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Diskutiere im Thema Concerta- seltsamer Wirkverlauf? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    Concerta- seltsamer Wirkverlauf?

    Hallo,

    ich bin vor einer guten Woche von Medikinet auf Concerta umgestiegen und kann mich momentan noch nicht entscheiden, wie ich die Wirkung einordnen bzw. beurteilen soll.

    Begonnen habe ich mit einer 18mg Kapsel, woraufhin ich den ganzen Tag unter einer bleiernen Müdigkeit litt und irgendwie neben mir stand. Am nächsten Tag habe ich deswegen insgesamt 36mg genommen, was auch die Zieldosis des Arztes war- habe mich nur nicht direkt getraut. Das nehme ich seither und mich irritiert, dass ich nur in den ersten 3 Stunden eine wirklich gute (viel besser als bei Medikinet) Wirkung habe. Danach werde ich müde und antriebslos und im späteren Verlauf überreizt und gestresst. Die Wirkung auf die Konzentration ist in dieser Phase aber dennoch ganz okay und hört nach ca. 8 Stunden auf.

    Ich muss momentan leider tatsächlich bis spät in den Abend leistungsfähig sein und habe daher begonnen, abends mit 5mg Medikinet zu ergänzen. Wenn das anfängt zu wirken, lassen Müdigkeit und Gereiztheit meist schlagartig nach oder verschwinden ganz.

    Ich suche nun nach einer Erklärung für diesen seltsamen Wirkverlauf und überlege, ob ich phasenweise unter- oder überdosiert bin?
    Normalerweise müsste Concerta doch am Nachmittag durch den höheren Spiegel stärker wirken als vormittags, was auf eine Überdosierung hinweisen würde?
    Dass sich meine Beschwerden aber durch eine erneute Einnahme von Mph wieder legen, deutet in die andere Richtung.

    Hat jemand von euch eine Erklärung und kann mir vielleicht den ein oder anderen Tipp geben? Kann es sein, dass ich mich erst daran gewöhnen muss und diese Nebenwirkungen aufhören? Oder spricht es dafür, dass die Dosis noch nicht passt?

    LG Ennie

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Concerta- seltsamer Wirkverlauf?

    Ich hatte, in der ersten Woche mit Concerta, ebenfalls starke Nebenwirkungen. Nach einer Woche waren die, bei mir weg. Bei jeder Aufdosierung war es dasselbe und jedesmal war es nach ca. einer Woche wieder gut.

    Meine nicht-ärztliche Meinung ist, dass du zu schnell aufdosiert hast. Von 18mg zu 36mg in weniger als einer Woche, finde ich heftig (für Concerta).

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Concerta- seltsamer Wirkverlauf?

    Hallo Liberty,

    Ich habe zuvor schon 30 mg Medikinet pro Tag genommen und das über mehrere Wochen.
    Nimmst du aktuell noch Concerta? Wirkt es bei dir nun gleichmäßig und nach Herstellerangabe- also 10-12 Stunden am Tag?
    Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn das tatsächlich nur eine Anfangsschwierigkeit wäre!


    LG Ennie

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    Concerta- seltsamer Wirkverlauf?

    Bei mir macht Concerta auch Probleme, Medikinet geht prima.

    Warum willst du wechseln?

    ---
    Gesendet von meinem Telefon ... was die heute können ...

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Concerta- seltsamer Wirkverlauf?

    Ich kriege mit Medikinet leider keine stabile Wirkung hin. Es wirkt kurze Zeit gut, aber die meiste Zeit stehe ich damit völlig neben der Spur, gerade zu Beginn und bei Ende der Wirkung.
    Mit Concerta konnte ich mich das erste Mal überhaupt wirklich gut und über längere Zeit konzentrieren- wenn halt der Rest nicht wäre...

    Dafür war ich mit Medikinet ausgeglichener und irgendwie lebendiger- aber halt nicht wirklich geistig leistungsfähig. -.-
    Alle anderen Probleme habe ich mittlerweile ja durch Elontril wirklich gut im Griff, aber leider mit der Nebenwirkung, dass ich mich nicht mehr genug stressen kann, um mein Konzentrationsvermögen zu pushen...

    Irgendwie zieht sich diese Einstellerei ziemlich hin und zwischendurch bezweifle ich, ob das, was am Ende dabei rauskommt, tatsächlich so gut sein kann, dass sich diese "ich bin dann mal mein eigenes Versuchskaninchen"-Phase rückblickend lohnt. Habt ihr denn tatsächlich irgendwann eine stabile Medikation gefunden, mit der ihr dann, ohne weiter viel darüber nachzudenken, durch den Alltag kommt? Ich wäre halt gerne auf einem gesunden mittleren Niveau denk- und leistungsfähig ohne dass ich mich durch meine Alles-oder-Nichts-Art und den Druck, den ich mir dafür mache, permanent in Erschöpfungszustände hineintreibe.

    Vielleicht ist das aber auch vermessen von mir und ich muss meine Ansprüche runterschrauben? Ich weiß nicht, was "normal" ist- sei es an Durchhängern, Leistungsgrenzen, Motivationsproblemen, Konzentrationsproblemen etc... Ich will mich ja auch nicht dopen- aber mir fehlt schlicht jeder Vergleich, woher soll ich denn wissen, was normal ist, wie andere das erleben etc.. Woran macht ihr eine "gesunde" Leistungsfähigkeit fest? Denn diese will man ja mit der Medikation schlussendlich erreichen....

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Concerta- seltsamer Wirkverlauf?

    Entropie schreibt:
    Hallo Liberty,

    Ich habe zuvor schon 30 mg Medikinet pro Tag genommen und das über mehrere Wochen.
    Nimmst du aktuell noch Concerta? Wirkt es bei dir nun gleichmäßig und nach Herstellerangabe- also 10-12 Stunden am Tag?
    Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn das tatsächlich nur eine Anfangsschwierigkeit wäre!


    LG Ennie
    Ja, ich nehme es schon seit einigen Jahren. Die Wirkungsdauer ist bei mir stark von der Tagesform abhängig und liegt zwischen 8 (viel Stress oder krank) und 12 Stunden pro Kapsel. Die Wirkung ist mehr oder weniger gleichmässig (langsamer Aufstieg und kaum merkbarer Abstieg, sehr angenehm), ausser bei Erschöpfung und / oder viel Stress.

    Also, bei mir war es tatsächlich nur eine Anfangsschwierigkeit aber ich weiss natürlich nicht, ob es bei dir genauso ist.
    Ich komme mit Concerta sehr gut zurecht aber ich denke, es braucht am Anfang etwas Geduld.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Concerta- seltsamer Wirkverlauf?

    Dass es bei dir gut klappt, macht mir echt Hoffnung, danke für deine Erfahrungen!

    Bei mir war es heute leider wieder wie sonst auch. Vormittag lief super, aber wenige Stunden nach der Einnahme kam wieder der absolute Einbruch! Ich konnte meine Augen nicht mehr "scharf stellen", mir wurde schwindelig, ich wurde extrem müde, lust- und antriebslos, geräuschempfindlich, Druck an den Schläfen, genervt und überreizt. Das fühlte sich fast so an, wie in den schlimmsten Zeiten meiner Depressionen, hatte nur noch das Bedürfnis mich völlig abzuschotten und in meinem diffusen Wahrnehmungs- und Gefühlschaos zu versinken. Dazu Frösteln und grippeartige Gliederschmerzen und taktile Überempfindlichkeiten (finde keine erträgliche Position für Ärmel, die Nähte und Ränder der Kleidung machen mich wahnsinnig).

    5 mg Medikinet + 15 Min. Zeit und ich fühle mich wie neu geboren... Ich versteh das nicht und finde es ehrlich gesagt auch etwas gruselig?!

    Ich schließe daraus, dass meine Probleme von einer temporären Unterdosierung kommen, kann mir allerdings keine schlüssige Erklärung dazu liefern.
    Einmal sollte Concerta ja im Tagesverlauf zu einer Zunahme der Wirkstoffkonzentration im Blut führen und andererseits habe ich diese Beschwerden ganz ohne Wirkstoff auch nicht.
    Wie passt das zusammen?

    Wie erklärt sich vor allem letzteres aus der Dopaminhypothese und dem angenommenen Wirkmechanismus von Stimulanzien?
    Unterdosierungseffekte würden ja allgemein bedeuten, dass eine höhere, aber dennoch nicht optimale Dopaminkonzentration negativere Auswirkungen hat, als die pathologische Ausgangslage. Müssten die Effekte nicht linear positiv zunehmen? Bzw. schlicht ab einem bestimmten Schwellenwert überhaupt erst auftreten?

    Ich muss sagen, dass mein Wissen dazu nicht sonderlich fundiert ist und die Gesamtwirkung vermutlich aus mehreren Einzel- und Wechselwirkungen auf verschiedene Transmittersysteme resultiert, auch wenn man es für Laien dann letztlich auf die Dopaminwirkung runterbricht, um es verständlich und überschaubar zu machen. Andererseits ist mein Vertrauen in solche Erklärung auch generell nicht so sonderlich gefestigt. So hat man ja in letzter Zeit auch die starke Vermutung, dass Antidepressiva völlig anders wirken, als bislang angenommen (Ceramid...) und nun äußern sich viele Fachleute dahingehend, dass der alte Erklärungsansatz ja hinsichtlich der Latenzzeit bei Behandlungsbeginn ja auch nie wirklich Sinn gemacht hätte...


    Hier würde mich aber wirklich sehr interessieren, wie diese seltsame Wirkungsweise bei mir neurobiologisch (zumindest nach gegenwärtigem Stand des Irrtums) erklärt werden könnte.

    Vielleicht liege ich mit der vermuteten Unterdosierung auch völlig falsch und meine Probleme sind völlig anderer Natur und ich erliege erst einem No- und dann einem Placebo-Effekt. Verwirrung.

    Würde mich sehr über Ideen aus jedweder Blickrichtung freuen!

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Concerta- seltsamer Wirkverlauf?

    Ich hab das hier gerade gefunden und finde die Fragen von Entropie auch sehr interessant. Vielleicht kann ja doch noch jemand was beitragen?

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Concerta- seltsamer Wirkverlauf?

    Also ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten.
    Ich nehme jetzt schon eine Weile Concerta, bin eingestiegen mit 18 mg, damit kam ich ganz gut klar, aber die Wirkdauer war zu kurz und auch etwas zu wenig. Ich bin dann hoch auf 27 mg (warum geht Dein Arzt von 18 auf 36, das hab ich nicht ganz verstanden).
    Damit kam ich lange sehr gut zurecht, allerdings habe ich einen rasenden Stoffwechsel und auch bei 27 mg war bei einem 12 Stunden Tag, den ich nunmal habe die Wirkdauer zu kurz. Nun nehme ich nach 6 Stunden nach der Einnahme von 27 mg nochmal 18 mg nach und das seit ca 3 Monaten (glaub ich *g* könnten auch 4 oder 5 sein ). Es ist super und ich habe eine gute WIrkdauer und vor allem keinen Wirkverlust zwischendurch ABER nur wenn ich genug trinke! Das trinken ist bei Concerta das a und o! Wenn man zuwenig trinkt hat man keine gescheite Wirkung und ich werde dann komischweise auch oft müde ...
    Ich kann Dir nur von meinen Erfahrungen berichten und hoffe das bringt vielleicht irgendwie weiter!

    LG

    Rose

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Concerta- seltsamer Wirkverlauf?

    Die Steigerung von 18 auf 36 mg war eigentlich rein praktisch motiviert, da ich nur 18er zuhause hatte. Momentan nehme ich 18mg Concerta + 5mg Medikinet +150mg Elontril und nach Bedarf nachmittags nochmal 5mg Medikinet. An und für sich bin ich damit ganz zufrieden, ich glaube, dass meine ideale Dosierung knapp unter der Dosis liegt, deren Wirkung ich bewusst spüren würde. Die Müdigkeit kommt dennoch gelegentlich durch und an manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass es gar nicht wirkt, weil ich einfach neben mir stehe und total platt bin. Aber das ist vermutlich ganz normal...

    27mg Concerta habe ich allerdings nicht vertragen- die haben mir nachmittags schlimme Kopfschmerzen beschert, daher nun die seltsame Kombination. Warum das so ist, weiß ich allerdings auch nicht...
    Mein einziger Erklärungsansatz bisher ist, dass die konstante Abgabe einer höheren Dosis evtl. den Muskeltonus stärker erhöht und das wiederum zusammen mit meiner HWS-Problematik zu Spannungskopfschmerzen führt.

    Dafür habe ich erstmalig in meinem Leben überhaupt so etwas wie Körperspannung. Ich habe halt die schlimme Vorahnung, dass ich langfristig doch nicht um (muskelaufbauenden) Sport in irgendeiner Form herumkommen werde... Als ich meinen Fitnessvertrag nämlich noch aktiv genutzt habe (die ersten 3 Monate in völliger Begeisterung für sämtliche Angebote...^^⁾, hatte ich nämlich plötzlich keine Rückenbeschwerden mehr. -.-

    Dass ich genug schlafen, essen und trinken muss, habe ich auch schon bemerkt- aber auch das fällt mir oft sehr schwer.

    LG Ennie

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