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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5

    unsicher Rivalin zu versuchen...

    hallo

    bin mir total unsicher ob ich die vom arzt verordnete therapie versuchen soll, da ich befürchte davon abhängig zu werden...

    wer kann mir tipps geben?

    chrigu

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 613

    AW: unsicher Rivalin zu versuchen...

    Hallo chrigu

    ich kann Deine Unsicherheit verstehen, aber ich kann Dir auch sagen: sieh es unterstützendes Hilfsmittel, um den Alltag besser zu bewältigen.

    Ich glaube wegen Abhängigkeit musst Du Dir weniger Sorgen machen.

    Du fängst mit der Dosis ja klein an ( hoffe ich, dass der Arzt das auch so gesagt hat), und steigerst, wenn überhaupt nötig, langsam.

    Wenn das Medi gut wirkt, das wirst Du relativ zügig bemerken, wirst Du Dich anders wahrnehmen, nicht bedöselt, sondern irgendwie klarer.

    Lass Dich drauf ein!

    Alles Gute!!!!!!

  3. #3
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 678

    AW: unsicher Rivalin zu versuchen...

    Hier findest Du so einiges zu dem Wirkstoff Metylphenidat:Methylphenidat - DocCheck Flexikon

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: unsicher Rivalin zu versuchen...

    Beim nochmaligen Lesen des nun folgenden Post hatte ich den Eindruck, ich habe vielleicht ein bischen spitz formuliert. Es ist weder böse gemeint, noch möchte ich dich angreifen. Deine Frage wird häufig gestellt, du bist mit diesen Gedanken nicht allein! Ich bin nur im Moment nicht in der Lage, ausführlicher zu antworten. Darum so kurz, knapp und prägnant:

    MPH macht nicht abhängig. Wenn es abhängig machen würde, würden nicht soviel ADHSler die Einnahme immer wieder vergessen!

    Ich weiss, dass da eine goße Unsicherheit - auch bei vielen Ärzten, die sich nicht regelmäßig mit dem Thema beschäftigen - besteht: MPH wirkt nicht bei Menschen, die kein ADHS haben, es hat dann einen reinen Placeboeffekt. Das ist mittlerweile in Studien nachgewiesen und führt die Diskussion um das Gehirndoping ad absurdum.

    Die Behandlung mit MPH führt bei ADHSlern mit Suchtgeschichte dazu, dass ihnen die Abstinenz erleichtert wird, weil der Hirnstoffwechsel besser funktioniert. Es hat sich mittlerweile gezeigt, dass die vielerorts als Ausschlusskriterium für eine medikamentöse Behandlung genannte Suchtvorgeschichte keinerlei Einfluss auf die Menge des benötigten MPH hat. Es scheint sogar Anhaltspunkte dafür zu geben, dass bei einem Cannabis- oder Alkoholmissbrauch in der Vergangenheit geringere Mengen von MPH benötigt werden, als bei Patienten, die keine Suchtvorgeschichte haben.

    Wenn du Diabetes hättest und das mit Ernährung nicht mehr in den Griff bekämst, würdest du niemals auf die Idee kommen zu sagen, ich weiss nicht, ob ich Insulin spritzen soll. Bei einer Unterzuckerung kann man schließlich sterben. Da nehme ich dann doch lieber offene Beine, Polyneurpathien, Durchblutungsstörungen bis zur Amputation in Kauf...oder bevor ich meine Brille aufsetze, lauf ich lieber vors Auto, was ich ohne Brille nicht sehe, weil eine Brille im Gesicht unnatürlich ist.

    Und die Frage, die meistens nach der Frage der Abhängigkeit kommt, ist die nach den Nebenwirkungen, die im Beipackzettel stehen. Ein Beipackzettel ist der Haftungsausschluss für den Medikamentenhersteller. Je mehr potentielle Nebenwirkungen er in der Testphase dokumentieren kann, desto glücklicher ist er, weil er für alles, was er dokumentiert hat und was dann im Beipackzettel steht, nicht mehr haftet, falls es auftritt. Die beobachteten Symptome müssen nicht auf das Medikament zurückzuführen sein. Das wird nicht hinterfragt. Sie sind während der Testphase beobachtet und dokumentiert worden und das reicht, damit der Hersteller sie als Nebenwirkungen aufführen kann und für diese Nebenwirkungen nicht mehr haftet. Bei Medikinet adult steht zum Beispiel im Beipackzettel: plötzlicher Herztod. Ob der Todesfall tatsächlich was mit der Einnahme von MPH zu tun hatte oder nicht, weiss kein Mensch, noch nicht mal die Pharmafirma. Sie freut sich aber wie Bolle, dass sie es in den Beipackzettel schreiben kann, weil sie für den Fall der Fälle, falls es tatsächllich was mit dem MPH zu tun hatte, niemals dafür haften kann. Für uns als Patienten hat das zur Folge, das wir vor der ersten Veordnung von MPH eine internistische Bestätigung vorlegen müssen, dass mit dem Herzen alles ok ist. Wenn irgendwelche Auffälligekeiten festgestellt worden sind, muss eine Nutzen-Risiko-Bewertung mit dem Patienten gemacht werden. Es gibt eine Vielzahl von Patienten, die erst als Erwachsene diagnostiziert worden sind und zuvor jahrelang medikamentös gegen Bluthochdruck behandelt wurde. Mit der MPH-Einnahme normaliisert sich der Blutdruck dann. Andere zum Beispiel reagieren während der Einstellung auf MPH mit erhöhtem blutdruck, der sich meistens nach einer Gewöhnungsphase wieder normalisiert. Das wird dann vom Arzt engmaschig überwacht und regelmäßig kontrolliert, damit da auf keinen Fall etwas passieren kann.

    Ich hoffe das hilft dir etwas weiter!

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.179

    AW: unsicher Rivalin zu versuchen...

    Hallo Chrigu

    Trines Post betr. Abhängigkeit gibts fast nichts mehr beizufügen, super geschrieben!

    Schau dich doch auch ein bisschen um in den Threads über Medis, da steht schon so vieles geschrieben.

    MPH ist sicher die bessere Lösung als Drogen! Von denen wird man abhängig, nicht vom MPH.

    Es wäre sicher ein Versuch wert, du merkst schnell, ob es dir hilft. Und du kannst jederzeit wieder abbrechen. Sprich mit deinem Arzt darüber, auch über deine Bedenken.

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