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Diskutiere im Thema MPH / Methylphenidat-Dosierung: was mache ich falsch ? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Matatabi

    Gast

    AW: Kann eine kleinere Dosis stärker wirken als eine größere ?

    Ohne auf eine genaue Dosierung einzugehen aber ich habe mit meinem Arzt am absoluten unteren Ende der Skala angefangen und dafür bin ich im jetzt noch dankbar da ich auf Medikinet adult wirklich extreme Nebenwirkungen hatte. Du kannst übrigens auch mit Medice der Herstellerfirma selber sprechen. Die haben da auch Ärzte die dir zu Dosierung usw was sagen können. Habe das selber vor der Behandlung gemacht weil ich eine extrem spezielle Frage hatte mein Facharzt nicht mal eben so beantworten konnte und auch dort hat man mir zu einer extrem niedrigen und langsamen Eindosierung geraten.

    Warum rät dir eigentlich dein Arzt zu so einer extrem hohen Anfangsdosis? Warst du mit der davor nicht zufrieden oder wollte er direkt eine andere? Ansonsten geht es in erste Linie aber natürlich immer auch nur um dich ganz alleine und es ist wichtig seine Meinung und seine Wünsche bei seinem Arzt zu vertreten. Und solltest du weniger nehmen wollen dann solltest du das auf jeden Fall auch so sagen ein guter Psychiater sollte da eigentlich nicht nein sagen, da MPH ja ein extrem subjektives Medikament ist das von jedem extrem anders empfunden wird.

    Da wäre es dann aber auch egal ob der Arzt aus dem Forum empfohlen wurde oder nicht, wenn die Chemie nicht stimmt und man sich dort nicht so richtig wohl fühlt ist es evtl. nicht der richtige für dich.

  2. #12
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 66

    AW: MPH / Methylphenidat-Dosierung: was mache ich falsch ?

    Hallo Matatabi.


    Ansonsten geht es in erste Linie aber natürlich immer auch nur um dich ganz alleine und es ist wichtig seine Meinung und seine Wünsche bei seinem Arzt zu vertreten.
    Ganz ehrlich. Ich habe mich von dem Forum und von allg. Aussagen verrückt machen lassen. Zum einem die
    Geheimnistuerei zu manchen Fragen und Medikamenten wo man den Eindruck bekommt man darf keine Fehler machen sonst passiert sonst was.
    Zum anderem das MPH in eigen Regie absolut nicht vertretbar und machbar ist, bei mir als Junkie sowieso nicht weil ich nicht beurteilen könnte was
    evt. Sucht Verlagerung sein könnte.,
    So das ich, nachdem ich die Diagnose bekommen habe und einen kompetenter Arzt gefunden habe, jegliche Verantwortung und Dosierung an den Arzt abgegeben habe
    und nur auf seine Frage geantwortet habe und die Medis so genommen habe wie er es sagte.
    Jetzt bin ich dermaßen verpeilt mit Ärztlich verordneten 80mg das ich gerade hier sitze und merke wie "drauf" ich bin und
    froh bin wen es 22-23 Uhr wird und dann dieser wirklich üble Trip langsam endet.
    Geändert von Timoxxl (23.12.2013 um 15:43 Uhr)

  3. #13
    AlteEiche

    Gast

    AW: MPH / Methylphenidat-Dosierung: was mache ich falsch ?

    Hallo Timoxxl! [sorry is wieder so lang geworden ... ]

    Mir gehts im moment ähnlich wie dir. Ich hab derweil auch erhebliche Probleme die richtige Dosis zu finden. Anfangs hatte ich schnell hochdosiert. Ich hatte den Eindruck es müsste mir so richtig besser gehen damit. Meine Erwartungshaltung war von Anfang an zu hoch. Mitlerweile realisiere ich aber immer mehr das ich zu hoch eingestellt bin und eigentlich nicht spezifische ADHS Symptome mit dem Medikament bearbeite, sondern viel mehr gegen meine Schlafdefizite und damit verbundenen Symptomen wie Müdigkeit entgegen wirke.

    Medikamentenmißbrauch verhindert letztlich das wir uns wirklich mit den zu Grunde liegenden Problemen befassen. Und genau das schreckt mich, neben anderen möglichen Folgen. Beispielsweise ist ein teil der Gründe für die Müdigkeit Bewegungsmangel, der wird durch den Antriebsmangel befördert bei mir und weil meine Tagesstruktur so dermaßen im Eimer ist. Darunter leidet die Schlafqualität wiederum und wenn ich weiterhin das Medikament hochdosiert nähme, würden diese zu Grunde liegenden Probleme nicht mehr behandelt/bearbeitet. Das ist das Gegenteil von dem was wir eigentlich alle wollen, die wir mit relativ frischer ADHS-Diagnose endlich etwas Klarheit im Chaos sehen.

    Wenn du Interesse hast, lies einmal diesen Beitrag. Als ich die ersten Male diesen Beitrag las, dachte ich Dr. Winkler sei übertrieben empfindlich und die Medikation funktioniere für viele doch eben erst auf hoher Dosis so wie bei mir halt. ADHS-Retardpräparate bei Erwachsenen | ADHS-Spektrum: Neues und Altes aus der ADHS-Welt
    Jetzt, nur etwa 10 - 12 Wochen an Erfahrung reicher bin ich anderer Meinung. Dr. Winkler hat Recht und wir Betroffenen sollten aufpassen das die Dosis nicht zu hoch ist. Schon alleine um uns bei etwaiger nicht reversibler Toleranzbildung noch Optionen nach oben offen zu lassen in Zukunft aufdosieren zu können.
    Wenn du den Blog-Beitrag aufmerksam liest wirst du merken das Dr. Winkler sogar ungehalten über die leichtfertigen Hochdosierungen seiner Kollegenschaft ist. In deinem Falle ist so eine Hochdosistherapie sogar noch riskant. Zum Glück ist dir das bewußt. Es gibt sicher viele Ärzte die dir das Medikament gar nicht verschreiben unter diesen Bedingungen und der Hersteller gibt auch an das besondere Vorsicht angebracht ist bei ehemaligem Alkohol oder Drogenmißbrauch.

    Du hast also die richtige Intuition wenn du Befürchtungen hast selbst die Verantwortung zu übernehmen für die Dosierung und hast versucht diese an die Ärzte auszulagern. Das ist eine gute Entscheidung von dir gewesen. Mir gehts auch so. Ich möchte eigentlich mehr mit den Ärzten zusammenarbeiten, is halt noch nicht optimal.
    Auch ich war bei 80mg und wenn ich nicht selbst gesagt hätte ich möchte runter wäre das auch so geblieben. Aber ich möchte meine Chance mit dem Medikament nicht verderben. Auch hatte ich zwei Ereignisse bei denen ich bewußt mehr genommen hatte, passiert mir das nochmal das ich da einen "Kurzschluss" habe werde ich die MPH Therapie abbrechen und zwar sofort das Medikament in der Apotheke abgeben und halt auf ein anderes Präparat umsteigen oder mich der traurigen Realität stellen das ich einen anderen Weg finden muss mit den Symptomen besser zu Recht zu kommen.

    Ich mache mir z.b. regelmäßig Notizen seit ich mit der Medikation angefangen hatte. Ich schreibe spontane Ereignisse über die Medikamentenwirkungen auf. Auch Situationen wie du sie geschildert hast, das du dich "drauf" fühlst. Sowas notiere ich dann mit Dosisgabe, Datum, Uhrzeit und beschreibe das Gefühl. Diese Daten sind für mich eine Stütze für eigene Entscheidungen und ich kann sie dem Arzt vorlegen der dann eine entsprechend qualifizierte Entscheidung treffen könnte / sollte. Damit kann er auch wirklich etwas anfangen und hat Daten als Entscheidungsgrundlage, die er sonst nur schwer in einem Gespräch zusammenkratzen kann.
    Bisher muss ich Entscheidungen über die Dosis doch selbst treffen. Läßt sich nicht ändern. Manchmal kann man die Verantwortung nicht abgeben, sondern nimmt den Arzt mehr als Berater und Überwacher. Ich bitte dann den Arzt um die neue Dosisverschreibung, erkläre das und wenn er Interesse hätte, könnte er meine Notizen zur Begründung prüfen. Ich muss allerdings schon deutlich sagen welche Dosis ich meiner Auffassung nach brauche und in welcher Splittung ich diese einnehmen möchte und dafür auch Argumente haben.

    Meine Lösung ist jetzt erstmal das ich eine Dosis um 10 5 5 anpeile und diese werde ich auch erstmal 8 Wochen beibehalten und dann sehen ob und wie sich meine Lage gebessert hat. Eventuell werde ich den Umstieg auf ein anderes Medikament erbitten bzw. eine Kombitherapie anpeilen.

    Ich wünsche dir viel Erfolg deine Dosierung in den Griff zu bekommen und hoffe das ich dir Anhaltspunkte liefern konnte deine Entscheidungen zu treffen.

    Viel Erfolg!

    Und das du das mit den Droschen im Griff hast! Eine wirklich bewundernswerte Leistung wenn man solange "Doping" betrieben hat.


    MFG
    Geändert von AlteEiche (24.12.2013 um 00:47 Uhr) Grund: typos

  4. #14
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 66

    AW: MPH / Methylphenidat-Dosierung: was mache ich falsch ?

    Danke Eiche.


    Es ist für mich sehr schwierig manchmal gegen Meinungen dagegen zuhalten. Da waren
    sicherlich Verkettung verschiedener Umstände die nicht so günstig waren, allerdings scheint
    es mal wieder so gewesen zu sein, das ich a) relativ gut informiert war und b)mich und meine Situation
    sehr gut einschätzen kann, was mir aber oft abgesprochen wird u.a. auch hier im Forum und ich
    dann unsicher werde. Dabei habe ich zu 95% Recht und Ärgere mich, das ich anderen eine größere
    Kompetenz zuspreche, was mich, meine Einstellung, Körper und Wohlbefinden angeht.

    Ich habe die 2x40mg 2 Tage angetestet, wie Ärztlich verordnet, aber das tut mir nicht gut.

    Ich hatte vorher in eigen Regie Probleme die Medis so zu timen, gerade um die Mittags Zeit, das mich nicht der Rebound erwischt
    und ich den Sozialverträglich auf Abends verschoben bekommen. Sodas ich nun wieder meine
    Selbst verordneten 10mg Morgens und 5mg Mittags nehme, bis ich meinen nächsten Termin bekomme. Ich muss
    die Einnahmen halt besser timen und seitdem mir gestern mal auf Wissenschaftlicher Ebene erklärt wurde, wie das Medikinet Adult vom Körper absorbiert wird,
    verstehe ich nun viel besser warum es teilweise zu Über/Unter Dosierungen gekommen ist. Hatte teilweise das Gefühl die
    erste Dosis würde schon aufhören zu wirken und habe die nächste Tablette genommen, allerdings war das
    nur ein kleines Wirkstoff Loch wenn die zweite Freigabe des Medikinet im Darm etwas verzögert war, sodass ich
    dann leicht überdosiert war, bzw. ich das Gefühl hatte auf einer Achterbahn zu sein.

    Deinen Thread habe ich gelesen und ehrlicherweise habe ich auch kein gutes Gefühl, aber das hat
    auch oft mit den Foren zu tun, weil man in so kurze Dinger, wie auch du schon gemerkt hast, nicht alle
    Infos reinpackt, die wichtig sein können, z.b. dein Gewicht o.Ä. und sowas aus weiter Ferne zu beurteilen
    ist schwierig allerdings ist da meines Erachtens die Foren Politik, was das Thema Medikamente angeht,
    eher kontraproduktiv. Aber dein jetziger Ansatz, eher weniger, beruhigt mich. Pass aber sehr
    auf, gerade was die Antidepressiva anbelangt. Ein Serotonin Syndrom kann tödlich enden.

    Ich wünsch dir, das dein Arzt, sich mal intensiver und mit mehr Zeit um dich kümmert damit
    es dir schneller besser geht. Schönes Fest, jetzt gehts gleich bei mir los, muss mich fertigmachen........

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