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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 41

    AD's lebenslänglich ???

    Hey Leute,

    habe gerade ein mega Problem, weswegen ich gerade total fertig bin. Ich habe vor ca 3 Wochen, mit Absprache meiner Ärztin, angefangen mein Citalopram von 40 mg auf 20 mg zu reduzieren, weil ich dachte, ich bräuchte es nicht mehr. Ich habe vor zwei Jahren angefangen mit Citalopram und seit ca 5 Monaten nehme ich noch Mph. Ich bin echt gut zurecht gekommen und dachte dann, ich könnte das Citalopram, da ich nicht mehr depressiv bin, langsam mal absetzen. Den Mindestzeitraum von 6 Monaten habe ich auch eingehalten.

    Aber nun merke ich, wie ich keine Motivation mehr habe und die Power ist auch nicht mehr so da. Ich rede kaum noch, bin wieder voll in meiner Gedankenwelt und bin schnell gereizt. Komme morgens schlecht hoch und schlafe schlecht ein, kann mich schlecht konzentrieren und bin nicht ganz bei der Sache. Hab wieder ne lange Leitung und total verpeilt, dass es mir schon unangenehm ist. Dachte eigentlich, dass diese Symptome vom ADS kommen und dafür hab ich doch mein mph. Aber selbst davon merke ich nichts. Sonst habe ich immer gemerkt, wenn die Wirkung da war.

    Gibt es hier welche, die allein nur Mph nehmen und keine AD's? Und damit auskommen? Oder mal ein AD genommen haben und es dann erfolgreich abgesetzt haben? Und ob jemand seine Pfunde danach wieder losgeworden ist? Ich habe die Befürchtung, dass meine depris vielleicht schon chronisch waren als ich mit Citalopram anfing und ich deswegen nun mein leben lang AD nehmen muss.

    Ich habe hier vorhin gelesen, dass wenn man das AD absetzt und man wieder die Symptome bekommt, dass es dann noch zu früh ist. Aber ich nehme es ja schon seit 2 Jahren und depressiv bin ich schon lange nicht mehr. Mal depressive Verstimmungen aber das ist bei uns glaub ich normal und wird auch nie richtig weg gehen oder?

    Danke schon mal für eure Antworten.

    So, jetzt haia machen, mal sehen, wie lange es dauert...

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: AD's lebenslänglich ???

    Amiga schreibt:
    Gibt es hier welche, die allein nur Mph nehmen und keine AD's? Und damit auskommen? Oder mal ein AD genommen haben und es dann erfolgreich abgesetzt haben? Und ob jemand seine Pfunde danach wieder losgeworden ist? Ich habe die Befürchtung, dass meine depris vielleicht schon chronisch waren als ich mit Citalopram anfing und ich deswegen nun mein leben lang AD nehmen muss.
    Ich habe zu lange Citalopram genommen, auf eigenen Wunsch. Etwa 3 Jahre habe ich es eingenommen und das waren 3 Jahre zuviel. Nun nehme ich Medikinet ein und damit fühle ich mich wohl, obwohl sich mein Körper schon daran (physiologisch) gewöhnt hat und ich vielleicht mehr oder ein anderes Präparat benötige. MPH werde ich aber weiter nehmen.

    Ich habe Citalopram genommen, um meine Ängste los zu werden. Leider bin ich nicht nur diese Gefühle los geworden, sondern alle anderen Gefühle auch. Unter MPH-Einfluss habe ich die Symptome im Griff, die mich zuvor belastet haben. Die Abwehrmechanismen der Symptome indes bleiben. Wichtig ist, dass man sich neu kennenlernt, wenn man MPH einnimmt, und das kann sehr lange dauern.

    Was deine Depressionen betrifft, so werde ich natürlich keine Aussagen machen. Diesbezüglich rate ich Dir, mit Deiner Ärztin zu reden und wenn die blöd ist, würde ich einen anderen Arzt aufsuchen.

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: AD's lebenslänglich ???

    Amiga schreibt:
    Gibt es hier welche, die allein nur Mph nehmen und keine AD's? Und damit auskommen?
    Ich hatte schon mal solche Zeiten. In der ersten habe ich etwa 90 Tage lang nur MPH (Zuvor Ritalin+Cocerta®+Aripiprazol/Fluoxetin , dann nur Ritalin®+Concerta®) eingenommen. In der 2.Zeit etwa 210 Tage (ebenfalls Ritalin®+Concerta® - gegen Ende dazu noch Zyprexa® bei Bedarf, da ich neuroleptika-abhängig war/bin).
    Irgendwie war ich immer damit "ausgekommen", obwohl MPH bei mir keine Wirkung hatte (außer die unerwünschten Nebenwirkungen - ich dachte, das wäre die wirkliche Wirkung -.-). Am Ende als man mich weiter und diesmal noch stärker unter Stress stellte durch Langeweile, Depressionen und Leistungsdruck, habe ich jedoch es bemerkt und bin auf andere Medikamente umgestiegen.

    Oder mal ein AD genommen haben und es dann erfolgreich abgesetzt haben?
    Erfolgreich abgesetzt schon. Gerade Fluoxetin...weil man es nur jedes mal bekam, weil es schließlich "jeder" nimmt, aber auf Dauer für alle langweilig wurde...
    Erfolgreich seine Depressionen besiegt eher nicht. Erfolgreich den Stress minimiert und dumme Therapeuten rausgeschmissen erst recht nicht. Erfolgreich die Ursachen zu beheben müsste dadurch ebenfalls nicht geklappt haben.
    Die Depressionen habe ich dadurch nur eine kurze Zeit besiegen können. Da ich heute aber nun emotional-instabil bin, sind die "echten" Depressionen von damals kein Interesse mehr für mich bzw. nicht mehr relevant.

    Und ob jemand seine Pfunde danach wieder losgeworden ist?
    Ich bevorzuge Antidepressiva, die zufälligerweise immer eine Appetitsenkung als Nebenwirkung haben. Fluoxetin hatte in dem Bereich bei mir keine Wirkung - mit Xerostomie war es zudem einige Tage technisch nicht möglich. Pfunde haben mich nie interessiert und würde ich auch nie - außer ich hätte Adipositas (oder psychisch Anorexia Nervosa).

    Ich habe die Befürchtung, dass meine depris vielleicht schon chronisch waren als ich mit Citalopram anfing und ich deswegen nun mein leben lang AD nehmen muss.
    Chronisch bedeutet nicht, dass sie für immer sind. Chronisch bedeutet, dass sie eine sehr lange Zeit bestanden haben. Ob man sein ganzes Leben lang ADs nehmen muss steht in den Sternen.
    Wenn sich jedoch die äußeren Umstände - und vor allem seine Mitmenschen, was jedoch nie passieren wird! - verbessert haben und die damaligen Ursachen behoben sind sowie prophylaktisch etwas macht, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, von ADs runter zu kommen.

    Wenn es nun aber eine organische Depression ist (z.B. das Gehirn als Organ an sich nicht genügend Serotonin produzieren kann...falls das so alleine stimmen mag...), dann ist es natürlich etwas völlig anderes. Ich habe aber keine Ahnung wie man dieses diagnostizieren könnte.

    Ich habe hier vorhin gelesen, dass wenn man das AD absetzt und man wieder die Symptome bekommt, dass es dann noch zu früh ist.
    Absetz- oder Entzugsymptome (ist nun das selbe für mich - gib's im Grunde genommen keinen Unterschied) können auftreten, wenn sie schlagartig abgesetzt werden.
    Absetz- oder Entzugsymptome können verhindert oder vermindert werden, wenn sie schleichend abgesetzt werden.
    Wenn nach dem Absetzen und den Absetzsymptomen die Depressionen wieder kommt - hat man irgendetwas in der vorherigen Zeit übersehen...

    ...oder das Medikament einfach nicht funktioniert.


    Aber ich nehme es ja schon seit 2 Jahren und depressiv bin ich schon lange nicht mehr. Mal depressive Verstimmungen aber das ist bei uns glaub ich normal und wird auch nie richtig weg gehen oder?
    ahh... auch jemand der nicht (mehr) weiß was normale Gefühle sind und wie sie funktionieren. Willkommen im Club! ^^

    Hin und wieder depressive Verstimmungen und Traurigkeit ist ganz normal. Kennt jeder...
    Wenn sie jedoch (scheinbar) ohne Grund für längere Zeit auftreten nennt man es eine Depression.
    Wenn sie nie richtig weg gehen wäre es eine chronische Depression. Wie gesagt, ist aber eine Heilung möglich - sofern man zu den Ursachen kommt bzw. kommen darf.

    2 Jahre Citalopram sind meiner Meinung höchste Zeit ein anderes AD auszuprobieren! (in der Zeit hätte ich sogar bis zu 10 ausprobieren können - wenn KJPs Ärzte hätten - vom Gefühl her - & so viele ADs existieren würden) .

    Von SSRIs halte ich persönlich ohnehin nicht so viel. Manche sagen heutzutage, dass sie nicht/kaum besser sind als Placebo oder selbst hochdosiertes Johanneskraut besser wäre.
    Und...jesus! Sie kommen aus Amerika(!)* - ja logisch, nicht wahr? - und aus einer Zeit in der die Drogenprohibition ihren Höchstpunkt hatte.
    Es hätte mich gar nicht gewundert...



    *(ihr wisst schon, da wo MPH und Amphetamin nicht herkommen - sondern Strattera® OMG!
    Und auch alles andere... Nun gut GlaxoSmithKline finde ich auch relativ in Ordnung, aber die sind ja auch nicht rein amerikanisch, sondern waren vorher hauptsächlich britisch und französisch... Ich glaube nämlich kaum, dass die Amis alleine Chlorhexamed®, Lamotrigin oder Colgate® erfunden hätten. Ihr etwa? oO

    SSRIs wirken übrigens gut gegen MDMA, ich weiß nur nicht ob sie das damals wussten - aber dennoch ein toller Zufall ^^.)
    Geändert von Aleã (19.07.2013 um 16:53 Uhr)

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: AD's lebenslänglich ???

    Aleã schreibt:
    Wenn es nun aber eine organische Depression ist (z.B. das Gehirn als Organ an sich nicht genügend Serotonin produzieren kann...falls das so alleine stimmen mag...), dann ist es natürlich etwas völlig anderes. Ich habe aber keine Ahnung wie man dieses diagnostizieren könnte.




    Genauso wie ADS.

    1. auffällige Häufung der Erkrankung in der Familie
    2. Alter der ersten Episode
    3. Häufigkeit der Episoden über bisherige Lebensspanne
    4. oft keine exogenen Auslöser für Episoden erkennbar

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: AD's lebenslänglich ???

    oha...da ist wirklich eine Menge Diagnostik bei. Dennoch könnten die exogenen Auslöser nicht wahrgenommen sein und schon könnte es eine "nur" risikoerhöhte Depression sein.

    Oder ist damit die Organische gemeint?

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: AD's lebenslänglich ???

    Das Wort "risikoerhöhte Depression" kenne ich gar nicht. Aber klingt irgendwie fast nach dem "Risiko"/ multiplizierendem Faktor der Vererbung. Aber ich weiss es echt nicht.

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