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Diskutiere im Thema MPH unerträglicher Rebound! Wie Rebound vermeiden? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 159

    MPH unerträglicher Rebound! Wie Rebound vermeiden?

    Hallo ihr Lieben,

    wie schon berichtet, habe ich 5 Jahre lang MPH genommen und auch gut vertragen. Irgendwann bekam ich Angst- und Panikattacken davon, der Rebound war unerträglich und so musste ich es absetzen.
    Inzwischen haben sich die Angst- und Panikattacken gebessert, jedoch ist der exreme Rebound geblieben.
    Am Abend (wenn ich MPH genommen habe) geht es mir stundenlang richtig schlecht. Ich kann nicht klar denken, bin total unkonzentriert (typisch Rebound) aber am Schlimmsten ist dieses Gefühl im Kopf, irgendwie "versteinert", weiß nicht genau, wie man das beschreiben kann. Es fühlt sich unerträglich an und bessert sich erst am späten Abend.
    Doch auch dann habe ich kaum Lust einen Film zu schauen oder so, bin irgendwie total gefühllos.

    Kennt ihr das auch?

    Bisher nahm ich 60mg MPH, unretadiert, verteilt über den Tag.
    Am besten ist die Wirkung gleich nach der Einnahme, nach 4 Std. lässt sie extrem nach und ist nur schwer aufrecht zu erhalten.
    Ist das bei euch genauso?

    Die letzte Tablette dann gegen 16 Uhr, der Rebound beginnt dann gegen 17:30 und hält intensiv bis 19:00 Uhr an.
    Den Restabend klingt es dann ab, ist aber dennoch unangenehm (wie beschrieben).

    Früher hatte ich mal Medikinet Adult probiert, wirkte jedoch kaum. Ob sich noch ein Versuch damit lohnen könnte oder ist das mit dem Rebound da genau die selbe Problematik (trotz Retardierung)?

    Wie haltet ihr euren Rebound "gering" und was kann man tun um ihn sogar zu vermeiden?

    Liebe Grüße

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: MPH unerträglicher Rebound! Wie Rebound vermeiden?

    Verstehe ich Dich richtig? Du hast fünf Jahre MPH eingenommen. Dann hast Du ausgesetzt (wie lange? Schildere bitte mal das Aussetzen. War der Arzt informiert?). Nun nimmst Du wieder MPH ein, und zwar 60 mg (seit wann? In welchen Intervallen nimmst Du die 60 mg ein?). Zudem hast Du berichtet, dass Du gegen 16:00 Uhr die Letzte einnimmst und nach 1,5 h bereits einen Rebound spürst, der bis 19:00 Uhr anhält. Mir ist da etwas nicht schlüssig.

    Auch ich habe subjektiv nach Absinken der Wirkung eines unretardierten MPH-Präparats einen stärkeren Rebound verspürt als nach Medikinet Adult. Ich habe mir das so erklärt, dass die Wirkung schneller zunimmt, als bei unretardierten, aber auch schneller wieder nachlässt. Ein Rebound wird individuell unterschiedlich stark empfunden. Auch hängt die subjektive Intensität eines Rebounds vom jeweiligen psychologischen Zustand und der Stimmung ab. In Stresssituationen mag er größer empfunden werden als in Phasen ohne Stress. Du hast ja von Panik geschrieben, also bist Du im Stress.

    Die Zeit zwischen Einnahme und Rebound ist sehr kurz. Bei mir waren es vier Stunden.

    Ich würde nun mit dem Arzt reden, ob die Medikation immer noch gut für Dich ist. Sechzig mg sind sehr viel. Kannst Du eine Überdosierung ausschließen?

    Sollte es sich tatsächlich um einen ebound handeln, rate ich Dir, für die genannte Zeit Entspannung zu suchen. Ich würde mich um 18:00 Uhr herum sportlich betätigen, oder gegenteilig, ein Buch lesen oder einen Film gucken.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 52

    AW: MPH unerträglicher Rebound! Wie Rebound vermeiden?

    Wichtig bei der hohen dosis ist kurz vorm rebound zu essen. Traubenzucker banane oder wenns ganz schlimm ist schoki u danach noch was an vollkornprodukten was länger hält.

    Glaub mir das problem hatte ich auch und hab über die ernährung viel steuern können. Man kann auch von einem frühzeitigen rebound oder rebound empfinden sprechen wenn der zuckerspiegel im hirn zu weit unten ist. Dann entsteht nämlich ein kleines ödem das zwar auch vom körper abgebaut wird aber unter kopfschmerzen bis zum nächsten tag vorhalten kann. Das kann auch zu panikattacken führen weil der körper auf notstrom umstellt und du müde und wach zugleich bist.

    Meine aussage soll jetzt abet nicht heissen das du das nicht mit deinem arzt besprechen solltest.

    Ich gehe hier von mir selber aus und von dem was mir da gut getan hat.

    Probiers einfach vielleicht klappts ja.

    Lg

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  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 76

    AW: MPH unerträglicher Rebound! Wie Rebound vermeiden?

    Hallo Cartman!

    Klasse,dass du über den Rebound sprichst!Da bin ich auch gerade am Probieren,allerdings mit Medikinet Adult.
    Beide Strategien von Nutella und Steintor kann ich bestätigen.
    Wenn ich drei-vier Stunden (oder jedenfalls vor dem Nachlassen der Wirkung) nach der Einnahme zum Sport gehe,kann ich mich über die Rebound-Phase fit halten und bin danach noch mind. zwei Stunden länger fit und aktiv als sonst.
    Nach zwei Stunden etwa bemerke ich eine Art Unterzuckerung.Ich kann dann schlecht tippen und habe Wortfindungsstörungen.Dann hilft Augen schließen,schwarzen Tee trinken,Gemüse und/oder Nüsse essen.
    Ebenso wie Nutella stelle ich auch meine Ernährungsgewohnheiten um.
    Gemüse,roh oder gedünstet,scheint mir plötzlich unverzichtbar für ein gutes Befinden
    Ich verteile meine Dosis von 30 mg über den ganzen Tag.Wenn ich voraussehbar bei einer Verabredung bis zwölf und später aufbleiben werde,nehme ich die letzte manchmal erst um 8,um sozial nutzbar zu bleiben.Oder lasse die Abenddosis ganz weg.
    Geändert von Grubenvogel (26.11.2013 um 00:00 Uhr) Grund: Genauere Angaben

  5. #5
    Chaoten-Weib

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    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: MPH unerträglicher Rebound! Wie Rebound vermeiden?

    Wenn ich euch so höre.....was ihr für Probleme mit dem Rebound habt mit Methylpheni TAD, dann sträuben sich mir die Nackenhaare.

    Ich hatte noch nie einen so heftigen Rebound, wie ihr ihn beschreibt. Tagsüber sowieso nicht, da nehme ich alle 4 Stunden die nächste Dosis. Ich hab eigentlich immer eine sehr konstante Wirkung. Vielleicht liegt das tatsächlich an dem Elontril 300, das ich ebenso jeden Tag morgens nehme. Ich bin auch bei einer täglichen Gesamtdosis an MPH zwischen 50-60 mg. Obwohl man ja sagt, dass bei Elontril Gabe die Dosis geringer ausfällt....hm bei mir kann ich das nicht sagen.

    Ich habe abends ca. 15 min. einen Müdigkeitsanfall, das war es dann aber auch schon. Alles geht normal weiter nach diesen 15 min.

  6. #6
    Muh!

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    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: MPH unerträglicher Rebound! Wie Rebound vermeiden?

    Heike, das verstehe ich. Ein Rebound hängt ja auch sehr von der momentanen seelischen Verfassung ab. In nervigen Situationen ist der Rebound naturgemäß heftiger. Die einzelnen Medikamente unterscheiden sich im Wirkungspeak. Ein unretardiertes Medikament (und Methypheni DAT war bislang das einzige - und Methylphenidat Hexal - das ich genommen habe) sinkt in seiner Wirkung schneller ab. Daher komme ich persönlich schneller und heftiger in einen Rebound. Dur das Retardierte entsteht erst kein (extremer) Rebound, weil die Wirkung langsam abfällt.

  7. #7
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: MPH unerträglicher Rebound! Wie Rebound vermeiden?

    Hm....bei mir sinkt die Wirkung des unretadierten Methylpheni TAD nicht schnell ab. Ich merke weder einen schnellen Anstieg noch einen schnellen Abfall.

    Wenn ich im Stress bin, dann merke ich etwa nach 3 Stunden, dass ich meine nächste Dosis ruhig schon nehmen kann. Also etwa 1 Stunde vor ziehe. Aber bei mir ist der Tageszustand immer gleich, immer konstant. Ohne grossen Höhen und Tiefen. Ausser wie gesagt, die 15 min am Abend.

    Also so langsam glaube ich, dass das Elontril das Ganze echt gut abfängt. Ne andere Erklärung finde ich nicht.

  8. #8


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: MPH unerträglicher Rebound! Wie Rebound vermeiden?

    Ich habe bis vor kurzem 30-30-0 adult genommen und
    weil mein Arzt mir für Notfälle das unretardierte Medikinet
    aufgeschrieben hatte, habe ich vorletzte Woche mal ausprobiert,
    nur morgens adult zu nehmen und nach 6 Stunden dann unretardiert 10mg.
    Seitdem sind fast alle Nebenwirkungen und Rebound kaum noch spürbar.
    Wenn ich mal noch einen längeren Tag habe, dann nehme ich noch 3/4 Stunden noch
    mal 10 mg und das war´s. Ich fühle mich insgesamt besser seit dem.
    Ich habe wieder deutlich mehr Appetit, weniger Gesichtsspannungen und
    fühle mich insgesamt angenehmer (weiß nicht genau, wie ich es sagen soll).

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 76

    AW: MPH unerträglicher Rebound! Wie Rebound vermeiden?

    Minzi....interessant.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 159

    AW: MPH unerträglicher Rebound! Wie Rebound vermeiden?

    @Steintor: Ich habe 5 Jahre MPH genommen und es dann nicht mehr vertragen. Ich habe es in Absprache mit dem Arzt abgesetzt und festgestellt, dass es mir ohne besser ging, jedoch die Konzentrationsproblematik wieder da war. Die 60mg sind eine normale Höchstdosis pro Tag, das ist nicht ungewöhnlich. Ich nehme es jetzt gar nicht mehr seit zwei Monaten. Ich habe aber davor auch schon nur noch 2 Mal pro Woche genommen, der extreme Rebound ist jetzt schon seit 9 Monaten, davor war der Rebound immer erträglich. Auch nicht soo toll, aber es ging eben. Doch seither ist es einfach nicht mehr zu ertragen. Ich bin wie Matsch in der Birne.

    Wenn ich es mal wieder probiert hab, dann nehm ich in der ersten Stunde 10mg, eine Stunde danach noch mal 10 und so weiter, irgendwann bin ich dann bei 60mg insgesamt und versuchte dann keine mehr zu nehmen. Dann kam halt der heftige Rebound.

    Ich habe mich schon gefragt, ob ich den Körper wieder irgendwie besser dran gewöhnen kann, wenn ich mal eine lange Zeit nur ein ganz kleine Dosis nehme und so vielleicht auch die Schlafprobleme in den Griff bekomme?

    Ich mache abends auch Sport, das hilft aber kaum. Einen Film schauen ist gar nicht denkbar, beim Rebound sitze ich nur da und will absolut gar nichts machen. Ein Buch zu lesen wäre, wie wenn die Buchstaben einfach nur an den Augen vorbeilaufen aber ich nehme nichts davon auf.

    @Nutalla: Das mit dem Zucker vor dem Rebound klingt gut. Haben da schon mehr Leute Erfahrungen gemacht, von denen sie berichten können?

    @Heike: Ja, Elontril kann das beeinflussen. Hatte auch schon bemerkt, dass der Rebound bei gleichzeitiger Einnahme mit Strattera nicht so heftig war wie ohne. Jetzt macht es aber keinen Unterschied mehr, wie ich meine.

    Ich habe nun auch eine Erfahrung von Amphetamin, von der ich berichten kann. Ein Rebound ist dort GAR KEIN THEMA, so etwas gibt es da nicht! Die Wirkung hält konstant für 3-4 Stunden an, danach nimmt man wieder eine Dosis, wenn die Wirkung nachlässt kann man dennoch am Abend ein Buch lesen etc. Einen Rebound gibt es nicht, das ist echt klasse gegenüber dem Methylphenidat! Das Problem: Amphetamin wirkt, wie ich finde, viel stärker und länger als MPH und deshalb macht es große Schlafstörungen bei mir, darüber muss ich mit dem Doc nochmal reden. Vielleicht brächte es auch da etwas, am Anfang nur sehr wenig zu nehmen um den Körper erst mal daran zu gewöhnen oder so.

    Wobei ich es auch nicht mag, wenn man so extrem überfokussiert ist. Kennt ihr das? Ich kann dann am Schreibtisch zwar alles machen aber ich vergesse alles andere um mich herum, habe keinen Appetit mehr, gehe nicht zur Uni weil ich lieber den ganzen Tag zum Lernen effektiv nutzen will – und das gefällt mir nicht. Ich hätte gerne eine ausgewogene Wirkung zwischen Konzentration und dennoch fähig sein, Sozialkontakte zu pflegen und keine Schlafstörungen, das wäre ein Traum!!!!!!!!!

    Deshalb nehme ich nun Strattera. Die Schlafprobleme sind weniger, ich kann Sozialkontakte pflegen, ich gehe jeden Tag in die Uni, ABER; es hilft mir auch nur für den Antrieb und nicht für die Konzentration. Es wäre so perfekt wenn es was für die Konzentration tun würde, denn ich hasse es, mich „versteinert“ und „starr“ zu fühlen wie vom Amphetamin oder Methylphenidat – kennt ihr das? Man ist einfach zu extrem stark fokussiert.

    Vielleicht sollte ich noch mal einen Versuch mit Medikinet Adult wagen, denn das wird ja nur Schrittweise abgegeben und vielleicht hab ich davon die Lockerheit, die ich mir erhoffe und nicht diese Überfokussierung?

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