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Diskutiere im Thema Ernährungsumstellung, Antidepressiva, Medikinet - ist mir ein bisschen viel im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 29

    Ernährungsumstellung, Antidepressiva, Medikinet - ist mir ein bisschen viel

    Hallo zusammen,

    meine Diagnose ist ja noch sehr neu und ich bekomme bisher noch keine Medikamente. Meine Ärztin wollte mich nach Weihnachten noch einmal sehen, weil ich da ziemlich im Stress war und... aber von Anfang an und chronologisch geordnet:

    September 2013 - Ernährung umgestellt
    November 2013 - 1. Arzttermin, ADS Diagnose
    Januar 2014 - 2. Arzttermin

    Ich bin recht rund. Überrund. Ich bin einer von diesen Aufgedrehtheits- und Stress- und Frustschokofutterern. Also eigentlich futterte ich dauernd Schokolade Im September habe ich meine Ernährung umgestellt und bin damit auch sehr zufrieden. Hauptgrund war natürlich, dass ich mich entkugeln möchte. Das mache ich seitdem auch langsam aber stetig.

    Im November habe ich die Diagnose bekommen. Zu der Zeit war ich gerade in einem Projekt, dass unglaublich an meinen Nerven gezerrt hat. Meine Ärztin war ziemlich hin und her gerissen, weil sie nicht wusste, wie sehr diese Ausnahmesituation sich von meinem Alltag unterscheidet. Sie sagte mir auch, dass ich möglicherweise in eine Depression reinrutsche. Wir haben uns dann zusammen dafür entschieden, dass ich noch keine Medikamente bekomme und im Januar wieder zu ihr komme. Das war ok für mich.

    Den zweiten Termin hatte ich vor ein paar Tagen. Sie hat mit mir wieder diesen Depressionsfragebogen gemacht und mir gesagt, dass ich scheinbar am Rand einer Depression stehe. Sie möchte mir gern Antidepressiva und was zu Schlafen verschreiben und sehen, wie sich das auf die ADS auswirkt. Dann sollte ich zusätzlich Medikinet bekommen.

    Knackpunkt ist, ich fühle mich gar nicht depressiv. Kein bisschen. Klar ist nicht immer Sonnenschein und ich bin nicht zufrieden, wenn mir was nicht gelingt, aber wer ist das nicht?

    Sie sagte mir auch, dass die neue Ernährung zwar toll sei (vollwertig, vegetarisch), aber schwierig, weil ich mit meinen Energiebedarf mit Medikinet erst einmal durcheinander bringen würde. Ich habe keine Lust, wieder das zuckrige Zeug zu futtern, dass ich jetzt so schmerzlos aus meinem Alltag bekommen habe, nur weil ein Medikament meinen Energiehaushalt durcheinander bringt...

    Ich habe auch echt Sorge vor diesen Antidepressiva. Ich habe welche während meiner Scheidung bekommen. Das hat mir so eine "alles s***egal"-Stimmung gemacht. Die will und kann ich mir nicht erlauben.

    In meinem Kopf herrscht deswegen gerade totales Durcheinander und ich würde mich über den einen oder anderen klärenden Anschubser von euch freuen.

    Danke

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Ernährungsumstellung, Antidepressiva, Medikinet - ist mir ein bisschen viel

    Es kann sein, dass du mit MPH mehr Zucker brauchst und verbrauchst, muss aber nicht sein. Ist halt bei jedem anders. ADs im ADHSbereich sind meistens antriebssteigernd und nicht beruhigend. Es wird vermutlich was anderes sein, als das,was du wahrend der Scheidung bekommen hast, wo es ja wahrscheinlich auch ein wenig um Ruhe und Entspannung und auch scheissegalstimmubg ging.
    Mit MPH tagsüber hab ich erstmals in meinem Leben nachts tief, fest und erholsam geschlafen. Schlafmittel waren da nicht mehr angebracht.
    LG Trine

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Ernährungsumstellung, Antidepressiva, Medikinet - ist mir ein bisschen viel

    Vielen Dank, Trine.

    Es hat ein paar Tage gebraucht, wahrscheinlich hat mich die Ansprache meiner Ärztin erstmal verunsichert. Ich bin da mit dem Gedanken raus "Ich wusste gar nicht, dass ich das hab" (Schlafstörung, Depression).

    Ich werde es wohl ersteinmal nur mit Medikinet adult probieren.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Ernährungsumstellung, Antidepressiva, Medikinet - ist mir ein bisschen viel

    Ich bekomme auch ein AD und bin damit sehr zufrieden, die Dosis wurde in letzter Zeit auch erhöht. Medikinet alleine war nicht der Bringer, zunächst dachte ich das zwar, aber ich war super konzentriert - fast zuviel, während mir Kraft und Antrieb fehlten.

    Bei mir hat es doch relativ lange gedauert, bis die richtige Dosis für beide Medikamente gefunden war.

    Kann mir auch kaum vorstellen, dass Deine Ärztin meinte, Du solltest wieder dieses Zuckerzeugs zu Dir nehmen!

    Hier mal mein Beispiel:

    Ich habe zusätzlich zu Medikinet noch Sertralin genommen - in einer Minidosis. Letzten Winter ist mir alles zuviel geworden, trotz Medikinet war ich ziemlich ausgebrannt und am Abend fiel ich regelrecht in mir zusammen - ich war total müde, meist schon gegen 19:00 Uhr. Ich hätte ohne Ende schlafen können!

    Für den Fall sollte ich nochmals 10 mg unretardiert nehmen, damit ich, neben meiner Arbeit, auch noch mein Privatleben gebacken kriege. Ich hab das dann gemacht, mit dem Ergebnis, dass ich mich wenigstens entschließen konnte, direkt ins Bett zu gehen. Echter Schwung war nicht da!

    Am schlimmsten waren aber die Einrüche während des Tages - mir ist der Kopf regelrecht auf die Tischplatte gefallen. Es entbehrte nicht einer gewissen Komik, aber ich wusste mir schon am frühen Nachmittag nicht mehr zu helfen. Natürlich dachte ich immer, dass ich nen Blutzuckerabfall hätte und vielleicht einen kleinen Kraftstoß bräuchte - klein war da gar nichts mehr, die Schokoriegel wurden immer größer und haben keine wirkliche Hilfe gebracht.

    Ich kam abends nach Hause, schleppte mich mühsam die Treppen hoch, ließ meine Tasche fallen und versuchte, mit ziemlichem Kraftwand noch das Nötigste auf die Reihe zu kriegen. Bei mir stapelte sich bald die unerledigte Post usw.

    War dann beim Shrink und der meinte gleich, ich würde zuwenig von dem Sertralin nehmen. Ich staunte ihn ziemlich an und er grinste zurück! Mir ging dann allerdings auf, dass ein Zustand der Unterzuckerung ja eigentlich eher agitiert macht und nicht dermaßen müde! Genau das hat er mir bestätigt und meinte dazu, dass sich ein Mangel an Energie auf den Adrenalinspiegel auswirkt und ich da was ziemlich fehlinterpretiert hätte.

    Ich hab das AD dann doch wieder höher dosiert, war ein bisschen schwierig, aber jetzt bin ich zufrieden! Medikinet hilft mir, konzentriert bei der Sache zu bleiben, Das Sertralin brauch ich für den nötigen Antrieb, es nützt mir wenig, wenn ich zwar motiviert bin, es aber gerade noch schaffe, in den Supermarkt zu rennen, um dann das Gemüse im Kühlschrank vergammeln zu lassen! Weil mir einfach die Kraft zum Kochen fehlt und dann die Resignation mit der Weinerlichkeit kommt! Mit der Resignation kommt dann auch der Zucker!

    Merke: AD(H)S kommt selten allein und die Depression ist die häufigste Komorbidität!

    Als ich meine Diagnose hatte und sofort das AD absetzen wollte, meinte mein Shrink, dass ich noch staunen werde wie gut mir das AD hilft. Ich wollte es nicht glauben - jetzt weiß ich es!

    Auch ich schlafe mit dem Medikinet sehr gut, ich hatte auch mal ein mobiles Schlafüberwachungsgerät für eine Nacht. Die Ergebnisse waren total unauffällig um nicht zu sagen "sehr gut". Damit war dann auch klar, dass ich kein Schlafproblem unter Medikinet habe.

    Jetzt sind aber die Tage einfach viel besser - ich muss auch nicht mehr zehn Stunden schlafen!

    Antidepressiva helfen auch den Schlaf anzustoßen, bei den Serotoinin-Wiederaufnahmehemmern ist es eher so, dass sie helfen, den Tag richtig zu nutzen - dann klappts auch mit dem Schlaf!
    Oft jedenfalls!

    LG
    Waldsteinie

    PS: stelle gerade fest, dass ich mit meinem Shrink einen echten Glücksgriff gemacht hab. Seine Compliance ist schon bemerkenswert - er gibt mir immer die Chance, zu verstehen, was angesagt ist!
    Na ja, ein Mal im Leben darf man ja auch Glück haben!

  5. #5
    ellipirelli

    Gast

    AW: Ernährungsumstellung, Antidepressiva, Medikinet - ist mir ein bisschen viel

    Ich habe mich auch überhaupt nicht depressiv gefühlt, so gar nicht.
    Ich tat und machte ja, war nicht lustlos, hatte Energie, hab viel geschafft, war am funktionieren wie nix gutes...
    Zwei Depressionsbögen haben was anderes ergeben. Tja...
    Bei mir greift evtl auch das, was auch unter "agitierte Depression" läuft. Vielleicht guckst du da mal nach..
    Und im Grunde glaube ich, das ich keine echte Depression habe- ich habe einfach viel zu viele Jahre viel zu viele Ups&Downs eingesteckt, zuviel Unsicherheiten, zuviel Abwertung und Scheitern. ADHS Folgekrankheit ja, aber keine echte Depression... (und vielleicht will ich mir das auch nur schönreden)

    zu Medikinet: ich habe ziemlich abgenommen damit, habe sehr viel weniger gegessen, als sonst.
    Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich Hunger, aber keinen Appetit--- *huch! sonst wars genau andersrum..

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