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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 200

    ADHS oder Depression?

    Ich habe festgestellt, dass je besser ein Medikament gegen mein ADHS wirkt, desto depressiver werde ich und andersrum.

    Ein Beispiel: Amphetamin wirkt neutral, wenn nicht sogar positiv auf meine Laune, scheint mein ADHS aber nicht wirklich zu therapieren,
    Dinge zu planen oder geplantes auszuführen geht fast genauso schlecht wie ohne.

    Ritalin hingegen macht mich oft sehr depressiv, dabei habe ich dann so einen "ich kann alles, aber ich will nichts"-Zustand.
    Das heißt Ritalin scheint mein ADHS wirklich zu bekämpfen und ich bin klar im Kopf, kann alles planen, ect., nur sinkt die Motivation
    in den Keller...

    Alle anderen Medikamente, die meine Stimmung besserten, führten zu einer Verstärkung der ADHS-Symptome.

    Es ist einfach so: Wenn ich gut gelaunt bin, werde ich hyperaktiv (obwohl ich der ruhige Typ bin),
    gut gelaunt und dabei ruhig und konzentriert gibt es bei mir anscheinend nicht...

    Es scheint also als müsste ich mich einfach entscheiden, was ich möchte: ADHS oder Depression

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 177

    AW: ADHS oder Depression?

    Naja, als das ADS muss ja schon seit Kindheit bestehen, Depressionen nicht.
    in welcher Dosirung hast du denn Amphetamin und MPH genommen?

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: ADHS oder Depression?

    Außerdem sind Depressionen häufig eine Komorbidität(Begleiterkrankun g) bei ADHS. Wird dann nicht beides behandelt, sieht's schlecht mit dem Behandlungserfolg aus.

    Und bei mir reicht MPH auf keinen Fall aus, um den Antrieb zu steigern, ich muss da meinen Noradrenalinspiegel ebenfalls puschen, sonst geht es zwar irgendwie, aber auch nicht richtig...
    Geändert von Trine (16.08.2013 um 17:29 Uhr)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 26

    AW: ADHS oder Depression?

    Ich hab auch beides. Wenn ich nur AS oder nur Mph nehme geht es mir nicht gut. Ist halt ein sehr feiner Hirnstoffwechsel.


    Gesendet von meinem GT-i9001 mit Tapatalk 2

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 60

    AW: ADHS oder Depression?

    Hi,

    tut mir leid zu hören, dass sich die Wirkungen bei dir irgendwie gegenseitig neutralisieren zu scheinen. ADS und Depression treten häufig zusammen auf, aber ich würde einfach mal behaupten, dass es nicht nur die eine Depression oder das eine ADS gibt. Depression macht oft Konzentrationsstörungen und ADS macht oft Depression, manchmal passiert aber auch einfach beides zusammen und dann hat man irgendwie das Gefühl, es sei paradox.

    Hast du denn schon mal eine rein antidepressive Therapie ausprobiert? Es gibt ja auch Substanzen, die ein bisschen in beide "Systeme" eingreifen , z.B. Elontril, Cymbalta, Venlafaxin etc. Bevor du ganz verzweifelst, würde ich das mal mit deinem Doc besprechen. Einige dieser Präparate kann man auch mit Ritalin kombinieren und vielleicht könnte man damit bei dir aus beiden Richtungen gegen deine Probleme angreifen. Es nützt dir nichts, wenn du dich mit Stimulanzien fütterst, die dir ein bisschen helfen, aber dennoch nichts großartig an deinen Symptomen verändern bzw. wieder neue Einschränkungen schaffen. Vielleicht musst du auch noch zusätzlich was gegen deine Depression einnehmen, vielleicht hast du neben einem Dopamin/Noradrenalin zusätzlich auch ein Serotonin-Problem- who knows. Das solltest du mal abklären lassen.

    Ich drücke dir jedenfalls die Daumen!

    Viele Grüße,
    geetarist

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: ADHS oder Depression?

    Manche Ärzte sind auch der Auffassung, dass zunächst die Symptome der Depression gemindert werden müssen, bevor man mit Stimulanzien behandelt...was allerdings häufig auch kontraproduktiv ist, wenn nur in den Serotoninspiegel eingegriffen wird, denn das Chaos bleibt und macht einen dann wieder unglücklich, fahrig und unkonzentriert...

    Die von Geetarist genannten Präparate können meines Wissens nach alle mit Stimulanzien verordnet werden.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 200

    AW: ADHS oder Depression?

    Ihr scheint mich falsch verstanden zu haben. Ich habe an sich keine Depression! Das kann ich mit Sicherheit sagen, da ich mal depressiv war und weiß wie schlimm das ist.
    Nur zur Erinnerung: Methylphenidat kann depressiv machen, das ist eine anerkannte Nebenwirkung von der viele Ärzte und selbst die Packungsbeilagen warnen.

    Ich habe nun wieder ein paar neue Erkenntnisse gewonnen, zum einen wirkt Amphetamin bei mir besser als gedacht gegen mein ADHS und macht mich auch kurze Zeit lang
    echt gut gelaunt, also hebt meine Stimmung. Nach 3 Stunden ändert sich die Wirkung plötzlich, ich bin immer noch ruhig und konzentriert aber werde plötzlich depressiv.

    Nach etwas Recherche habe ich hier den Grund gefunden: Dextroamphetamin, welches sowohl Noradrenalin als auch Dopamin beeinflusst wirkt kürzer (3 Stunden bei mir) als Levoamphetamin,
    welches genauso auf Noradrenalin aber nicht auf Dopamin wirkt. Das Noradrenalin hilft gegen ADHS, macht aber depressiv. Dopamin hingegen wirkt gegen ADHS und hebt die Laune.

    Eine Umstellung auf Dextroamphetamin wäre also die Lösung für das Problem, jedoch lebe ich in Österreicht und hier ist nur das Racemat zugelassen.


    Bei MPH sieht die Sache ganz anders aus: Dieses scheint gleichmäßig zu wirken und schon von Anfang an die Stimmung zu drücken,
    habe ich gestern wieder extrem gemerkt.
    ABER als ich mich dann mit einem Hobby befasst habe (Songtexte schreiben) und merkte wie gut sich das MPH darauf auswirkt,
    habe ich mich damit befasst und der Tag war gerettet.... Komisches Zeug.

  8. #8
    ADD


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 352

    AW: ADHS oder Depression?

    Ich finde wenn ich Antidepressiva nehme (Venlafaxin) dann geht es mir gut habe keine Ängste mehr, doch meine Konzentration wird verschlechtert, bin nicht mehr so Aufmerksam ein bisschen verplanter als ohne ADs.

    Wenn ich MPH nehme bin ich Konzentrierter, Aufmerksamer doch meine Ängste und Grübeleien, sind wieder da.

    Eine Kombination von MPH+AD könnte helfen, jedoch nicht der Leber / Nieren / Margen etc. das sind meine bedenken, denn ich habe so schon durch MPH Sodbrennen / Margen.
    Ich weiss nicht ob auf dauer (über Jahre der einnahme) das so gut ist.

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: ADHS oder Depression?

    Wie sieht es in Österreich mit den Dexamfetamintropfen aus? Die gibt es z.B. bei uns... (wusste ich, bis vor einem Jahr, auch nicht)...

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 177

    AW: ADHS oder Depression?

    @Gangnam: Du sagst du seist nach der Einnahme des Amphetamin gut gelaunt, das is eigentlich nur ne Nebenwirkung. Das Amphetamin soll die Psychomotorik verbessen, deine Konzentration steigern und dich ruhiger machen. Es soll aber nicht deine Stimmung heben. Natürlich geht es den meisten ADSlern nach der einnahme von AMphetamin (mich eingeschlossen) sehr gut weil sie dann das machen können was sie zuvor nicht konnten, aber diese Stimmungsaufhellung beim Amphetamin kann auch einfach ne Wirkung sein und das könnte ein Hinweis darauf sein das du eventuell ein wenig überdosiert bist, denn nach der Amphetamineuphorie kann nämlich schnell ein mehr oder wenig großes depressionsloch auftreten.

    Wieviel mg Amphetamin nimmst du denn zuzeit ein? Vll musst du einfach ein wenig niedriger Dosieren Aber frag am besten mal den Arzt.

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