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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 258

    Beta-Blocker bei ADHS / ADS?

    Hallo Chaoten,

    gibt es jemanden von Euch der - statt Ritalin - Betablocker als Medikation erhält?

    Wohlgemerkt ohne erhöhten Blutdruck oder Pulsfrequenz zu haben ..

    Wenn ja ... hilft es Euch?

    Danke schonmal für Eure Antworten

    Gruß pingpong

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.802
    Blog-Einträge: 40

    AW: Beta-Blocker bei ADS / ADHS?

    Hmm,

    um welchen Betablocker geht es hier konkret?...

    Ich habe zwar schon von dokumentierten "Behandlungs"-Versuchen mit Betablockern (Propranolol, Pindolol) gehört, allerdings mit erheblicher Dosierung und als Resultat genauso erheblichen Nebenwirkungen bei gleichzeitig im besten Fall minimaler Wirkung auf einzelne, isolierte ADHS-Symptomatiken.

    Betablocker als ADHS-spezifische Medikation würde ich von meiner Seite aus mal als absolut ungeeignet bezeichnen.

    Mit was wir von "experimentierfreudigen" Medizinern so alles abgefüttert werden, wundert mich aber schon seit geraumer Zeit nicht mehr.





    LG,
    Alex

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Beta-Blocker bei ADS / ADHS?

    Ehrlich gesagt kann ich den Sinn darin nicht erkennen, einem ADHS-ler quasi als Ritalin-Ersatz einen Betablocker zu geben. Und das auch noch ohne Indikation dafür, nämlich ohne eine erhöhte Pulsfrequenz zu haben.

    Ich kann dazu nur berichten, daß mein Mann vor seiner ADHS-Diagnosestellung jahrelang einen Betablocker (Nebilet) wegen erhöhter Pulsfrequenz genommen hat. Nun ist dies eigentlich ein Ausschluß-Kriterium für eine Therapie mit Methylphenidat.

    Der Arzt meines Mannes war aber entweder mutig oder erfahren genug (das mag jeder für sich selbst beurteilen), und hat ihm trotzdem MPH gegeben, und: Man höre und staune: Ab dem Zeitpunkt, ab dem mein Mann MPH nahm, war der Betablocker überflüssig, weil sich die Pulsfrequenz normalisierte.

    Was ich damit sagen will: Die ADHS-Symptome meines Mannes verschwanden nicht durch die Einnahme eines Betablockers. Aber die hohe Pulsfrequenz einer Indikation zur Einnahme eines Betablockers verschwanden durch die Einnahme von Methylphenidat.



    Grüße vom Sternchen

  4. #4


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.802
    Blog-Einträge: 40

    AW: Beta-Blocker bei ADS / ADHS?

    dasSternchen schreibt:
    Ehrlich gesagt kann ich den Sinn darin nicht erkennen, einem ADHS-ler quasi als Ritalin-Ersatz einen Betablocker zu geben. Und das auch noch ohne Indikation dafür, nämlich ohne eine erhöhte Pulsfrequenz zu haben.
    Naja, der Denkweg, der dazu führt, lässt sich in Grenzen schon nachvollziehen, wenn man lipophile und zentral wirksame Betablocker verwendet, nur steht da das Nutzen/Risikoverhältnis meiner Ansicht nach in keiner tragbaren Relation.

    Langzeitversuche oder gar -Studien sind mir dazu ebenfalls nicht bekannt.

    dasSternchen schreibt:
    Was ich damit sagen will: Die ADHS-Symptome meines Mannes verschwanden nicht durch die Einnahme eines Betablockers. Aber die hohe Pulsfrequenz einer Indikation zur Einnahme eines Betablockers verschwanden durch die Einnahme von Methylphenidat.
    Das wiederum höre ich nicht zum ersten Mal.





    LG,
    Alex

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 258

    AW: Beta-Blocker bei ADHS / ADS?

    Danke Euch allen für Eure Rückmeldung ..

    eine erhöhte Herzfrequenz oder einen erhöhten Blutdruck habe ich nicht.

    Ich wollte nur mal Rückmeldungen von (ebenfalls) Betroffenen, da ja - sollte ein Beta-Blocker eine dem Ritalin vergleichbare Wirkung zeigen - zumindest die Problematik des BTM Rezeptes umgangen werden kann.

    So ganz abwegig ist die Überlegung wohl nicht .. siehe

    http://www.aerztekammer-bw.de/25/10p...apie/07091.pdf

    aber Rückmeldungen von Betroffenen/persönlich Erfahrenen sind oft wertvoller als eventuelle Studien

    Gruß pingpong

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Beta-Blocker bei ADHS / ADS?

    Ein Betablocker ist sicher keine störungsspezifische ADHS-Behandlung. Früher hat man unspezifische Betablocker aber quasi als "Stressbremse" eingesetzt. Das ist insofern zu verstehen, weil die erhöhte sympathotone Aktivierung etwas vermindert wird. Letztlich ist da Methylphenidat aber viel sinnvoller, auch wenn es kurzfristig das vegetative Nervensystem aktiviert.

    Gruss
    Martin W.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 258

    AW: Beta-Blocker bei ADHS / ADS?

    Danke für die Rückmeldungen ...

    Wäre - wenn hilfreich - natürlich einfacher mit einem ß-Blocker ... man benötigt kein BTM-Rezept .. und hat einige andere "Probleme" nicht ....

    Gruß pingpong

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 192

    AW: Beta-Blocker bei ADHS / ADS?

    Ich beobachte, wenn ich auf Anordnung des Arztes Medikamente stellen und verabreichen muss, um so bei den Betroffenen eventuelle Nebenwirkungen auszuschließen. Um den Wirkungsmechanismus eines Medikaments zu begreifen, habe ich mich immer gleichzeitig auch darüber informiert, wie der Wirkstoff auf den Gesamtorganismus einwirkt und es für mich aufgeschrieben und in einer Mappe abgeheftet. Das habe ich zu den Betablockern in meiner Mappe gefunden.

    Pharmakologen haben die Reaktionen von Adrenalin und Noadrenalin an den unterschiedlichsten Stellen des Organismus in zwei Transmitter-Rezeptoren unterteilt. Man spricht daher von Alpha- und Betarezeptoren.

    Von der Pharmaforschung wurden nun Substanzen entwickelt, die die Betarezeptoren (sog. Betarezeptoren-Blocker) blockieren und damit Adrenalin und Noadrenalin partiell ausschalten. Diese Beta-Blocker sind weit verbreitete Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck und vegetative Herzbeschwerden. Doch auch Angstzustände so wurde festgestellt, vor allem die sog. Stressangst können durch Beta-Blocker oft abgemildert werden.

    Dieser Wirkungsmechanismus wird als Beweis gesehen, das ein Zuviel an Adrenalin und Noadrenalin einen Menschen in Angst versetzt.

    Mehr weiß ich dazu leider auch nicht...

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 258

    AW: Beta-Blocker bei ADHS / ADS?

    Danke Amanda,

    theoretisch ist mir der Wirkmechanismus der ß-blocker klar .
    Mir ging es bei meiner Frage um persönliche Erfahrungen (ev. auch aus 2.Hand)

    Gruß pingpong

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Beta-Blocker bei ADHS / ADS?

    Ok, pingpong, du brauchst kein BTM-Rezept. Aber daß du dann ein paar Probleme weniger hast? Ich weiß net....

    Wenn du dir den Betablocker in der Apotheke geholt hast, dann setz dich mal gemütlich bei ner Tasse Kaffe hin, und lies mal im Beipackzettel die möglichen Nebenwirkungen von Betablockern durch. Die gibt es nämlich auch.

    Und was mir dann noch so in die Gedanken kommt:
    Wenn ich mich nicht allzusehr irre, dann kann dir dein Arzt den Betablocker ja nur verschreiben, wenn er dich zumindest gegenüber der Krankenkasse mit einer entsprechenden Diagnose versieht (z.B. Bluthochdruck). Aber das hätte dann auch auch wieder Konsequenzen, z.B. könnte es passieren, daß du dann bei deiner Krankenkasse aufgrund dieser Diagnose als "chronisch krank" eingestuft wirst.

    Wie gesagt: "Hätte, könnte, täte". Ich wollte damit nur einen Gedankenanstoß geben

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