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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Medikamente? Ohne mich!



    Was für eine Grenze soll wo gezogen werden?
    Welchen Vorschlag hättest du denn gemacht?
    Welches Medikament nimmst du denn ein?

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - -

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Medikamente? Ohne mich!

    zeta schreibt:
    ich glaube langsam, die andern sind das problem, nicht ich.
    Die anderen sind IMMER das Problem. Für jeden, nicht nur für ADHSler. Frei nach Sartre: Die Hölle, das sind die Anderen.



    Na ja. Aber der Mensch ist erstens ein soziales Tier. Und zweitens lebe und arbeite ich in einer menschlichen Gesellschaft. Ich baue auf andere Menschen, jede Sekunde. Der Mensch ist allein im Wald ziemlich verloren.



    Deswegen muss ich die Balance finden. Weder total angepasst noch total unangepasst sein. So dass ich und meine Mitmenschen mit mir klarkommen. Dabei helfen mir Medikamente: Diesen Punkt wahrzunehmen. Sie verändern nicht mich sondern helfen mir die Reaktionen von mir und anderen besser zu sehen und meine Reaktionen besser zu steuern. Sonst würde ich sie nicht nehmen.

  3. #13
    howie

    Gast

    AW: Medikamente? Ohne mich!

    hab auch freunde, die mit mir klarkommen, wenn ich keine medikamente nehme. wenn ich mich daneben benehme sagen die mir s einfach...
    hab s gelesen hat mich beeindruckt Professional Idiot a Memoir Stephen Steve o Glover

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 271

    AW: Medikamente? Ohne mich!

    btw darf ich das mal hier kurz als skeptischer Medikamentenfreund einwerfen

    http://vg02.met.vgwort.de/na/2a80506...3d8b202c8b0d25Einige Anwender erheben die Chiropraktik zum Universalheilmittel, aber nach dem heutigen Stand der Forschung scheint sie bestenfalls bescheidene Erfolge zu feiern – und ihre Nebenwirkungen können laut Simon Singh sogar tödlich sein.
    Es überrascht Sie vielleicht zu erfahren, dass der Gründer der Chiropraktik, Daniel David Palmer, geschrieben hat, „dass 99% aller Krankheiten durch verschobene Wirbel verursacht werden“. In den 60er Jahren des XIX. Jahrhunderts begann Palmer damit, seine Theorie zu entwickeln, derzufolge die Wirbelsäule bei annähernd jeder Erkrankung eine wichtige Rolle spielt, da das Rückenmark das Hirn mit dem Rest des Körpers verbindet. Dementsprechend können Fehlstellungen der Wirbelsäule in anderen, nicht benachbarten Teilen des Körpers Probleme verursachen.
    Tatsächlich soll Palmers allererstes chiropraktisches Manöver einen Mann geheilt haben, der seit 17 Jahren stocktaub war. Seine zweite chiropraktische Behandlung war ebenso bizarr, denn er behauptete, die Herzprobleme eines Patienten durch Korrektur der Fehlstellung eines Wirbels zu beheben.
    Sie glauben vielleicht, dass moderne Chiropraktiker sich auf Rückenprobleme beschränken. Tatsächlich sind aber unter ihnen einige verrückte Ideen noch weit verbreitet. Die Fundamentalisten behaupten, jede Krankheit heilen zu können. Sie wollen u.a. Kindern mit Koliken, Schlaf- oder Essstörungen oder häufigen Entzündungen der Ohren helfen, gegen Asthma oder anhaltendes Schreien ankämpfen – obwohl es bei diesen Indikationen keinerlei Belege für die Wirksamkeit ihrer Methode gibt.
    Ich kann solche Behauptungen selbstbewusst als vollkommenen Unsinn bezeichnen, weil ich zusammen mit Edzard Ernst, dem weltweit ersten Lehrstuhlinhaber für komplementäre Medizin, ein Buch über alternative Medizin geschrieben habe. Als Arzt hat er chiropraktische Techniken studiert und angewendet, dabei aber auch erkannt, dass eine kritische Evaluierung nötig war. Für eines seiner Projekte hat er 70 Studien überprüft, in denen abseits klassischer Rückenprobleme chiropraktische Therapien untersucht wurden. Er konnte keinerlei Belege dafür finden, dass Chiropraktiker solche Beschwerden lindern können.
    Aber was ist von chiropraktischen Methoden zur Behandlung von Rückenproblemen zu halten? Manipulationen der Wirbelsäule können bei einigen Indikationen helfen, aber insgesamt sind die Ergebnisse nicht eindeutig. Zugegeben, auch konventionelle Strategien wie Physiotherapie sind bei Rückenproblemen nicht immer erfolgreich. Dennoch sind sie gegenüber der Chiropraktik zu bevorzugen, da diese Art von Therapie mit ernsthaften Gefahren einhergeht.
    Im Jahr 2001 hat ein systematisches Review von fünf Studien gezeigt, dass etwa die Hälfte aller chiropraktisch behandelten Patienten über kurzfristige Nebenwirkungen berichten, u.a. Schmerzen, Benommenheit, Steifheit und Schwindelgefühle. Das sind natürlich eher unbedeutende Effekte, aber sie kommen sehr häufig vor und müssen gegen die sehr begrenzten Vorteile chiropraktischer Eingriffe aufgewogen werden.
    Besorgnis erregender ist, dass das Markenzeichen der Chiropraktiker, nämlich der so genannte Manipulationsstoß, noch wesentlich schwerwiegendere Risiken mit sich bringt. Dabei werden Gelenke über ihren normalen Bewegungsspielraum hinaus durch Anwendung kurzer, schneller Kraftstöße ausgelenkt. Obwohl diese Prozedur für die meisten Patienten risikolos ist, können in Einzelfällen Gelenke ausgekugelt oder Knochen gebrochen werden.
    Schlimmer noch: Bei Manipulationen der Halswirbelsäule kann die Wirbelarterie, die das Gehirn mit Blut versorgt, beschädigt werden. Die sogenannte Dissektion dieser Arterie kann im Endeffekt zur Unterbrechung der Blutversorgung des Gehirns und dadurch zu einem Schlaganfall oder sogar zum Tod des Patienten führen. Da es zwischen der Dissektion der Wirbelarterie und der Blockade der Blutversorgung des Gehirns normalerweise eine zeitliche Verzögerung gibt, wurde der Zusammenhang zwischen chiropraktischen Maßnahmen und Schlaganfällen lange Jahre nicht erkannt. Vor kurzem konnten jedoch einige Fälle dokumentiert werden, in denen die Dissektion der Wirbelarterie mit Sicherheit durch Manipulationen der Wirbelsäule verursacht wurde.
    Laurie Mathiason war eine 20jährige kanadische Kellnerin, die zwischen 1997 und 1998 aufgrund von Kreuzschmerzen 21-mal ihren Chiropraktiker aufsuchte. Bei ihrem vorletzten Besuch klagte sie über Steifheit im Genick. Noch am selben Abend ging sie erneut zu ihrem Chiropraktiker, da sich ihr Zustand verschlechterte und sie im Restaurant kaum noch arbeiten konnte. Als er ihre Halswirbel manipulierte, begann sie zu weinen, die Augen zu verdrehen, bekam Krämpfe und hatte Schaum vor dem Mund. Sie wurde in die Notaufnahme eines Krankenhauses gebracht, fiel dort ins Koma und starb drei Tage später. Bei der Obduktion erklärte der Pathologe: „Laurie starb an einer Ruptur der Wirbelarterie, die während chiropraktischer Manipulationen an ihrer Halswirbelsäule zustande kam.“
    Es handelt sich nicht um einen Einzelfall. Alleine in Kanada starben mehrere andere Frauen nach chiropraktischen Eingriffen, und Edzard Ernst hat in der medizinischen Fachliteratur annähernd 700 Fälle von schwerwiegenden Komplikationen identifiziert. Die Gesundheitsbehörden sollten diese Gefahren sehr ernst nehmen, vor allem, weil nicht jeder Fall erkannt wird und die Dunkelziffer daher wesentlich höher ist.
    Wäre die Manipulation der Wirbelsäule ein Medikament, würde es bei so geringem nachgewiesenen Nutzen und solch schwerwiegenden Nebenwirkungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vom Markt genommen.
    Simon Singh
    Übersetzung: Dr. Philippe Leick
    Fachliche Beratung: Dr. Werner Hessel
    Simon Singh ist ein Wissenschaftsautor aus London und hat zusammen mit Edzard Ernst das Buch Gesund ohne Pillen – was kann die Alternativmedizin? (engl. Originaltitel: Trick or Treatment? Alternative Medicine on Trial) verfasst. Dieser Beitrag ist die überarbeitete Fassung eines in The Guardian erschienen Artikels, aufgrund dessen Singh persönlich von der British Chiropractic Association wegen Verleumdung verklagt wird.

    Vorsicht vor der chiropraktischen Falle

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Medikamente? Ohne mich!

    howie schreibt:
    hab auch freunde, die mit mir klarkommen, wenn ich keine medikamente nehme. wenn ich mich daneben benehme sagen die mir s einfach...
    Das tut etwa auch meine Frau.

    Wer ohne Medis klarkommt soll um Gotts Willen keine nehmen! Ist doch absolut klar.




    ---
    Gesendet von meinem Telefon ... was die heute können ...

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Medikamente? Ohne mich!

    Hallo Glückshormon

    Die Geschichten von den Skeptikern hören sich wirklich sehr schrecklich an.Das Erscheinungsjahr fehlt übrigens.Ich kann die Fälle in dem kurzen Bericht auch schwer beurteilen.
    Berichtet wird dort anscheinend von einem "Uraltgriff" der nicht nicht mehr angewandt werden sollte.Der moderne Chiropraktiker sollte das wissen! Positive links und Auszüge aus nem Lehrbuch spare ich mir.Das führt ja zu nichts.

    Irgendwie muss jeder auch seinen eigenen Weg finden!

    LG
    Mike

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: medis? ohne mich!

    howie schreibt:
    Es gibt Medikamente bei denen würdest Du Dich noch besser fühlen.
    und welche sind das ?

  8. #18
    howie

    Gast

    AW: Medikamente? Ohne mich!

    @wintertag - sag ich nicht. selber informieren.
    @wildfang - bin ja selbst am überlegen. jetzt als lehrer hab ich so viel stress und bin so müde manchmal, dass ich eh nix merke von den medis

  9. #19
    howie

    Gast

    AW: Medikamente? Ohne mich!

    nur: man soll immer wieder probieren ob es nicht auch ohne geht.
    so macht man es auch bei kindern, phasenweise absetzen (hat mir eine kinderärztin erzählt)

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Medikamente? Ohne mich!

    howie schreibt:
    so macht man es auch bei kindern, phasenweise absetzen (hat mir eine kinderärztin erzählt)
    Das sollte man auch bei Erwachsenen machen und das steht auch so im Waschzettel, zumindest bei Medikinet. "Jährlicher Aussetzversuch" nennt man das. Ich habe nach dem ersten Aussetzversuch meine Tagesdois um 5mg/Tag gesenkt. Das schwierige bei Erwachsenen ist: Wann ist in guter Zeitpunkt dafür?

    Bei Kindern ist das noch wichtiger weil in der Pubertät die notwendige Dosis drastisch sinkt. Ich will nicht wissen wie viele Jugendliche überdosiert rumlaufen und dann (zu recht) plötzlich keinen Bock mehr auf Medikation haben einfach weil sie sich mit der zu hohen Dosis schlecht fühlen und der Kinderarzt nicht kapiert dass die Jugendlichen trotz steigendem Körpergewicht weniger MPH brauchen (manche garkeins mehr).

    Zu der Chiropraktik-Geschichte:

    http://www.zeit.de/2009/25/N-Singh/komplettansicht

    http://edzardernst.com/category/chiropractic/

    http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/...it-Ezard-Ernst
    Geändert von Wildfang (18.01.2014 um 13:50 Uhr)

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