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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 82

    Methylphenidat mein Sorgenkind

    hallo allerseits

    Ich werd versuchen mich kurz zu fassen.
    Seit etwa 2 bin ich auch Ritalin eingestellt. Von Beginn an spürte ich dabei keine "Wunderwirkung" auf das unmittelbare bezogen, sondern eher was die Langfristige Lage betrifft; So wurde ich optimistischer und hatte das Gefühl, dass das Ritalin mich "zusammenhält", also nicht so leicht zerbrechen lässt.
    (bin übrigens auch Depressionspatient, darauf war letzteres bezogen).

    Jedoch stiegen mit der Dosis auch die Nebenwirkungen.
    Dosis zu niedrig = keine Wirkung
    Dosis so, dass ich eine Wirkung verspüre = Nebenwirkungen zu unangenehm

    Ich entschied mich aber immer so fortzufahren und diesem "Kompromiss" eben einzugehen.

    Nun bin ich mittlerweile für meine Verhältnisse ganz ok stabil was die Depression angeht (konnte vor etwa 14 Monaten endlich das richtige AD für mich finden).
    Und ich bin vielleicht sogar auf dem guten Weg auch mal endlich wieder ein glückliches Leben führen zu können.
    Und je mehr sich in meiner Ausbildung die Schulische Sache verbessert, werde ich auch grundlegend zufriedener.


    sooo.... nun...
    in der Branche, in der ich meine Ausbildung mache, haben wir einen gewissen Grundsatz:
    "Never touch a running system."
    An sich "läuft" mein aktuelles System seit einiger Zeit ja.
    Aber: einige Nebenwirkungen vom Ritalin machen mir einfach noch Sorgen...
    Die 2 grössten Problempunkte:
    - Ängstlichkeit
    - Lustlosigkeit mit Antriebslosigkeit als Folge.

    Mit Ritalin mache ich mir mehr Sorgen. Es ist mir nicht einfach alles egal. - Eigentlich auch OK, vorallem was das Risikoverhalten angeht! Aber diese Ängstlichkeit (vorallem Körperlich zu spüren) hemmt mich noch daran zur Verbesserung des Alltags.
    Und ein weiteres Problem ist diese Lustlosigkeit, die ich verspüre: ich hab meistens zu nix Lust. obwohl ich doch 100000 Ideen im Kopf habe, die umgesetzt werden möchten.
    Stattdessen tue ich irgendwie nix wenn ich zuhause bin. Bzw. entweder nix tun, oder Hyperfokus - dieser Funktioniert während der Wirkung ganz normal.
    (Aber das mit dem Hyperfokus ist ja so ne Lotterie Sache ).

    Mein Geist ist irgendwie dann einfach sehr wählerisch und "zickig".

    Ich greife jetzt aber nochmals zurück auf "Never touch a running system."
    Schon vor etwa einem Jahr hatte ich mit meiner Medi-Ärztin über die Möglichkeit auf Amphetamine zu wechseln gesprochen.
    Jedoch liessen wir es noch als Alternative offen, sollte es mit dem Ritalin nicht mehr klappen.
    Von 2-3 Monaten hatte ich wieder das Thema angesprochen, und nach 2-3 Wochen überlegung sagte ich, dass ich doch noch weiterhin warten möchte...
    denn was, wenn das ganze schief geht?
    was, wenn das monentan etwas holprig laufende System wieder ganz abstürzt?

    Habe ich Angst mich vom Ritalin zu trennen? Immerhin nehme ich es weiterhin, weil ich es ja doch brauche und die Nebenwirkungen dafür einfach so hinnehme.
    Kann ich den Versuch der Medikationsumstellung wagen?



    Oder soll ich weiterhin, so wie mein Entscheid nach solchen Überlegungen immer aussah, einfach warten?
    ohne die Frage je geklärt zu haben: Warten - doch worauf?


    Wenn ich ehrlich bin, weiss ich nicht genau, was ich nun von euch hören möchte. Ich wollte es einfach mal so zusammenfassen...

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.858

    AW: Methylphenidat mein Sorgenkind

    Da Dich MPH zu stabilisieren scheint, würde ich es weiterhin nehmen. Um was für eine Form des Ritalins handelt es sich denn? Hast Du mal eine Pause gemacht? Sind die genannten Punkte - Ängstlichkeit und Antriebslosigkeit - seit Beginn der Medikation aufgetreten, und falls nicht, seit wann verspürst Du das? Gab es einen Auslöser?

    Ich schlage vor, dass Du mit Deiner Ärztin sprichst, ob Du nicht mal ein Generikum ausprobierst.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 82

    AW: Methylphenidat mein Sorgenkind

    Danke für deinen Post.

    Ums bzgl. der Angst gleich zu klären: Nein, die Ängste waren schon VORHER da; Generalisierte Angststörung.
    Die Ängste im Bezug auf Ritalin sind jedoch andere Ängste bzw. in etwas anderer Form und Auswirkung.

    Momentan bin ich auf Ritalin und Ritalin LA eingestellt.
    Bei LA spüre ich von der Wirkung weniger und entsprechend auch weniger Nebenwirkungen.


    Ein Wechsel auf ein andere MPH-Präparat/Generikum - wo könnte es da besser klappen? Kann das so einen Unterschied machen?

  4. #4
    Matatabi

    Gast

    AW: Methylphenidat mein Sorgenkind

    headphone schreibt:
    Mit Ritalin mache ich mir mehr Sorgen. Es ist mir nicht einfach alles egal. - Eigentlich auch OK, vorallem was das Risikoverhalten angeht! Aber diese Ängstlichkeit (vorallem Körperlich zu spüren) hemmt mich noch daran zur Verbesserung des Alltags.
    Und ein weiteres Problem ist diese Lustlosigkeit, die ich verspüre: ich hab meistens zu nix Lust. obwohl ich doch 100000 Ideen im Kopf habe, die umgesetzt werden möchten.
    Stattdessen tue ich irgendwie nix wenn ich zuhause bin. Bzw. entweder nix tun, oder Hyperfokus - dieser Funktioniert während der Wirkung ganz normal.
    Ich habe mal eine Frage zu der von dir beschriebenen Ängstlichkeit. Was heißt das bei dir das du unter Ritalin diese vor allem Körperlich fühlst? Also sowas wie Herzrasen?

    Und das was du als Lustlosigkeit beschreibst, das ist mein Grund warum ich überhaut Medikamente nehme. Dieses 1000 Dinge im Kopf haben aber es nicht einmal schaffen irgendwas davon anzufangen, weil das andere ja z.B. interessanter oder spaßiger oder oder oder sein könnte, ist mein Normalzustand. Würde ich mich also so fühlen wie du es tust würde für mich das Medikament gar nicht wirken.
    Das heißt in keinstem Fall das es bei dir nicht wirkt! Ich finde es eher überraschend das du den Zustand unter Ritalin bekommst den ich bei mir als Normalzustand habe.

    Ich habe (da ich Deutschland ja nur Medikinet Adult von den Krankenkassen übernommen wird) halt nur mit Medikinet Erfahrung und hatte ebenfalls extreme Nebenwirkungen. Meine Wirkung war auch zu schwach und die Nebenwirkungen aber so stark das ich es nur wenige Woche nehmen konnte. So lange wie du hätte ich das nie aushalten können.
    Ich nehme jetzt DL-Amphetamin Saft und habe für mich keine nennenswerten Probleme. Muss aber schon sagen wie es wirkt ist vollkommen anders. Alleine schon vom Gefühl und auch worauf es wirkt. Also gerade was Angst, Konzentration, Stimmung usw angeht.

    Da du ja selbst nicht so genau weißt was du hören möchtest, hab ich einfach nur mal meine Gedanken dazu geschrieben. Ansonsten würde ich sagen du musst (jaja ich weiß das ist eh nie einfach) für dich heraus finden ob das System so läuft oder eben nicht rund genug läuft das man nicht doch eine Veränderung probieren sollte.

    Wie ist denn eigentlich die Meinung deiner Ärztin dazu? Die kennt dich ja schließlich schon nen Weilchen und die wird sich ja sicherlich auch dazu geäußert haben als du überlegt hast zu wechseln.
    Geändert von Matatabi ( 1.01.2014 um 20:23 Uhr)

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 82

    AW: Methylphenidat mein Sorgenkind

    Matatabi schreibt:
    Ich habe mal eine Frage zu der von dir beschriebenen Ängstlichkeit. Was heißt das bei dir das du unter Ritalin diese vor allem Körperlich fühlst? Also sowas wie Herzrasen?

    Und das was du als Lustlosigkeit beschreibst, das ist mein Grund warum ich überhaut Medikamente nehme. Dieses 1000 Dinge im Kopf haben aber es nicht einmal schaffen irgendwas davon anzufangen, weil das andere ja z.B. interessanter oder spaßiger oder oder oder sein könnte, ist mein Normalzustand. Würde ich mich also so fühlen wie du es tust würde für mich das Medikament gar nicht wirken.
    Das heißt in keinstem Fall das es bei dir nicht wirkt! Ich finde es eher überraschend das du den Zustand unter Ritalin bekommst den ich bei mir als Normalzustand habe.

    Ich habe (da ich Deutschland ja nur Medikinet Adult von den Krankenkassen übernommen wird) halt nur mit Medikinet Erfahrung und hatte ebenfalls extreme Nebenwirkungen. Meine Wirkung war auch zu schwach und die Nebenwirkungen aber so stark das ich es nur wenige Woche nehmen konnte. So lange wie du hätte ich das nie aushalten können.
    Ich nehme jetzt DL-Amphetamin Saft und habe für mich keine nennenswerten Probleme. Muss aber schon sagen wie es wirkt ist vollkommen anders. Alleine schon vom Gefühl und auch worauf es wirkt. Also gerade was Angst, Konzentration, Stimmung usw angeht.

    Da du ja selbst nicht so genau weißt was du hören möchtest, hab ich einfach nur mal meine Gedanken dazu geschrieben. Ansonsten würde ich sagen du musst (jaja ich weiß das ist eh nie einfach) für dich heraus finden ob das System so läuft oder eben nicht rund genug läuft das man nicht doch eine Veränderung probieren sollte.

    Wie ist denn eigentlich die Meinung deiner Ärztin dazu? Die kennt dich ja schließlich schon nen Weilchen und die wird sich ja sicherlich auch dazu geäußert haben als du überlegt hast zu wechseln.

    danke ersmal
    Ängstlichkeit: Nein Herzrasen o.ä. nicht. Man sieht es mir zB auch nicht an. Es sind eher so Zukunftsängste... und wie ich das genau eine mit dem Körperlichen kann ich auch nicht so ganz erkläreb monentan...
    Mit dem Anafranil verschwanden auch meine Zwangsgedanken. Und zusätzlich bin ich auf Seroquel eingestellt.
    "Gedanklich" bin ich also eher geschützt.
    Vielleicht ist es eher ein "Sich-Sorgen-Machen-Gefühl" ohne zu wissen weshalb.

    Dann bzgl. den 1000 Dingen im Kopf:
    Natürlich habe ich die ganzen Ideen auch ohne Ritalin. Das Medi dämpft natürlich auch etwas meine Gedanken, aber es "lähmt" auch.
    Ich frag mich dann immer was ich tun könnte - kann viele Dinge aufzählen aber hab meistens doch auf nix Bock.
    Ausser wenn eine Sache die Richtige Kombination im Hirn freisetzt und dann kann ich schön im Interesse/Faszination-Schub tun und machen.

    Ohne MPH denke ich mir: "Hausaufgaben? nö egal."
    mit MPH weiss ich: "oh Mist, ich muss die Hausaufgaben machen, sonst gibts Ärger."


    Ich bin seit etwa über 3 Jahren in Therapie. Meine Medi-Ärztin hatte ich am Anfang bei der Einstellung auf Ritalin, mittlerweile aber eine andere (weil die andere im Kindesurlaub oder so ist seit paar Monaten).
    Seit etwa 4-5 Monaten bin ich nun eben bei dieser aktuellen Medi-Ärztin, sie kennt mich also noch nicht sooo gut.
    Aber sie sagte: wenn ich auf ein Amphetamin-Präparat wechseln will, kann sie mich zu einem auf Adhs im Erwachsenenalter spezialisierten Arzt (in der gleichen Stadt) weiterleiten, da sie keine richtigen Erfahrung hat mit den A-Medis.
    Sie überlässt mir die Entscheidung mit dem Wechsel.

    PS: Ich liess vor 2/3 Monaten meine Spiegel Messen von den Medis: Ich bin einer, der schnell verstoffwechselt oder so, kam raus.




    Nachtrag:
    Ob das System so für mich passt beobachten - genau dies tu ich ja schon so lange, aber kann einfach immer noch nicht ein richtiges Fazit ziehen.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Methylphenidat mein Sorgenkind

    headphone schreibt:
    danke ersmal
    Ängstlichkeit: Nein Herzrasen o.ä. nicht. Man sieht es mir zB auch nicht an. Es sind eher so Zukunftsängste... und wie ich das genau eine mit dem Körperlichen kann ich auch nicht so ganz erkläreb monentan...
    Mit dem Anafranil verschwanden auch meine Zwangsgedanken. Und zusätzlich bin ich auf Seroquel eingestellt.
    "Gedanklich" bin ich also eher geschützt.
    Vielleicht ist es eher ein "Sich-Sorgen-Machen-Gefühl" ohne zu wissen weshalb.
    Sind die Zukunftsängste wirklich eine Nebenwirkung? Könnte es nicht sein, dass du deine Situation jetzt einfach besser erkennst?

    Diesen Effekt kenne ich nämlich auch (ich nehme aber Concerta). Bevor ich mit der MPH-Behandlung anfing, hatte ich überhaupt keine Vorstellung davon, wie meine Zukunft aussehen könnte. Jetzt habe ich auch Zukunftsängste aber ich würde das nicht als Nebenwirkung bezeichnen. Ich sehe es mehr als Wirkung. Und klar, das spüre ich manchmal auch körperlich. Diese Zukunftsängste sind oft, genau die Motivation, die ich brauche.

    Andere Ängste und Zwänge, wurden bei mir seit MPH deutlich erträglicher. Einige sind sogar ganz weg. Der Antrieb ist besser aber sehr abhängig von Laune und Wetter. Im Sommer habe ich deutlich mehr Antrieb, als im Winter. Macht Sinn, finde ich. Nicht ADHS'lern geht's ähnlich.

    Was die Umsetzung, von all den Ideen angeht: Ich bin eigentlich froh, dass ich nicht mehr jede meiner Ideen sofort umsetze, denn beendet, habe ich sie selten. Kam immer eine bessere Idee dazwischen. Und, wenn ich doch viele umsetzen konnte, blieb dafür alles andere liegen (Arbeit, Schule). In den Hyperfokus gerate ich zwar trotzdem noch aber meistens erst abends, wenn die MPH-Wirkung nachlässt.

    Ein anderes MPH-Präparat kann einen Unterschied machen. Muss aber nicht. Bei mir z.B. wirkt Concerta besser als Ritalin. Von allen Problemen, bin ich aber noch lange nicht befreit. Wäre auch zuviel, von einem Medikament verlangt und deshalb mache ich noch eine Therapie.

  7. #7
    Matatabi

    Gast

    AW: Methylphenidat mein Sorgenkind

    headphone schreibt:
    Mit dem Anafranil verschwanden auch meine Zwangsgedanken. Und zusätzlich bin ich auf Seroquel eingestellt.
    Das ist ne ganz schön heftige Medikamentenkombination. MPH, Trizyklisches AD und ein Neuroleptikum. Gerade MPH und Seroquel zusammen ist extrem selten.
    Unter diesem Gesichtspunkt ist es aber auch ehrlich gesagt kaum bis gar nicht möglich deine beiden Hauptsymptome noch dem MPH zuzuordnen da beides, die Ängstlichkeit und Antriebslosigkeit Nebenwirkungen deiner anderen Medikamente sein könnten. Hast du ja bestimmt schon selbst im Beipack gelesen.

    Da ist es richtig das dich deine Ärztin an einen Spezialisten überweisen möchte, ich könnte mir aber nicht vorstellen, dass dieser wirklich auf Amphetamine umsteigen würde, da die beiden Erkrankungen für die ein Neuroleptikum gedacht ist, eine Kontraindikation für eine Behandlung mit Amphetaminen sind.

    Was deine weitere Behandlung betrifft ist dein Gefühl zwar super wichtig, aber gerade in der Kombination von allen drei Medikamenten zusammen kann das eigentlich nur mit einem guten Psychiater zusammen richtig eingestellt werden, da selbst bei dem Anafranil und dem Seroquel zusammen schon einiges beachtet werden muss und wenn dann dazu noch ein Medikament aus der Gruppe der Stimulanzien dazu kommt wird das wirklich schwierig.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 82

    AW: Methylphenidat mein Sorgenkind

    @Liberty,
    ja es kann gut sein, dass ich die Situation besser erkenne.
    Und mit der Lähmung hast du zwar Recht: es sind eh nicht alle Ideen umsetzbar.
    Aber ich würde zB gerne einfach Mal ein Buch lesen... oder was malen... . Sowas geht einfach nichtmehr richtig, nurnoch mit Glück.

    @Matatabi,
    Ganz so einfach kann man das alles nicht so sehen. Du musst wissen, ich bin leider nicht Patient seit gestern
    Ich werde von 2 Psychiaterinnen behandelt (hab oben eben "Arzt" geschrieben, sind aber beides Psychiaterinnen). Diese Medikation ist nicht spontan gestrickt worden.
    Einen Adhs'ler mit Borderline-Symptomen, Zwangs-, Panik- und Angststörung und extrem schwerer Depression ... - mit solch einem Fall kamen so manche Ärzte nicht klar.

    Meine genannten Symptome kommen nicht von den anderen beiden Medis. weder die Antriebslosigkeit noch die Ängstlichkeit werden vom Anafranil oder Seroquel verursacht.
    Begründung:
    - Wenn das Ritalin gerade nicht wirkt, sind die genannten Symptome nicht vorhanden
    - sowohl die Ängstlichkeit als auch die Antriebslosigkeit werden nicht von den Medis verursacht, weil sie von der Form her nichts mit denjenigen zu tun haben, welche als Nebenwirkungen der anderen Medis kommen könnte.
    - Beim Auftretten der genannten Nebenwirkungen zeigen sich keine deutlichen Regelmässigkeiten. Mein AD und mein NL sind Spiegelmedikamente - wäre also unlogisch.

    Klar ist die Kombination eher selten - aber nenn mir eine bessere Zusammensetzung?
    Diese hat bisher am besten geklappt.
    Schau Mal: ich habs nach Jahren hingekriegt mittlerweile, dass ich mehr oder weniger stabil bin. nun erlaube ich mir eben einfach das Streben nach einem Leben, wo ich auch sowas wie "glücklich" sein kann.
    Und mir ist scheissegal was Norm und Standard sind. Ich wollte mein Leben ohnehin längst schon wegschmeissen, kann es aber nicht übers Herz bringen wenn ich an meine Familie denke.
    Ich hab mich also entschieden dieses Leben noch weiter zu leben mit all den "Defekten",
    also darf ich es mir eben auch ganz einfach erlauben genauso zu handeln!

    "Seroquel und Ritalin mischt man NORMALERWEISE nicht."
    - ja, aber NORMALERWEISE leidet ein Mensch auch nicht solch beschissenen Qualen. !
    NORMALERWEISE sollte es sowas überhaupt nicht geben, NORMALERWEISE.

    Mir ist es furzegal ob mir der Spezialist/Arzt ein Medikament verschreibt oder nicht. Wenn ich weiss, dass das Medikament XYZ bei mir gut wirkt, dann bau ich das in meine Medikation ein - auch ohne Arzt.
    Ich war schon immer ehrlich mit den Ärzten und sage jedesmal klar:
    Mir geht es um mein Wohlbefinden und meine Gesundheit. Ich pfeiffe auf Norm.



    Wenn der Arzt mir das Amphetamin-Präparat nicht verschreiben will, hole ich es mir auf anderem Weg - und das lasse ich ihn auch ganz offen und ehrlich wissen.
    Natürlich nur wenn ich weiss, das Medikament bringt mich weiter.
    Vielleicht hilft ja das Amphetamin-Präparat gar nicht.
    Auch o.k., dann hab ich eben Pech gehabt und muss weiter suchen.




    Kann sein das ich hier und da etwas angreifend klinge, hab jetzt den Text nicht nochmals durchgelesen.
    Ist dann aber auch wirklich nicht böse oder persönlich gemeint
    Das ganze ist eben einfach etwas komplexer als es aussieht. Was ich schreibe hat schon seine Überlegung.

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