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Diskutiere im Thema Medikinet adult Langzeitfolgen im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #31
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    Berliner schreibt:
    "Wie US-Forscher in einer Studie an Erwachsenen nachweisen, ....

    Quelle: DIE WELT
    Ich habe den Artikel noch nicht gelesen. Ich lese "Die Welt" nicht. Ich werde mir aber mal den Spaß machen, diesen Artikel zu überprüfen.

    Ach, das sind ja Gene-Jack Wang et al. Das habe ich ja schon mal diskutiert, nachdem ich die Originaltexte gelesen hatte, die in der Zeitung "Die Welt" nicht angegeben sind.

  2. #32
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    Ich bin seit Jahren auf immer derselben Dosis. Und nach Pausen steige ich auch immer mit derselben Dosis ein.
    BIn mir nicht sicher ob es an den Wochenend- u.Urlaubspausen liegt, aber ich habe nie eine Gewöhnung im Sinne von "es wirkt nicht mehr richtig" gehabt.

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 138

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen


  4. #34
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 271

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen


  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 417

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    Zu dem Thema "Gewöhnung" oder "Wohlfühldosis":
    Ich nehme MPH erst seit Juni, deshalb bin ich noch nicht so sicher, was das angeht, aber ich habe in Zusammenarbeit mit meinem Psychotherapeuten und Psychiater mittlerweile eine für mich derzeit gute Dósierung gefunden (20-10-5 mg Medikinet adult). Wen die dritte Gabe am Tag wundert: ich stehe höllisch früh auf, deshalb nehme ich die erste und zweite Dosis sehr früh ein, und am Abend drehe ich dann am Rad oder kann nicht pennen. Mit dieser Einstellung geht es mir derzeit gut. Hoffe dass das so bleibt.

    Zum Thema "Langzeitwirkung":
    ich will mich jetzt überhaupt nicht damit auseinandersetzen, wie weich meine Birne mit MPH werden kann, oder auch nicht. Ich will aber gerne mal die möglichen Langzeitwirkungen ohne MPH bei mir schildern: burnout, totale Erschöpfung und Versagen im Beruf, Verlust sozialer Bindungen, Alkoholismus. Ich glaube, ich nehme dann doch lieber die weiche Birne... und es ist mir scheißegal, wenn ein paar Laborratten an MPH zugrunde gegangen sind, auch wenn mit die armen Viecher sehr leid tun und ich es absolut nicht in Ordnung finde, dass so etwas immer noch erlaubt ist.

    - - - Aktualisiert - - -

    banjoman schreibt:
    Meine (Wunsch) überlegung geht eher dahin, ob durch genügend lange Einnahme von MPH die neuronalen Strukturen im Hirn soweit verändert werden können, dass langfristig kein Medikament mehr genommen werden muss, will meinen das Hirn lernt die Botenstoffe wieder eigenständig richtig zu verarbeiten
    Hallo banjo,
    ob MPH die neuronalen Strukturen im Gehirn verändert oder nicht, hat meiner Kenntnis nach nichts mit dem Problem zu tun, dass bei ADHSsies zu wenig Dopamin am synaptischen Spalt vorliegt. Das Gehirn bildet ja ständig neue Verbindungen zwischen den Neuronen und löst "ungenutzte" wieder auf, die synaptischen Spalte befinden sich sozusagen an den "Schnittstellen" zwischen den Neuronen. Und unsere ADHS-Gehirne haben eigentlich kein Problem damit, das Dopamin richtig zu verarbeiten, nur es ist nicht genügend davon da.

    (ALLES NUR LAIENHAFTE FACHSIMPELEI!)

  6. #36
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    3 Tage alt und schon 5 Seiten? Muss wohl ein sehr spannendes OT gewesen sein.
    Gretchen* schreibt:
    Hallo ihr Lieben,
    könnt ihr mir sagen, ob Mph bzw. Medikinet adult langfristig Folgen hat?
    Wenn damit richtig umgegangen wird, dann nicht.

    Mich interessieren zum einen die körperlich-gesundheitlichen Folgen(hatte mal was von stark erhöhtem Parkinson-Risiko gelesen),
    Das sei bei Amphetamin im hohen Alter (und "Nicht-richtig-umgehen") der Fall. Bei MPH wurde das noch nie beobachtet. Ich habe die Seiten/Studien nicht parat, würde sie aber wohl wiederfinden, wenn sie wirklich benötigt werden.

    als auch die Auswirkungen auf die Psyche.
    Muss es ja haben, denn sonst hätte es ja keine Wirkung.

    [ ... ] Gelöscht, da

    Alex schreibt:
    (Ende dieser Diskussion)


    Und da Mph nun auch den Stoffwechsel des Gehirns beeinflusst, frage ich mich, ob ich in 20 Jahren vielleicht ein anderer/schlechterer Mensch wäre.
    ähh...?
    Du kannst auch ein besserer Mensch werden. Who knows?

    [ ... ] Gelöscht, da

    Alex schreibt:
    (Ende dieser Diskussion)

    Gretchen* schreibt:
    Ich hatte folgenden Artikel gelesen, der dieses Jahr veröffentlich wurde:
    Die Forscher um Gene-Jack Wang von der Universität Stony Brook in New York untersuchten nun, wie sich die dauerhafte Einnahme von Ritalin auf das Gehirn auswirkt. Dazu verglichen sie 18 erwachsene ADHS-Patienten, die das Stimulans erstmals bekamen und das Mittel ein Jahr lang einnahmen, mit elf gleichaltrigen Kontrollteilnehmern. Dabei untersuchten sie alle Probanden vorher und nachher per Positronen-Emissions-Tomographie (PET).
    Das Mittel besserte die ADHS-Symptomatik der Patienten deutlich. Vor Beginn der Studie fanden die Forscher keine Unterschiede in der DAT-Dichte der Teilnehmer. Doch am Ende des Jahres hatte bei den Patienten die DAT-Verfügbarkeit in manchen Hirnarealen des Belohnungszentrums – Putamen, Caudate und ventrales Striatum – um 24 Prozent zugenommen.
    Dies zeige erstmals beim Menschen Veränderungen des Nervensystems nach der Langzeiteinnahme von Ritalin, betonen die Wissenschaftler. Die Zunahme bewerten sie als Reaktion der Zelle auf die gestiegene Konzentration des Botenstoffs im synaptischen Spalt.
    „Mittel sehr vorsichtig einsetzen“
    [I]Möglicherweise deute die erhöhte DAT-Dichte auf die Entstehung einer Toleranz hin, schreiben sie. Beim Weglassen des Medikaments – etwa an Wochenenden – könne dies Symptome verstärken und damit den Bedarf für die Arznei steigern. “Das könne zu stärkerer Unaufmerksamkeit und dem Bedarf höherer Arzneidosierungen führen”, mahnen sie. Nun müsse man klären, wie und auch wie schnell das DAT-System auf die Absetzung von Ritalin reagiere.
    Also das ist ganz normal und gilt für jede[ ... ] Gelöscht, da

    Alex schreibt:
    (Ende dieser Diskussion)
    Wenn irgendetwas auf das ZNS eingreift wird das Gehirn sich darauf einstellen und evtl. "dagegen steuern". Das gilt auch für den restlichen Körper.

    Nimmt man lange Zeit Schlafmittel/angstlösende Medikamente und setzt es auf einen Schlag ab wird man für eine gewisse Zeit wach und ängstlich.
    Nimmt man lange Zeit Stimulanzien und setzt es auf einen Schlag ab wird man für eine gewisse Zeit sehr müde und unkonzentriert sein.
    Nimmt man lange Zeit Antipsychotika und setzt es auf einen Schlag ab wird man für eine gewisse Zeit psychotisch.
    Nimmt man lange Zeit Halluzinogene und setzt es auf einen Schlag ab ... Es hat bis jetzt niemand so lange es durchgehalten, wir wissen's nicht. ^^

    Bei Antiepileptika kommt es darauf an, ob man eine chronische Epilepsie hat.

    Im Umkehrschluss bedeutet das:
    1. IMMER Auschleichen,
    2. Setzt du das MPH ab - wirst du nach spätestens 4 Wochen wieder genau auf den Zustand sein wie am Anfang (der hoffentlich aber in der Zeit sich verbessert hat)

    Und diese ganzen PET und Neurotransmitter-Studien... würde was anständiges raus kommen und nicht dauernd ein Captain Obvious würde ich diese auch ernst nehmen - aber so?

    Da habe ich mich dann einfach gefragt, was es langfristig vielleicht für meinen Charakter bedeuten könnte usw.
    gar nichts!

    [ ... ] Gelöscht, da

    Alex schreibt:
    (Ende dieser Diskussion)


    Berliner schreibt:
    Hier mal eine neue Studie zu den Nebenwirkungen von MPH:

    Zitatanfang:

    "Wie US-Forscher in einer Studie an Erwachsenen nachweisen, bewirkt Methylphenidat im
    Belohnungszentrum eine Zunahme jenes Eiweißes, dessen Wirkung es eigentlich hemmen soll.
    "

    Zitatende.
    OK? Also Dopamin-Rezeptoren, oder wie kommt Ei rein? ^^

    [ ... ] Gelöscht, da

    Alex schreibt:
    (Ende dieser Diskussion)


    Plus: Es hängt auch von der Situation, der Einstellung etc. ab! Bei mir hatte ich eine Zeit wo 0,25mg Amphetamin für mich zu viel war (ja. Eine nicht psychoaktive Dosis!) und vor einiger Zeit war ich lange auf der selben Dosis wie von Anfang an.

    Das Leben ist kompliziert!




    ________ EDIT: _________


    ich will mich jetzt überhaupt nicht damit auseinandersetzen, wie weich meine Birne mit MPH werden kann, oder auch nicht. Ich will aber gerne mal die möglichen Langzeitwirkungen ohne MPH bei mir schildern: burnout, totale Erschöpfung und Versagen im Beruf, Verlust sozialer Bindungen, Alkoholismus. Ich glaube, ich nehme dann doch lieber die weiche Birne... und es ist mir scheißegal, wenn ein paar Laborratten an MPH zugrunde gegangen sind, auch wenn mit die armen Viecher sehr leid tun und ich es absolut nicht in Ordnung finde, dass so etwas immer noch erlaubt ist.
    Bis jetzt ist mir keine Laborratte bekannt, die durch MPH ohne Beabsichtigung drauf ging.
    Und weiche Birne durch MPH statt von Alk... hehe... Vielleicht sollte man noch einmal anmerken, dass MPH eines der neuroprotektischen Amphetamine ist. Durch MPH wurden so manche Gehirnzellen gerettet. Ich weiß nicht mehr genau vor was z.B. und ob nicht das meiste eher an Rattenhirnen. Es soll jedenfalls die Nervenzellen vor Stresshormonen schützen, whatever...
    Wegen der Ritalinkritik™ hat man Dutzende von unnötigen Studien aus unnötig vielen unnötigen Ländern durchgeführt - alle mit dem selben Ergebnis, dass sie es nicht hin bekamen mit MPH eine Nervenzelle tot zu bekommen.

    ob MPH die neuronalen Strukturen im Gehirn verändert oder nicht, hat meiner Kenntnis nach nichts mit dem Problem zu tun, dass bei ADHSsies zu wenig Dopamin am synaptischen Spalt vorliegt.
    Naja diese Neurotransmitter-Sache müsste ja eigentlich so veraltet wie die Vier-Säfte-Lehre. Aber sie ist genau so einfach. ^^

    (ALLES NUR LAIENHAFTE FACHSIMPELEI!)
    Ha! Wenn dieser Hinweis jeder Psychiater dazu sagen würde, wäre die Welt so viiiiiel besser!
    Geändert von Alex ( 1.10.2013 um 10:42 Uhr) Grund: s. Edit

  7. #37
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen


  8. #38
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 417

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    Aleã schreibt:
    Naja diese Neurotransmitter-Sache müsste ja eigentlich so veraltet wie die Vier-Säfte-Lehre. Aber sie ist genau so einfach. ^^
    Die ganze Theorie um Dopamin ist eben eine Hypothese, das bestreitet aber auch kein seriöser Psychiater oder Psychologe. Bei der Erklärung der Wirkungsweise von atypischen Neuroleptika ist das nicht anders. Da hat die Pharma-Industrie mittlerweile (im Vergleich zu den alten "typischen" Neuroleptika) richtige "high-tech-Produkte" hervorgebracht, aber nicht weil jemand nachgewiesen hat, dass sie sich so oder anders zusammensetzen müssen, sondern auf Basis der Dopamin-Hypothese (oder allgemein der Neurotransmitter-Hypothese) durch "trial and error".

    Und wenn nun jemand die Wahl hat, z.B. an seiner Psychose zugrunde zu gehen oder ein Medikament zu nehmen, das hilft, auch wenn niemand so 100%-ig nachweisen kann, warum es das eigentlich tut: was ist dann besser?

    Aleã schreibt:
    (ALLES NUR LAIENHAFTE FACHSIMPELEI!)
    Ha! Wenn dieser Hinweis jeder Psychiater dazu sagen würde, wäre die Welt so viiiiiel besser!
    Dieser Spruch stimmt von meinem Psychiater, der mir sehr geholfen hat. Es gibt also Hoffnung für die Welt. Und wenn ich die Besserung nicht mehr erlebe, dann vielleicht Du.

    UND: auch für diesen meinen Post gilt: ALLES NUR LAIENHAFTE FACHSIMPELEI!

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    Zum Thema "Gewöhnungseffekt" und den angeblich mehr produziertem DAT (ein Eiweiß- Dopamin Transporter) fällt mir noch ein: unser Gehirn ist unglaublich plastisch. Selbst, wenn unter Ritalin mehr DAT gebildet wird, könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass diese gesteigerte Synthese reversibel ist. Unsere Zellen sind ja nicht zeitlebens auf einen rigiden Stoffwechsel verdammt und sie haben auch keine starre Struktur, die bloß nie verändert wird- es wird immer dem Bedarf nach synthetisiert- z.B. werden Pumpen, Kanäle etc. in die Plasmamembran ein- und ausgebaut, so wie es gerade gebraucht wird. Ich halte solche Artikel für Panikmache. Man versucht ja schon seit Jahren Ritalin zu verteufeln. Klar, es ist ein Medikament, und wie alle Medikamente, hat es auch Nebenwirkungen. Es ist kein Nahrungsergänzungsmittel o.ä., aber ich glaube, das wissen hier alle auch. Bei Studien muss man sowieso immer vorsichtig sein- wenn Forscher A das eine herausfindet, kann es durchaus sein, dass Forscher B das komplette Gegenteil herausfindet. Eine einzige Studie ist in den aller-aller-seltensten Fällen ein valider Beleg für irgendwas.

  10. #40
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Medikinet adult Langzeitfolgen

    @Alex: Entschuldigung, dass ich dieses hier so öffentlich anspreche. Aber irgendeiner muss darauf hinweisen. Es ist nicht so - vor allem, wenn in der "Anweisung" selbst etwas zur unerwünschten Diskussion beigetragen wird -, dass...
    (Ende dieser Diskussion)
    ...als eine aufällige Anweisung aufgenommen wird, dass die vom Thema abweichende Diskussion über bestimmte Substanzen beendet ist und nicht mehr gestartet werden darf, zumal alle Editierungen/Warnungen heute um ca. 9:40 Uhr durchgeführt wurden.
    Was nützt eine Verwarnung, wenn es nicht einmal eine Warnung sein kann, weil sie alle zur selben Zeit abgeschickt werden?

    Sehr irreführend ist vor allem, dass die Threaderstellerin selbst Anspielungen über illegalisierte Substanzen im 1.Beitrag zur Diskussion oder zur Verdeutlichung einsetzt. Vielleicht überinterpretiere ich auch alles nur. Aber es überinterpretieren 4 Seiten.

    Ich habe noch einmal meine nicht vollständige Sicherheitskopie (Internetprobleme) gelesen. Es sind tatsächlich einige Stellen, die ich raus nehmen oder ergänzen müsste. Aber der größte Teil handelt darüber, dass die Fragen und Ansichten der Threaderstellerin mit Übergenauigkeit beantwortet wurden. Es lagen eine Menge Irrtümer vor und mache unnötige Sorgen oder Verunsicherung. Und über diese wollte ich sie genau aufklären.

    Für alle nochmal der Hinweis: Eine Diskussion, sowie die Verwendung eines im heutigen deutschen Sprachgebrauch unpassendes Wort für Arzneistoffe ist hier beendet und kann bei Missachtung zu einer Verwarnung führen!
    (Und auf Seite 4 ist das auch kein wirklich auffälliger Hinweis)

    habis schreibt:
    Die ganze Theorie um Dopamin ist eben eine Hypothese, das bestreitet aber auch kein seriöser Psychiater oder Psychologe. Bei der Erklärung der Wirkungsweise von atypischen Neuroleptika ist das nicht anders. Da hat die Pharma-Industrie mittlerweile (im Vergleich zu den alten "typischen" Neuroleptika) richtige "high-tech-Produkte" hervorgebracht, aber nicht weil jemand nachgewiesen hat, dass sie sich so oder anders zusammensetzen müssen, sondern auf Basis der Dopamin-Hypothese
    "Atypische" Neuroleptika wenn ich bitten darf!
    high-tech? Kalottenmodell Risperidon vs. Haloperidol?

    Das diese Theorie eine Hypothese ist - wobei sie zu einfach ist, dass sie wirklich stimmt -, ist durchaus bekannt. Jedoch habe ich manchmal das Gefühl, dass viele Ärzte sich ziemlich stark darauf stützen und auch nur an Hand dessen die Medikation entscheiden und nicht, was dem Patienten in seiner Lebenssituation am besten helfen könnte. Zu dieser Hypothese wird dem Patienten zudem oft nicht gesagt, dass es eine ziemlich vereinfachte Hypothese ist. Das schlimmste ist aber, dass die Menschen dieses so annehmen ohne selbst über die Logik nachzudenken, so wie sie es mit der Vier-Säfte-Lehre auch getan haben. Viele Depressive machen sich mehr Sorgen über ihr Serotonin als über ihre momentane Lebenslage.
    Die Pharmaindustrie macht nur das, was am meisten Profit gibt - also das wonach die Gesellschaft als Bedürfnis schreit. Wobei USBigpharma-Lobby durchaus die angebliche Art des Bedürfnisses scheinbar sehr stark steuert.

    Und wahrscheinlich deshalb kam hier die Sorge über eine Veränderung des "Stoffwechsel des Gehirns" (und die angebliche Charakteränderung) wobei dies eine völlig untergeordnete Rolle spielt.

    Und wenn nun jemand die Wahl hat, z.B. an seiner Psychose zugrunde zu gehen oder ein Medikament zu nehmen, das hilft, auch wenn niemand so 100%-ig nachweisen kann, warum es das eigentlich tut: was ist dann besser?
    Ja aber es kommt darauf an in welcher Form es eingenommen wird.
    Gegen Psychosen kann man in vielen Fällen sicherlich auch Benzodiazepine geben - je nach Ursache.
    Antipsychotika wirken dagegen logischerweise spezifischer. Aber die Wirkung wird dann so erklärt, weil sie Dopamin hemmen, was aber nicht stimmt da APs als "Gegenteil der Psychotika" auch auf einem sehr breiten Spektrum aller Rezeptoren (auch Serotonin oder Histamin) wirken und auch ein Dopaminmangel eine Psychose auslösen kann im Sinne von "man kann nicht vernünftig denken".

    Zudem werden Antipsychotika oft für sehr sehr lange Zeit gegeben - bei dem nun aber nicht einmal 10 % nachgewiesen ist, dass es so noch hilft - eben auf Grund dessen, dass man Schizophrenie als eine Art lebenslanges "Dopamin-Überschuss" vorstellt. Die Hypothese macht dann mehr kaputt als sie eigentlich nützt.

    Daher ist es ein falscher Ansatz zu denken, dass ein... -e Substanz deshalb eine dauerhafte Veränderung bewirken soll, obwohl das Gehirn sich dagegen anpasst so wie auch im Alltag, und die hier im Thread genannten Studien oder Zeitungsartikel dieses mit der Dopamin-Hypothese "belegen" wollen. - Dabei machen sie nur das, an was die Leute sowieso schon glauben.


    Selbst, wenn unter Ritalin mehr DAT gebildet wird, könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass diese gesteigerte Synthese reversibel ist.
    Sie ist normalerweise reversibel. Wenn nicht läge es an äußeren Einflüssen - hat ein Trauma erlebt oder so etwas. Das liegt dann natürlich nicht an der Substanz, aber untersuchen kann man das auch schlecht.
    Geändert von Aleã ( 1.10.2013 um 20:14 Uhr) Grund: "Das" Wort geändert

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