etwas begeistert bis, dass eine Weile machst und dann ist es langweilig und du willst was anderes machen. Das ist ADStypisch und ist nun mal so bei uns und wir müssen es akzeptieren. Wenn man es aber weiß, dann verzweifelet man nicht so und zieht sich selbst immer wieder in Frage und denkt, so wie du "Mensch ich verusuch das seit 10 Jahren und es gelingt mir nicht, ich finde einfach nicht wirklich das, was mir Spaß macht e.c.".

  9. #59
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 318

    AW: Veränderungen auf lange Sicht durch MPH

    Hallo Chamaeleon

    Ich merke einfach, dass Du insgesamt überall in einer Sackgasse bist, das kann man hier nicht öffentlich diskutieren. Ausserdem kämpfst Du hier einen sinnlosen Kampf. Ich glaube nicht, dass Du die anderen verstehst, ich glaube Du glaubst das. Ich glaube auch nicht, das bei Dir nichts hilft, ich glaube Du glaubst das, weil Du Dir aus Angst nicht helfen lassen willst. Deshalb versuchst Du hier auch so verzweifelt darzustellen, dass Du schon alles probiert hast. Hast Du aber nicht.

    Meine Erfahrung ist hier definitiv anders und weniger von Vorurteilen geprägt. Wer auf alle anderen schiesst, wird erschossen, egal ob er ADS hat oder nicht. Mit Deiner ganzen, misstrauischen und abwertenden Art provozierst Du sehr. Vielleicht musst Du erst bei Dir anfangen, bevor Du anderen oder Deiner Mutter, Deiner Familie etwas beibringen willst. Du hast ADS und das musst Du auf irgendeine Art auch würdigen, auch die negativen Seiten!!! Mit dagegen ankämpfen ist nichts getan.

    Ich ziehe mich aus dieser Diskussion zurück, weil sie nicht hilft und eher verletzend zu werden droht.

    LG
    dompteur

  10. #60
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Veränderungen auf lange Sicht durch MPH

    Also, ich werde mich nun auch nicht mehr öffentlich über meine Probleme ausbreiten, das ist inzwischen einfach ausgeufert und hinterlässt einen negativen Nachgeschmack.
    Schade, dass ihr mich nun (erstmal) nur in meiner misstrauischen, abwertenden Art kennengelernt habt, ich denke, ich hab diesen Teil von mir hier etwas zu stark ausgelebt.
    Scheinbar kämpfe ich gerade sehr mit mir und meinem ADHS.

    Sorry.

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