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Diskutiere im Thema Reizüberflutung DURCH Medikinet? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 96

    Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    Hallo liebe Leute!
    Ich war eine ganze Weile nicht im Forum aktiv, weil ich mich drauf konzentriert hab, meinem Leben mit der Medikation neuen Schwung und neue Struktur zu geben. Soweit hats sehr gut geklappt und ich fühl mich jetzt um Einiges lebensfähiger (und habe einen Abschluss in der Vitrine )

    Aus verschiedenen gesundheitlichen Gründen habe ich vor zwei Wochen das Medikinet allerdings wieder abgesetzt um mal zu schauen, wie es jetzt so geht.
    Dabei ist mir neben einer Menge anderer Sachen ein merkwürdiger Umstand aufgefallen. Ich bin VIEL weniger vom Verkehrslärm und anderen Leuten gestört. Ich fühle mich so wie hinter einer Nebelwand, ganz weit weg. Selbst mein Körper, der mich unter Medikamenten oft nervte (huch, was ist das denn) ist weit weg und ich kann Schmerz und Hunger wieder ausblenden, einfach wegdriften. Das ist um ehrlich zu sein gar nicht mal unangenehm. Im letzten Jahr hat mich eine halbe Stunde Fußweg durch die Innenstadt völlig gerädert!

    Jetzt wundere ich mich: sollte Medikinet nicht eigentlich den Reizfilter verbessern??
    Gibts hier Leute die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und bei denen die Medikamente einen erst soweit in die Realität geholt haben, dass man von Umweltreizen gestresst wird?

    viele Grüße!
    Porcupine

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    Mir geht es manchmal so, wenn ich doch mal etwas mehr Kaffee getrunken habe, was ich unter MPH gar nicht mehr so gut vertrage.

    Dann bin ich sehr reizempfindlich, schneller reizbar und auch lärm- und lichtempfindlicher! Ich fühle mich dann irgendwie, als wäre ich überdosiert.

    Aber sonst eigentlich nicht. Da machen mir die Reize der Umgebung nicht so viel aus. (mit MPH)


    LG Emely

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    Ich werde unter MPH dann extrem reizoffen, wenn entweder der Nachtschlaf oder die Ernährung aus dem Lot geraten.
    Beides ist auch durchaus bekannt.

    Wichtig für eine gute Wirkung von MPH ist der Schlaf und dass man das Essen nicht vergisst.
    Dumm nur, dass gerade ADS'ler ganz gerne mal was vergessen, bzw. aus den Augen verlieren und auch gerade der Schlaf nicht immer so der beste ist...

    Kannst Du in etwa nachvollziehen, ob Du in den Tagen/ Nächten vor der Reizoffenheit vielleicht schlecht geschlafen hast oder die Mahlzeiten ausgefallen sind?

    Bei mir ist es erster Linie der Schlaf, der die Wirkung beeinträchtigt.
    Da kann ich wirklich die Uhr nach stellen: Hatte ich eine besch..ene Nacht, würde es mehr Sinn machen sie nicht zu nehmen.

    Allerdings ist auch bekannt, dass bei Betroffenen, die neben ADS auch im autistischen Spektrum sind, MPH ebenfalls eine höhere Reizoffenheit bewirken kann.

    Wenn ich Deine Beschreibung richtig verstehe, war Deine Reizoffenheit permanent vorhanden, korrekt?
    Wurde Asperger bei der (Differential-) Diagnose in Erwägung gezogen, bzw. ausgeschlossen? (kann leicht verwechselt werden).
    Ansonsten kommt auch eine falsche Dosis in Frage, das wäre dann mal eine Frage beim Arzt wert.
    Ich hatte das mal, als ich bei der Eintitrierung so gerade eben an der Schwelle zur richtigen Dosis war, also leicht unterdosiert ...

    Liebe Grüße
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein ( 5.12.2013 um 21:46 Uhr)

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    Stimmt Fliegerlein, wenn ich zu wenig geschlafen habe, sprich, übermüdet...ist das auch noch bei mir so!

    LG Emely

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 96

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    Hey, danke für eure Antworten!

    @ Fliegerlein, Asperger wurde nicht direkt überprüft oder ausgeschlossen, aber soweit ich selbst aus meinem Studium noch weiß ist das sowieso verteufelt schwer abzugrenzen? Kannst du mir sagen, woher du die Infos hast bezüglich der speziellen Wirkung der Medikamente bei einer solchen Komorbidität (vermehrte Reizoffenheit)??

    Die niedrige Dosis könnte auch stimmen. Ich hatte immer ziemlich unter den Nebenwirkungen gelitten und bin dann relativ weit runter gegangen (die Konzentration und emotionale Ausgeglichenheit waren aber noch topp da!)

    Zu wenig Schlaf kann die Ursache eigentlich nicht gewesen sein. Ich habe immer viel, viel geschlafen (und das auch gebraucht). Viel mehr als vor der Medikation und auch jetzt wieder und war trotzdem weniger energiereich und leichter müde (was mir als Energiebündel aber eher angenehm war). Wenn ich mal zu wenig Schlaf hatte, dann war es tatsächlich so wie ihr beschreibt: die ganze Wirkung des Medikinets war nicht richtig zu spüren. An solchen Tagen war ich also auch völlig neben mir und hab nichts mitbekommen.


    Ich hatte mir halt überlegt, ob es nicht daran liegen könnte, dass ich von Natur her immer SEHR in meinem Kopf hänge, tausend Gedanken und Ideen habe und vor (meist positiver) Energie überfließe. Solange ich keine Medikamente nehme bin ich so sehr in mir gefesselt, weil da so viele starke Eindrücke und Impulse und Pläne sind, dass die Außenwelt mich einfach weniger tangiert. Mit MPH werde ich aber "leerer" und kriege das um mich herum überhaupt erst einmal mit. Kann das irgendwie Sinn ergeben?

    viele liebe Grüße

  6. #6
    ADD


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 352

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    Kenne das sehr gut, merke das besonders beim Einkaufen oder wenn viele Menschenmengen um einen herum sind.
    Ich nehme meine Umwelt Aufmerksamer wahr, was auch Angst machen kann.

    Manchmal ist mir das zu viel und ich werde leicht gereizt, und verliere die Lust weiter Shoppen zu gehen, fühle mich dann getrieben da die Reizüberflutung einfach zu viel ist.
    Wenn ich zu Hause in ruhe bin, ist es sehr angenehm da ich mich besser entspannen kann.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    ADD schreibt:
    Kenne das sehr gut, merke das besonders beim Einkaufen oder wenn viele Menschenmengen um einen herum sind.
    Ich nehme meine Umwelt Aufmerksamer wahr, was auch Angst machen kann.

    Manchmal ist mir das zu viel und ich werde leicht gereizt, und verliere die Lust weiter Shoppen zu gehen, fühle mich dann getrieben da die Reizüberflutung einfach zu viel ist.
    Wenn ich zu Hause in ruhe bin, ist es sehr angenehm da ich mich besser entspannen kann.
    Geht mir genauso. Keine nennenswerte Besserung durch das MPH. Besonders schlimm, finde ich Busfahrten.
    Ich habe aber auch gemerkt, dass es noch schlimmer ist, wenn ich müde bin

  8. #8
    ADD


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 352

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    Stimmt, Müde+MPH=

    Doch besserung bringt mir MPH schon z.B. besser Lernen, Merkfähigkeit, Konzentration, Antrieb was zu schaffen, Entspannter, ruhiger, weniger Kopf Kaos, Klarer vom Gefühl

    Es bring bei mir auch Verschlechterung z.B. Reizhoffenheit, manchmal Getrieben, kein Alkohol, aufpassen mit Wechselwirkung von anderen Medikamenten, richtige dosierung finden, Herzklopfen, Ängste

    Woran kann es liegen mit der Reizüberflutung?

    -Unterdosierung
    -Überdosierung
    -Depression / Ängste
    -Nicht das richtige MPH Produkt

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    ADD schreibt:
    Stimmt, Müde+MPH=
    genau.

    Also, gebessert hat sich, bei mir eigentlich alles ausser eben die Reizüberflutung. Ich bin mir nicht sicher, woran es liegt aber ich habe das Problem, meinem Therapeuten berichtet und lasse mich auf Asperger testen (nicht nur wegen der Reizüberflutung).

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    Hallo Porcupine,

    [QUOTE=Porcupine;443259]
    @ Fliegerlein, Asperger wurd nicht direkt überprüft oder ausgeschlossen, aber soweit ich selbst aus meinem Studium noch weiß ist das sowieso verteufelt schwer abzugrenzen?
    [/quoet]
    Ja, ist es.
    Aber das macht es auch so wichtig es abzugrenzen, denn zum einen gehört es zur Differentialdiagnostik und zum anderen muss man auch schauen, ob man es mit beidem gleichzeitig zu tun hat.

    Porcupine schreibt:
    Kannst du mir sagen, woher du die Infos hast bezüglich der speziellen Wirkung der Medikamente bei einer solchen Komorbidität (vermehrte Reizoffenheit)??
    Da muss ich echt nach suchen, ...
    Ich habe darüber schon mehrere Male gelesen, aber ich fürchte, dass ich ad hoc keine validen und reliablen Quellen angeben kann, ohne danach erst mal suchen zu müssen.
    Ich kann mich schlicht nicht mehr daran erinnern.
    Hier im Forum wurde das auch schon etliche Male beschrieben, aber wenn ich dazu etwas an Info's weitergebe, sollte es auch eine valide Quelle sein.
    Allerdings: Von Eiselein meine ich das auch schon mehrfach gelesen zu haben und der gehört für mich zu den sehr validen und reliablen Quellen .

    Porcupine schreibt:
    Zu wenig Schlaf kann die Ursache eigentlich nicht gewesen sein. Ich habe immer viel, viel geschlafen (und das auch gebraucht).
    Es muss auch nicht unbedingt zu wenig Schlaf an sich sein.
    Da reicht auch schon unrihiger Schlaf, unterbrochener Schlaf, also mehrere Male pro Nacht aufgewacht etc.
    Martin Winkler (web5health) hat das schon oft beschrieben und hat dazu auch eine schöne Metapher mit einem Roboter, der nachts einen Swimmingpool reinigt, aber das in der Zeit nicht schafft, weil das, was tagsüber so alles an Schmutz hineinfällt zu viel für ihn ist und er aufgrund eines etwas zu kurzen Kabels auch nicht bis ganz auf den Grund kommt.
    Damit beschreibt er die nächtliche Verarbeitung im Schlaf eines ADS'lers.
    Wir verarbeiten nachts schlechter, weil unsere Tiefschlafphasen nicht ausreichend vorhanden sind, also bruachen wir mehr Schlaf und trotzdem bleibt imemr etwas unverarbeitet.
    Kommt also eine Situation vor, in der wir schlecht, unruhig oder unterbrochen schlafen, dann verliert sich die Wirkung des MPH und geht u.U. sogar ins Paradoxe über.

    Es muss also nicht unbedingt zu wenig Schlaf im Sinne einer durchgemachten nacht sein oder weil man erst sehr spät zu Bett gegangen und morgens wieder früh aufgestanden ist.

    Porcupine schreibt:
    Ich hatte mir halt überlegt, ob es nicht daran liegen könnte, dass ich von Natur her immer SEHR in meinem Kopf hänge, tausend Gedanken und Ideen habe und vor (meist positiver) Energie überfließe. Solange ich keine Medikamente nehme bin ich so sehr in mir gefesselt, weil da so viele starke Eindrücke und Impulse und Pläne sind, dass die Außenwelt mich einfach weniger tangiert. Mit MPH werde ich aber "leerer" und kriege das um mich herum überhaupt erst einmal mit. Kann das irgendwie Sinn ergeben?
    In meinen Augen schon.
    Gerade die hypoaktiven ADS'ler sind ja eher die "Träumerle", so auch ich.
    Allerdings muss ich auch zugeben, dass mein erster Gedanke, wenn mir jemand erzählt, dass er oder sie so in seiner/ ihrer inneren Welt gezogen ist, eher in Richtung Asperger, also Autismus geht.
    Aber wie Du schon schreibst: Das ist unter Umständen extrem schwer abzugrenzen und daher nur ein erster Gedanke und nicht mehr.
    In meinem Fall ist es wahrscheinlich so, dass ich sowohl Aspie, als auch ADS'ler bin.
    Zumindest ist der Verdacht schon übermäßig vorhanden, aber ich habe das AS noch nicht von einer Fachstelle diagnostizieren lassen ... sehe darin noch keine Grund/ Sinn, aber vieles spricht einfach dafür.
    Das ist wirklich schwer, aber auch gewiss nicht unmöglich.
    Wenn man sich das Bild eines Menschen mit Asperger Syndrom anschaut, dann erkennt man schon durchaus auch Unterschiede.
    Sagen wir mal:
    Vielleicht ist es einen Gedanken wert, das im Zweifelsfall abklären zu lassen.
    Irgendwann werde ich das sicherlich auch mal machen lassen .... aber noch nicht.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

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