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Diskutiere im Thema Medi machen aus ADHSlern keine Normalos im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #31
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Medi machen aus ADHSlern keine Normalos

    Just Justs:

    vielleicht bin ich anders, weil ich schon mit 7 Jahren schwer krank wurde und gar nicht anders aufwachsen konnte, als mich mit der Krankheit abzufinden. Ich kenne das Leben halt nicht anders. Ich wollte nie "dazugehören". Hm komisch. Ich habe sehr viel Ablehnung bekommen, selbst von den eigenen Eltern. PTBS?? Oh je....da hab ich mehrere. Tja ich weiss nicht....ich habe mir immer gesagt "entweder man mag mich oder man mag mich nicht". Dann bin ich entweder geblieben oder gegangen. Egal, ob das privat oder beruflich war. Es hat verdammt weh getan und das nicht nur einmal. Es hat mich finanziell ruiniert und die Summe meiner Schulden ist sehr hoch.

    Ich verdränge das aber auch nicht. Mein Doc meinte vor 4 Wochen, dass es bemerkenswert ist, dass ich bei all meinem Erlebten nicht ganz durchgedreht bin.

    Hm wirklich komisch.....allerdings fühlte ich mich immer allein......aber auch schon als Kind. Ich hab mich damit abgefunden, denn wenn ich mal Vertrauen hatte und mich öffnete, dann wurde ich enttäuscht. Also hab ich es gelassen. So ging es mir dann besser.

    War ich glücklich damit? Keine Ahnung, ich denke nicht. Immer nur kurzfristig.

    Heute bin ich glücklich, weil ich einem Menschen vertraue wie vorher keinem und ich mich fallen lassen kann. Aber das hat jetzt auch 2 Jahre gedauert.....viele Tränen, viel Schmerz und viel Arbeit an sich selbst. Und man wird nie fertig damit.

  2. #32
    Prinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 826

    AW: Medi machen aus ADHSlern keine Normalos

    @ Heike:

    Das ist schön zu lesen, daß Du Deinen Weg finden konntest, auch wenn er nicht leicht war und ganz bestimmt viele Tränen gekostet haben wird.

    Ich fange seit ca einem halben Jahr an mir wirklich Vertrauen zu können. Auch das war ein langer, steiniger Weg dorthin und der war wiederum erst mit MPH möglich. Und ja, ich empfinde mich als normal, denn in meiner Welt bin ich es auch. Meinen Freundeskreis habe ich komplett ausgetauscht und habe jetzt nur noch Kontakt mit Menschen die mir gut tun. Alle anderen haben aus mir immer etwas machen wollen, was ich nicht bin und dadurch das ich mir selber nicht geglaubt habe, habe ich mich auch leicht manipulieren lassen.

    Inzwischen bin ich wirklich froh darum ADHS zu haben. Ich habe unglaublich tolle Menschen kennengelernt, die mich eben so nehmen können wie ich bin, was ich ja immer gemacht habe. Ja, es mischt sich auch eine Form der Dankbarkeit da mit rein.

  3. #33
    Lysander

    Gast

    AW: Medi machen aus ADHSlern keine Normalos

    Heike schreibt:
    Lysander....du wohnst in Köln....da hab ich auch noch bis vor 1,5 Jahren gewohnt.....vielleicht haben wir uns gegenseitig angesteckt??? Durch die Luft
    Perversophilokokken! Ich hab's ja immer gewusst

  4. #34
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Medi machen aus ADHSlern keine Normalos

    Lysander schreibt:
    Perversophilokokken! Ich hab's ja immer gewusst

    Oh Gott.....daran stirbt man doch.....in welchem Stadtteil von Köln wohnst du? Dann kann man besser erkennen, wo die Seuche ausbricht.
    Ich hab in Merheim gewohnt.....jaja ich weiss, das ist nicht Köln, weils andere Rheinseite ist.....

    Ähem zurück zum Thema:

    JustJusts: Ich hab den Weg gar nicht gefunden, weil ich ihn erst gar nicht gesucht habe. Für mich war das alles normal irgendwie. Kenne es gar nicht anders.
    Was anders mit MPH wurde, das ich seit 7 Monaten erst nehme, ist die Wahrnehmung des Ganzen. Und das haut mich zum Teil echt weg. Ich erkenne es jetzt erst richtig. Und dadurch, dass das so viel ist, hab ich keine Zeit für Depressionen.....

    Nein das war ein Witz, sorry. Darüber sollte man nicht scherzen. Das, was du da schreibst, ist toll. Ich denke, du bist auf dem richtigen Weg......nur noch auf Zucker verzichten nicht wahr? (sorry war ein Insider).

    lg Heike

  5. #35
    Prinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 826

    AW: Medi machen aus ADHSlern keine Normalos

    Okay dann habe ich es jetzt wirklich verstanden. Vielleicht fällt es mir schwer das zu verstehen, denn ich kann mir kaum vorstellen wie sich das anfühlen muß.

    Du scheinst eine unglaublich starke Frau zu sein, wenn es Dir immer möglich war Dir selber Vertrauen zu können.

    UNd an dem Zucker arbeite ich noch, es wird besser, jeden Tag ein bißchen (sorry fürs OT)

  6. #36
    Lysander

    Gast

    AW: Medi machen aus ADHSlern keine Normalos

    Die Grenzen meines Viertels wurden mit dem Gliedermaß gezogen.

  7. #37


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Medi machen aus ADHSlern keine Normalos

    Ohjeh, gilt das auch für Besuch?

    Ich habe nicht den Wunsch 08/15 zu werden.
    Mir macht es nichts aus öfter zu stolpern, was
    fallen zu lassen oder zu verlegen.
    Mir ist wichtig, dass ich mein Leben in den Griff bekomme
    und nicht alles, was ich erreicht habe in den Sand setze.

    Wichtig ist mir auch, dass ich es schaffe, mich um meine Belange
    zu kümmern.
    Wenn ich mal ins Fettnäpfchen trete, weil ich mal wieder
    was nicht mitbekommen oder verstanden habe: Shit happens.
    Solange es nicht mein Lebensgerüst zum Stürzen bringt.
    Es darf wackeln, aber nicht zusammenbrechen.

    Ich habe noch nicht soviel Erfahrung mit den Medis, aber
    ich kenne viele Kinder, die sie nehmen und selbst bei
    richtiger Einstellung bleiben Symptome übrig. Aber das macht
    nichts, finde ich. Viele dieser Symptome bei den Kindern,
    machen sie auch sehr liebenswürdig. Warum weg damit?
    Wichtig ist doch, dass man sein Leben irgendwie in den Griff
    bekommt. Man muss doch nicht perfekt funktionieren, wie eine
    Maschine.

  8. #38
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Medi machen aus ADHSlern keine Normalos

    Heike schreibt:
    Ähem um noch mal zum eigentichen Thema zurück zu kommen, dass Medis aus ADHS-len keine Normalos machen.....

    Was ich glaube ich niemals verstehen werde ist, dass ein Mensch, der weiss, dass er eine Erkrankung hat die unheilbar ist, immer und immer wieder versucht - und das schon zwanghaft - "normal" zu werden. Das kann nicht gut gehen.

    Dass man seine Erkrankung nicht wieder los wird, ist mal klar. Statt dann mit seiner Krankheit "Frieden" zu schliessen und für sich die besten Strategien entwickelt um so gut wie möglich damit klar zu kommen, bedauern sich die meisten selbst und fühlen sich als Opfer......und machen damit alles noch schlimmer... für sich und für ihre Umwelt. Nur was bringt das? Rein gar nichts. Im Gegenteil.

    Medis sollen helfen, dem jeweiligen Menschen die Chance geben, besser im Leben klar zu kommen falls erforderlich. Aber was normal und was unnormal ist.....auweia wer entscheidet das überhaupt?
    Hallo Heike,

    Ich finde sehr interessant was du da anspricht! Kurz nach meine diagnose, hatte ich probiert normal zu sein und es hat nicht geklappt... Naja, nur einige Monaten probiert. Ergebnis war mich rasch eindeutig genug.

    Aber manchmal kommt auch schon der umfeld der mit "nette" kommentaren wie "kannst du nicht einfach?" etwa druck ausübt... Ich lerne da mich ruhig zu abgrenzen und zu sagen dass mich manche fähigkeiten einfach nicht im wiege gelegt sind und eben einige einfach für mich sehr schwierig ist. So was kommt gut an...

    @ Just Juts: Wegen feindliche umfeld: aus erfahrung bleibe ich nicht lange drin, werde, wenn ich klammere ehe rausgeschmiessen, weil ein ADS in feindliche umfeld sich ehe sehr unangenehm verhaltet... Also, früh oder spät erledigt sich die sache. Man kann auch selber entscheiden was man mit seine umfeld macht und wer lernt sich zu annehmen, wirkt auch auf sein umfeld. So ist es bei mich. Ich lasse mich einiges nicht mehr gefallen und werde auch mehr respektiert. Auf manche dumme sprüchen zeige ich innerlich auch rasch der mittelfinger und gehe dann mein weg.

    Sonst ja, hast du recht: sich selber anzunehmen braucht zeit... Es kann harte arbeit sein...

    Bei mich auch gab es eine trauma aus der kindheit der mich mein selbstvertrauen weggenommen hatte und eine teil mein leben echt vermiesen hat... Aber zum glück nicht für die ewigkeit, da ich dran lange gearbeitet habe...

    lg

  9. #39
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Medi machen aus ADHSlern keine Normalos

    Lysander schreibt:
    Die Grenzen meines Viertels wurden mit dem Gliedermaß gezogen.

    Hä???? Sorry bin zu blöd, das zu kapieren ähm ja...

  10. #40
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Medi machen aus ADHSlern keine Normalos

    Just Juts schreibt:
    Du scheinst eine unglaublich starke Frau zu sein, wenn es Dir immer möglich war Dir selber Vertrauen zu können.

    Hm..das haben schon sehr viele Menschen zu mir gesagt. Wobei ich das selbst gar nicht so empfinde.

    Allerdings eine Sache habe ich: Vertrauen in mir selbst. Ich vertraue meinem Körper und meiner Psyche. So blöd sich das anhört, aber ich weiss sofort, was mit mir los ist.
    Ich meine.....ich war mit 7 Jahren auf mich alleine gestellt mit meiner heftigen Diabetes-Erkrankung. Ich musste merken, wenn ich eine Unterzuckerung hatte oder der Blutzucker zu hoch. Ich musste mir mit 7 Jahren mein Insulin selber spritzen. Ich habe mich um alles gekümmert. Wenn ich mich auf andere verlassen hätte, dann wäre ich verlassen gewesen. Meine Eltern kamen mit mir nicht zurecht und haben sich nicht gekümmert.

    Ich glaube, dass das mich stark gemacht hat. Dass ich immer kämpfen musste. Auch später im Leben....aber das ist jetzt echt OT.

    Wie auch immer: Ich war von Anfang an nie "normal" und wie andere. In keinem Alter. Und ich möchte es auch nicht sein. Genauso wenig, wie die anderen so sein möchten wie ich.
    Jeder ist für sich ein Individium und das ist absolut toll.

    lg Heike

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