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Diskutiere im Thema Reizüberflutung DURCH Medikinet? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #31
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 91

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    Also ich hatte auch kurze Zeit Medikinet genommen. Ich hatte auch den Eindruck, ich würde alles gleichzeitig wahrnehmen, auch die unwichtigen Dinge und würde mich deswegen nicht auf das Wesentliche konzentrieren können. Aber mir kam das nicht so vor als wenn das dann erst anfing, sondern als wäre das schon immer so gewesen und erst jetzt merke ich das - also dann erst merkte ich, warum ich vieles vorher nicht mitbekam und dass es so ist. Aber vielleicht war das auch nur Einbildung.

    Aber Symptome können sich soweit ich weiß auch durch Tabletten verstärken (als Nebenwirkung).
    Geändert von Aennie (18.12.2013 um 18:27 Uhr)

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 96

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    zeta schreibt:
    ich habe eine ganz andere wahrnehmung. mal abgesehen davon, dass mir alles langsamer erscheint, habe ich auch gemerkt, dass ich kaum mehr etwas ausblenden kann.
    bekomme alles mit, eben auch beim sport, herz, lunge, bauch, schmerzen, erschöpfung. gerade die erschöpfung habe ich noch nie gespürt.
    Hallo Zeta!
    Ja, das ist beinahe schade oder? Ich mag es gerne so richtig lospowern zu können, selbst wenn man von weit weg (wie im Flüstermodus) merkt, dass die Beine Krampfen und das Herz schlägt. Mit Methylphenidat war der überforderte Körper so stark und unangenehm zu spüren, dass ich extreme subjektive Leistungseinbrüche hatte. Allerdings ist es objektiv gesehen sicher nicht schlecht, sich nicht ständig (egal in welchem Sinne) über seine Grenzen zu begeben...


    Ansonsten mal ein kurzes Update. Ich habe in den letzten Wochen den "Entzug" weiter betrieben, aber nicht mit 100prozentiger Strenge. Es gab Momente, da ging es mir zu schlecht weil entweder Körper oder Psyche abdrehten und ich musste eine Mini-Dosis nehmen um das zu beruhigen (allerdings war es nie so viel, dass ich das Methylphenidat-Gefühl bekommen habe). Wahrscheinlich ist das aber gar keine so dumme Art aufzuhören, so fällt es mir jedenfalls leichter gute Sachen aus der Medikationszeit mit "hinüberzuretten" und nicht gleich überfordert wieder ins Chaos zu fallen. Ich empfinde es als sehr hilfreich, mich nie ausgeliefert zu fühlen, sondern zu wissen: zur Not kannst du was nehmen, ehe du dich in den Schlaf heulen musst oder vor Energie platzt. Meist brauche ich es nicht, da diese Grundsicherheit
    oft schon beruhigend genug wirkt.

    Was mir inzwischen noch aufgefallen ist bzw. zusammenfassend:

    - ich bin weniger(!) aggressiv
    - kann Reize gut ausblenden, allerdings NUR wenn ich nicht mit anderen interagieren muss. Gespräche usw sind wieder anstrengender und aufwühlender. Nach einem Tag unter Leuten bin ich platt.
    - mein Zeitgefühl ist wieder völlig verschwunden. Alles ist ein schönes grenzenloses Fließen und 2 Wochen auch mal ein Wimpernschlag
    - die Amplitude meiner Leistungsfähigkeit ist größer. Mal platze ich vor Energie, so dass es mich schon quält, mal krieg ich kein Bein hoch
    - Tinnitus und Herzklopfen sind wieder besser geworden, dafür habe ich wieder regelmäßige Kopf- und Nackenschmerzen :/
    - Kaffeekonsum steigt deutlich an
    - generell schlechtes Körpergefühl und damit auch kein Appetitgefühl mehr, Hunger ist prima unterdrückbar, wird aber durch Verschlimmerung der Symptome bestraft
    - ich gehe wieder viel mehr unter Menschen, lerne neue Leute kennen, suche mir Abenteuer,
    - bin kreativer und kann Kunst ganz anders genießen
    - ich lese kaum noch, und schaffs auch nicht mehr Tagebuch zu führen. Im Praktikum arbeite ich wieder sehr "effizient" à la: nur das Nötigste
    - wenn ich leidlich ruhig bin kann ich an den Methylphenidat-Zustand denken und dann kurzzeitig auch so klar zu sein wie unter Methylphenidat. Verrückt...

    Viele liebe Grüße an die reizüberflutete Meute. Ich geh jetzt Kaffee trinken!
    Porcupine

  3. #33
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    Hallo zusammen,

    ich nehme noch das Medikinet adult nicht, aber Citalopram, ein SSRI, das wiederum soll ich weiternehmen, es dämpft mich ich erschrecke mich ganz wenig, beim Autofahren, villt wäre das eine Lösung gelassener mit der Reizüberflutung umzugehen, dazu kommt noch eine Entspannungsübung, die man beim Spazierengehen so gut beherrscht, dass man sich auch selber so helfen kann.

    Wäre das eine Option, kennt das jemand, von Euch??

    Autogenes ´Training, PR sollte man eh immer und überall können. Komme ich also Reizüberflutet nach hause, wird eine Übung gemacht. Und schon ist man fit auch der Schlaf wird etwas nachgeholt.....das wäre jetzt die medikamentenfreie Version.

    Bei Citalopram sehe ich auch alles heller und bunter aber ich bin dauernd gelassen..laute
    Geräusche stören nicht sonderlich...und ausgeglichen wegen der Depris im Moment will ich ja lauter haben da ich ja voll auf ADS bin....

    Was haltet ihr davon, ??

    LG Timo
    Geändert von Timotheus (19.12.2013 um 13:49 Uhr)

  4. #34
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    Timotheus schreibt:
    Autogenes ´Training, PR sollte man eh immer und überall können.
    Die meisten ADS'ler sind ziemlich chancenlos in diesen Dingen, und immer und überall dann noch am wenigsten.
    Wenn ich auch nur ansatzweise eine Chance mit Autogenem Training etc. haben will, dann muss meine Umgebung schon sehr exakt passen und ich muss auch ausreichend Ruhe dafür haben, sonst geht da gar nichts.
    Und ich fürchte, dass dies auch auf die meisten ADS'ler zutrifft.

    Timotheus schreibt:
    Komme ich also Reizüberflutet nach hause, wird eine Übung gemacht.
    Das ist durchaus sinnvoll und hilfreich
    Aber:
    Eine Reizüberflutung ist akut.
    Zu viele Eindrücke können nicht mehr ausreichend gefiltert werden und wir sind überfordert.
    Die Entspannungsübung, wenn man wieder zu Hause ist, kann einen natürlich wieder runterfahren, ändert aber nichts an der davor liegenden Überforderung mit den dazugehörigen Problemen.


    Timotheus schreibt:
    Und schon ist man fit auch der Schlaf wird etwas nachgeholt.....das wäre jetzt die medikamentenfreie Version.
    Leider nein, ist es nicht, denn es ändert nichts daran, dass die Belastung in Form einer Reizüberflutung dennoch besteht.

    Timotheus schreibt:
    Bei Citalopram sehe ich auch alles heller und bunter aber ich bin dauernd gelassen.
    Naja, es ist ja auch ein AD, das hat aber primär nichts mit ADS zu tun.
    Allerdings kommen wir da dann na klar auch an den Punkt, welche Wirkung SSRI bei ADS haben.
    Dazu gibts hier reichlich gute Beiträge.

    Timotheus schreibt:
    .laute Geräusche stören nicht sonderlich...und ausgeglichen wegen der Depris im Moment will ich ja lauter haben da ich ja voll auf ADS bin....
    Naja, ... die Bezeichnung "voll auf AD's" ist etwas unglücklich ... wir sind keine Junkies.
    Aber ich versteh schon, wie das gemeint ist und das ist auch ok.

    Auch ist das mit dem "es laut mögen" eventuell eine etwas andere Sache.
    Bei sehr vielen ADS'lern ist es so, dass sie bei bestimmten Tätigkeiten gerne eine Geräuschkulisse oder auch eine visuelle Berieselung einrichten oder gar benötigen.
    Man nennt das "einen Kanal schließen".
    Das führt aber nicht zu einer Reizüberflutung, sondern zum gegenteiligen Effekt, wir können uns dann auf die Sache besser konzentrieren, da damit unerwünschte Reize sozusagen "übertönt" werden.
    Die Reizüberflutung ist ja etwas, das uns belastet und hier ist das eigentliche Problem die Verstärkung oder Bewirkung dieser Reizüberflutung durch das Medikament.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  5. #35


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    Wer autogenes Training kann, ist sicher gut bedient.
    Ich habe nach der 3 Sitzung aufgegeben, weil ich meine
    Therapeutin umbringen wollte. Das hat mich so aggressiv
    gemacht, dass ich gehen musste.

    Reizüberflutung entsteht mit Medikinet bei mir nur, wenn ich
    mich insgesamt nicht gut fühle, z.B. hormonell oder schlecht
    geschlafen oder zu viel Stress. Und dann liegt es eindeutig an
    der in diesem Moment schlechten Dosierung. D.h. die Dosierung,
    die normalerweise gut für mich ist, passt dann nicht mehr. Dann
    brauche ich mehr oder weniger. Das kann ich leider sehr schlecht
    feststellen. Schaffe ich es herauszufinden, geht es meist gleich
    besser.

  6. #36
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Reizüberflutung DURCH Medikinet?

    minzi schreibt:
    Wer autogenes Training kann, ist sicher gut bedient.
    Ich habe nach der 3 Sitzung aufgegeben, weil ich meine
    Therapeutin umbringen wollte. Das hat mich so aggressiv
    gemacht, dass ich gehen musste.
    Autogenes Training ist für mich auch rein gar nichts. Aber Feldenkrais und Yoga find ich derzeit absolut toll. Ich fühl mich danach immer richtig wohl und ausgeglichen. Ich krieg die Anweisungen, was ich tun soll und lass mich einfach durch die Stunden führen.

    Ist alles gleich um die Ecke von mir, ich hab mir das so ausgedacht, damit ich im Winter nicht in der Dunkelheit und Gemütlichkeit meines Heims versacke und dann eh nicht mehr hingehe.

    minzi schreibt:
    Reizüberflutung entsteht mit Medikinet bei mir nur, wenn ich
    mich insgesamt nicht gut fühle, z.B. hormonell oder schlecht
    geschlafen oder zu viel Stress. Und dann liegt es eindeutig an
    der in diesem Moment schlechten Dosierung. D.h. die Dosierung,
    die normalerweise gut für mich ist, passt dann nicht mehr. Dann
    brauche ich mehr oder weniger. Das kann ich leider sehr schlecht
    feststellen. Schaffe ich es herauszufinden, geht es meist gleich
    besser.
    Den Dreh hab ich auch leider noch nicht gefunden. Bisher weiß ich nicht genau, wann ich mehr nehmen muss und wann ich weniger brauche. Weiß nur, dass ich nicht ohne Medis morgens das Haus verlassen sollte z.B um Brötchen zu holen. Geht immer schief, ich bin dann total verpeilt und kriege noch weniger mit.

    Würde mich schon mal interessieren, ob hier jemand zu den Symptomen von zuwenig oder zuviel was sagen könnte.

    LG
    Waldsteinie

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