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  1. #1
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 594

    Ritalin- ein Erfahrungsbericht

    huhu!
    In diesem Beitrag möchte ich von meiner Persönlichen Erfahrung mit Ritalin berichten. Es geht hier nicht um das verstreuen von Propergande für oder gegen Ritalin, sondern um das Berichten von Erfahrungen die sich ganz allein auf mioch selbst beziehen. Natürlich freu ich mich über Beiträge von Leuten die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
    Ich bin heute 23 und bekam bereits als Kind mit 6 Jahren Ritalin.
    So weit so gut: Neben zahlreichen begleitenden Verhaltn-und psycho Therapiestunden gehörte auch Ritalin über ein Jahrzehnt zum Alltag.
    Natürlich half es mir: die schulischen Probleme des Alltags zu bewältigen. Aber: " Das Allheilmittel" war es nicht. Es schwächte zwar sämtliche Symptome ab, dennoch waren sie immer noch da. Sozialen Probleme waren ebenfalls vorallem nach der Grundschule, da die Leute immer mehr Unverständniss hatten da.
    Ich weiß aus eigener Erfahrung, das Ritalin mich zu einem anderen Menschen macht: Ruhig, schüchtern,konzentriert und fokusiert auf das Lernen.
    Als ADHSler denkt man da: Dass ist doch das was ich will: Ruhiger, kontrollierter und Konzentrierter sein, Lernerfolg,Erfolg in der Schul-und Berufswelt.

    Leider hat die starke Leistung auch ihren Preis: Bei mir war es oft so, dass ich nach stundenlanger Fokosierung( Unterricht, Lernen) einfach meine Ruhe wollte, keine Lust mehr auf soziale Kontakte oder was mit Freunden zu nehmen hatte. Ich fühlte mich im Laufe des Erwachsen werdens immer mehr als hätte ich zwei Persönlichkeiten: eine emotionale und kreative wie auch impulsive Kontaktfreudig, individuelle, offene, ab und zu abgelenkt( 100% Ich) und eine zweite( Ritalin-ich) ruhig, fokusiert, zurück haltend bis hin zum Rückzug,verschlossene, kaum zeigen von emotion( nur inneres Empfinden) meiden von Mitmenschen( z.B. Freunden).
    Des weiteren fühlte ich mich öfters traurig und Depressiv unzufriedener, als wenn ich kein Ritalin nehme. Ritaln ist der Schalter, der mich umschaltet.
    Den höchsten Preis den man zahlt ist seine eigene Persönlichkeit. Man ist wie schon beschrieben eher kalt, was einen auch erschrickt und die ganze Emotionen verliert man.
    Man frägt sich immer wieder ist es den Preis wert um sich der Gesellschaft an zu passen? Neben den gesundheitlichen Risiken die auf der Packungsbeilage verharmlost werden.

    Hätte ich Kinder wäre Ritalin suicher der letzte Schritt. Den meiner Erfahrung und persönlichen Meinung nach zerstört es die eigene einzigartige individuelle Persönlichkeit eines Menschen auf Dauer.
    Heute nehm ich es nur noch nach Bedarf: Wenn ich des Gefühl habe ich brauch es um besser Lernen zu können oder auch in fremden Stzädten besser zu recht zu kommen.
    Ich fühle mich so wohl und kann trotzt Ritalin meine eigene Persönlichkeit entfallten, da ich mich nicht mehr nur davon gesteuert fühle.
    Geändert von Lucky89 ( 7.08.2013 um 18:10 Uhr)

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