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Diskutiere im Thema Venlafaxin 37,5 mg - Schwindel beim Absetzen im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5

    Venlafaxin 37,5 mg - Schwindel beim Absetzen

    also ich nehme seit über 2 Jahren Venlafaxin 37,5 mg,(ist die kleinste Dosis)

    Hab mit Venlafaxin 75 mg angefangen und dann auf 37,5 mg runtergesetzt. Wollte eigentlich gerne komplett aufhören, hab aber immer Angst dass ich wieder in eine Depression rutsche!

    Wenn ich sie mal aus Versehen 2-3 Tage nicht nehme, wird mir etwas schwindelig! Kennt das auch jemand von euch ?

    LG Micha

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Venlafaxin

    Speedfreak schreibt:
    also ich nehme seit über 2 Jahren Venlafaxin 37,5 mg,(ist die kleinste Dosis)

    Hab mit Venlafaxin 75 mg angefangen und dann auf 37,5 mg runtergesetzt. Wollte eigentlich gerne komplett aufhören, hab aber immer Angst dass ich wieder in eine Depression rutsche!

    Wenn ich sie mal aus Versehen 2-3 Tage nicht nehme, wird mir etwas schwindelig! Kennt das auch jemand von euch ?

    LG Micha
    Ja, das Schwindelgefühl hatte ich dann auch damals.

    LG Emely

  3. #3


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: Venlafaxin

    Hallo.

    Speedfreak schreibt:
    also ich nehme seit über 2 Jahren Venlafaxin 37,5 mg,(ist die kleinste Dosis)
    Bei dieser Dosierung tippe ich - ehrlich gesagt - eher auf einen Placeboeffekt bzw. einen psychologischen Effekt, der durch ein gewisses Sicherheitsgefühl entsteht.

    Falls es sich dabei um die nicht-retardierte Darreichungsform zu 37,5mg handelt, bedeutet das zudem, dass der Wirkstoff Venlafaxin selbst mit einer Halbwertszeit von ca. 5 Stunden abgebaut wird und der aktive Metabolit O-Desmethylvenlafaxin (also ein Stoffwechselprodukt mit einer gewünschten Wirkung) mit einer Halbwertszeit von ca. 11 Stunden.

    Das bedeutet - einfach ausgedrückt - dass sich vom Venlafaxin nach 20 Stunden nur noch etwa ein sechzehntel im Körper befindet und vom O-Desmethylvenlafaxin noch etwa ein Viertel.

    Dass dies - zudem bei dieser extrem geringen Tagesdosis - für eine einigermaßen adäquate Wirkung über einen Tagesverlauf hinweg nicht ausreicht, dürfte offensichtlich sein.

    Aus dem Grund wird Venlafaxin eigentlich fast ausschließlich in der retardierten (also zeitverzögert freigesetzten) Form eingesetzt, die dann in Dosiereinheiten zu 75mg und 150mg erhältlich ist.

    Beide - also die retardierte und die unretardierte - Form mit 37,5mg Wirkstoff dient üblicherweise nur dazu, bei besonders empfindlichen Patienten (z. B. bei verminderter Leberfunktion) die Dosierung zu Beginn oder am Ende der Therapie ein- bzw. auszuschleichen oder ggf. die minimale Anfangsdosis (die üblicherweise bei 75mg liegt) auf zwei Einnahmen täglich aufzuteilen.

    Regulär werden bei akuter Depression Dosierungen von 75mg bis zu 375mg angewendet, wobei ich in Einzelfällen auch schon von Dosierungen bis über 600mg gehört habe (in einem Fall bis 900mg).

    Was ich von Dosierungen über 375mg halte oder ab man sich nicht vielleicht in solchen Fällen eher mal Gedanken über eine kombinierte Medikation oder diverse ultima-ratio-Verfahren machen sollte (z. B. EKT und/oder irreversible MOA-Hemmer), lasse ich mal dahin gestellt.

    Die Rezidivprophylaxe - also das Verhindern eines erneuten Auftreten einer Depression - benötigt ggf. etwas weniger Wirkstoff als zuvor bei der Therapie der akuten Depression Anwendung fanden.

    37,5mg/d sind aber auch da bei einem Erwachsenen mit einem einigermaßen im Rahmen liegenden bzw. nicht allzu geringen Körpergewicht und intakter oder zumindest passabler Leberfunktion nach allen mir bekannten Quellen deutlich zu wenig.

    Speedfreak schreibt:
    Wenn ich sie mal aus Versehen 2-3 Tage nicht nehme, wird mir etwas schwindelig! Kennt das auch jemand von euch ?
    Dabei handelt es sich um eine Erscheinung namens "SSRI Discontinuation Syndrome", also um ein als solches explizit definiertes Absetzsyndrom, das bei zu schnellem Absetzen von Wirkstoffen aus der Gruppe der SSRI oder (wie bei Venlafaxin) der SNRI auftreten kann.

    Schwindelgefühle treten hierbei meist als erstes Symptom auf.

    Speziell Venlafaxin ist dafür bekannt, bei zu schnellem Absetzen oder einer zu schnellen Dosisreduktion ein sehr heftiges solches Absetzsyndrom zu verursachen, weshalb mich auch dessen Auftreten in einer leichten Form wie bei dir beim Absetzen dieser extrem geringen Dosis nicht sonderlich wundert.




    LG,
    Alex

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Venlafaxin 37,5 mg - Schwindel beim Absetzen

    Hallo Alex,

    hmm, ich bin da nicht gleicher Meinung.

    Also, ich habe exakt dieselbe 37,5 mg Dosierung von Venlafaxine wie Speedfreak.
    Allerdings nehme ich täglich 54mg Concerta dazu. MPH kann zwar den Abbau von sämtlichen SSRIS hemmen, wird aber bei dieser SSRI-Dosis nicht wirklich relevant sein.

    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass auch 37,5mg eine leichte Antidepressive Wirkung haben.
    Ich habe in den letzen zweieinhalb Jahren versucht, diesen Rest, also die 37,5mg der ursprünglichen 300 mgDosierung ganz und langsam abzusetzen.
    Nach etwa drei Monaten musste ich es immer wieder nehmen, weil ich wieder in eine Depression hineingerutscht bin.

    Früher hatte ich 300mg Venlafaxine täglich und wenn ich nur mal die Tabletten am Wochenende zwei bis drei Stunden später genommen habe, hatte ich schon Absetzsymptome, die zunehmend waren.
    Das langsame ausschleichen auf O mg verteilt auf mindestens vier Monate war der absolute Horror.

    Ich kann dazu sagen, auch das jeweilige Versuchsweise Absetzten von 37,5mg musste ich aussschleichend angehen und es war nicht lustig.

    Aber die Absetzreaktionen meines Körpers von einer Dosierung von 37,5mg waren keinen Vergleich zu den 300mg.
    Also das heisst, je höher die ursprüngliche Dosierung, desto Stärker sind die Absetzerscheinungen, auch wenn man langsam ausschleicht.
    Und je länger sich der Körper an die Dosierung gewöhnt hat, desto stärker sind auch die Absetzerscheinungen.

    Ich persönlich habe bessere Erfahrung mit der unretardierten Form von Venlafaxine gemacht, da sie vom Körper sicher aufgenommen wurde.
    Hingegen haben bei mir in der Dosierung von 300mg retardiert schon leichter Durchfall Entzugserscheinungen ausgelöst.

    Nun nehme ich wieder retardiert, weil es kein Nachahmerpräperat mehr gibt, das ich vertrage.
    Und das Originalpräparat ist nur noch retardiert erhältlich. Leider.

    Mit meinem Arzt habe ich schon oft besprochen, ob diese 37,5mg Venlafaxine überhaupt Sinn machen.
    Wir sind zum Resultat gekommen, dass diese geringe Dosirung tatsächlich einen Effekt hat, auch wenn dies pharmakologisch nicht nachvollziebar ist.

    LG Nicci

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Venlafaxin 37,5 mg - Schwindel beim Absetzen

    Hallo Speedfreak,

    Venlafaxine mal zwei bis drei Tag nicht zu nehmen, ist totaler Unsinn.

    Damit schadest du dir mehr als du Nutzen davon hast.

    Besprich mal mit deinem Arzt, ob er dir ein Absetzen von Venlafaxine empfiehlt und wenn, dann solltest du auch diese 37,5mg langsam ausschleichen.

    LG Nicci

  6. #6
    Pepperpence

    Gast

    AW: Venlafaxin 37,5 mg - Schwindel beim Absetzen

    Ich nehme 150 mg Venlafaxin in der retardierten Form und Schwindel tritt bei mir schon am Nachmittag des gleichen Tages auf, wenn ich morgens vergesse es zu nehmen. Das ist eines der auffälligsten und ersten Nebenwirkungen (die auch zu Beginn hatte als ich anfing es zu nehmen) dazu kommen bei mir Schläge im Kopf und im Körper (kann es nicht besser beschreiben), Verwirrung, unkontrollierbare Weinkrämpfe, Schlaflosigkeit und wenn ich schlafen kann dann Alpträume.
    Venlafaxin zu vergessen (ist erst zwei Mal passiert) ist wirklich keine sonderlich lustige Angelegenheit und zeigt mir dann wieder deutlich dass ich keine Smarties schlucke sondern ziemlich starke Medikamente. Auf die Zeit in der ich das Medikament ausschleichen muss freue ich mich nicht.

    Eine Bekannte von mir versucht seit 13 Jahren vergeblich Venlafaxin abzusetzen, es will ihr einfach nicht gelingen und auch von einer anderen Frau weiß ich dass selbst das Ausschleichen von ganz kleinen Dosen sehr lang dauert und sehr schwierig sein kann. (Deshalb glaube ich schon, dass das auch bei einer so kleinen Dosis sein kann.)

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