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Diskutiere im Thema Amphetamin und Methylphenidat im Wechsel? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 128

    Amphetamin und Methylphenidat im Wechsel?

    Hallo.
    Ich war lange nicht mehr hier online, darum erzähle ich einmal kurz meinen Verlauf der Medikamente.
    Also. Begonnen hat alles mit Medikinet adult 10mg (retard). Die erste Kapsel hat mir sehr gut geholfen, nach wenigen Tagen war die Wirkung allerdings schon 0. Zum Schluss war ich auf 1-1-0 der 40mg Kapseln Medikinet adult (retard). Da war die Wirkung allerdings auch SEHR schnell auf 0. Wenn ich 1-2 Tage nichts genommen habe, dann war die Wirkung wieder 1-2 Tage gut und dann nicht mehr vorhanden.
    Dann war ich einige Monate komplett ohne Medikamente, bis ich einen sehr kurzen Versuch mit Elvanse gemacht habe. Von Elvanse halte ich “FÜR MICH“ allerdings nicht viel, so das ich jetzt Attentin nehme.
    Attentin finde ich für mich sehr gut, es gibt nur ein Problem. Die Wirkung hat sich leider verloren. Auch hier ist nach 1-2 tägiger Abstinenz wieder eine Wirkung vorhanden. Meine Dosierung liegt momentan bei 2-1-0.

    Bald hätte ich es vergessen, ich nehme zu dem Attentin noch 75mg Venlafaxin morgens und mittags, also 150mg Venlafaxin täglich.

    Was ich nun eigentlich von Euch wissen wollte ist, was ihr von meiner Idee haltet. :

    Wenn bei mir das Medikinet nach 1-2 Tage Abstinenz relativ gut wirkt und das das Attentin nach 1-2 Tagen Abstinenz auch die beste Wirkung aufweist, sollte ich dann nicht beides kombinieren.
    Was ich damit meine ist, Montag Attentin, Dienstag Medikinet, Mittwoch Attentin, Donnerstag Medikinet, Freitag Attentin, .....
    So habe ich ja pro Substanz immer einen Tag Abstinenz und müsste doch eigentlich endlich meine Lösungen gefunden haben.
    Was haltet ihr von der Idee? Am 10. habe ich meinen nächsten Termin, sollte ich das mal vorschlagen?

    Liebe Grüße, Dreamland.

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Amphetamin und Methylphenidat im Wechsel?

    Ich denke ich sortiere diese "Meidkamentenmischung/Abstinenzlösung" in endlich "Wohlfühldosis und/oder Präparat" finden ein.
    Ich meine mein Arzt würde bei so einem Vorschlag milde Lächeln und mir ein Antidepressivum verordnen, was du ja schon mit in der Liste hast.



    Hallo Dreamland,

    nicht unmittelbar zu deiner Frage, aber vielleicht interessiert es dich auch oder hilft dir beim Grübeln weiter, warum sich die Medikamente bisher "nicht so richtig" angefühlt haben.

    Ich möchte einen Satz zitieren:

    Einige Klienten im Erwachsenenalter setzen irgendwie darauf, dass es ihnen mit dem Medikament “gut” gehen sollte. Dabei soll man sich nur “echter” fühlen. Und echter heisst bei ADHS eben, dass man die Probleme noch deutlicher wahrnimmt, um sie dann angehen zu können. Nicht aber, dass sie betäubt oder übertüncht werden.
    Das Zitat ist aus dem Link zum Attentin.(siehe unten)


    ADHS-Retardpräparate bei Erwachsenen | ADHS-Spektrum: Neues und Altes aus der ADHS-Welt
    Dieser Artikel ist aus dem Blog (zweier Ärzte), in dem einer sich bemüht zu verstehen,

    wie die Wirkung der retardierten Stimulazien bei Erwachsenen auch dosisabhängig verschlechtert ist-

    hier-

    je höher (die Dosis), desto schlechter die anhaltende Wirkung oder ein gefühlter Wirkungsverlust (speziell jetzt bei den Retardpräparaten),

    auf die Dauer der Einnahme (aber auf den Tag) gesehen?

    Manchmal ist weniger mehr, lese ich da für mich heraus,
    und anstatt neue Präparate zu versuchen oder Dosen zu erhöhen oder auszusetzen,
    ist dort die These (ich bin Laie und so lese & so verstehe ich es),

    auf seiner Erfahrung begründet,

    die Dosen zu verringern.
    M.E.n. gilt das eigentlich auch bei starken Rebound-Problemen der nicht Retard-Präparate, die sich aber auch -bei mir- nach einer Eingewöhnungszeit und Ernährungsanpassung (speziell bei Einnahme) gegeben haben, oder ich besser mit ihnen umzugehen weiss.

    Eine Abnutzung der Wirkung habe ich bei mir noch nicht festgestellt.


    Bezüglich deiner Attentineinnahme bitte auch diesen Artikel lesen:
    Amphetamine bei ADHS: Neues Medikament mit langer Erfahrung | ADHS-Spektrum: Neues und Altes aus der ADHS-Welt


    Ich weiss, das liest sich alles zuerst sehr kritisch,
    aber es geht um deine Gesundheit und dein Wohlgefühl,
    da sollte man auch kritische Sichtweisen mit einbeziehen.

    Ich wollte das eigentlich nur teilen, weil ich deine Gedanken gut nachvollziehen kann,
    so wie du deine Erfahrungen beschreibst,
    aber wen du das dann mit deinem Arzt besprichst, wird er hoffentlich auch eine vernünftige und hilfreiche Antwort für dich haben.

    Alles Gute. :-)

  3. #3
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Amphetamin und Methylphenidat im Wechsel?

    Lieber Dreamland,

    ich kenne das, was du beschreibst auch so ähnlich. Das hat aber nur einen einzigen Grund......nein sorry, das hat zwei Gründe:

    1. Zu hohe Erwartungshaltung generell, Erwartung, dass nun endlich ALLES besser und anders wird.....aber auch durch....

    2. meistens vorherigen illegalen Konsum von XXX, der deutlich besser wirkte als die "erlaubten" Medikamente, endlich die "erhoffte" Hilfe da ist = grosse Enttäuschung, da verglichen wird mit der Selbstmedikation. Und das kann nur schief gehen.

    Ich schreibe das jetzt ganz allgemein und das ist nicht (nur) auf dich bezogen, um gotteswillen. Also bitte nicht denken.

    Ein Non-Responder kannst du nicht sein, denke ich, denn dann hättest du nicht die 2 Tage Wirkung.

    Eine dritte Möglichkeit gäbe es auch noch: Einnahmefehler....also einen Tag so und den anderen Tag so (wie z. B. mal mit und mal ohne Essen oder Einnahme von zuviel Kaffee/Tee und/oder sogar Alkohol. Ich kannte mal einen ADHS-ler, der "spürte" das MPH nur, wenn er abends Bier trank. Als er die gleiche Dosis - nach einem langen Entzug - danach wieder nehmen sollte, war keine Wirkung mehr da - sagte er. Aber das kann man ja wieder zu meinem 2. Punkt oben addieren. Es vermischt sich etwas.

    Also ich tippe eher bei dir auf die viel zu hohe Erwartungshaltung, die sehr viele hier hatten und auch noch haben. Mich eingeschlossen.

    Drücke dir die Daumen, dass du einen Weg findest.

    lg Heike

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