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Diskutiere im Thema ich dreh ab im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    AW: ich dreh ab

    Naja

    Amiga schreibt:
    Hoffe ja, dass mit einer höheren Dosis medikinet das Thema gegessen ist.
    Medikinet hilft gegen AD(H)S.

    Gegen Depressionen hilft es - auch wenn manchmal anfänglich scheinbar sehr überzeugend - nur kurzfristig.

    Antidepressiva helfen gegen Depressionen.

    Das auch langfristig, insbesondere, wenn sie ggf. mit einer Phasenprophylaxe kombiniert werden.

    Ab einem bestimmten Grad einer Depression ist Methylphenidat alleine äußerst kontraproduktiv.

    Die Kombination eines SSRI (z. B. Citalopram) mit Methylphenidat kann dagegen weitaus wirkungsvoller sein, als ein SSRI alleine.

    MPH wurde nicht zuletzt deshalb auch längere Zeit versuchsweise als Augmentation (Wirkungsverstärker) zusätzlich zu Antidepressiva genutzt, was sich allerdings nie langfristig durchgesetzt hat.

    Ich kann und werde dir hier weder raten, das Citalopram wieder einzunehmen, noch, das zu lassen, aber an deiner Stelle würde ich mal die Situation momentan möglichst nüchtern dagegen abwägen, wie sie zuvor unter der Citalopram-Medikation war und das vergleichen.

    Das ergibt dann entweder ein insgesamt-positiveres oder insgesamt-negativeres Resümee und sollte einer Entscheidungsfindung dienlich sein.

    Bei einer tatsächlich chronischen Depression wirst du der Sache sowieso nicht rein-medikamentös Herr werden, aber das kann eine "Gehhilfe" bis zu einer besseren Lösung in Zukunft sein.


    LG,
    Alex

  2. #12


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    AW: ich dreh ab

    Oxygen schreibt:
    Du weißt aber hoffentlich, dass Venlafaxin die schwersten Entzugserscheinungen unter den Wirkstoffen seiner Art (Antidepressiva) hat, wenn man es absetzt - sogar noch schlimmer als Paroxetin. Der Entzug ist vielleicht nicht so schlimm wie ein klassischer Drogenentzug, aber dennoch sehr heftig (wie ich immer wieder gelesen habe). Bedenke das.
    Das ist - mit Verlaub - Unfug.

    Und hat auch ganz und überhaupt gar nichts mit einem Drogenentzug zu tun, da es keine Entzugserscheinungen (mit dem starken/unwiderstehlichen Drang, das Medikament wieder einzunehmen) gibt, sondern lediglich Absetzerscheinungen.

    Man muss es nur richtig anstellen und die Dosierung so langsam, wie irgend möglich, reduzieren, dann lässt sich in den meisten Fällen jegliches Absetzsyndrom vermeiden.

    Zudem ist das Absetzsyndrom (ein klassisches SSRI-DS) von der Dosierung und der Einnahmedauer abhängig.

    Es ist ein Unterschied, ob man 75mg ein paar Monate eingenommen hat oder Jahrelang 375mg.

    Panikmache ist hier sicher nicht angesagt, zumal Venlafaxin der antidepressive Wirkstoff mit der höchsten Remissionsrate ist und auch kein Mittel der ersten Wahl bei nur leichteren Symptomatiken.



    LG,
    Alex

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 139

    AW: ich dreh ab

    Alex schreibt:
    Das ist - mit Verlaub - Unfug.

    Und hat auch ganz und überhaupt gar nichts mit einem Drogenentzug zu tun, da es keine Entzugserscheinungen (mit dem starken/unwiderstehlichen Drang, das Medikament wieder einzunehmen) gibt, sondern lediglich Absetzerscheinungen.

    Man muss es nur richtig anstellen und die Dosierung so langsam, wie irgend möglich, reduzieren, dann lässt sich in den meisten Fällen jegliches Absetzsyndrom vermeiden.

    Zudem ist das Absetzsyndrom (ein klassisches SSRI-DS) von der Dosierung und der Einnahmedauer abhängig.

    Es ist ein Unterschied, ob man 75mg ein paar Monate eingenommen hat oder Jahrelang 375mg.

    Panikmache ist hier sicher nicht angesagt, zumal Venlafaxin der antidepressive Wirkstoff mit der höchsten Remissionsrate ist und auch kein Mittel der ersten Wahl bei nur leichteren Symptomatiken.



    LG,
    Alex
    Für mich sind physische Abhängigkeit und Sucht zwei Paar Schuhe. Sucht ist hauptsächlich psychisch. So gesehen hast du Recht - Antidepressiva machen nicht süchtig aber sie führen zu physischer Abhängigkeit. Bei den meisten Antidepressiva sind die körperlichen Absetzsymptome (Absetzsymptome = Entzugserscheinungen; wo liegt denn da der Unterschied!?) sehr leicht bis gar nicht vorhanden; bei Paroxetin und Venlafaxin mittelgradig bis schwer. Dafür sind in allen Fällen die psychischen Auswirkungen meistens schwerwiegend bis verheerend (und das weiß ich aus eigener Erfahrung, denn ich habe es am eigenen Leib gespürt!). Und sie führen (in der Regel) dazu, dass man am Ende erneut Antidepressiva nimmt.

    Oxygen

  4. #14


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    AW: ich dreh ab

    Oxygen schreibt:
    Für mich sind physische Abhängigkeit und Sucht zwei Paar Schuhe. Sucht ist hauptsächlich psychisch. So gesehen hast du Recht - Antidepressiva machen nicht süchtig aber sie führen zu physischer Abhängigkeit. Bei den meisten Antidepressiva sind die körperlichen Absetzsymptome (Absetzsymptome = Entzugserscheinungen; wo liegt denn da der Unterschied!?) sehr leicht bis gar nicht vorhanden; bei Paroxetin und Venlafaxin mittelgradig bis schwer. Dafür sind in allen Fällen die psychischen Auswirkungen meistens schwerwiegend bis verheerend (und das weiß ich aus eigener Erfahrung, denn ich habe es am eigenen Leib gespürt!). Und sie führen (in der Regel) dazu, dass man am Ende erneut Antidepressiva nimmt.

    Oxygen
    Absetzerscheinung zeichnen sich gegenüber Entzugserscheinungen durch das Fehlen eines Drangs zur erneuten Einnahme aus.

    Was ich so eigentlich schon geschrieben hatte.

    Der Begriff der Abhängigkeit ist klar definiert und betrifft Stoffe mit einem Abhängigkeits- und/oder Suchtpotential (ob psychisch oder physisch oder beides).

    Antidepressiva gehören in jedem Fall nicht zu dieser Kategorie, da (obwohl man bei Bupropion streiten kann) kein Abhängigkeits-/Suchtpotential besteht.

    Die Notwendigkeit, durch Einnahme eines Wirkstoffs die Gesundheit zu verbessern oder zu stabilisieren, während ein Weglassen der Substanz zu diesem Zeitpunkt eines Verschlechterung oder einen weiterhin schlechten Zustand hervorrufen würde, ist in jedem Fall keine Abhängigkeit im medizinischen Sinne des Begriffes, sondern lediglich eine medikamentöse Therapie, die bestimmte Rahmenbedingungen erfordert..

    Daran ändern auch Absetzerscheinungen bei zu schnellem Absetzen (oder auch überhaupt beim Absetzen) nichts.

    Gleich, wie du das auch immer für dich selbst definierst.

    Allerdings hat das hier im Thread nicht viel zu suchen und ich würde daher darum bitten, entsprechend einen separaten zu eröffnen.




    LG,
    Alex

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 267

    AW: ich dreh ab

    So is es...
    Ich nehme seit über 10 Jahren venlafaxin. Meine Psychiaterin dazumal erkannte leider nicht das ads. Also hat sie die Dosis erhöht. Wir gingen rauf bis auf 900mg. Ich nahm das auch ne Zeit lang ein(ganz schlechte selbstwahrnehmung). Irgendwann spürte ich nichts mehr... weder Freud/ leid oder wohlbefinden/ schmerz. Ich ging runter auf 600mg(beipack- höchstdosis 375mg),blieb so über Jahre.. Musste dann mal in die klinik, die halbierten sofort meine Dosis...das war schlecht!!! Ich dachte ich muss aus dem Fenster springen, es war soo schlimm.
    Aber, das war einfach extremer Entzug auf psychischer Ebene...dadurch können natürlich physische Beschwerden eintreten.
    Wo ich wirklich auch körperlich gelitten habe war der Entzug von valium/benzos. Grauenhaft.

  6. #16
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 41

    AW: ich dreh ab

    @Trine: welche Veränderungen konntest du denn feststellen? Warum soll es laut deiner Ärztin für adsler die bessere Variante sein? Wenn ich das so richtig verstanden habe.

    @oxygen: das hat meine thera heute auch in Erwägung gezogen. Sie meinte es kommt oft vor, dass sich beim absetzen auch manische Depressionen entwickeln können. Letzte Woche war ich noch so gut drauf aber jetzt mit den verpeilungen usw fühlt es sich an wie früher und dadurch krieg ich Panik und der Kreislauf ist perfekt. Aber ich erinnere mich gerade mal gehört zu haben, dass das gerade das gefährliche beim absetzen ist. Die Symptome Absetzungserscheinungen fühlen sich an wie ein Rückfall. Steigere ich mich jetzt rein, habe ich verloren und gerate wirklich wieder rein. Also nur eine Fatamogana (kp wie sich es schreibt)... aber woher soll ich nur wissen ob es echt ist reagieren muss oder einfach nur Ruhe bewahren soll und abwarten.

    Ich dachte ich bin schon über den Berg weil es mir so mega gut ging. Hab dann alle Tabletten "stolz" weg geworfen. Hoffe muss nicht nochmal welche holen weil ich den Ausschleichungsprozess nochmals weiterführen muss.

  7. #17
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 41

    AW: ich dreh ab

    @alex: ich habe 2 Jahre lang 40 mg, mal 20 mg genommen. Zuletzt 40 mg. Sollte dann auf 20 runter und könne es dann weg lassen oder nochmal halbieren. Hab mich dann fürs weg lassen entschieden. Das ist jetzt ca 3-4 Wochen her.

    Vielleicht war das auch einfach zu schnell. Danke für deine Anregungen

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: ich dreh ab

    @amiga: Citalopram und Cipralex wirken nur auf den Serotoninspiegel, Venlafaxin und Cymbalta sind SNRI, wirken also auf Serotonin- und Noradrenalinspiegel. Man streitet sich noch darüber, ab welcher Dosierung. Bei Venlafaxin zB gibt es Ärzte, die meinen ab 100mg, Eiselein hat eine Quelle, die besagt, ab 225mg, mein Doc meinte, ab 150mg.

    Ich bin vor der Testung auf Venalfaxin umgestellt worden. Abgesehen von einer kleinen Verordnungspanne, in der ich kurzzeitig echt am Rad gedreht habe, weil es dann ein Absetzungsyndrom gegeben hat und ich das Medikament versehntlich zum Eindosieren abends erhalten habe, haben Freunde von mir sofort einen Unterschied fesgestellt, als der Wirkspiegel erreicht war. Ich war irgendwie weniger konfus, strukturierter, weniger sprunghaft als mit Cipralex. In stressigen Situationen zuverläsiger und ruhiger als Vorher, besonnener. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt abgeschirmt gefühlt, so wie du das beschreibst, aber das kenne ich auch vom Cipralex nicht. Ich bin zwar immer noch chaotisch gewesen, aber eben anders und für die Umwelt leichter zu ertragen gewesen. Bei der Testung hat sich dann gezeigt, dass das nicht ausreichend ist und ich immer noch starke Probleme habe, lästige, langweilige Dinge zu beginnen und durchzuhalten, ohne das die Aufmerksamkeit abfällt. Darum haben wir dann MPH dazu eingestellt.

    Bei mir funktioniert das eine nicht ohne das andere. Ich bin dringend auf das Noradrenalin und das Dopamin angewiesen. Ob ich wirklich auf das Serotonin angewiesen bin, weiss ich nicht so genau. Im Moment tendiere ich zu "Never change a running System!"

    Abgesehen davon gibt es bei Venlafaxin und Cymbalta keine Gewichtszunahme als Nebenwirkung, außer man war vor Beginn der Therapie mit dem Medikament extrem untergewichtig, dann stellt sich das Normalgewicht wieder ein. Ich persönlich kenne die Nebenwirkung Libidoverlust nicht, von daher kann ich dazu werde was bei Cipralex noch bei Venlafaxin sagen.

    Mein Problem war Struktur und Antrieb, Aufmerksamkeit, Konzentration und Bewegungsdrang. Die depressive Komponente kam immer erst hinzu, wenn ich mein Chaos gar nicht mehr beherrschen konnte. Mit der Medikamenten-Kombi kann ich arbeiten, brauche aber noch therapeutische unterstützung, um wirklich alles auf die Reihe zu bekommen. Mich holen gerade ein paar Altlasten ein und dadurch ist zu hause einiges aus den Fugen geraten, weil ich einfach zuviel gearbeitet habe. Aber es ist erstmals in meinem Leben möglich, dass ich wirklich voll arbeite, ohne damit überlastet zu sein und völlig ausgebrannt zu sein.

    Das sind meine Erfahrung bezüglich der Medikation. Ob das für dich auch zutrifft, kannst du ja mal mit deiner Therapeutin diskutieren, vor allem wenn du vom Citalopram aufgrund der Nebenwirkungen einfach nicht überzeugt bist. Manchmal ist es schwierig, das richtig AD zu finden.

    Jedenfalls sagte die Ärztin in der Klinik, dass bei einigen ADHS-Patienten die Erhöhung des Noradrenalinspiegels ausreichend ist und MPH dann nicht nötig ist, bei anderen Patienten die Erhöhung des Noradrenalinspiegels zwingend erforderlich zusätzlich zur Erhöhung des Dopaminspiegels ist. Man muss da ausprobieren, was für wen am besten ist.

    Falls ihr eine Umstellung in Betracht zieht: Venlafaxin und Zymbalta sollten morgens/spätestens mittags genommen werden, weil man bei späterer Einnahme nachts nicht schlafen kann. Man gibt es wohl normalerweise zum Einstellen morgens und abends wegen der vorübergehenden Nebenwirkungen. Aber das hat bei mir zu durchwachten Nächten geführt, was für ADHS-Patienten typisch ist.

    LG Trine

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 417

    AW: ich dreh ab

    Amiga schreibt:
    Genau das ist ja die scheiße mit den ADs. Auf der einen Seite helfen sie dir nicht durchzudrehen aber dir gehen auch ganz viele Dinge verloren. Fluch und Segen zugleich. Weiß auch gerade nicht wie ich mich entscheiden soll. Hoffe ja, dass mit einer höheren Dosis medikinet das Thema gegessen ist.
    Im ADHS-Blog von Dr. Martin Winkler und Dipl.-Psych. Piero Rossi habe ich den Begriff "Kanalratten" in Zusammenhang mit der Wirkungsweise von MPH gelesen.
    Artikel: "ADHS-Retardpräparate bei Erwachsenen"; Link:

    ADHS-Retardpräparate bei Erwachsenen | ADHS-Spektrum: Neues und Altes aus der ADHS-Welt

    Darin wird beschrieben, wie unter der Wirkung von MPH plötzlich Ängste, Depressionen und dissoziatzive Lücken auftauchen können, was aber unter dem Aspekt zu sehen ist, dass diese vor der Medikation verdrängt/verschüttet waren, und nun "freigelegt" werden. Was bedeutet: man muss sie nun verarbeiten. Nicht einfach. Und wenn es unerwartet kommt: auch "böse". Also kann eine Erhöhung der MPH-Dosis auch das gegenteil von dem bewirken, was Du Dir vorstellst oder wünschst.

    Ich denke, ob Citalopram oder was auch immer, eine niedrige Dosis eines Antidepressivums sollte Dir wenigstens in der Phase der Einmedikation mit MPH helfen. Aber Du musst es natürlich selbst entscheiden, ob die Nebenwirkungen des AD für Dich schlimmer sind, oder die Depression.

    (ALLES NUR LAIENHAFTE FACHSIMPELEI UND NICHT ALS "ÄRZTLICHER RAT" GEMEINT)

  10. #20
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: ich dreh ab

    habis schreibt:
    "Kanalratten"
    Den begriff Kanalratte habe ich in meinen Wortschatz integriert als die besagte Lücke in der Wirkung zwischen unretardiertem und retardiertem Wirkstoff.

    Beides, Kanalratte und Rebound spüre ich dann, wenn ich sehr im Stress bin.

    habis schreibt:
    Darin wird beschrieben, wie unter der Wirkung von MPH plötzlich Ängste, Depressionen und dissoziatzive Lücken auftauchen können,
    Das hört sehr krass an, kann ich aber nachvollziehen. Die Ängste sind schon vorher da, sie können durch das MPH relativiert werden.

    Dann kommt hinzu, das ist bei mir jetzt extrem der Fall, dass ich unter MPH-Einfluss Dinge mache, die ich vorher nicht im Traum gemacht hätte, weil ich zu ängstlich war, z.B. Prüfungen, Gespräche mit Arbeitgebern, Podiumsdiskussionen, Reden, Vorträge, etc. Wenn das MPH wirkt, habe ich damit gar keine Probleme. Wenn die Wirkung schließlich nachlässt, kommt die Angst, die Angst vor der eigenen Courage, nämlich. das sind keine neuen Depressionen, sondern die Angst vor den unbekannten Verhaltensweisen, die man vorher nicht hatte.

    habis schreibt:
    was aber unter dem Aspekt zu sehen ist, dass diese vor der Medikation verdrängt/verschüttet waren, und nun "freigelegt" werden.
    Die Ängste waren vor der Medikation im Ansatz da, da stimme ich Dir zu. Aber sie werden nicht freigelegt, sondern die Ängste werden aktualisiert, wenn die Wirkung nachlässt. Wenn man also sein Leben ändern will, wie ich gerade, dann sollte das sorgfältig geplant sein, denn ich sitze oft mit Ängsten da und frage mich, wie konnte ich nur so aktiv sein?
    Geändert von Steintor ( 8.10.2013 um 17:26 Uhr)

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