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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 30

    Medikinet adult Langzeitfolgen

    Hallo ihr Lieben,
    könnt ihr mir sagen, ob Mph bzw. Medikinet adult langfristig Folgen hat?
    Mich interessieren zum einen die körperlich-gesundheitlichen Folgen(hatte mal was von stark erhöhtem Parkinson-Risiko gelesen), als auch die Auswirkungen auf die Psyche.
    Manche Drogen haben bekanntlich charakterliche Veränderungen zur Folge, vom Kiffen hört man da zum Beispiel viel. Und da Mph nun auch den Stoffwechsel des Gehirns beeinflusst, frage ich mich, ob ich in 20 Jahren vielleicht ein anderer/schlechterer Mensch wäre.

    Freue mich auf euer Wissen und eure Meinungen

    liebe Grüße, Gretchen

  2. #2
    Simönchen

    Gast

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    Gretchen* schreibt:
    Hallo ihr Lieben,
    könnt ihr mir sagen, ob Mph bzw. Medikinet adult langfristig Folgen hat?
    Mich interessieren zum einen die körperlich-gesundheitlichen Folgen(hatte mal was von stark erhöhtem Parkinson-Risiko gelesen), als auch die Auswirkungen auf die Psyche.
    Manche Drogen haben bekanntlich charakterliche Veränderungen zur Folge, vom Kiffen hört man da zum Beispiel viel. Und da Mph nun auch den Stoffwechsel des Gehirns beeinflusst, frage ich mich, ob ich in 20 Jahren vielleicht ein anderer/schlechterer Mensch wäre.

    Freue mich auf euer Wissen und eure Meinungen

    liebe Grüße, Gretchen
    Hallo Gretchen*,

    zuerst einmal stößt mir das Wort "Drogen" sauer auf. MPH fällt definitiv nicht unter diesen Überbegriff. Und was die langfristigen Folgen betrifft - dazu gibt es meines Wissens noch keine wirklich aussagekräftigen Studien. Ich bin grad zu faul zu gucken, aber eventuell kannst du etwas darüber bei PubMed finden. Es gibt auch schon Threads über dasselbe Thema hier, bitte zu entschuldigen, dass ich zum Raussuchen grad auch zu faul bin

    Gruß,

    S.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 271

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    Wissenschaftlich bekannte, unerwünschte Wirkungen / Nebenwirkungen

    Methylphenidat wird im allgemeinen sehr gut vertragen. Anfängliche Kopf- oder Bauchschmerzen und Schlafstörungen, die beim Einschleichen des Medikamentes auftreten können, verschwinden in der Regel nach den ersten Wochen wieder. 20-30% der Patienten sprechen jedoch nicht auf eine Behandlung mit Methylphenidat an und sind sogenannte Non-Responder. Bei diesen Patienten sollte man zu alternativen Medikamenten wie z.B. einem Amphetaminsaft [2] oder Strattera [3] (Wirkstoff Atomoxetin) greifen.
    Kinder, die mit Methylphenidat behandelt werden, müssen ihrem behandelndem Arzt in regelmäßigen Abständen zur körperlichen Untersuchung und Blutentnahme vorgestellt werden. So hat der Arzt eine Kontrolle, dass das Medikament vertragen wird.
    Methylphenidat ist bei ADHS Mittel der ersten Wahl [4].
    Falschbehauptungen und Verschwörungstheorien

    Typische Behauptungen von Ritalinkritikern sind:

    • Methylphenidat macht abhängig/süchtig. Nein, das Gegenteil ist der Fall. Laut einer Langzeitstudie von Huss[4] war das Suchtrisiko in der mit Methylphenidat behandelten Gruppe signifikant gesenkt. In dieser Studie gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass eine frühe Behandlung mit Methylphenidat mit einem erhöhten Suchtrisiko einhergeht. Der gegenteilige Effekt konnte bestätigt werden: Kinder, die unter ADHS leiden und frühzeitig und längerfristig mit Methylphenidat behandelt werden, griffen in der Folge seltener zu legalen und illegalen Drogen und entwickelten seltener eine Suchterkrankung. Eine sachgemäße Behandlung von ADHS-Kindern mit Methylphenidat kann daher als Schutzfaktor für die Suchtentwicklung angesehen werden. Außerdem führt die orale Aufnahme in der Regel zu einem flachen Dopaminanstieg und wird daher von Drogenkonsumenten meist nicht eingesetzt. Das Medikament flutet für einen "Kick" nicht schnell genug an.
    • Das ADHS ist eine Erfindung aus der Zusammenarbeit von Psychiatrie und Pharmaindustrie. Auch diese Behauptung ist falsch, da das ADHS bereits im 19. Jahrhundert beschrieben wurde. Stattdessen sei das ADHS die Folge einer Fehlernährung. ADHS zeige sich nach Konsum von einfachen Kohlenhydraten, Zucker, Weißmehlprodukten, Cola, Hamburgern, Spaghetti, Chips, phosphathaltiger Nahrung usw. Allgemein werden im Ritalinkritikerumfeld eine Zivilisationsernährung beschuldigt, die zu einem angeblichen Mangel an Mineralstoffen und Vitalstoffen führe, der aber durch entsprechende käuflich zu erwerbende Nahrungsergänzungsmittel zu beseitigen sei. Andere Ritalinkritiker glauben, dass schimpfende Lehrer, missverstandene Worte, Videos und Erwachsenenkonversation verantwortlich seien. Auch sei das ADHS häufiger bei alleinerziehenden Elternteilen zu beobachten. Hinzu kommen noch Beschuldigungen des Impfens, Amalgame und Schwermetalle als ADHS-Ursache. Für all diese Behauptungen werden jedoch keine Belege genannt. Experten sind sich allerdings einig, dass neurobiologische Ursachen zugrunde liegen. Zwillings- und Adoptionsstudien[5] zeigen ein signifikant höheres Vorkommen von ADHS bei Geschwistern und Eltern. Dies lässt auf eine genetische Disposition schließen.
    • Morbus Parkinson (sog. Schüttellähmung) als Folge der Ritalineinnahme. Ritalin wird seit ungefähr 50 Jahren eingesetzt. Diese Behauptung wurde von dem Göttinger Neurobiologen Gerald Hüther aufgrund seiner Versuche an 5 Ratten aufgestellt. Es gibt auch zu dieser Behauptung keinen Beleg.[6]
    • Ritalin verursacht Genschäden 2005 hatten amerikanische Forscher Hinweise darauf gefunden, eine neue Studie deutscher Forscher hat diesen Verdacht nicht bestätigt.[7]
    Ritalinkritik

    Entspann Dich und überprüfe Deine Quellen

    Als Droge werden im heutigen deutschen Sprachgebrauch stark wirksame psychotrope Substanzen und Zubereitungen aus solchen bezeichnet. Allgemein weisen Drogen eine bewusstseins- und wahrnehmungsverändernde Wirkung auf. Traditionell als Genussmittel verwendete oder als Medikament eingestufte Drogen werden in der öffentlichen Wahrnehmung oft nicht als solche betrachtet, obwohl in geeigneter Dosierung und Einnahmeform ebenfalls Rausch- oder erheblich veränderte Bewusstseinszustände auftreten können.

    Die Begriffsverwendung unterscheidet sich daher deutlich von der Bedeutung im angelsächsischen Raum, wo mit drugs allgemein Arzneistoffe bezeichnet werden, mit recreational drugs dagegen psychoaktive Substanzen, welche nicht zu medizinischen Zwecken eingenommen werden. Auch im deutschen Sprachraum war früher die neutrale Bedeutung als Arzneidroge gängig.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 177

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    Eigentlich gibt es sowas wie "Drogen" oder "Rauschgift" garnicht. Das ist lediglich eine Erfindung von Medien um ein möglichs Reißerrisches Wort verwenden zu können.

    Allgemein gibt es nur Substanzen die die Bluthirnschrank passieren können und im ZNS einen psychoaktiven Effekt auslösen. Die also die Psyche verändern. Und dieser Klasse gehört Alkohol, Nikotin, Koffein, Amphetamin, MPH usw. alles an.

  5. #5
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    Hallo Gretchen*,

    ich wundere mich ein bisschen über deine Fragen.

    Du hast dich hier mal vorgestellt, aber du wurdest nicht freigeschaltet.

    Zwischenzeitlich hast du dann mal geschrieben, dass du ADHS-diagnostiziert wurdest,
    dein Bezug wurde aber nicht geändert.

    Lässt du dich behandeln? Hat dir dein Arzt bestimmt keine Hinweise gegeben oder
    dir wenigstens eine Broschüre über die Wirkungsweise von MPH in die Hand gedrückt?

    Viele Grüße
    ebenfalls Gretchen

  6. #6
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    Gretchen schreibt:
    Hallo Gretchen*,
    Nun habe ich euch Beide glatt verwechselt. Ich habe mich schon gewundert, dass Gretchen ohne * diese Frage jetzt, nachdem sie so viele Beiträge bezüglich dieses Themas geschrieben hat, stellte.

    Gretchen* schreibt:
    könnt ihr mir sagen, ob Mph bzw. Medikinet adult langfristig Folgen hat?
    Diese Frage ist berechtigt. Glückshormon hat aber eine mich zufriedenstellende Antwort gegeben. MPH ist ein sehr altes Medikament und signifikante Langzeitfolgen wurden nicht beschrieben. Natürlich wird es für bestimmt Menschen Langzeitfolgen geben, aber das wird die Ausnahme sein. Es gibt auch Menschen, die Sonnenstrahlen, Milch oder Honig nicht vertragen. Ebenso wird es Menschen geben, die MPH nicht vertragen. Und auf diese Fälle haben sich die Autoren von "Ritalinkritik" bezogen.

    Und Eins noch.Was an Deinem Posting kritisiert wurde und weswegen sich einige User aufgeregt haben,ist die Gleichsetzung MPH mit Drogen. Verabschiede Dich bitte von der Vorstellung, MPH sei eine Droge. MPH ist ein Medikament.
    Geändert von Steintor (29.09.2013 um 00:19 Uhr)

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    ich finde auch die bezeichnung "droge" dafür etwas fehlplatziert !

    vorallem weil es doch eig. immer vom ausgangspunkt aus geht

    bei manchen krankheitsfällen bekommt man ja auch schmerzmitteln verschrieben.... opiate in manchen ländern auch gras bei bestimmten krankheitsbilder

    oder nakosen sind ja auch keine drogen bzw. werden nicht als droge gesehen

    medezin und droge wo ist der unterschied ?

    wenn man vom artzt irgendwas verschrieben bekommt ist es medezin und wenn man es ohne rezept nimmt ist es eine droge.....
    aufjedenfall ein sehr schmaler draht

    als ich zehn jahre alt war wurde mir ritalin verschrieben viele in meiner schule haben des als "droge" verwendet bzw . sie haben sich damit gepushed
    und ich habe es anscheinend benötigt als medezin

    ich finde man muss auch denn anwendungszweck betrachten

    MFG

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    Hallo zusammen,

    kurz zu den Anmerkungen hinsichtlich des Wortes "Droge": Ich glaube Gretchen* will in ihrer Frage gar nicht MPH mit Drogen gleichsetzen. Sie schreibt lediglich davon, dass Drogen den Gehirnstoffwechsel beeinflussen und bei Drogen bekannt ist, dass sie den Charakter verändern können. Da MPH (als Nicht-Droge) ebenfalls den Gehirnstoffwechsel beeinflusst, stellt sie sich die Frage, ob es auf lange Sicht auch zu einer solchen Nebenwirkung kommen kann.

    Liebe Grüße
    Konvergent

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    Das Wort Drogen hat hier nix zu suchen.

    Die Sache mit dem Parkinson - das war das "Ergebnis" der berühmt berüchtigten fünf Göttinger Ritalinratten. Vergiss es. Da sieht man wie zäh so ein Quatsch auch nach 10 Jahren ist.

    Langzeitstudien gibt es nicht wenn du einen kontrollierte Studie über 60 Jahre meinst. Aber bei 12 Jahren ist man und MPH ist seit bald 60 Jahren im Handel. Dieses Behauptung ist ergo Unsinn.

    Nebenwirkungen - ja, bei manchen, guck dich um. Bei mir nicht.


    ---
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  10. #10
    Simönchen

    Gast

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    [/QUOTE]

    oder nakosen sind ja auch keine drogen bzw. werden nicht als droge gesehen

    medezin und droge wo ist der unterschied ?

    wenn man vom artzt irgendwas verschrieben bekommt ist es medezin und wenn man es ohne rezept nimmt ist es eine droge[/QUOTE]

    Hallo

    Da unterscheidet der Gesetzgeber dann schon nochmal zwischen Suchtmittel- und Arzneimittelgesetz. Auch wenn du ein Medikament ohne Rezept einnimmst, wird es doch nicht zur Droge - du verwendest es dann missbräuchlich

    So, genug.

    Grüße ausm Kaffeehaus.

    S.

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