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Diskutiere im Thema Konzentration schlechter mit Medikinet? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    Konzentration schlechter mit Medikinet?

    Hallo,

    erstmal sorry, dass ich mich nicht näher vorstelle, aber solange der Bereich öffentlich ist, werde ich ganz sicher keine Informationen hier einstellen, die meinen Wiedererkennungswert zusätzlich und unnötig steigern. Ich hoffe sehr, dass ihr dafür Verständnis habt und mir das nicht weiter übel nehmt- ich antworte auch gerne per PN, falls Fragen zu meiner Person aufkommen sollten.

    Vorgeschichte zum Thema:

    Ich bin seit einigen Jahren wegen Depressionen in Behandlung, zuvor wegen diverser anderer Sachen, die teils auf meine extreme Sensibilität (emotional, aber auch in Bezug auf Reizoffenheit- kann viele Geräusche nicht ertragen, kein Zeitungspapier anfassen, etc...) und die damit einhergehenden Stimmungsschwankungen zurückgehen und teils in schwierigen familiären Verhältnissen begründet waren. Ich habe über die Jahre gelernt, mit den meisten Problemen gut zurecht zu kommen, habe schon lange keine emotionalen Ausbrüche mehr und komme auch sonst gut klar (Selbstorganisation etc.).
    Allein die Depressionen, mit extremer Antriebslosigkeit, haben mich irgendwann soweit runtergezogen, dass ich mich entschlossen habe, Medikamente zu nehmen. Fluoxetin war ein Griff ins Klo- stand einfach nur neben mir und wurde noch antriebsloser.

    Dann bekam ich Elontril und das war der Durchbruch- das Mittel schlug super an- Antrieb war wieder da, depressive Verstimmung weg, mein Selbstbewusstsein hat enorm profitiert etc.. Einzige Nebenwirkung: meine Konzentration wurde schlechter. Nicht so schlecht wie während der schlimm depressiven Phasen, aber weitaus schlechter als ohne Tabletten an guten Tagen. Ich habe viel spekuliert, woran das liegen könnte und mich zu einer ADHS Diagnostik entschlossen.
    Ergebnis: es ist weder möglich, das aufgrund meiner Symptomatik eindeutig zu diagnostizieren, noch kann man es bei mir ausschließen.
    Meine Familie ist allerdings voll von ADHSlern (teils diagnostiziert, teils offensichtlich) und auch meine Biografie ist in vielen Punkten klassisch.

    Da ein Fragebogen aber positiv auf ADHS getestet hatte, Leidensdruck besteht und ich momentan auf eine gute Konzentration angewiesen bin, hat sich der Arzt entschlossen, Medikinet zu verordnen ( die Diagnostik wurde sehr gründlich an anerkannter Stelle durchgeführt und ich vertraue dem Urteil und dem Vorgehen des Arztes voll und ganz- was nicht häufig vorkommt...).

    Frage/Problem:
    Ich nehme seit wenigen Wochen Medikinet und kann leider immer noch kein Fazit ziehen. Es macht mich definitiv ruhiger, gelassener, weniger Reizoffen (letzteres war zu Beginn allerdings genau umgekehrt) und kann viel besser schlafen. Aber ich fühle mich auch oft benebelt und ausgebremst, als hätte man mir Scheuklappen angelegt und würde meine Gedanken zwingen, durch einen Strohhalm zu fließen, wo früher ein Fluss war. Das seltsamste ist, dass ich mich damit oft gar nicht konzentrieren kann?! Also viel schlechter als ohne... Es gab allerdings auch andere Tage, an denen ich das Gefühl hatte, besser denken zu können.

    Nun habe ich seit 2 Tagen das Elontril weggelassen und das Medikinet auf die Anfangsdosis gesetzt (ich darf und soll damit in einem vorgegebenen Rahmen experimentieren) und mir geht es viel besser. Aber einen durchschlagenden Aha-Effekt habe ich nach der Einnahme auch nicht.

    Ich weiß nun leider gar nicht mehr, was ich von all dem halten soll- bin ich ein Non-Responder, habe ich die Kombination nicht vertragen, habe ich kein ADHS,...?

    Hat hier jemand Ähnliches erlebt und vielleicht einen Tipp für mich? Ich habe große Angst, dass die Depressionen zurück kommen, kann aber auch kein Medikament nehmen, das mich in meiner Leistungsfähigkeit einschränkt... -.-
    Ganz ohne Medikamente wird es vermutlich auch nicht gehen, das musste ich in den letzten Jahren leider einsehen.

    Viele liebe Grüße!

  2. #2
    AlteEiche

    Gast

    AW: Konzentration schlechter mit Medikinet?

    Huhu!

    Bei Überdosierung verstärkt oder erzeugt das Medikament durchaus eine Konzentrationsschwäche, die es in der richtigen Dosis behebt.

    Durchschlagender AHA Effekt existiert eigentlich nicht. Wenn sind es meines Wissens nach eher Einzelfallerlebnisse die besonders hohe Responsibilität aufweisen.

  3. #3
    ellipirelli

    Gast

    AW: Konzentration schlechter mit Medikinet?

    Entropie schreibt:
    Hallo,

    erstmal sorry, dass ich mich nicht näher vorstelle, aber solange der Bereich öffentlich ist, werde ich ganz sicher keine Informationen hier einstellen, die meinen Wiedererkennungswert zusätzlich und unnötig steigern. Ich hoffe sehr, dass ihr dafür Verständnis habt und mir das nicht weiter übel nehmt- ich antworte auch gerne per PN, falls Fragen zu meiner Person aufkommen sollten.

    Hallo- und willkommen erstmal.
    Dann schreib doch eine eher neutrale Vorstellung, mehr, als du in diesem -öffentlichen- Thread zu dir geschrieben hast, muss doch gar nicht sein.
    Ohne vorgestellt zu sein, wirst du nämlich weder PN schreiben, noch bekommen können.

    UND du kannst nicht im geschützten Bereich schreiben und lesen, wo mehr zu deiner Frage zu finden ist, als im öffentlichen Teil, weil sich, genau wie du, viele lieber nicht öffentlich "ausbreiten". (ich habe also nur begrenzt Verständnis dafür, sich zwar nicht vorstellen zu wollen, aber von Anderen im öffentlichen Bereich -persönliche- Erfahrungen zu erbitten)

    Medikinet ist nicht für Jeden geeignet- bis man das für sich richtige Medikament gefunden hat, ist es leider oft ein langer, elender Weg der Ausprobiererei.

    PS: die Vorstellungen werden nach einer gewissen Zeit (welcher??) in den geschützten Bereich "verfrachtet"!!

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Konzentration schlechter mit Medikinet?

    ellipirelli schreibt:
    (ich habe also nur begrenzt Verständnis dafür, sich zwar nicht vorstellen zu wollen, aber von Anderen im öffentlichen Bereich -persönliche- Erfahrungen zu erbitten
    Das hast du jetzt aber mal schön auf den Punkt gebracht eppirelli.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Konzentration schlechter mit Medikinet?

    Hallo ellipirelli,

    danke für die Hinweise, ich habe mittlerweile auch schon bemerkt, dass meine Vorbehalte hier einigen Unmut schüren und möchte nochmal betonen, dass das nicht in meiner Absicht lag- näheres dazu findet sich dann tatsächlich im Vorstellungsbereich.

    Du hast einerseits geschrieben, dass das, was ich bereits geschrieben wäre, ausreichend für eine geglückte Vorstellung wäre, kritisierst aber andererseits dass ich von anderen etwas erbitte, das ich selbst nicht leisten wollte, da ich mich nicht vorgestellt hätte? Das verstehe ich nicht?

    Außerdem habe ich hier nur um etwas gebeten, was etwas anderes ist, als es zu einer Bedingung zu machen. Die Frage nach persönlichen Erfahrungen bezog sich weiterhin nur auf Erfahrungen mit der Medikation, nicht auf Familienstand, Beruf, komplette Anamnese, Lieblingsessen, etc..

    LG Ennie

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Konzentration schlechter mit Medikinet?

    Entropie, das IST doch ne Vorstellung. Mach nicht son Gewese drum. Kein Mensch fragt nach deiner Schuhgröße, Alter, Hausnummer, Arbeitgeber oder Vorlieben.

    Deswegen genau hier und absolut Offtopic:



    Und jetzt kopierst du das da oben ohne die Frage hintendran in den Vorstellungsbereich

    ---


    Aber ich fühle mich auch oft benebelt und ausgebremst, als hätte man mir Scheuklappen angelegt und würde meine Gedanken zwingen, durch einen Strohhalm zu fließen, wo früher ein Fluss war. Das seltsamste ist, dass ich mich damit oft gar nicht konzentrieren kann?! Also viel schlechter als ohne... Es gab allerdings auch andere Tage, an denen ich das Gefühl hatte, besser denken zu können.
    "Ausgebremst" und "Scheuklappen" hatte ich noch nie, klingt auch nicht wirklich gut.

    Was aber absolut normal ist dass die gefühlte Wirkung schwankt. Oder besser: Es ist absolut normal dass du gute und schlechte Tage hast. MPH macht einen Menschen ja nicht zu Maschine (zum Glück, dann würd ich's sicher nicht nehmen) und Menschen haben eben mal gute und mal schlechte Tage ergo gute und schlechte MPH Wirkungen. Und in der Eintitrierphase ist es eh normal dass man zu hoch oder zu niedrig dosiert oder dass die Wirkung zu schnell weg ist oder oder ... ich hatte zwar bei der ersten Tablette sofort einen deutlich positiven Effekt aber bis ich das dann im Griff hatte hat es ein 3/4 Jahr gedauert. Das Gefühl besser denken zu können habe ich übrigens nie. Auch nicht schlechter. Der Fluss fliesst auch noch. Ich kann Gedanken besser aus dem Fluss rausfischen, sie besser festhalten und ausführen, aufschreiben und dann zu Ende denken oder bewusst verwerfen.

    MPH verändert weder die Welt noch dich, es hilft dir aber auf komplexe Weise einen Tag, der schei....e beginnt oder droht schlecht zu werden in eine guten Tag zu drehen. Das gelingt nicht immer, wie auch, schlechte Tage hat jeder mal, aber es gelingt mit MPH ein bisschen öfter, ungefähr so oft wie bei anderen Menschen auch. Mehr kannst du nicht erwarten. Aber das ist schon ziemlich viel finde ich.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Konzentration schlechter mit Medikinet?

    Danke dir, Wildfang! Soeben erledigt!

  8. #8
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Konzentration schlechter mit Medikinet?

    Wildfang schreibt:
    Alter
    Das Alter interessiert mich schon, zumindest die Dekade; es ist schon ein Unterschied, ob ich als Senior (cool, in den Parnerbörsen werde ich schon als Senior gehandelt. Daher bin ich da schnell wieder raus) mit einer gleichaltrigen SeniorIn oder einer zwanzigjährigen Person diskutiere. Allein der Humor unterscheidet sich erheblich zwischen den Generationen. Daher kommuniziere ich ungern mit Personen, die hier ihr Alter nicht bekannt gegeben haben.

    Zum Thema: Im Laufe meines Lebens habe ich gelernt, wie ich mich konzentrieren kann. Ich habe unbewusst die ADS-eigene Dissoziation genutzt, indem ich mich komplett aus der Realität ausgeklinkt habe. Es war mir nie möglich, z.B. während des Lesens Musik zu hören. Mit MPH kann ich das nicht mehr. Dafür kann ich mich auch dann konzentrieren, wenn es um mich herum heiß her geht.

  9. #9
    ellipirelli

    Gast

    AW: Konzentration schlechter mit Medikinet?

    Entropie schreibt:

    Du hast einerseits geschrieben, dass das, was ich bereits geschrieben wäre, ausreichend für eine geglückte Vorstellung wäre, kritisierst aber andererseits dass ich von anderen etwas erbitte, das ich selbst nicht leisten wollte, da ich mich nicht vorgestellt hätte? Das verstehe ich nicht?
    ich finde das ganz einfach zu verstehen- meine Kritik ging dahin, das du zwar selbst (zum Zeitpunkt meines 1. Postings) die "Öffentlichkeit/= Vorstellung" scheust, jedoch private Erfahrungen IM öffentlichen Bereich erwartest/-hoffst.
    Das passt(e) nicht zusammen.

    Eine Altersangabe finde ich übrigens auch interessant. Aus den von Steintor genannten Gründen

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    Konzentration schlechter mit Medikinet?

    Ich finde man soll niemanden stupsen sein Alter anzugeben sofern es über 18 liegt. Wer nicht will will nicht. Das ist auch unkontrollierbar - bei Zwang hätten wir hier Massen falsche Angaben.

    Man merkt auch am Schreibstil in welchem Lebensabschnitt ein Mensch steckt und wenn ein Vertrauen da ist erzählen die meisten schon wie alt sie sind sofern nötig,

    @Steintor ich kenne dieses totale abtauchen auch - ich würde es aber nicht Dissoziation nennen sondern Hyperfokus. Falls das nicht zusammenhängt ... ist jedenfalls absolut unkontrollierbar und mit MPH seltener (nicht weg).



    ---
    Gesendet von meinem Telefon ... was die heute können ...

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