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Diskutiere im Thema Erste Erfahrungen mit Medikinet und Venlafaxin im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Erste Erfahrungen mit Medikinet und Venlafaxin

    Inwiefern geht es dir denn schlechter? Wenn es dir erst seit der 2. Dosis schlechter geht, würde ich nicht unbedingt erhöhen.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Erste Erfahrungen mit Medikinet und Venlafaxin

    Mir geht es schlechter in dem Sinne, die Wirkung ist nicht mehr da. Ich bekam wieder reizbar, unkonzentriert und ohne Geduld. Heute habe ich die Dosis am Morgen erhöht und ich war wieder ruhiger und bei der Sache, musste nicht mit Gedanken allzu viel springen. Am Nachmittag wie gewöhnlich 10mg dazu. Das war die Wirkung schwacher. Es freut mich, dass die verdoppelte Dosis am Morgen funktioniert hat

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Erste Erfahrungen mit Medikinet und Venlafaxin

    Hallo,
    nun nehme ich seit einigen Monaten Venlafaxin und schreibe mal meine Erfahrungen.

    Dosis und zeitlicher Ablauf:

    Nach ca. drei Wochen Einnahme von Venlafaxin (75 mg retadiert) fühlte ich mich kurzzeitig sehr viel besser, wobei ich aber recht schnell wieder in mein vorhergehenden "Lebensgefühl" verfallen bin (mit langer Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit). Der Arzt verschrieb mir dann eine höhere Dosis (150 mg retadiert), womit ich mich dann länger besser fühlte.
    Ich fühlte mich an vergangene Zeiten erinnert, in denen ich zwar auch unter meiner "Verplantheit" und meiner gelegentlichen Antriebslosigkeit litt, aber in denen ich zwischendurch auch mal richtig gut drauf aktiv war, so dass ich letztlich beherzt meine Ziele verfolgen konnte.

    Irgendwann merkte ich dann aber wieder nichts mehr von dem Medikament. Entweder hatte sich der Körper zu sehr daran gewöhnt, so dass er eine höhere Dosis brauchte oder es lag daran, dass ich es zu unregelmäßig eingenommen habe und gelegentlich auch Alkohol getrunken habe. Es gab in der Zeit einfach viele Gelegenheit zu feiern, weshalb ich immer zu verschiedenen Zeiten aufstand und daher die Einnahme auch jeden Tag zu einer andere Uhrzeit war - was man ja nicht machen sollte.
    Das Problem beim retadierten Venlafaxin ist, dass es nicht sofort wirkt. Da es mir gerade schwer fällt morgens aktiv in den Tag zu starten, habe ich den Arzt dann nach unretadierten Tabletten gefragt. Ich nehme nun seit ca. 3 Wochen 150 mg retadiert und 150 mg unretadiert und habe mir auch wieder einen normalen Schlafrhthymus und weniger Alkoholkonsum angewöhnt..

    Was ich jetzt konkret an Entwicklungen sehe:

    - Was "Verplantheit" (also ADHS) angeht, merke ich wenig Veränderung. Trotz Venlafaxin-Einnahme sind mir in der letzten Zeit viele dumme Sachen passiert (vergessen mich um wichtige Angelegenheiten kümmern, Dinge irgendwo liegen lassen, Erklärungen falsch verstehen), ich kann jedoch besser damit umgehen. Früher habe ich immer stark über so etwas geärgert und mir war es peinlich, dass ich zu "trottelig" bin. Das führte dann zu einer Antriebslosigkeiten und depressiven Verstimmung. Mit Venlafaxin steckt man so etwas einfach leichter weg und ich lasse mich nach Misserfolgen nicht so leicht hängen.

    - Mein Problem war immer (schon seit Kindheit/Jugend), dass ich vor allem morgens nicht wirklich "in Gang komme" und in meinem Leben fast jeder Tag mit schlechter Stimmung anfing. Ich denke, dass es eine positive Auswirkung meiner jetzigen Venlafaxin-Dosis (150 mg retadiert + 150 mg unretadiert) ist, dass ich seit kurzem (ca. 2 Wochen) erheblich besser aus dem Bett komme. Wenn der Wecker klingelt, springe ich auf, trinke schnell etwas Koffeinhaltiges (um nicht wieder einzuschlafen) und nehme die Tabletten. Die anfängliche Niedergeschlagenheit akzeptiere ich und warte einige Minuten darauf, bis es mir besser geht und ich in den Tag starten kann. Direkt nach dem Aufstehen mach ich dann solche Sachen, wie jetzt gerade (meistens irgendwas im Internet), um langsam "wach" zu werden.

    - Ich kann offener auf Menschen zugehen. Auch wenn ich eigentlich immer ein kontaktfreudiger Mensch war, neigte ich dazu aufgeregt und unsicher zu sein, wenn ich mit fremden Menschen in Kontakt getreten bin. Ich hatte unterbewusst immer das Gefühl, dass die bestimmt etwas Negatives von mir denken (was eigentlich Unsinn ist, aber sich sicherlich aufgrund von negativen Lebenserfahrungen in mein Selbstbild eingeschlichen hat). Ich kann mittlerweile ohne solche negativen Gefühle auf Menschen zugehen. Venlafaxin hat ja in erster Linie eine angstlösende Wirkung.

    - Auch wenn Venlafaxin kein Heilmittel bei depressiven Verstimmungen ist - d.h. man ist nicht den ganzen Tag super-happy und vollkommen aktiv (was sicherlich auch Nachteile hätte) - so sehe ich dennoch, dass diese dauerhaften Tiefs mit Schuldvorwürfen, Komplexen und Antriebslosigkeit erheblich weniger geworden sind bzw. ich mit negativen Gefühlen viel lockerer und rationaler umgehe. Wenn früher irgendwann mal der Punkt da war, an dem ich mir sagte: "Ich muss jetzt eigentlich noch was tun, aber ich habe einfach nicht die Kraft dazu. Also mache ich nun irgendwas anderes, auch wenn ich mir dann Vorwürfe mache", so kann ich heute meine Pflichten besser angehen und flüchte nicht vor komplizierten Dingen - und schiebe vor allem nicht so viel auf.


    Fazit zu "Venlafaxin in Bezug auf ADHS":
    Ich denke, dass sich in meinem Leben immer mehr negative Gedanken und depressive Verstimmungen eingeschlichen haben, weil ich aufgrund meiner "Schusseligkeit" ständig Misserfolge erlebt habe. Dies hat dann dazu geführt, dass ich viele Dinge gleich mit Versagensängsten angegangen bin und letztendlich dann auch oft versagt habe.
    Venlafaxin wirkt auf diese "Folgewirkungen" des ADHS und sorgt dafür, dass man wieder positiver an Dinge herangeht.
    Aber dass ich nun weniger "schusselig" als vorher bin, kann ich nicht sagen - ich kann eben einfach besser damit umgehen.

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