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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 16

    Ist das ein Rebound?

    Hallo
    Zurzeit habe ich Schwierigkeiten mit meinem Methylphenidat (unretard). Ich nehme am Tag ca. alle 4 Stunden 10mg Methylphenidat. Nach jeder Dosis spüre ich etwa nach 40 Min eine angenehme "Leichtigkeit" im Kopf sowie die Motivation irgendetwas zu machen und die Gedanken sind allgemein irgendwie "leichter" und sorgenfreier ist bisschen schwer zu erklären. Dieses Gefühl hält etwa 1 Stunde !! an. Danach merke ich, wie ich mehr und mehr abwesender werde und keine klaren Gedanken mehr fassen kann. Noch schlimmer finde ich aber die Ängste, die ich dann spüre. Es sind so diffuse Ängste, dass ich verfolgt werden würde und bald sterben muss und ich keine Zukunft mehr erleben würde. Zudem kommen Ängste, dass ich schwer krank sei und mir irgendwann ein Unglück passiert. Körperlich empfinde ich dann in diesen Phasen Nackenschmerzen, Kopfdruck, Stechen und Drücken in der Brustgegend sowie innere Unruhe (Gefühl von übermäßigem Koffeinkonsum) und extreme ich nenne es mal Unaufmerksamkeit, was sich so anfühlt, als ob man etwas liest ohne zu denken bzw. wenn ich etwas am Bildschirm lese, ich das Gefühl habe, als ob ich "durch den Bildschirm durchschaue" ohne etwas wahrzunehmen.

    Kann sich wirklich ein Rebound so anfühlen und dann schon nach etwa zwei Stunden nach Einnahme des Methylphenidats, oder ist das etwas anderes?
    Wer kennt das Gefühl?
    Bitte um Rat

  2. #2
    asdf23

    Gast

    AW: Ist das ein Rebound?

    Hm, könnte überdosiert sein oder Nebenwirkungen in der Eingewöhnungsphase, die sich mit der Zeit legen werden.

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Ist das ein Rebound?

    Nein, ich hab noch nie gehört, dass sich Rebound so anfühlt. Du solltest da mit deinem Doc drüber sprechen, das hört sich wirklich komisch an.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Ist das ein Rebound?

    Hi

    Du mal ne Frage, diese Ängste und Phantasien, hast Du die auch schon mal ohne Mph gehabt, weil das alles habe ich auch, bei Stress sehr stark genauso wie Du........ohne Medikation....??


    LG Timo

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Ist das ein Rebound?

    Es sind so diffuse Ängste, dass ich verfolgt werden würde und bald sterben muss und ich keine Zukunft mehr erleben würde. Zudem kommen Ängste, dass ich schwer krank sei und mir irgendwann ein Unglück passiert.
    Sollten die Befürchtungen nicht logisch korrigierbar sein, sondern zur unumstößlichen Gewissheit werden, dann könnte das der Beginn eines psychotischen Erlebens als Nebenwirkung sein (Betonung auf könnte). Da ist innere Achtsamkeit gefragt. Bleib mit Deinem Arzt diesbezüglich in Kontakt und erzähl ihm offen von diesen Erlebnisweisen.

    Körperlich empfinde ich dann in diesen Phasen Nackenschmerzen, Kopfdruck, Stechen und Drücken in der Brustgegend sowie innere Unruhe
    Auch das hört sich für mich eher nach Nebenwirkungen an. Wobei ich mit "Stechen in der Brustgegend" zum Internisten gehen würde. Es sei denn Du bist kardial schon ausreichend untersucht worden und kannst sicher sein am Herzen gesund zu sein.

    Ansonsten kann im Rebound vieles passieren. Die Rückkehr von Unaufmerksamkeit und Konzentrationsschwäche kommt einem dann viel stärker vor als sonst, obwohl das Level wahrscheinlich genauso ist wie ganz ohne Medis.

    Ich hatte im Rebound außerdem extreme emotionale Schwankungen mit Niedergestimmtheit, Reizbarkeit und Aggression.

    Kann sich wirklich ein Rebound so anfühlen und dann schon nach etwa zwei Stunden nach Einnahme des Methylphenidats,
    Das hängt auch vom Präparat ab. Insbesondere die retardierten haben alle einen anderen "Release". Oft wird auch das Überschreiten des "Peak" und die langsame Abnahme der Plasmakonzentration schon als Rebound empfunden. So war das bei mir unter Medikinet Adult. Das hat, meines Wissens nach, nach 1-2 Stunden den Peak mit der höchsten Plasmakonzentration, danach gibts nen kurzen Einbruch des Plasmaspiegels, weil das sofortwirksame Anteil verstoffwechselt ist und das retardierte Anteil noch nicht völlig freigesetzt ist. Ich habe das dann als Rebound erlebt. Leider war dieses Phänomen bei mir Dosis-unabhängig, sodass auch eine Veränderung der dosierung nichts gebracht hat.

    Ein weiterer Faktor für das frühe Auftreten eines Rebounds kann ein schneller Stoffwechsel sein. Bei "Rapid-Metabolizern" wird der Peak, aber auch der rebound unter Umständen früher eintreten.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Ist das ein Rebound?

    Timotheus schreibt:
    Hi

    Du mal ne Frage, diese Ängste und Phantasien, hast Du die auch schon mal ohne Mph gehabt, weil das alles habe ich auch, bei Stress sehr stark genauso wie Du........ohne Medikation....??


    LG Timo
    Hey
    also diese Ängste nehme ich eigentlich nur ca. etwa 2 Stunden nach der Methylphenidat Dosis (unretard) wahr. Eben gerade wieder dasselbe; nach etwa 30 Minuten nach der Einnahme der 10mg Dosis des unretardierten Methylphenidat erst ein angenehmes Gefühl von Motivation, Sorgenfreiheit, Aufmerksamkeit, Konzentration sowie stärkerem Selbstwertgefühl, welches etwa 1 Stunde anhielt. Danach merke ich, wie wieder mehr und mehr meine Konzentration und Motivation verschwindet und gleichzeitig wieder diese seltsame bedrückende Angst und Depression stärker wird.
    Diese spezielle Angst hatte ich früher nie, ich hatte zwar Verlassensängste und soziale Ängste, aber Angst, verfolgt und bedroht zu werden bzw. getötet zu werden hatte ich nie.
    Ich weiß einfach nicht, was ich da jetzt machen kann, denn das Methylphenidat möchte ich eigentlich ungerne absetzen, da es ja wie gesagt, nach etwa einer halben Stunde für leider nur eine Stunde zufriedenstellend wirkt. In dieser Zeit bin ich absolut motiviert und in der Lage etwas zu unternehmen oder arbeiten. Doch danach, sprich nach einer Stunde geht es mir beschissen.
    Bin am überlegen, ob ich meinen Arzt vielleicht darauf ansprechen soll, dass man vielleicht das Methylphenidat mit Mirtazapin kombiniert, da das Mirtazapin früher immer das einzige Medikament war, welches annähernd gegen meine Depression gewirkt hat und ich gut schlafen konnte, was im Moment bei mir auch schwierig ist.

    Liebe Grüße

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Ist das ein Rebound?

    Nietzsche schreibt:
    Sollten die Befürchtungen nicht logisch korrigierbar sein, sondern zur unumstößlichen Gewissheit werden, dann könnte das der Beginn eines psychotischen Erlebens als Nebenwirkung sein (Betonung auf könnte). Da ist innere Achtsamkeit gefragt. Bleib mit Deinem Arzt diesbezüglich in Kontakt und erzähl ihm offen von diesen Erlebnisweisen.


    .
    Darüber habe ich auch schon nachgedacht, da ich auch manchmal durch diese Ängste ein Derealisationserleben erlebe, welches als Symptom auch bei einer Psychose passen würde. Ich erlebe meine Umwelt dann plötzlich als so "groß" und bedrohlich. Mich wundert allerdings, warum diese Ängste immer nur nach einer schon positiven Wirkung des Methylphenidats nach etwa 2 Stunden auftreten, was doch eigentlich für einen Rebound spricht, oder? Würden die Ängste direkt vom Methylphenidat kommen, müsste ich diese doch dann nach etwa 30 Minuten nach Einnahme spüren, oder?

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Ist das ein Rebound?

    Mich wundert allerdings, warum diese Ängste immer nur nach einer schon positiven Wirkung des Methylphenidats nach etwa 2 Stunden auftreten, was doch eigentlich für einen Rebound spricht, oder?
    Ich kann Dir das nicht mit Bestimmtheit sagen. Allerdings hören sich derartige Ängste und Derealisation nicht nach nem Rebound-phänomen an. 2 Stunden nach der Einnahme hat das Medikament wahrscheinlich die höchste Blutkonzentration erreicht, weswegen es auch gut sein kann, dass Deine Ängste Nebenwirkungen während dieses Peaks sind. Das musst du mal mit Deinem Facharzt diskutieren.

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