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Diskutiere im Thema Medikamente hinterfragen? Worauf muss ich achten? Placebo-Test? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 75

    Medikamente hinterfragen? Worauf muss ich achten? Placebo-Test?

    Hi zusammen, wollte mal fragen, wie das mit der Einstellung von Medikamenten läuft? und wie ausgewählt wird, welches Medikament geeignet wäre, bzw wird durch einen vorherigen Placebo-Test verschiedene Medikamente ausprobiert? Also so hat der Arzt uns das bei meinem Sohn geschildert, er soll 2 Wochen ein Medikament und zwei Wochen ein Placebo bekommen. Wir wissen nicht, wann er welches bekommt um unvoreingenommen zu beobachten. Gibt es so was bei Erwachsenen auch? Oder läuft es da anders ab? Und vielleicht könnt ihr mir auch Tipps geben, worauf ich dabei im Vorfeld achten soll, also ich meine, was ich hinterfragen soll? Z.B. Wirkdauer, Wechselwirkung mit anderen Medis( z.B. Pille, Hustensaft, Antibiotika oder so was, was man ja schon mal akut nehmen muss), Wirkweise, Wie ist es einzunehmen, Preisunterschiede, Kassenbeteiligung, Nebenwirkungen, Rebound, was kann passieren bei Über- bzw Unterdosierung, Langzeitfolgen, Spätfolgen...??? Habt ihr Tipps, worauf ich achten muss? Was ich hinterfragen muss? Möchte mich schon mal auf alles vorbereiten und mich schlau machen

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Medikamente hinterfragen? Worauf muss ich achten? Placebo-Test?

    Du brauchst echt keine Angst vor den Medikamenten zu haben. Du wirst sie freiwillig einnehmen und Niemand wird Dich zur Einnahme zwingen. Wenn Du sie nicht mehr möchtest, dann lässt Du sie weg. Ich rate Dir, dass Du sie testest. Ich würde mich ordentlich einstellen lassen und am Ende entscheiden, ob Du sie möchtest oder nicht.

    [QUOTE=Tamajoschi07;453968]Einstellung von Medikamenten läuft? [Uqote]

    Du beginnst mit einer geringen Dosis und steigerst die Dosis peu à peu je nach Wohlbefinden. Du entscheidest, wieviel Du nimmst. Absetzen und weniger Medikament einnehmen kannst Du nach freien Stücken.

    Tamajoschi07 schreibt:
    welches Medikament geeignet wäre,
    Meine persönliche These ist, dass zu beginn eines Jahres Methylphenidat und gegen Ende des Jahres Atomoxetin (Wirkstoff in Strattera) verschrieben wird. Das ist, wie gesagt, meine persönliche Meinung und ich habe keine Beweise. Eine andere Möglichkeit ist, dass mit Medikinet begonnen wird und falls das nicht wirkt oder zu schlimme Nebenwirkungen hat, wird auf Strattera umgestiegen.

    Tamajoschi07 schreibt:
    Placebo-Test verschiedene Medikamente ausprobiert
    Das ist nicht nötig. Du wirst spüren, ob Medikinet wirkt oder nicht. Falls es nicht wirkt, entscheidet der Arzt über eine Alternative.

    Tamajoschi07 schreibt:
    meinem Sohn
    Bei Kindern ist die Diagnose und Medikation eerheblich umfangreicher. Kinder können sich nicht so artikulieren, wie Erwachsene. Und Kinder sollte man nicht so freizügig Medikamente verschreiben lassen, denn sie können sich nicht dagegen wehren. Das ist auch meine persönliche, rein sachliche Meinung und soll keine Messlatte sein.

    Tamajoschi07 schreibt:
    Wirkdauer, Wechselwirkung mit anderen Medis( z.B. Pille, Hustensaft, Antibiotika oder so was, was man ja schon mal akut nehmen muss), Wirkweise, Wie ist es einzunehmen, Preisunterschiede, Kassenbeteiligung, Nebenwirkungen, Rebound, was kann passieren bei Über- bzw Unterdosierung, Langzeitfolgen, Spätfolgen...??? Habt ihr Tipps, worauf ich achten muss? Was ich hinterfragen muss? Möchte mich schon mal auf alles vorbereiten und mich schlau machen

    Die Wirkdauer der jeweiligen Medikamente ist individuell verschieden. Medikinet wirkt in der Regel 5 - 8 Stunden.

    Wechselwirkungen stehen im Beipackzettel. WW mit anderen Medikamenten sind mir eben nicht geläufig. Ansonsten ist zu sagen, dass Alkohol unbedingt zu meiden ist.
    Die Wirkweise hängt vom Medikament und von der Retardierung ab.

    Du wirst ohnehin erst mal Medikinet adult verschrieben bekommen, es sei denn, Du bist privat versichert.

    Unbedingt auf nicht nüchternem Magen.
    Gibt es Keine; Ritalin ist schon seit 1954 auf dem Markt. Leider sind viele Stimmen in der Luft, die das Gegenteil behaupten. Da rate ich Dir, dass Du nicht hinhörst.

    Nebenwirkungen bei mir: Kalte Finger, Hautprobleme. Verdauungsprobleme und Müdigkeit sind nur Anfangs aufgetreten.

    Rebound je nach Stresslevel. Bei großem Stress spüre ich auch die Kanalratte.
    Unterdosierung gibt es eigentlich nicht. Du spürst nur Deinen eigenen Körper. Überdosierung bei mir (wenn ich mal zu wenig gegessen habe): Nervosität


  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Medikamente hinterfragen? Worauf muss ich achten? Placebo-Test?

    Gibt es so was bei Erwachsenen auch?
    Mag sein, dass es sowas noch irgendwo gibt. Ich selbst arbeite in einer Psychiatrischen Klinik und da erachten wir solche Praktiken als unlauter. Wenn sowas gemacht wird sollte der Patient über das Procedere aufgeklärt werden und seine Einwilligung geben. Ist ja vielleicht auch mal ganz spannend.

    Im ambulanten Rahmen kriegst Du ja ein Rezept mit. Da steht ganz klar drauf, welches Präparat der Apotheker ausgeben soll. Du kriegst die Originalpackung in der Apotheke in die Hand. Dir da ein Placebo unterzujubeln wäre recht schwierig.

    Und vielleicht könnt ihr mir auch Tipps geben, worauf ich dabei im Vorfeld achten soll, also ich meine, was ich hinterfragen soll?
    Du solltest auf jeden Fall körperlich gesund sein. Pumpe, Leber, Niere, Gefäße, Gehirn. Normalerweise sollten aber Untersuchungen wie Labor, EKG, CCT oder MRT eh zur psychiatrischen Grunddiagnostik dazugehören.

    Wirkdauer, Wechselwirkung mit anderen Medis( z.B. Pille, Hustensaft, Antibiotika oder so was, was man ja schon mal akut nehmen muss), Wirkweise, Wie ist es einzunehmen, Preisunterschiede, Kassenbeteiligung, Nebenwirkungen, Rebound, was kann passieren bei Über- bzw Unterdosierung, Langzeitfolgen, Spätfolgen...???
    Gehört eigentlich zur Aufklärungspflicht des Psychiaters. Auch bei anderen Medikamenten. Ansonsten liegt es ganz an Dir wie viel Du über das Präparat wissen willst. Die Fragen kommen von ganz alleine. Schreib sie auf und stell sie Deinem Psychiater ganz nach Lust und Laune.

    Es ist nur legitim nen gewissen Respekt vor Medikamenten zu haben und sich vor der Einnahme umfassend informieren zu lassen.

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