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Diskutiere im Thema Wie umgehen mit Kritik an medikamentöser Behandlung. im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Pepperpence

    Gast

    Wie umgehen mit Kritik an medikamentöser Behandlung.

    Hallo an alle,

    ich bin ja erst vor relativ kurzer Zeit auf ADS aufmerksam geworden und habe mich dann durch Anregung einer Freundin schliesslich zu einem Gespräch mit einer Neurologin und einem Test durchgerungen.

    Danach folgte eine Zeit des Schocks, weil ich in Büchern etc. so viele meiner diversen Probleme als Teil der ADS erkannte und auch die Probleme innerhalb meiner Familiengeschichte verfolgen konnte. (Ich vermute, dass mein Vater, mein Bruder und meine Großmutter väterlicherseits ebenfalls betroffen sind)

    Mir ist es teilweise wirklich wie Schuppen von den Augen gefallen, erst Recht nachdem ich die medikamentöse Behandlung begonnen hatte und vieles, das für mich kaum zu bewältigen war plötzlich ging.

    Nun habe ich ja auch ein ziemlich großes Problem mit zeitlicher Struktur und ein mittleres Problem mit Ordnung (mal mehr, mal weniger).

    Deshalb hatte ich mich Anfang des Jahres (vor der Diagnose) in einer Selbsthilfegruppe für Messies angemeldet. Auch wenn ich mich nicht als Messie bezeichnen würde, kam das meinen Schwierigkeiten einfach am Nächsten.

    Nach der Diagnose erzählte ich ziemlich unbedarft davon und auch davon wie gut mir Medikinet hilft.

    Seitdem fühle ich dort eine deutliche Ablehnung mir gegenüber (nicht von allen).

    Als Standardlektüre liegt dort "Die Ritalin Gesellschaft" aus und ich habe immer wieder das Gefühl, dass man meine Fortschritte dort irgendwie als nicht ganz vollwertig empfindet, so als sei ich ein Sportler der sich mit Hilfe von illegalem Doping Vorteile verschafft.

    Auch sagte mir jemand (in anderem Zusammenhang) mahnend, das nehme bei mir mit der Medikamenteneinnahme aber langsam "überhand". => Ich dachte echt ich spinne! Ich nehme nicht mal Kopfschmerztabletten und bin ein absoluter Medikamentengegener ... dazu habe ich 40 Jahre ADS ohne Medikamente hinter mir.

    Und nach drei Wochen Medikinet nimmt meine Medikamenteneinahme schon "überhand"?!

    Als wir in der SHG besprachen welche Ursachen manches Verhalten haben könnte (in dem Fall: Aufgaben zu Ende bringen) sagte ich, dass ich diese Probleme schon als ganz kleines Kind in der Grundschule hatte, woraufhin einer der Gruppe ausholte um mich nach psychologischen Hintergründen dieses Verhaltens zu befragen.

    Ich sagte, ich denke es läge viel eben auch bei mir an der ADS, woraufhin er sich schnaubend wegdrehte und das Gespräch beendete. Das fand ich (vor versammelter Mannschaft) schon ziemlich heftig. Nur weil ich nicht auf die Suche nach familienpsychologischen Kindheitstraumata ging? Klar kann sowas das Ganze noch verstärken, das ist mir klar ... aber dass es wirklich konkrete körperliche Ursachen haben könnte, scheint mir da ein Tabuthema zu sein.

    So wie es bei Übergewichtigen auch ein Tabuthema ist, dass Übergewicht ebenso rein körperliche Ursachen haben kann (und nicht einfach immer durch zu viel seelische Erdenschwere oder zu wenig Disziplin kommt).


    Irgendwie komme ich mir vor wie der letzte Verräter ... dabei nervt mich die Haltung der Anderen, die ihre Probleme als gottesgegebenes Schicksal begreifen für die sie Buße leisten müssen und mir jetzt das Gefühl geben als hätte ich einfach einen bequemen und leichten Weg gewählt und wäre nur zu faul mich mit Ursachen zu beschäftigen.


    Kennt Ihr sowas - und wie geht ihr damit um? Soll ich es offen ansprechen, oder mich geschlagen geben und aus der Gruppe zurückziehen.

    Ich hoffe ich habe kein Asbach-Uralt Thema eröffnet, die Materie ist für mich einfach ganz neu.

    Liebe Grüsse
    Pepper

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Wie umgehen mit Kritik an medikamentöser Behandlung.

    Hallo Pepperpence.

    Wie man leider auch in deinem Beispiel sehen kann,
    Bildung und Aufklärung ist der Schlüssel zum Verständnis.

    Solange die ihre Einstellung auf einseitiger Kritik an medikamentöser Behandlung begründen,
    wirst du schwerlich andere Kommentare hören.

    Ich bin froh, das du jetzt schon für dich eine deutliche Hilfe durch das Medikament feststellst.
    Sei du es auch und lass dir deine eigene Erfahrung nicht vermiesen.

    Was ich hier häufiger im Forum fand ist der logische Vergleich von MPH mit Insulin oder einer Brille.
    Eine vererbte genetische oder erworbene körperliche Minderleistung wird ja auch bei anderen Menschen behandelt,
    aber einem hirnstoffwechselgestörtem Menschen soll es nicht erlaubt sein,
    nur weil es (ja durchaus ehrenwert gemeinte) Kritik an der Industrie gibt, die das Mittel produizert?
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    Also ehrlich:

    Wenn es für dich zu angreifend und verunsichernd ist, dann erwähne es einfach nicht.

    Wenn du anderen Menschen eine Chance auf Wissen lassen willst, sag einfach was du für dich erfahren hast.
    Suche ein gutes Buch aus, das du den Ungläubigen empfehlen möchtest, wenn sie mal wieder so gedankenlose Sprüche produzieren.

    Vielleicht hilft es auch nur einer Person aus der Gruppe weiter, das du dich "dafür" aussprichst und das ist es meiner Meinung nach schon wert.

    Ich mein, wir werden nicht die letzten ADHS`ler sein, es wird Zeit, das sich diese Vorurteile endlich mal ändern.
    Aufklärung hilft.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Wie umgehen mit Kritik an medikamentöser Behandlung.

    An deiner Stelle würde ich aus der Gruppe aussteigen. In erster Linie weil - jedenfalls bei mir - die Unordnung hauptsächlich vom Adhs verursacht wird und ich eine Adhs-Gruppe deshalb passender für mich finden würde. In zweiter Linie weil mir das Potential an negativen Übertragungen dann viel zu groß wäre.

    Mit seltsamen, negativen, klischeeverkorksten, blöden, unwissenden Kommentaren muss man aber generell rechnen. Jedenfalls nach meiner Erfahrung damit. Versuch dich besser abzugrenzen, dich in erster Linie an deiner eigenen Sicht (plus der deiner Ärzte und des engsten Umfeldes) zu orientieren. Wenn die Behandlung für dich positiv verläuft, dein Behandler ebenfalls sein 'go' dazu gibt, dann finde ich sämtliche Reaktionen von Außenstehenden relativ unwichtig für eigene Entscheidungen. Denn es weiß ja noch kaum jemand was Adhs tatsächlich ist, wie es ist damit zu leben, was die Medikamente bei Betroffenen tatsächlich tun und nicht tun. Deshalb sind die meisten Reaktionen schlicht durch Unwissenheit ausgelöst, die der 'Kommentator' leider oft selbst nicht erkennt, sondern mit medienverzerrtem Dummfug über Adhs und MPH für ausreichend gefüllt hält.

    Wenns dir damit gut geht, dir hilft, du sowohl von fachlicher Seite als auch in deinem eigenen alltäglichen Erleben davon deutlich profitierst, hast du bereits alle Antworten und 'Meinungen' die wichtig sind. Würde ich jedenfalls für mich so festmachen.

  4. #4
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Wie umgehen mit Kritik an medikamentöser Behandlung.

    Hi Pepper,

    zuerst einmal finde ich es absolut klasse, dass du nun merkst, was und warum in deinem Leben so einiges schief gelaufen ist und du nun die Möglichkeit hast, diverse Einstellungen etc ändern zu können.

    Und auch noch anmerkend: Ich nehme seit knapp 9 Monaten MPH - hatte meine Diagnose auch erst mit 47 - und ich bin immer noch chaotisch und habe wenig Struktur. Aber die Dinge, die mich arg belastet haben, die konnte ich angehen und an mir arbeiten.....das war übrigens die Arbeit an meinem Selbstbewusstsein und dass ich mich meinen täglich schwankenden Emotionen stellen konnte. Die Konzentration ist zwar auch viel besser, aber war nicht mein Hauptproblem.

    So nun zu deiner Frage: Du passt nicht mehr zu den anderen deiner SHG. Du hast ja nun eine Lösung gefunden und sei es nur in der Form einer Tablette. Diese Lösung hätten die anderen auch gerne, das kannst du mir glauben. Sie gönnen es dir nicht, dass es dir besser geht. Wenn das so wäre, dann würden sie sich mit dir freuen. Sie sind einfach nur neidisch. Denken nur an sich und ihre Probleme und machen dich noch dafür an, dass du nun eine Lösung für dich hast. Hallo gehts noch????

    Ich würde mir eine neue SHG suchen, die sich mit deinem Thema, sprich ADHS bei Erwachsenen befasst. Da findest du so etwas mit Sicherheit weniger als dort, wo du nun bist.

    Du gehörst nicht mehr zu den anderen.....du bist nun Aussenseiter dort. Für mich würde das ein sofortiges Gehen bedeuten.

    Ich war mal in einer SHG, wo nur Übergewichtige waren....also es ging ja um dieses Thema. Als ich dann immer "weniger" wurde, weil ich mit Sport anfing, ging es los mit blöden Bemerkungen, Neid und Hass. Und das von Leuten, wo ich mich vorher super mit verstanden hatte. Also du siehst, das gibt es (leider) überall.

    Viel Erfolg weiter hin....ich denke, du machst das super und bist auf dem richtigen Weg

    lg Heike

  5. #5
    salamander

    Gast

    AW: Wie umgehen mit Kritik an medikamentöser Behandlung.

    hallo pepper,


    gib den verräter mal schon dahin zurück, wo er hin gehört, in diese SHG, nicht zu dir.


    ich seh' das so, eine SHG hat den zweck, dass sich die mitglieder gegenseitig auf ihrem weg unterstützen.
    das scheint mir da nicht so zu sein. da scheint mir die akzeptanz dafür zu fehlen, das verhalten und pro-
    bleme sowohl verschiedene ursachen als auch lösungen haben können.


    du bist in moment die person, die die gruppe konfrontiert. alleine durch die tatsache, ads diagnostiziert,
    medikation hilft dir. es gibt also noch andere wege, als die der familiensysteme, die als ursache in frage
    kommen und woraus hilfen u. lösungen entstehen können.


    die gruppe in der du bist, hast sich zusammen gefunden, weil sie von einem lösungsweg überzeugt ist,
    den sie gemeinsam und für alle verfolgen. ohne es zu wollen, und ohne dass es so sein müßte, bringst
    du das bestehende konzept durcheinander.


    was da gerade läuft, ist der versuch dich auf die eingezäunte wiese , auf der sich die anderen tummeln,
    zurück zu treiben. leider folgst du dem viehtreiber nicht, und hast dich auf die spur gemacht, nach lös-
    ungswegen, die es alternativ gibt, die du verfolgst und dir doch glatt, lach , auch noch helfen...



    was du einbringst könnte bereichernd für die gruppe sein, wird aber derzeit als bedrohung wahrgenommen.


    was willst du machen? was ist dein ziel?


    die gruppe überzeugen, dass es andere, lösungwege gibt, die auch funktionieren? das wird sehr anstrengend,
    und = doch eigentlich nicht das ziel, das du mit SHG verfolgen wolltest, oder? da kommst du aber nicht drum
    rumm, solange du dich nicht auf die eingezäunte wiese zurück begibst. sie können dich nicht sein lassen, wie
    du bist.


    oder: die eine gruppe suchen, die offen für alle lösungswege ist, die dem den's betrifft, auch wirklich weiter
    helfen, entgegen aller "doktrinen".


    Ist letzteres das ziel, ist es ganz einfach. mach dich auf die spur um eine andere, zu dir passende SGH zu
    finden, und das problem ist gelöst.


    lg
    salamander

  6. #6
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: Wie umgehen mit Kritik an medikamentöser Behandlung.

    Hallo Pepper,

    ich kann mich nur meinen Vorrednerinnen (Schreiberinnen) anschließen!!!!!!!!!

    Schön, dass es hier im Forum so engagierte Leute gibt!

    Liebe Grüße an Euch alle!

    Gretchen

    P.S. Eine kleine Anekdote - ich leide unter Atemnot, wenn ich mehrere Treppen steige oder
    einen Berg rauflaufe, aber bisher wollte ich kein Spray nehmen. Im Urlaub habe ich es
    endlich gemacht und siehe da, die konnte gar nicht mehr aufhören, den Coast Path in
    Südengland zu laufen und plötzlich war mein Mann erschöpft. Seither "beschimpft" er
    mich, ich habe gedopt.
    Geändert von Gretchen ( 5.09.2013 um 14:43 Uhr) Grund: P.S. angefügt

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    Wie umgehen mit Kritik an medikamentöser Behandlung.

    Du brauchst eine SHG für Messies nicht von ADHS-Behandlungen zu überzeugen und umgekehrt. Das ist übrigens das einzige Problem bei allen SHG: Manche drehen sich regelrecht in "Ihre" Diagnose ihnen und vergessen den Rest, alles Außenrum und auch dass es verschiedene Lösungsansätze gibt.

    Such die eine Gruppe für ADHS. Man kann zwar auch Läuse und Flöhe haben - aber ich wette dein Messieismus ist ein ADHS-Symptom.

    Ich erzähle praktisch niemandem von meinem ADHS. Das gibt die wenigsten blöden Kommentare.




    ---
    Zwischen Angel und Tür: Per Telefon und Tapatalk.

  8. #8
    ADHD-Squirrel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: Wie umgehen mit Kritik an medikamentöser Behandlung.

    Eine Messie!!!!!!! Gruppe die ADHS gegenüber so eingestellt ist?
    Dann wünsche ich allen dort viel Erfolg .....

    Die Reaktion auf dich ist absolut ätzend, du musst aus der Gruppe raus, das hat absolut keinen Sinn mehr!

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 161

    AW: Wie umgehen mit Kritik an medikamentöser Behandlung.

    Hallo Pepperpence,

    Ich erschrecke immer noch sehr, wenn ich mitbekomme, welch ein harsches Urteil manche Menschen auf etwas haben, vor was sie (aus welchen Gründen auch immer) Angst haben. Oder weil es nicht ihn ihr ideologisches Weltbild passt.

    In der Regel gehe ich mit meinem ADS und meiner MPH-Medikation sehr offen um. Ich diskutiere gerne und bin bereit, Aufklärungsarbeit zu leisten. Wer aber aber meint, MICH für meine außergewöhnliche Hirnchemie angreifen zu müssen oder mir hartnäckig erklärt, daß ich ein schlechter Mensch sei, weil ich ein Medikament nehme, welches ideologisch abzulehnen sei - da kann ich auch schon mal ungehalten werden.

    Umgib dich nicht mit solchen Menschen. Du musst niemanden Rechenschaft ablegen, du musst dich für nichts verteidigen. Umgebe dich lieber mit Menschen, die dich akzeptieren und mögen wie du bist und sich freuen, wenn du etwas gefunden hast, was dir hilft und womit es dir gut geht.

    Liebe Grüße
    Trago

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Wie umgehen mit Kritik an medikamentöser Behandlung.

    Hallo Pepperpence

    Als ADHS-"Neuling" (ADHS hatte ich ja schon immer,weiss es aber erst seit Mitte Juli), erlebe ich die selben Vorurteile wie Du. Ich nehme seit ein paar Wochen auch MPH und bin immer wieder überrascht wie es wirkt! Obschon ich nicht allen erzähle das ich MPH-schluckender ADHSler bin, erstaunt mich ablehnende und sture Haltung einiger Mitmenschen immer wieder.

    Was mich wirklich rasend macht ist wenn sich Ignoranten einmischen! Also wenn nicht Betroffene sich anmassen über ein Thema, das sie nicht einmal recherchiert haben, ungefragt auslassen und damit Betroffene persönlich angreifen !! Da kann ich den Mund auch nicht mehr halten. Es sind genau diese Leute die einen Diabetiker der aus den von ihnen genannten Gründen Insulin verweigert , als selbstmörderisch bezeichnen würden. (Ich mag den Vergleich mit Insulin und der Brille sehr)

    In der Regel versuche ich mich aus diesen Diskussionen raus zu halten ( mit Betonung auf "versuchen", klappt leider nicht immer.... )

    Konnte ich mich nicht raus halten und merke das ich mich angegriffen fühle, stelle ich Fragen:
    1. Bist Du selbst betroffen -> wenn nicht breche ich die Diskussion ab und gehe.
    2. Hast Du Dich über ADHS und MPH informiert -> wenn "nein", breche ich die Diskussion ab
    -> Wenn "ja", wo und wie hast hast du dich informiert, und hoffe das er oder sie sich nur über einschlägige Medien informiert habe und breche ab.
    -> wenn "ja" und gut informiert aber einfach stur, verlange ich einfach dass das Gegenüber meine Meinung akzeptiert und breche ab.
    Wenn ich Pech habe habe funktioniert alles nichts, laufe ich einfach davon und ärgere mich noch Stunden lang das ich meine Mund wieder einmal nicht halten konnte.

    Zum Glück funktioniert es immer öfter. Mit MPH spüre ich mich besser und kann öfter Mal auf die Bremse treten bevor ich nicht mehr schweigen kann. Weil eigentlich finde ich das solche Leute es gar nicht verdient haben das ich die Energie um mich zu argern und die Zeit etwas zu erklären das sich gar nicht wissen wollen, gar nicht verdient haben.

    Alle anderen die offen für mich und ADHS sind, hören auch mal zu und können meine Meinung akzeptieren .

    Es stimmt, wir müssen uns nicht rechtfertigen!

    Liebe Grüsse, Zola

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