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Diskutiere im Thema Depression mit ADHS als komorbidität? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 18

    Depression mit ADHS als komorbidität?

    Guten Morgen,

    ich habe momentan eine schwere Phase zu durch leben (aber ist schon wieder am aufwärts gehen).
    Habe seit 3 Jahren sehr starke Depressionen mit auch starken körperlichen Einschränkungen.
    Nach 2 Klinikaufenthalten hab ich dann Geld in die Hand genommen, mir einen guten Privatpsychiater gesucht (und gefunden)
    und arbeite nur noch ambulant.
    Ich bin nun seit 10 Monaten auf Cymbalta (Serotonin und Noradrenalin Wideraufnahmehemmer).
    Meine Symptomatik ist vorallem mit starker innerer Unruhe und starken unrealistischen Ängsten (zum Teil leichte derealisierung bzw. verzerrung der Wirklichkeit).
    Das richtige dosieren von Cymbalta war unglaublich schwer für mich. Ich reagiere total paradox darauf (bei Venlafaxin übrigends auch).
    Die kleinste Kapsel von Cymbalta ist 30mg. Wenn ich allerdings mehr als 20mg nehme bin ich total verstört, mega unruhe, mega Panik vor jedem Geräusch und bin zu überhaupt nichts fähig (auch körperliche schwäche). Fühle mich dann auch total fiebrig. Dies ist keine kurzzeitige Nebenwirkung... dass musste ich schmerzlich erfahren.
    Cymbalta verstärkt meine irritierbarkeit und lässt mich total unmotiviert aber schafft eine gewisse scheiss egal Stimmung, was ich eben in geringer Dosis benötige um entspannen zu können.
    Da ich auch vor dem Cymbalta versuch auf eine Medikamententherapie immer nur angesprochen habe, wenn Wellbutrin (Dopmainwideraufnahmehemmer) dabei war, habe ich Medikinet bekommen, da Wellbutrin den Cymbalta Spiegel stark ansteigen lässt und ich somit ausgeknockt war, da ich den Cymbalta Spiegel eben nicht mehr kontrollieren konnte. Mit Medikinet allerdings hat das sehr gut geklappt. Ich brauchte nur 20 - 30mg am Tag und meine irritierbarkeit war weg und ich hatte auch wieder motiviert. Ich habe mich im Sommer eigentlich nicht mehr Krank gefühlt (treibe auch Leistungssport, was mir sehr sehr gut tut).
    Vor einigen Wochen hatte ich das erstemal seit langem mal wieder ordentlich gefeiert (leider auch einiges an alk) und das hat meinen Cymbalta Spiegel ordentlich durcheinander gebracht (Spiegel angestiegen, merkte ich sofort an NW).
    Dummerweise kam dann noch eine stressige Situation in den nächsten Tagen. Dann kam meine Dauerpanik und Unruhe aufeinmal wieder. Inzwischen ist es wieder besser, aber ich brauche Medikinet nicht nur zum Arbeiten, sondern im moment ist es eine richtige Erlösung aus der Angst. Man kann sich das so vorstellen... ich wache morgens auf und habe schon eine gewisse unruhe in mir und mein Hirn bekommt nichts hin, da eben dauerstress und Hirn auf Flucht getriggert. Sobald sich die Medikinet Wirkung dann einstellt, ist es eine richtige Erlösung.
    Meine Theorie ist, dass Cymbalta und Medikinet in gewisser weise Gegenspieler bei mir sind. Cymbalta raubt mir eher das Dopamin, dass ich brauche, aber nur mit Medikinet geht es leider auch nicht.
    Ich habe nun auch ADHS diagnostiziert bekommen. Ich habe die Hoffnung, dass mein Dopamin spiegel durch das Medikinet nun langsam wieder aufgebaut wird und ich morgens dann nicht so panisch bin, auch wenn ich Medikinet noch nicht genommen habe. Ist das realistisch? Im Sommer hat es mir zum Teil gereicht wenn ich erst mittags Medikinet 20mg genommen habe.
    Gibt es Leute hier, die ähnliche Erfahrungen haben? Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das alles nicht so die Hammerlösung ist, aber ich habe schon so einiges ausprobiert und das war bislang eindeutig die beste Lösung - trotz Feinwaage Cymbalta abwiegen.

    Eine andere Sache... ich nehme eigentlich nie Schlafmittel aber in meiner schlimmsten Zeit, als ich garnicht mehr geschlafen habe, habe ich eins genommen.
    Einige Schlafmittel sind ja ingewisserweise antipsychotika, also Dopaminantagonisten. Die Schlafmittel funktionieren bei mir nur, wenn ich mich total wegballer und nachts eigentlich nicht mehr auf toilette komme ohne Hilfe. Der nächste Tag ist dann von zittern, unruhe und angst geprägt.
    Eine minimaldosis von Trazodon (Serotonin Wideraufnahmehemmer mit 5-ht2a antagonist, welcher u.a. für Angst und Unruhe verantwortlich sein soll) von sage und schreibe 12,5mg (Ein Arzt würde sagen, da kann mans auch gleich lassen), hilft mir für schlaf und entspannung aber macht mich auch am nächsten tag länger dull.

    Gibt es hier ähnliche Erfahrungen auch was die geringen Dosen angeht?
    Geändert von lebensfreund (27.08.2013 um 12:15 Uhr)

  2. #2
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Depression mit ADHS als komorbidität?

    Aaaaaahhhhh.....bitte bitte lieber Lebensfreund.....

    Du kannst deinen Beitrag ja noch ändern, aber bau bitte Absätze mit hinein.....nicht als Blocktext.

    Das kann sonst keiner so richtig lesen bzw. die meisten klicken dann echt wieder weg. Ich krieg immer Augenschmerzen, wenn ich so angestrengt lesen muss. Lasse dann auch ungewollt einen Satz aus, weil ich den einfach überlese. Kapiere dann gar nix mehr und höre auf zu lesen.

    lg Heike

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 600

    AW: Depression mit ADHS als komorbidität?

    lebensfreund schreibt:

    Gibt es hier ähnliche Erfahrungen auch was die geringen Dosen angeht?
    nee, ich hab genau das gegenteil

    200mg doxepin, 100mg seroquel und noch mehr zeugs kann ich locker aufeinmal nehmen und ich falle nicht um und schlafe nicht ein. bei mir sind die ärzte deswegen sprachlos.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Depression mit ADHS als komorbidität?

    @lebensfreund:

    Habe deinen Text nicht gelesen (will gleich ins Bett und dein Blocktext da...), aber AD(H)S als Komorbidität klingt unlogisch.
    AD(H)S hat man (außer bei bestimmten Unfällen wohl) seit Lebensbeginn an oder halt nicht.

    Was vllt. gemeint war, dass bestimmte Symptome aus AD(H)S durch die Depression hervorgerufen werden könnten, sofern man nicht von AD(H)S betroffen ist.

    Beispiele:
    - mangelnde Konzentration ist ein Symptom, welches auch aus Depression herrührt.
    - motorische Hyperaktivität und Hypoaktivtät kann auch aus Depression kommen - das Gleichgewicht stimmt einfach nicht mehr.
    - Unaufmerksamkeit ist auch ein Teil, der in der Depression verstärkt auftritt.

    Ist man nicht von AD(H)S betroffen und greift die Therapie, um die Depression zu behandeln, sollten diese Symptome zurückgehen.
    Ein AD(H)S'ler wäre nur ungleich heftiger betroffen, wenn ein solcher noch Depression bekommt (was nicht selten der Fall ist).
    Deshalb ist es auch wichtig, wo die Ursachen liegen. Hat man kein AD(H)S, aber Depression, dann bringt es nicht wirklich viel nur die AD(H)Sigen Symptome zu behandeln, da sie nicht die Ursachen aufgreifen und umgekehrt genauso, wobei es hier darauf ankommt.

    Viele AD(H)S'ler reagieren bei einer AD(H)S-Therapie positiv mit Verminderung der Depression. Man muss dann abwägen, wie sehr man die Depression behandeln muss.
    Bei einigen muss erst die Depression behandelt werden und dann erst AD(H)S. Hier ist es halt von Fall zu Fall verschieden.

    Darum: Denke nach, was wohl zuerst da war. Warst Du schon immer recht verpeilt? Hast Dinge vergessen und konntest die Zeit immer schlecht abschätzen (oder man berechnet alles auf die Sekunde genau, weil man nicht warten will)? Wenn das schon immer so war in Deinem Leben, dann könnte ja AD(H)S zutreffen.

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Depression mit ADHS als komorbidität?

    Hallo Lebensfreund,

    bei mir ist es etwas ähnlich gewesen. Ich habe (aus Blödheit und Leichtsinn) meine AD´s abgesetzt und ein Jahr später mit Medikinet begonnen. Es war zwar eine gewisse positive Wirkung da, aber auch fürchterliche Panikattacken, Angstgefühle, Schlaflosigkeit und eine saftige Depression, die ich vermeintlich mit Medikinet bekämpfen konnte. Nur leider war DAS genau der Fehler. Während der Wirkdauer ging es mir zwar etwas besser, aber die NW kamen eindeutig vom Medikinet.

    Habe dann gut 3 Monate pausiert.

    Habe nun Cymbalta (60mg) und ein AD für die Nacht, und diesmal ist es mit der Einnahme von Medikinet ok, keine der oben beschriebenen NW.

    Ich würde sagen das ist bei jedem unterschiedlich, selbst wenn einer das Selbe erlebt wie du, muss es nicht heissen, dass das was bei ihm hilft, dann auch bei dir hilft.

    Am Besten zusammen mit dem Arzt alles besprechen und rumprobieren. Damit habe ich langfristig immer die besten Resultate erreicht.




    Finde allerdings komisch das du unter Medikinet mehr Cymbalta verträgst (besser), eigentlich kann man mit Medikinet mit der Dosis runter.........

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 417

    AW: Depression mit ADHS als komorbidität?

    lebensfreund schreibt:
    . Ich habe die Hoffnung, dass mein Dopamin spiegel durch das Medikinet nun langsam wieder aufgebaut wird und ich morgens dann nicht so panisch bin, auch wenn ich Medikinet noch nicht genommen habe. Ist das realistisch?
    Diese Hoffnung musst Du begraben. MPH ist kein Spiegel-Medikament, d.h. da baut sich nichts im Blutserum auf. Wenn die aktuell eingenommene Dosis abgebaut ist, ist auch die Wirkung weg und der rebound setzt einem oft zu.


    lebensfreund schreibt:
    .Im Sommer hat es mir zum Teil gereicht wenn ich erst mittags Medikinet 20mg genommen habe.
    Gibt es Leute hier, die ähnliche Erfahrungen haben?
    Wenn ich sehr entspannt bin, lange ausschlafe und keinen Stress habe, komme ich mit 5 (!!) mg Medikinet adult, eingenommen gegen Mittag, für den Rest des Tages aus. Am Abend geht dann das Kopfkino wieder los, da sehe ich zu, dass ich nicht mehr zu aktiv bin und müde werde, dann ab in die Koje.



    lebensfreund schreibt:
    .Eine minimaldosis von Trazodon (Serotonin Wideraufnahmehemmer mit 5-ht2a antagonist, welcher u.a. für Angst und Unruhe verantwortlich sein soll) von sage und schreibe 12,5mg (Ein Arzt würde sagen, da kann mans auch gleich lassen), hilft mir für schlaf und entspannung aber macht mich auch am nächsten tag länger dull.
    Gibt es hier ähnliche Erfahrungen auch was die geringen Dosen angeht?
    Ich nehme täglich gegen meine Depression nur 15 mg Cipralex (Wirkstoff Escitalopram, SSRI), Verträgt sich bei mir sehr gut mit MPH, und abends kann ich einschlafen.

    Und: ich habe noch nie von ADHS als Ko-morbidität einer Depri gehört nur umgekehrt (so ist das bei mir).
    Geändert von habis ( 2.09.2013 um 23:32 Uhr)

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