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Diskutiere im Thema ADS: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer besser als Methylphenidat? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: ADS: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer besser als Methylphenidat?

    Ich war gerade auch ein wenig entgeistert. Dimenhydrinat ist eigentlich ein Antiemetikum und wird nur noch gegen Erbrechen eingesetzt. VIele Antihistaminika der ersten Generation haben mittlerweile andere Wirkungen, für die sie zugelassen sind. So ist Atosil zum Beispiel als Beruhigungs- und Schlafmittel anerkannt.

    So wie ich das verstanden habe, wirkt Dimenhydrinat lediglich auf den H1-Rezeptor, hat also keine Auswirkung auf den Serotininspiegel.

    Ich persönlich werde von den Antihistaminika der ersten Genaration weder müde noch fokussiert. Bei mir wirkt Dimenhydrinat lediglich gegen Übelkeit und bei histaminbedingter Migräne - auch dagegen, teilweise in Kombination mit anderen Antihistaminika, alles brav nach ärztlicher Anordnung.

    Aber auch 5mg MPH machen mich nicht müde...ich würde an deiner Stelle echt noch mal mit dem Arzt nach der für dich individuell besten Therapie suchen, statt dich mit weniger guten Phantasiemedikationen zu begnügen.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 205

    AW: ADS: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer besser als Methylphenidat?

    Normal sind SSRI kontraproduktiv bei ADHS, weil ein erhöhter serotoninspiegel dopamin senkt und daher ADHS verstärkt. Ausnahmen sind SNRI wie venlafaxin, etc. manche kombinieren es mit ritalin oder amphetamin. Also die information ist eher falshc, es sei denn du hast kein ADHS und deine konzentrationsprobleme sind nebenwirkungen von was anderem. Depressionen oder angst oder was weiss ich was. Aber SSRI und ADHS ist übliherweise nur produktiv wenn du es kombinierst zwecks komorbidität. sonst eher verschlechterung.



    sorryforthat schreibt:
    Hej!

    habe ADS (also ohne h) diagnostiziert bekommen und nehme eigentlich Medikinet. Und ja, es macht mich ruhiger und fokussierter. Leider hat es auch Nebenwirkung/Nachteile. In der Summe glaube ich brauche ich ein anderes Präparat.

    Jetzt habe ich gelesen, dass gerade bei ADS Serotonin-Wiederaufnahmehemmer einen guten Effekt haben. Also habe ich mir Dimenhydrinat besorgt. Das ist ein Antihistaminikum der 1. Generation und ist nicht rezeptpflichtig. Findet noch Anwendung bei Reisekrankheit, Übelkeit und als Einschlafhilfe.

    Davon gestern zum ersten Mal probiert und ich finde es hat schon eine gute Wirkung. Es entspannt. Es wirkt antiobsessiv d. h. ich bekomme keinen Hyperfokus. Normalerweise muss ich immer etwas ergoogeln...aber gerade eben...nicht!

    Ich nehme übrigens nur 1/4 einer Tablette d.h. 12,5 mg für 4 Stunden. Nebenwirkung: Müdigkeit (Wie bei vielen Antihistaminika der 1. Generation) Aber nicht stark. Ähnlich der Müdigkeit, die sich bei 5mg Medikinet einstellt.

    Jetzt würde mich interessierten, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und ist von Methylphenidat auf Serotonin-Wiederaufnahmehemmer umgestiegen? Also her mit euren Erfahrungen, positiven wie negativen!

    lg

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: ADS: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer besser als Methylphenidat?

    Hier ist ja wieder was los!

    Bisher habe ich immer gelesen, dass bei AD(H)S eine Störung sowohl des Dopamin- als auch des Serotoninhaushaltes vorliegt.

    Ich habe auch ADS und mein Shrink hat mir gleich zu dem Medikinet noch Sertralin verschrieben. Nach Rücksprache mit ihm habe ich bis 200 mg freie Hand. In den letzten Monaten ging es mir miserabel und MpH hat auch nicht mehr richtig gefunzt. Nach einem regelrechten Therapiemarathon und viel Ruhe geht es wieder aufwärts.

    Ich hab die MpH-Dosis mächtig verringert und Sertralin ein wenig erhöht.

    Gestern war ich beim Shrink und habe mit ihm noch mal alles genau besprochen:
    - was weißt auf einen Dopaminmangel hin: Das ständige Gähnen, ohne wirklich müde zu sein. Dann müssen sie nachlegen
    - wie erkenne ich die Überdosierung von MpH: Wenn sie in den Hyperfokus geraten und nichts vom Drumherum mehr wahrnehmen oder merken, dass sie ein Empathieproblem haben.

    Er war der Meinung, ich solle Sertralin mindestens mit 100 mg nehmen.
    Ich fragte natürlich, wann ich einen Mangel merke: wenn sie sehr müde sind und meinen, sie müssten unbedingt was essen. Eine Hypoglykämie geht eher auch mit einer Unruhe und leichten Agitiertheit einher. Wenn MpH nicht die gewünschte Wirkung hat und sie noch immer völlig müde sind, ist das ein Hinweis, dass sie einen Serotoninmangel haben.

    Ich fragte ihn dann, ob ich den Serotoninmangel auch daran erkennen kann, dass dann das Gedankenjammern losgeht und die Spirale nicht mehr aufzuhalten ist. Die Antwort lautete JA.

    Mit 100 mg sertralin bin ich einigermaßen ruhig und auch deutlich aufmerksamer, vor allem aber die Impulssteuerung klappt besser - was mit MpH alleine so nicht möglich war. Mit MpH war ich zwar gut konzentriert, aber deshalb nicht unbedingt ruhiger. 100 mg Sertralin haben mir jetzt zu einer Grundruhe verholfen, die auch die Wirkung von MpH viel deutlicher macht und zwar schon bei geringen Dosen!

    Meines Wissens verhält es sich so, dass MpH zu einer Regulierung der Neurotransmitter führt - wider das totale Chaos. Bei einem Mangel an Serotonin kann aber die Regulation nicht viel ausrichten, da muss ausgeglichen werden. Mein Shrink geht aber auch davon aus, dass ich ein saisonales Stimmungstief durchmache bzw. durchgemacht habe und da hilft Serotonin bzw. ein Wiederaufnahmehemmer sehr gut.

    Ich substituiere aber auch weiterhin Vitamin D, da ja bei mir ein Mangel festgestellt wurde. Mit 1000 Einheiten am Tag kann ich eigentlich nichts falsch machen.

    Ich kann es jedenfalls nur bestätigen, hab die Dosis erhöht und bin erheblich ruhiger, aber nicht total fokussiert. Vor allem die Ungeduld in Warteschlangen usw. ist vollkommen weg. Ich registriere gelassen, wo ich meine Aufmerksamkeitsdefizite habe und gehe nicht gleich in die Luft, wenn es mal wieder ein Kommunikationsproblem gibt.

    Wir haben uns dann aber auch noch unterhalten bezüglich meiner sportlichen Betätigung - da ist momentan nicht so viel, da ich ein Schulterproblem habe und mich leider nicht zum joggen, walken usw. aufraffen kann. Ich mach zwar fast alle Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß - ist aber viel zu wenig. In meinem großen Garten ist jetzt auch nicht mehr allzu viel zu tun.

    Wir haben uns dann geeinigt, dass ich einen Tango- oder Flamencokurs mache, damit ich mal wieder so richtig auf die Rhythmusspur gebracht werde.

    LG
    Waldsteinie
    Geändert von Waldsteinie (12.10.2013 um 13:52 Uhr) Grund: Tippfehler mit grammatikalischen Folgen

  4. #14
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: ADS: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer besser als Methylphenidat?

    Hallo allerseits,

    soweit ich das weiß wird bei einer AD(H)S primär von einer Störung des Dopaminhaushaltes ausgegangen und zwar in der Form, dass das körpereigene Dopamin "zu früh" vom Körper resorbiert wird und somit nicht alle Transmitter (hier nur bezogen auf das Dopamin) "ihre Botschaft" an das nächste Neuron weitergeben können....
    Serotonin ist ein weiterer Transmitterstoff, dessen Resorption durch ein SSRI vermindert wird...

    Es gibt (sicherlich) noch unzählige andere Transmitterstoffe wovon nur ein Bruchteil bekannt ist, so genau ist das nämlich meines Wissens nach gar nicht erforscht (oder die Neurowissenschaften hätten in den letzten Monaten neue bahnbrechende Erkenntnisse hervorgebracht...)...

    Viele Medikamente wirken auf die verschiedensten (Neuro-)Transmitterhaushalte, nicht nur bei AD(H)S ist die Wirkung der Medis oft individuell recht unerschiedlich, wobei es auch gewisse Parallelen gibt..

    Für mich ist das ein Anzeichen, dass (aufgrund der noch mangelhaften Erforschung des Neurostoffwechsels) unter dem "Namen AD(H)S" vielleicht eine ganze Menge unterschiedlicher Transmitterstoffwechselstörun gen vorliegen könnten....

    Ich habe bei mir selbst gemerkt, dass ich die Kombi von MPH und SSRI benötige, setze ich das SSRI ab, stürze ich ab.... ohne MPH bin ich noch ansztrengender als ohnehin schon...

    Unter Umständen ist das auch ein Grund, warum "wir" die unterschiedlichsten Medis/Medikombis/Dosierungen benötigen, um eine leidensdruckmindernde Wirkung zu erhalten.

    LG Tanja

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: ADS: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer besser als Methylphenidat?

    Chaostanja schreibt:
    Hallo allerseits,

    soweit ich das weiß wird bei einer AD(H)S primär von einer Störung des Dopaminhaushaltes ausgegangen und zwar in der Form, dass das körpereigene Dopamin "zu früh" vom Körper resorbiert wird und somit nicht alle Transmitter (hier nur bezogen auf das Dopamin) "ihre Botschaft" an das nächste Neuron weitergeben können....
    Serotonin ist ein weiterer Transmitterstoff, dessen Resorption durch ein SSRI vermindert wird...

    Es gibt (sicherlich) noch unzählige andere Transmitterstoffe wovon nur ein Bruchteil bekannt ist, so genau ist das nämlich meines Wissens nach gar nicht erforscht (oder die Neurowissenschaften hätten in den letzten Monaten neue bahnbrechende Erkenntnisse hervorgebracht...)...

    Viele Medikamente wirken auf die verschiedensten (Neuro-)Transmitterhaushalte, nicht nur bei AD(H)S ist die Wirkung der Medis oft individuell recht unerschiedlich, wobei es auch gewisse Parallelen gibt..

    Für mich ist das ein Anzeichen, dass (aufgrund der noch mangelhaften Erforschung des Neurostoffwechsels) unter dem "Namen AD(H)S" vielleicht eine ganze Menge unterschiedlicher Transmitterstoffwechselstörun gen vorliegen könnten....

    Ich habe bei mir selbst gemerkt, dass ich die Kombi von MPH und SSRI benötige, setze ich das SSRI ab, stürze ich ab.... ohne MPH bin ich noch ansztrengender als ohnehin schon...

    Unter Umständen ist das auch ein Grund, warum "wir" die unterschiedlichsten Medis/Medikombis/Dosierungen benötigen, um eine leidensdruckmindernde Wirkung zu erhalten.

    LG Tanja
    Dem stimme ich vollumfänglich zu!

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 177

    AW: ADS: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer besser als Methylphenidat?

    Also Dimenhydrinat is kein SSRI, und auch kein Antidepressivum. Verstehe erlichgesagt den beitrag nicht.
    Vll hast du einfach nur ne allergie, ka :/

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