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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 42

    Methylphenidat und Ängste

    Hallo,
    ich bekomme jetzt seit einer Woche Methylphenidat, und ich kann mich viel besser auf Gespräche konzentrieren und fühle mich auch einfach wacher.

    Ich bin in einer Ausbildung und arbeite mit Menschen zusammen, hin und wieder quälen mich teilweise Ängste und Unsicherheit. Durch das Methylphenidat sind meine Ängste auch nicht auf einmal verschwunden. Aber, ich merke, dass ich in Angstsituationen, bis jetzt auch schneller wieder ins Gleichgewicht komme.

    Unangenehm ist das Gefühl etwas eingenommen zu haben, ich merke das körperlich. Mein Geschmack ist beispielsweise irgendwie metallmäßig und in meinem Kopf fühl ich mich auch anders. Das finde ich nicht so toll. Und das Gefühl, irgendwie anders zu sein, macht mir auch Angst. Das hört sich jetzt blöd an, ist bei mir aber so.

    Kennt ihr das Gefühl?

    Viele Grüße
    Lyra

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Methylphenidat und Ängste

    Hallo Lyra,

    ich bin auch neu und weiß es auch erst seit Donnerstag und dosiere grad Medikinet ein.
    Bisher alles wunderbar, bin aber auch mal gespannt wie es auf der Arbeit wird.
    Ich hab echt positives erlebt in den letzten Tagen, die Welt scheint so ruhig zu sein ich kenne das sonst gar nicht und ich kann auch nebenher zuhören wenn mir jemand etwas erzählt, auch hab ichheute morgen zu meinem Mann gesagt das er einen moment warten muß weil ich etwas beenden wollte das kenne ich auch nicht und ich war hinterher regelrecht irritiert normalerweise laufe ich sofort hin und kann nicht abwarten.

    Das Anderssein schockt mich nihct so sehr denn eigentlich weiß ich es schon immer.
    Ich hab durch Medikinet nicht mehr so ein Schlafbedürfnis und brauche anstatt 11-12 Std Schlaf täglich nur noch 7-8 und bin dann fit wie ein Turnschuh

    LG ANiram

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Methylphenidat und Ängste

    Danke für die Rückmeldung aniram,
    andersein kenne ich auch schon ewig. Aber merkst Du nicht, dass Du ein Medikament nimmst? Oder fühlst Du Dich wie sonst auch immer?
    Ich schlafe auch schlechter. Einmal war ich die ganze Nacht wach.

    Vielleicht ist es auch einfach die Erkältung, die ich kriege. Ich muss mich einfach wegen der Nebenwirkungen mit meinem Arzt in Verbindung setzen.

    Aber ich bin auch fasziniert strukturierter Denken zu können ohne mich von anderem ablenken zu lassen. So einfach ohne Anstrengung. Das ist sehr angenehm.

    LG

    Lyra

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Methylphenidat und Ängste

    Hi Lyra

    Deine Ängste kenne ich. Ich habe auch erst vor 4 Wochen mit der Medikation begonnen.
    Für mich war der Gedanke ein Leben lang abhängig von Medikamenten zu sein sehr schwer. Es machte mir Angst, da ich kein Fan von Medikamenten bin und plötzlich muss ich fast jeden Tag eine oder mehrere Tabletten schlucken.
    Doch ich denke Ritalin und co ist relativ sicher, es wird schon lange verschrieben und eingenommen und es sind keine grösseren Spätfolgen bekannt.

    Das die Veränderung deines Denkstils ist jetzt eben "normal" ;-). Ich persönlich nehme Ritalin nur während der Schulzeit weil mit Ritalin bin ich auch wie ein anderer Mensch.
    Schlussendlich ist es deine Entscheidung ob du "normal" oder eben "anders" sein willst.
    Ich persönlich sehe durch ADHS auch eine gewisse Bereicherung gerade weil man "anders" sein kann oder auch nicht. Denn genau diese queren Gedankengänge führen oft zu einem individuellen guten Ergebnis.
    Anders sein, was bedeutet für dich Anders sein? nur weil du nicht ins Schema der allgemeinen Vorstellung von "normal" hineinpasst solltest du dir keine Sorgen machen sondern es respektieren. Schau dich mal um und du wirst erkennen, dass es oft positiv ist nicht den allgemeinen Strömen und dem allgemeinen Denken zu folgen. Viele Menschen sind heute oft zu faul zu denken und folgen leider einem "Alpha-Tierchen" es fehlt oft an Kreativität. Darum denke ich, ist es immer noch besser ADHS zu haben, als ein unauffälliges Lamm in der Herde zu sein ;-).

    Lg
    Sofa

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Methylphenidat und Ängste

    Hallo und Guten Morgen ihr beiden

    Also ich finde das Anderssein toll, denn ich weiß das ich nicht so ein plattes Denken habe und aufgrunddessen etwas sensibler für vieles bin und daher meiner MEinung nach ein besseres Leben führe auch wenn ich nicht sooo der Masse folge.

    Das anders Denken ist mir auch schon aufgefallen, ich kann schneller denken, schweife nicht ab und gestern abend hab ich mit meiner Freundin 3 Stunden telefoniert, normalerweise renne ich dabei mindestens 3 km durch die Wohnung aber ich habe gesessen und in Ruhe telefoniert... ich kenne das gar nicht von mir es war wirklich toll in Ruhe und Gelassenheit ohne Atemnot zu telefonieren

    Mir macht es keine Angst denn ich weiß ja wenn ich es nicht nehme bin ich wieder wie vorher das geht ganz schnell

    sofa, ich finde Deinen letzten Absatz sehr treffend

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Methylphenidat und Ängste

    Danke ihr zwei!

    Sofa, Du hast so ziemlich gut getroffen, was mich gedanklich beschäftigt. Und was das "anders sein" anbetrifft, heute bin ich mir über die Vorteile, wie auch die Nachteile meines "anders seins" sehr bewußt. Ich möchte lernen mit den Nachteilen, besser umgehen zu können, hoffentlich irgendwann ohne Medikamente.
    Ich bin auch sehr sensible und empatisch, früher mußte ich aufpassen, dass andere diese Eigenschaft bei mir nicht ausnutzen. Was ich nicht ausstehen kann ist Intolleranz in jeglicher Form.
    Und ich hasse plattes Denken und Leute, die einem "Alpha Tierchen" ohne zu denken folgen. Problem dabei ist nur das Anecken, wenn etwas Jahre so war, dann hat das auch so zu bleiben...
    Eine Erfahrung, die ich beruflich schon gemacht habe und wehe man sagt was...
    Ich bin stolz auf das, was ich in meinem Leben erreicht habe, trotz meiner persönlichen Geschichte.

    Es gibt Punkte, an denen ich noch richtig viel Arbeiten muss. Zum Beispiel meine Unsicherheit, und ich wünschte ich könnte meine "Macken" oder Ängste, besser akzeptieren, sofa. Deshalb kann ich nicht immer froh sein "anders" zu sein. Das ist manchmal ganz schön anstrengend. Ich möchte ich sein ohne Unsicherheit und Ängste.

    Methylphenitad bringt mir schon viel mehr Klarheit, ich hoffe auch mal ohne, mir eine bessere Aufmerksamkeitsspanne erarbeiten zu können.



    LG
    Lyra

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Methylphenidat und Ängste

    Hey lyra

    Freut mich zu hören, dass dir meine Antwort gefällt

    Mhh, mir geht es in einigen Ansichten ähnlich. Auch ich habe mühe intolerante Menschen zu akzeptieren. Ich kann zwar meistens nachvollziehen wodurch diese Intoleranz entstand und merke oft auch, dass es keinen Sinn macht sie des "besseren" zu belehren weil ihre Welt nun einmal in gewisser Weise eingeschränkt ist. Trotzdem baue ich innerlich eine gewisse Wut auf. Es ist schwer zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die sich selbst durch Diskriminierung und Intoleranz ins bessere Licht stellen müssen. Da kann ich deinen Hass absolut nachvollziehen.
    Doch es ist nunmal so, der Mensch ist nunmal so. In dieser Situation versuche ich so gut ich kann ein Mitleid für diese Personen aufzubauen und stelle dabei nicht selten fest, dass genau diese Menschen eines dieser "unauffälligen Lämmchen in der Herde" sind welche verzweifelt versuchen Aufmerksamkeit auf sich zu richten.



    Ich stosse auch viel auf Wiederstand und muss mich um Ecken quetschen. Es ist wie in der Physik^^ "Druck erzeugt Gegendruck".
    Meine persönliche Erfahrung hat mit gezeigt, dass viele Menschen kompromissfähig flexibel sind wenn man mit ihnen den Dialog sucht.

    Ich finde es toll, dass du von dir sagst du müssest an dir Arbeiten .
    Weil ich denke wer nicht an sich arbeitet ist entweder Tod oder wird es bald sein^^

    Wovor hast du denn genau Angst? und wo bist du unsicher?

    liebe grüsse
    sofa

  8. #8
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    Forum-Beiträge: 42

    AW: Methylphenidat und Ängste

    Na, da hast Du ja einen sensiblen Punkt angesprochen, Sofa!

    Also, wovor ich Angst habe, manchmal vor mir selbst und meiner Gefühlswelt, mit der ich nicht immer klar komme.
    Ich habe manchmal Angst davor innerlich total unruhig zu werden und gedanklich an einem Thema festhängen zu bleiben und nicht mehr mein innerlichen Gleichgewicht zu finden. Ich habe Angst mich zu blamieren und abgewertet zu werden.
    Meine Ängste ärgern mich, weil sie so unnötig und störend sind. So, nun aber ein anderes Thema.

    Finde ich toll, dass Du den Dialog zu Menschen suchst. Das mache ich auch, ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass nicht alle gleich Gesprächs- oder Konfliktfähig sind. Ich überlege mir heute bewußt: Was sprech ich an? Was nicht? Ist es sinnvoll das Problem/Thema anzusprechen? Ändert es etwas? Wie ist mein Gegenüber gestrickt?

    Ich war früher so naiv zu denken, wenn ich Etwas anspreche, erhalte ich Verständnis und alles wird gut. Tja, die Welt tickt aber nicht so.

    Ich kann heute schon viel besser beurteilen, mit wem ich reden kann und mit wem nicht. Ich muss noch lernen auch mehr auf mein Urteil zu vertrauen.

    Und Sofa, deine Meinung zur Intolleranz finde ich treffend.


    LG
    Lyra

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Methylphenidat und Ängste

    Mhh, ja ich glaube da kann ich mich nur glücklich schätzen, dass ich absolut keine Probleme hab auf Leute zuzugehen.
    Wenn ich mich neu in eine Gruppe integrieren muss, werde ich entweder abgewiesen oder dann werde ich relativ gut respektiert und interessant für andere. Also etwas dazwischen kommt eigentlich nicht vor ich denke dazu bin ich einfach zu eigen.
    Ich bin nicht ein Mensch der viele Freunde hat jedoch kann ich sagen, dass die Freunde die ich habe wirklich Freunde sind und diese mich so respektieren wie ich bin, auch wenn ich viele Ecken und Kanten habe.
    Wenn ich z.B. in einer neuen Klasse merke, dass ich mich nicht wirklich in die Gruppe integrieren kann kümmere ich mich auch nicht wirklich darum. Es ist mir egal, denn meistens merke ich auch schnell, dass diese Leute sowieso nicht meine Wellenlänge von Humor und Co. besitzen. Ich gehe meinen eigenen Weg und wenn es sein muss bin ich eben meine eigene "Gruppe". Wenn dann doch jemand sich versucht mit dir zu befreunden ist das umso besser, den daraus bildet sich oft eine tiefere Freundschaft als aus einer grossen Gruppe welche sich nach Auflösung vielleicht nicht einmal mehr grüssen.
    Ich weiss nicht ob dir das jetzt was bringt. Aber wie ich bei dir gelesen habe frage ich mich wieso du dir so viele Gedanken machst du könntest dich blamieren?
    Was wäre den so schlimm daran?
    Eigentlich kannst du doch nur Gewinnen.
    Es gibt einige Milliarden Menschen auf der Welt. Also wenn es da nicht klappt, klappt es vielleicht bei der Nächsten. Es sollte dich nicht stören wie die Anderen über dich denken, denn du bist du und genau das mach dich liebenswert für Andere.


    Da kann ich nur deine Meinung teilen .
    Nicht alle Menschen sind Dialogfähig aber da hilft wie du auch sagst wohl nur die Erfahrung.


    liebe grüsse
    sofa

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Methylphenidat und Ängste

    Das hast Du aber schön gesagt, ...du bist du...meine ich. Danke! Ja, in meiner Klasse bin ich auch meine eigene Gruppe. Aber es gibt ein paar Leute, die mag ich richtig gerne, die sind auch auf meiner Wellenlänge! Ich habe auch nur wenige Freunde, aber die sind mir absolut wichtig!

    LG
    Lyra

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